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Schalteinrichtung zur Belichtungssteuerung für photographische Kopiergeräte
Die Erfindung betrifft eine Schalteinrichtung zur Belichtungssteuerung für photographische Kopiergeräte, die mit einer Gasentladungsröhre bestückt ist, in deren Gitterkreis sich ein durch den Strom einer beleuchteten Fotozelle beeinflussbarer Ladekondensator befindet, dessen Zeitverhalten zwecks Eingabe von Belichtungszeitkorrekturen beeinflussbar ist.
Bekanntlich besitzen sowohl Thyratrons mit Glühkatoden als auch sogenannte Kaltkatoden-Schaltröhren untereinander hinsichtlich ihres Zündungseinsatzes einen verhältnismässig grossen Streubereich, der sich dahingehend auswirkt, dass der Ersatz einer Schaltröhre zu erheblichen Dejustierungen führt. Bei einer bekannten Steuerschaltung sind derartige Zündspannungsstreuungen ohne Einfluss, indem eine Korrekturmöglichkeit für von der Normaldichte abweichende Negative mittels in den Gitterkreis der verwendeten Schaltröhre eingefügten C-Gliedes erfolgt. Der Nachteil dieser Steuerschaltung besteht jedoch darin, dass die zur Dichtekorrektur verwendete Kondensatorkette bei einer Farbkopieranlage, die nach dem subtraktiven Verfahren arbeitet, in jedem der drei Farbkreise vorhanden sein muss.
Durch die relativ grobe Stufung der Kapazitätswerte ergibt sich ausserdem auch nur eine relativ grobe Stufung der Korrekturwerte. Aufgabe der Erfindung ist es, bei photographischen Kopiergeräten, die mit einer Gasentladungsröhre bestückt sind und in deren Gitterkreis sich ein durch den Strom einer Fotozelle beeinflussbarer Ladekondensator befindet, eine Möglichkeit zur Zeitbeeinflussung durch Eingabe von Belichtungswertkorrekturen zu schaffen, die bei minimalem Schaltungsaufwand unabhängig von der Zündpunktstreuung der auszuwechselnden Schaltröhre ist.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass dem Ladekondensator, zwecks Eingabe von Belichtungszeitkorrekturen, ein in festen Stufen veränderliches Potentiometer zuschaltbar ist und das Katodenpotential der Schaltröhre bei deren Neueinbau mit an sich bekannten Mitteln derart veränderbar ist, dass eine fest vorgegebene Zündspannung einjustiert werden kann.
Auf diese Weise hat man es in der Hand, alle Zündpunktstreuungen hinsichtlich verschiedener Exemplare der Schaltröhren auszuschalten und das bei der ersetzten Röhre mit bekannten Stufensprüngen verwendete Potentiometer der Belichtungskorrektureinrichtung erneut in gewohnter Form zu verwenden, da die Zuordnung der Korrektureinrichtung zu den exakten Belichtungszeiten und ihren Stufensprüngen auch bei Röhrenwechsel erhalten bleibt. Das für die Korrektur verwendete Potentiometer erweist sich infolge der Möglichkeit feiner Stufungen als ökonomisch wesentlich günstiger als die erwähnte Varüerung der Kapazität eines C-Gliedes zwecks Eingabe der Belichtungszeitwertkorrektur.
Der Aufwand für die Belichtungskorrektureinrichtung wird besonders augenfällig verringert, wenn das in festen Stufen veränderliche Potentiometer als für alle Farbkreise eines Farbkopiergerätes gemeinsames Gesamtdichte- Korrekturglied ausgebildet ist.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles beschrieben : Eine Schaltröhre--l--ist über einen Tastschalter--2--, ein Relais --3-- sowie ein Potentiometer --4-- an eine Spannungsquelle--5--geschaltet. Im Gitterkreis der Schaltröhre
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--l-- befindet sich ausser einem Begrenzungswiderstand--6--ein Ladekondensator--7--, der über einen Schalter--8--sowie ein in festen Stufen regelbares Potentiometer --9-- und einen Vorwiderstand --10-- an die Spannungsquelle-5-legbar ist. Mit dem Ladekondensator --7-- ist eine Fotozelle--11--verbindbar.
Mit--12--ist ein weiterer Vorwiderstand bezeichnet.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemässen Schalteinrichtung ist folgende :
Zwecks Belichtungskorrektur des Kopiermaterials wird in der gezeichneten Stellung des Schalters
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gewisse Vorspannung auflaGen kann, die die Belichtungszeitkorrektur beinhaltet. Nach Umlegen des Schalters --8-- wird der Kondensator --7-- durch den von der beleuchteten Fotozelle --lI-- abgegebenen Strom weiter aufgeladen, bis die Schaltröhre-l-zündet und das Relais --3-- zum Ansprechen bringt, welches seinerseits in bekannter Weise die Belichtung des Kopiermaterials beendet.
Wie bereits betont, streuen die Werte der Zündspannung von verschiedenen Exemplaren einer Type Gasentladungsröhren verhältnismässig stark, so dass bei einem Wechsel der Röhre nicht ohne weiteres ein reproduzierbarer Zündeinsatz erreicht wird. Um die erreichbaren Belichtungszeiten von diesen Zündspannungen unabhängig zu machen, wird bei Einbau einer neuen Schaltröhre deren Katode mittels des Potentiometers--4--auf ein Potential gelegt, das eine Zündung der Röhre nur in Verbindung mit einem bestimmten Gitterpotential zulässt.
Dieses durch den Ladekondensator --7-- vermittelte Gitterpotential besitzt eine Höhe, die nicht mehr im Streubereich der Zündspannung der zur Verwendung gelangenden Schaltröhre liegt, d. h. die Röhre zündet bei einer von dem individuellen Wert der Zündspannung der Schaltröhre (gemeint ist die bei nicht vorgespannter Katode geltende Zündspannung) unabhängigen Kondensatorspannung. Da diese Kondensatorzündspannung auf einen konstanten Wert festgelegt ist, kann der Zündpunkt durch Wahl der Katodenvorspannung konstant gehalten werden. Es ist zweckmässig, die Kondensatorzündspannung möglichst hoch zu legen, um ein grosses Zeitkorrekturbereich zu erhalten.
Auf Grund des sicher reproduzierbaren Zündpunktes der Schaltröhre können nach erfolgtem Röhrenwechsel auch wieder die Schaltsprünge des Potentiometers--9--in der vor dem Wechsel gewohnten Weise zur Belichtungskorrektur herangezogen werden, ohne dass es eine Veränderung derselben bedarf.
Die dargestellte Schaltung kann sowohl bei Schwarz-Weiss-Kopieranlagen als auch bei Farbkopiergeräten Anwendung finden. Bei einem nach dem subtraktiven Verfahren arbeitenden Farbkopiergerät, bei welchem drei getrennte Schaltröhren Anwendung finden, ergibt sich der bereits erwähnte Vorteil, dass, abgesehen von der durch die Erfindung gewährleisteten Auswechselbarkeit aller drei Schaltröhren, ein einziges Potentiometer --9-- für die Korrektur der Gesamtdichte aller drei Farbkreise verwendet werden kann. Damit wird der Aufwand der für alle drei Farbkreise zur Gesamtdichtekorrektur notwendigen Mittel auf ein Minim begrenzt und in allen Farbkreisen durch die erfindungsgemässe Schaltung die gleiche Belichtungskorrekturwirkung erzielt.
In der dargestellten Schaltung ist die Verbindung zu den übrigen Farbkreisen, die unter Wegfall des Potentiometers-9den gleichen Aufbau haben, angedeutet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schalteinrichtung zur Belichtungssteuerung für photographische Kopiergeräte, die mit einer Gasentladungsröhre bestückt ist, in deren Gitterkreis sich ein durch den Strom einer beleuchteten Fotozelle beeinflussbarer Ladekondensator befindet, dessen Zeitverhalten zwecks Eingabe von
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Ladekondensator (7), zwecks Eingabe von Belichtungszeitkorrekturen, ein in festen Stufen veränderliches Potentiometer (9) zuschaltbar ist und das Katodenpotential der Schaltröhre (1) bei deren Neueinbau mit an sich bekannten Mitteln derart veränderbar ist, dass eine fest vorgegebene Zündspannung einjustiert werden kann.
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