AT261038B - Transistorisierter Zeitschalter - Google Patents

Transistorisierter Zeitschalter

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AT261038B
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AT
Austria
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time
oscillator
switch
switching
storage capacitor
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AT29965A
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English (en)
Inventor
Hans Dipl Ing Kretz
Alois Ing Halkiewicz
Original Assignee
Philips Nv
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    • HELECTRICITY
    • H01BASIC ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H47/00Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current
    • H01H47/02Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current for modifying the operation of the relay
    • H01H47/18Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current for modifying the operation of the relay for introducing delay in the operation of the relay

Description


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  Transistorisierter Zeitschalter 
Die Erfindung betrifft einen transistorisierten Zeitschalter zur Auslösung zeitlich verzögerter bzw. auf vorgegebene Zeitabschnitte   beschränkter Schaltvorgänge,   bei welchen zum Zeitpunkt der Betätigung des Zeitschalters ein Speicherkondensator über einen Widerstand geladen bzw. entladen wird, von wel- chem Vorgang über einen elektronischen Schalter,   z.   B. eine Diode, die Schwingungen eines Oszillators, an den eine auf die Oszillatorschwingungen ansprechende Schaltstufe zur Auslösung der Schaltvorgänge angeschlossen ist, angefacht bzw. unterbrochen werden, wobei dem elektronischen Schalter eine durch ihren Betrag die zeitliche Verzögerung bzw. den vorgegebenen Zeitabschnitt der Auslösung der Schaltvorgänge bestimmende wählbare Gleichspannung zugeführt wird. 



   Bei bekannten Zeitschaltern wird vielfach der Lade- bzw. Entladevorgang des Speicherkondensators dazu herangezogen, um eine gewünschte zeitliche Verzögerung des auszulösenden Schaltvorganges fest- zulegen. Dies ist   z. B.   bei Zeitschaltern, die mit Elektronenröhren bestückt sind, üblich, wobei dann der Speicherkondensator meist in den Steuerkreis einer Röhre eingeschaltet ist, von deren Anodenkreis aus erst der eigentliche Schaltvorgang eingeleitet wird. Da der Steuerkreis von Elektronenröhren sehr hochohmig ist, ist die Belastung des Speicherkondensators durch denselben vollständig zu vernachlässigen. Bei derartigen Zeitschaltern tritt daher keine Verfälschung der gewünschten zeitlichen Verzögerung durch die an den Speicherkondensator weiter angeschlossene Schaltung ein.

   Dies gilt auch für Zeitschalter, bei welchen nicht zeitlich verzögert, sondern ausschliesslich innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls ein Schaltvorgang ausgelöst wird, wie beispielsweise bei Zeitschaltern für Belichtungszwecke in der Photographie. 



   Sobald jedoch solche Zeitschalter mit Transistoren bestückt werden, ergeben sich beträchtliche Schwierigkeiten dadurch, dass der Eingangskreis eines Transistors niederohmig ist und hiedurch d er Speicherkondensator belastet und sein Ladezustand beeinflusst wird. Auch das Betreiben eines solchen Transistors in Kollektorbasisschaltung bringt hier keine ausreichende Abhilfe. Darüber hinaus macht sich auch die Temperaturabhängigkeit der Transistoren äusserst störend bemerkbar, da sich hiedurch der Betrag der zeitlichen Verzögerung eines Schaltvorganges bzw. die Schaltzeit auch in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur ändert. Es wurde auch bereits vorgeschlagen, einen Oszillator vorzusehen, der das Bindeglied zwischen der den eigentlichen Schaltvorgang auslösenden Schaltstufe und dem zeitbestimmenden Glied darstellt.

   Bei einem solchen Zeitschalter wird ein als Sperrschwinger ausgebildeter Oszillator, an den eine Schaltstufe angeschlossen ist, über einen elektronischen Schalter vom Ladevorgang eines Speicherkondensators gesteuert. Weiters wird dem elektronischen Schalter eine Vorspannung zugeführt, welche die Zeitverzögerung der gesamten Einrichtung bestimmt. Der Speicherkondensator, elektrischer Schalter und der Oszillator liegen jedoch in einem Gleichstromkreis, so dass auch hier eine ständige Belastung des Speicherkondensators vorliegt. Auf Grund dieser Schwierigkeiten ist es bisher nur gelungen, transistorisierte Zeitschalter einerseits mit grossem Aufwand und anderseits nur für relativ kurze zeitliche Verzögerungen bzw. kurze Schaltzeiten zu realisieren. 



   Der erfindungsgemässe Zeitschalter ermöglicht es nunmehr, obwohl er mit Transistoren arbeitet, langdauernde zeitliche Verzögerungen eines Schaltvorganges bzw. Schaltzeiten,   u. zw.   bis zu einigen Minuten, zu erzielen, wobei die Genauigkeit und die Reproduzierbarkeit extrem gross ist. Besonders 

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 vorteilhaft ist, dass der Aufbau des Zeitschalters trotzdem sehr einfach ist und wenig Aufwand erfordert. 



  Der   erfindungsgemässe   transistorisierte Zeitschalter ist dadurch gekennzeichnet, dass der elektronische Schalter einerseits gleichstromfrei in den Wechselstromkreis des Oszillators eingeschaltet ist und anderseits über ein oder mehrere Entkopplungsglieder für die Oszillatorschwingungen gleichstrommässig parallel zum Speicherkondensator oder dem zu seiner Ladung bzw. Entladung dienenden Widerstand geschaltet ist. 



   Durch die erfindungsgemässen Massnahmen ist gewährleistet, dass der den eigentlichen Schaltvorgang auslösende Oszillator den die zeitliche Verzögerung bzw. die Schaltzeit bestimmenden Ladungs- zustand des Speicherkondensators in keiner Weise beeinflussen kann, so dass die gewünschte zeitliche Verzögerung bzw. die Schaltzeit lediglich durch den Lade- bzw. Entladevorgang des Speicherkondensators und die elektronischen Schalter zugeführte Gleichspannung bestimmt ist. 



   Die Einschaltung des elektronischen Schalters in den Wechselstromkreis des Oszillators kann auf die verschiedenste Weise erfolgen, je nachdem, welche Oszillatorschaltung gewählt wird, in welchem An-   fangszustand, schwingend oder nichtschwingend, der Oszillator gewünscht wird usw.   Vorteilhafterweise wird der elektronische Schalter in das Netzwerk des die positive Rückkopplung bewirkenden Kreises des Oszillators eingeschaltet. Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird zweckmässigerweise im Wechselstromkreis des Oszillators, zusätzlich zum die positive Rückkopplung bewirkenden Netzwerk, noch ein Gegenkopplungsnetzwerk, in welches der elektronische Schalter eingeschaltet ist, vorgesehen. 



  Vorteilhaft wird auch die dem elektronischen Schalter zugeführte, die Auslösung der   Schaltvorgänge 1   bewirkende, wählbare Gleichspannung von der die Ladung des Speicherkondensators bewirkenden Versorgungsspannung mittels eines Spannungsteilers,   z. B.   eines Potentiometers, abgeleitet, wodurch Änderungen in der Versorgungsspannung keinen Einfluss auf die gewünschten   Verzögerungszeiten bzw.   



  Schaltzeiten haben. 



   Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen, in welchen einige Ausführungsbeispiele erfindungsgemässer Zeitschalter dargestellt sind, näher erläutert, wobei auch noch auf weitere vorteilhafte erfindungsgemässe Ausgestaltungen verwiesen wird. Die Erfindung ist jedoch auf diese Beispiele nicht beschränkt. In den Zeichnungen zeigen die Fig.   l   und 2 zwei Schaltungen, an welchen das Prinzip des erfindungsgemässen Zeitschalters erläutert wird, während in den Fig. 3-7 vorteilhafte Ausführungsformen dargestellt sind. 



   In Fig. l ist mit 1 ein schematisch angedeuteter Oszillator bezeichnet, dessen Schwingungen einer Schaltstufe 2 zugeführt werden, welche den eigentlichen Schaltvorgang auslöst. Diese Schaltstufe 2 kann   z. B.   durch eine die Qszillatorschwingungen verstärkende und gleichrichtende Transistorstufe, in deren Ausgangskreis ein Relais eingeschaltet. ist, gebildet sein, wobei dann mittels der Kontakte des Relais der Stromkreis des Verbrauchers geschaltet wird. In den Wechselstromkreis des Oszillators, hier in den frequenzbestimmenden Schwingkreis 3, ist ein elektronischer Schalter, der hier durch eine Diode 4 gebildet ist, gleichstromfrei eingeschaltet. 



   Je nach dem Schaltzustand dieser Diode, entsprechend einer niedrigen oder hohen Impedanz, ist   der Schwingkreis entweder geschlossen oder aufgetrennt, wodurch im ersterenFall der Oszillatorschwingt,    im zweiten Fall ein Schwingen jedoch unterbunden ist. Der elektronische Schalter 4 ist ferner gleichstrommässig parallel zu einem Speicherkondensator 5 geschaltet, welcher, sobald der Schalter 6 bei der Betätigung des Zeitschalters geschlossen ist, über einen Widerstand 7 von der Versorgungspannung 8 aufgeladen wird. Gleichzeitig wird über eine Gleichspannungsquelle 9 dem elektronischen Schalter 4 eine Spannung zugeführt, mit welcher er bei diesem   Ausfühtungsbeispiel   in Sperrrichtung vorgespannt wird.

   Der Betrag dieser Vorspannung bestimmt zusammen mit dem Betrag der Versorgungsspannung zur Aufladung des Speicherkondensators sowie der Ladezeitkonstante desselben die zeitliche Verzögerung gegenüber dem Einschalten des Schalters 6, mit welcher die Schaltstufe 2 den Verbraucherstromkreis schaltet. Ein als Entkopplungsglied wirksamer Widerstand 10 dient zur wechselstrommässigen Trennung des Speicherkondensators 5 vom Schwingkreis 3. 



   Die Funktionsweise des Zeitschalters ist wie folgt. 



   Zum Zeitpunkt des Schliessens des Schalters 6,   d. h.   dem Einschalten der Anordnung ist der elektronische Schalter 4, da die Spannung am Speicherkondensator 5 Null ist, durch die Gleichspannungsquelle 9 in seiner Sperrichtung vorgespannt und daher hochohmig. Dies bewirkt, dass der Schwingkreis 3 des Oszillators 1 unterbrochen ist, wodurch der Oszillator nicht schwingt. In diesem Falle ist auch die Schaltstufe 2 in ihrem Ruhezustand. Zum selben Zeitpunkt beginnt die Aufladung des Speicherkondensators 5 aus der Spannungsquelle 8 über den Widerstand 7.

   Sobald nun die Spannung am Speicherkondensator 5 den Betrag der Gleichspannung der Quelle 9 erreicht hat, 

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 wird unter den in der   Fig. 1   angegebenen Polaritätsverhältnissen der elektronische Schalter,   d. h.   die
Diode 4 leitend und damit niederohmig, wodurch der Schwingkreis 3 geschlossen wird, der Os- zillator zu schwingen beginnt. Durch die Oszillatorschwingung spricht die Schaltstufe 2 an und löst im Verbraucherstromkreis den gewünschten Schaltvorgang aus. Die vom Zeitpunkt des Einschaltens des
Schalters 6 bis zum Ansprechen der Schaltstufe 2 vergangene Zeit, nämlich die gewünschte Ver-   zögerungszeit, ist   somit durch die Zeitspanne bestimmt, die der Speicherkondensator 5 benötigt, um sich bis auf den Betrag der Spannung der Gleichspannungsquelle 9 aufzuladen. 



   Wie aus dem Vorstehenden ersichtlich, wird der Ladevorgang des Speicherkondensators in keiner
Weise durch die an ihn angeschlossene, über den Oszillator gesteuerte, den eigentlichen Schaltvorgang bewirkende Schaltung beeinflusst, so dass tatsächlich er allein für die eintretende Verzögerung massgebend ist. Auf Grund dieser Sachlage ist auch einzusehen, dass bei der Wahl der Zeitkonstanten des Ladevor- ganges,   d. h.   des Wertes des Widerstandes 7 und des Kondensators 5, keine   wesentlichen einschrän-   kenden Bedingungen irgendwelcher anderer Art, die die Dauer der Aufladezeit einschränken könnten, zu berücksichtigen sind. Mit z.

   B. einem Speicherkondensator von 10   uF   und einem Widerstand 7 von
10 Megohm, Werten die leicht realisierbar sind, lassen sich je nach den verwendeten Spannungen Ver- zögerungszeiten bis zu 5 min erreichen. Die Vorteile eines derartigen transistorisierten Zeitschalters sind somit auf der Hand liegend. 



   In Fig. 2 ist das Prinzip einer andern Ausführungsform des erfindungsgemässen elektronischen Schalters (wieder teilweise schematisiert) dargestellt. Hier wird zur Festlegung der Schaltzeit von der Entadung eines Speicherkondensators Gebrauch gemacht. Bei dieser Ausführungsform ist ein Umschalter 11 vorgesehen, mit welchem der Speicherkondensator 5 im Ruhezustand über einen Schutzwiderstand 12 an die Versorgungsspannung 8 angeschaltet ist. Der elektronische Schalter, der als Diode 4 ausgebildet ist, ist in diesem Fall zum nunmehr für die Entladung des Speicherkondensators vorgesehenen Widerstand 7, an welchem er mittels des Umschalters 11 angeschaltet werden kann, parallel geschaltet.

   Eine Gleichspannungsquelle 9   sorgt wieder für die geeignete Vorspannung des elektronischen   Schalters, welche bei diesem Ausführungsbeispiel, wie aus Fig. 2 ersichtlich, so gewählt ist, dass die Diode 4   im Ruhezustand des Zeitschalters in Durchlassrichtung vorgespannt und daher niederohmig   ist. Ein Widerstand 10   dient wieder als Entkopplungsglied für den Oszillator. Der Betrag der Spannung   der Quelle 8   ist hiebei grösser als der der Quelle   9 gewählt. 



   Die Funktionsweise ist nun analog zur Anordnung nach Fig.   l   derart, dass im Ruhezustand des Zeitschalters, wie bereits erwähnt, der elektronische Schalter 4 leitend und daher der Schwingkreis 3   des Oszillators l geschlossen ist. Somit schwingt der Oszillator l, und die Schaltstufe   2 befindet sich in einem bestimmten vorgegebenen Schaltzustand. Wird nun der Umschalter 11 umgeschaltet, so dass der Speicherkondensator 5 zum Widerstand 7 parallel geschaltet ist, so beginnt er sich über denselben zu entladen. Zum selben Zeitpunkt wird jedoch die Diode 4 gesperrt und somit hochohmig.   Hiedurch reisst die Schwingung des Oszillators l ab, und die Schaltstufe   2 ändert ihren Zustand. 



  Die Diode 4 bleibt nun so lange gesperrt, bis der Speicherkondensator 5 über den Widerstand 7 soweit entladen ist, dass seine Spannung, unter Vernachlässigung der Kniespannung der Diode, gleich der Spannung der Gleichspannungsquelle 9 ist. Sobald dieser Zustand eingetreten ist, wird die Diode 4 wieder leitend und dadurch niederohmig, wodurch der Oszillator 1 wieder zu schwingen beginnt. Die Folge davon ist, dass die Schaltstufe 2 wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückkehrt. 



  Während des Zeitraumes vom Umlegen des Schalters 11 bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die Spannung am Speicherkondensator gleich der Spannung der Gleichspannungsquelle 9 wird, hat die Schaltstufe 2 einen Schaltvorgang ausgeführt. Dieser Zeitraum ist daher die Schaltzeit des Zeitschalters. 



   Wie aus Vorstehendem ersichtlich, wurde der Entladevorgang des Speicherkondensators wieder in keiner Weise durch die übrige Schaltung beeinflusst, so dass auch die gewünschte Schaltzeit unbeeinflusst blieb. 



   An Hand der weiteren Figuren werden einige praktische Ausführungsbeispiele erörtert. Fig. 3 zeigt einen Zeitschalter nach dem Prinzip von Fig. 1. Als Oszillator ist hiebei ein mit einem Transistor 13 versehener Colpitts-Oszillator vorgesehen, dessen positiver Rückkopplungskreis durch die Schaltelemente 14-18 gegeben ist. An den Oszillator ist die Schaltstufe angeschlossen, welche hier durch den die Oszillatorschwingungen gleichrichtenden und verstärkenden Transistor 19,   indessen Kollektorkreis ein   Relais 20 eingeschaltet ist, gebildet ist. Das Relais 20 schaltet mit seinem Schalter 21 den Stromkreis des Verbrauchers 22. Der elektronische Schalter ist wieder durch eine Diode 4 gebildet, die in Serie zum Kondensator 14 in den Rückkopplungsweg eingeschaltet ist.

   Der Speicherkondensator 5 wird wieder über einen Widerstand 7 aufgeladen, wobei die Versorgungsspannung zur 

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Aufladung des Speicherkondensators einer Spannungsquelle V, entnommen wird. Die Gewinnung der
Gleichspannung zur Vorspannung des elektronischen Schalters 4 wird vorteilhafterweise ebenfalls von der Spannungsquelle   V.   abgeleitet, so dass sich Änderungen dieser Spannung, soferne sie nicht direkt während der Lade- bzw. Entladezeit des Speicherkondensators eintreten, nicht störend bemerkbar ma- chen, da die   Verzögerungszeit,   abgesehen von den RC-Zeitkonstanten, proportional dem Quotienten aus der Ladespannung des Speicherkondensators und der Differenz zwischen Ladespannung und Vorspannung des elektronischen Schalters ist. Hiezu ist ein,   z.

   B.   durch ein Potentiometer 23 gebildeter Span- nungsteiler parallel zur Serienschaltung des Speicherkondensators 5 und des Widerstandes 7 geschaltet, dessen Abgriff dann mit der entsprechenden Elektrode der Diode 4 gleichstrommässig verbunden ist. Die andere Elektrode der Diode 4 ist ebenfalls gleichstrommässig an den Verbindungs- punkt 24 des Speicherkondensators 5 und des Widerstandes 7 angeschlossen. Zur Entkopplung vom Oszillator sind wieder Widerstände 10 und 25 vorgesehen. Die Spannungsversorgung der Transistoren 13 und 19 erfolgt von einer eigenen Quelle   V.   Das Einschalten des Zeitschalters erfolgt mit dem Schalter 26. 



   Beim Einschalten des Schalters 26 ist der Verbindungspunkt 24 des Speicherkondensators 5 mit dem Widerstand 7 negativ gegenüber dem Abgriff am Potentiometer, so dass die Diode 4 gesperrt ist. Hiedurch ist der positive Rückkopplungskreis 14-18 des Oszillators unterbrochen. Der Oszillator schwingt nicht, wodurch auch die Schaltstufe 2 in ihrem Ruhezustand und daher Kontakt 21 im Stromkreis des Verbrauchers 22 geöffnet ist. Nun wird der Speicherkondensator 5 über den Widerstand 7 aufgeladen. Sobald der Verbindungspunkt 24 dieselbe Spannung, wie sie am Abgriff des Potentiometers herrscht, erreicht hat, wird die Diode 4 leitend und damit der Rückkopplungskreis des Oszillators geschlossen, wodurch das Schwingen einsetzt, die Schaltstufe anspricht, der Schalter 21, geschlossen und der Verbraucher 22 eingeschaltet wird. 



   Durch Verstellung des Abgriffes am Potentiometer ist die Verzögerungszeit einstellbar. Selbstverständlich könnte auch ein stufenweise einstellbarer Spannungsteiler vorgesehen werden. 



   Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel wurden zwei Spannungsquellen    V   und V vorgesehen, so dass die Spannung zur Aufladung des Speicherkondensators vorteilhafterweise grösser als die Speisespannung für den Oszillator gewählt werden kann. Hiedurch sind längere   Verzögerungszeiten erzielbar,   da der Widerstandswert des Lade- bzw. Entladewiderstandes günstiger gewählt werden kann. 



   Wie aus dem Vorstehendem ersichtlich, ist bei diesem Ausführungsbeispiel der elektronische Schalter-in Serie zu einem der Schaltelemente des die positive Rückkopplung bewirkenden Kreises vorgesehen. 



  Selbstverständlich könnte er auch zu einem dieser Schaltelemente parallel geschaltet sein, wobei sich jedoch die Funktion des Oszillators umkehrt, da dann bei offenem elektronischen Schalterder Oszillator schwingt, bei geschlossenem elektronischen Schalter die Schwingung abreisst. 



   Fig. 4 zeigt einen Zeitschalter nach dem Prinzip gemäss Fig. 2, gemäss welchem die Entladung des Speicherkondensators zur Zeitbestimmung herangezogen wird. Es gelangt wieder ein Colpitts-Oszillator und eine Schaltstufe, wie bei dem in Fig. 3 dargestellten Beispiel, zur Anwendung. Im ausgeschalteten Zustand ist der Speicherkondensator 5 mittels des Umschalters 11 dauernd an die Versorgungsspannung V angeschaltet. Der elektronische Schalter, die Diode 4, ist auf Grund der vom Potentiometer 23 abgegriffenen Vorspannung leitend. Daher ist der positive Rückkopplungskreis des Oszillators geschlossen, so dass dieser schwingt, wodurch die Schaltstufe 2 erregt und daher der Kontakt 21 im Stromkreis des Verbrauchers 22 geöffnet ist.

   Sobald mit dem Umschalter 11 der Speicherkondensator an den Entladewiderstand 7 angeschlossen wird, wird die Diode 4 gesperrt, wodurch die Oszillatorschwingung abreisst, die Schaltstufe 2 umgeschaltet und daher der Verbraucher 22 eingeschaltet wird. Dieser Zustand dauert wieder so lange, bis sich der Speicherkondensator auf die Spannung entladen hat, mit der die Diode 4 vorgespannt ist. Hierauf wird die Diode 4 wieder leitend, so dass der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt ist. 



   Fig. 5 zeigt einen Zeitschalter, bei welchem als elektronischer Schalter 4 ein Transistor vorgesehen ist. Beim Einschalten des Schalters 6 wird dieser Transistor durch die vom Potentiometer 23   abgegriffene Spannung vorerst gesperrt und der Speicherkondensator wieder über den Widerstand   7 aufgeladen.   Sobald die Basisspannung des als elektronischer Schalter   4 wirksamen Transistors negativer als die Vorspannung des Emitters wird, wird der Transistor leitend und dadurch, wie bereits erläutert, der Schaltvorgang eingeleitet. Als Schaltstufe 2   ist bei diesem Ausführungsbeispiel lediglich ein Re-   lais 27 vorgesehen, welches über einen Gleichrichter 28 unmittelbar an den Oszillator angekoppelt ist.

   Gegebenenfalls kann das Relais 27   mit einem Selbsthaltekontakt versehen sein, um mit Sicher-     heit zu gewährleisten, dass es erregt bleibt. Die Widerstände   29,25, 30 und 31 sind wieder Schutz- 

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 bzw. Entkopplungswiderstände. 



     Bei diesem Ausführungsbeispiel ist ferner nur ein einfacher Schalter   6   in der gemeinsamen Spei-   seleitung der beiden Spannungsquellen Va und    V2   vorgesehen. Aus diesem Grund ist, um eine uner- wünschte Aufladung des   Speicherkondensaton'zu   vermeiden, zur Trennung der beiden Spannungsquellen in der von der Spannungsquelle   V2   kommenden Speiseleitung eine Diode 32 eingeschaltet. Da die   Spannung der Quelle V wie erwähnt grösser als die der Quelle V gewählt ist, ist die Anode der Diode 32 mit der Spannungsquelle V verbunden.    



   Um die Schwingbedingungen eines Oszillators zu beeinflussen, kann vorteilhafterweise in seinem
Wechselstromkreis zusätzlich zu dem die positive Rückkopplung bewirkenden Kreis noch ein Gegenkopp- lungskreis, welcher vom elektronischen Schalter ein-und ausgeschaltet wird, vorgesehen sein. Derar- tige Ausführungsbeispiele zeigen die Fig. 6 und 7. 



   Als Oszillator 1 ist beim Zeitschalter nach Fig. 6 ein Hartley-Oszillator und als Schaltstufe wie- der unmittelbar ein Relais 27 vorgesehen. Der Gegenkopplungskreis ist zwischen Kollektor und Basis des Oszillatortransistors eingeschaltet und besteht aus dem Trennkondensator 34 und dem Wider- stand 35, zu dem in Serie der durch die Diode 4 gebildete elektronische Schalter geschaltet ist. 



   Wie bereits beschrieben, ist beim Einschalten des Schalters 26 die Diode 4 gesperrt, so dass der Gegenkopplungskreis offen ist und der Oszillator daher schwingt. Sobald die Diode 4 leitend wird, kommt die Gegenkopplung zur Wirkung. Der Grad der Gegenkopplung ist nun so gewählt, dass die Schwing- bedingung für den Oszillator nicht mehr erfüllt ist, so dass die Schwingung abreisst. Die Schaltstufe 2 führt dann wieder den entsprechenden Schaltvorgang durch. 



   Insbesondere wenn der Zeitschalter in kurzen Zeitintervallen betätigt wird, ist es notwendig, den
Speicherkondensator von Hand aus zu entladen, da ja seine Entladezeitkonstante ebenfalls sehr gross ist. 



   Hiezu kann ein Schalter 36 und ein Schutzwiderstand 37 dienen. 



   Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 ist als Oszillator 1 ein RC-Oszillator vorgesehen, in dessen
Ausgangskreis das die Schaltstufe bildende Relais 27 unmittelbar eingeschaltet ist. Die Gegenkopplung wird hier durch den Emitterwiderstand 39 gebildet, zu welchem über einen Trennkondensator 40 der elektronische Schalter 4 und ein Kondensator 41 parallel geschaltet ist, dessen Impedanz bei der Oszillatorfrequenz klein gegenüber dem Betrag des Emitterwiderstandes 39 ist. Beim Einschalten des Schalters 26 ist der elektronische Schalter gesperrt, daher die Gegenkopplung voll wirksam, so dass der Oszillator nicht schwingt. Sobald der elektronische Schalter leitend wird, wird die Gegenkopplung aufgehoben, die Schwingung des Oszillators setzt ein und das Relais 27 löst den Schaltvorgang aus. 



   Wie aus Vorstehendem ersichtlich, gibt es eine Vielzahl von Varianten, in welcher Weise der elektronische Schalter und der Oszillator miteinander zusammenwirken können. Sie bilden selbstverständlich alle den Gegenstand der Erfindung. Auch andere, dem Fachmann geläufige Abwandlungen, wie die Anordnung der Schalter, die Wahl der Spannungsquellen, der Oszillatorschaltungen, Ausbildung des elektronischen Schalters usw. sind möglich, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Transistorisierter Zeitschalter zur Auslösung zeitlich verzögerter bzw. auf vorgegebene Zeitabschnitte beschränkter Schaltvorgänge, bei welchem zum Zeitpunkt der Betätigung des Zeitschalters ein Speicherkondensator über einen Widerstand geladen bzw. entladen wird, von welchem Vorgang über einen elektronischen Schalter,   z.

   B.   eine Diode, die Schwingungen eines Oszillators, an den eine auf die Oszillatorschwingungen   ansprechende Schaltstufe zur Auslösung der Schaltvorgänge   angeschlossen ist, angefacht bzw. unterbrochen werden, wobei dem elektronischen Schalter eine durch ihren Betrag die zeitliche Verzögerung bzw. den vorgegebenen Zeitabschnitt der Auslösung der Schaltvorgänge bestimmende, wählbare Gleichspannung zugeführt wird, dadurch   gekennzeichnet,   dass der elektronische Schalter einerseits   gleichstromfrei   in den Wechselstromkreis des Oszillators eingeschaltet ist und anderseits über ein oder mehrere Entkopplungsglieder für die Oszillatorschwingungen gleichstrommässig parallel zum Speicherkondensator oder dem zu seiner Ladung bzw. Entladung dienenden Widerstand geschaltet ist.

Claims (1)

  1. 2. Zeitschalter nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dassderelektronischeSchal- ter in das Netzwerk des die positive Rückkopplung bewirkenden Kreises des Oszillators eingeschaltet ist.
    3. Zeitschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der elektronische Schal- ter in Serie zu einem der Schaltelemente des Netzwerkes im die positive Rückkopplung bewirkenden <Desc/Clms Page number 6> Kreis geschaltet ist.
    4. Zeitschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Wechselstromkreis des Oszillators zusätzlich zum die positive Rückkopplung bewirkenden Netzwerk noch ein Gegenkopplungsnetzwerk, in welches der elektronische Schalter eingeschaltet ist, vorgesehen ist.
    5. Zeitschalter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem die dem elektronischen Schalter zugeführte, die Auslösung der Schaltvorgänge bestimmende, wählbare Gleichspannung von der die Ladung des Speicherkondensators bewirkenden Versorgungsspannung mittels eines Spannungsteilers, z.
    B. eines Potentiometers, abgeleitet ist, dadurch gekennzeichnet, dass mittels eines Umschalters, zum Zeitpunkt des Schaltens, der SpeicherkondensatorvonderVersorgungsspannung abschaltbar ist und der als Diode ausgebildete elektronische Schalter mit einer seiner Elektroden an den mit dem Widerstand verbundenen Kontakt des Umschalters und mit der andern Elektrode über einen Entkopplungswiderstand an den Abgriff des an die Versorgungsspannung angeschlossenen Span- nungsteilers angeschlossen ist, wobei die Polarität der Diode in an sich bekannter Weise so gewählt ist, dass sie zu Beginn der Entladung des Speicherkondensators gesperrt ist.
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