AT256288B - Verfahren und Vorrichtung zum Entschäumen von Anstrichmitteln, insbesondere von wasserlöslichen Lacken - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Entschäumen von Anstrichmitteln, insbesondere von wasserlöslichen Lacken

Info

Publication number
AT256288B
AT256288B AT894363A AT894363A AT256288B AT 256288 B AT256288 B AT 256288B AT 894363 A AT894363 A AT 894363A AT 894363 A AT894363 A AT 894363A AT 256288 B AT256288 B AT 256288B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
paint
paints
container
defoaming
defoamed
Prior art date
Application number
AT894363A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Peter Stoll Lackfabrik
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Peter Stoll Lackfabrik filed Critical Peter Stoll Lackfabrik
Priority to AT894363A priority Critical patent/AT256288B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT256288B publication Critical patent/AT256288B/de

Links

Landscapes

  • Degasification And Air Bubble Elimination (AREA)
  • Cyclones (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Vorrichtung zum Entschäumen von Anstrichmitteln,   insbesondere-von wasserlöslichen   Lacken 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Entschäumen von Anstrichmitteln, insbesondere von   wasserlöslichen   Lacken, unter Ausnutzung von Zentrifugalkräften. 



   Die bisher bekannten Vorrichtungen zum Entschäumen von Anstrichmitteln beruhen auf dem Prinzip, dem Anstrichmittel die Möglichkeit zu geben, sich in einem Behälter zu beruhigen, so dass die   Schaumbläschen   an die Oberfläche steigen und dort abgetrennt werden können oder durch bestimmte Vorkehrungen entlüften. Diese Behälter haben ein sehr grosses Volumen und sind daher in Lackieranlagen sehr raumstörend. Ausserdem ist eine mehr oder weniger grosse Menge des Anstrichmittels in diesen Behältern aufbewahrt, so dass die Anlagen nur mit grossen Anstrichmittelmengen betrieben werden können. 



  Ferner ist das Entschäumen von Lacken mit Zentrifugen bekannt. 



   Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, die vor allem bei Tauchlackieranlagen in grösseren Mengen anfallenden schaumenthaltenden Anstrichmittel, insbesondere wasserlösliche Lacke, durch einen einfachen Arbeitsprozess vollständig zu entlüften. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren zum Entschäumen von Anstrichmitteln sieht vor, dass ein an sich bekannter Hydrozyklon verwendet wird, in den das zu entschäumende Anstrichmittel in tangentialer Richtung eingebracht wird, wobei durch das unterschiedliche spezifische Gewicht der Luft bzw. des Schaumes einerseits und des Anstrichmittels anderseits die leichten Anteile in der Mitte des Zyklons nach oben steigen und das weitgehend entschäumte Anstrichmittel nach unten fliesst. 



   Es wurden zwar bereits Hydrozyklone zum Entschäumen von dreiphasigen Flotationstrüben verwendet, doch liegt hier eine andere Betriebsweise vor, da die Flüssigkeit zusammen mit dem Schaum abgezogen wird, so dass die für den Erfindungsgegenstand charakteristische Trennung von Schaum und Flüssigkeit durch einen Hydrozyklon nicht auftritt. 



   Als besonders vorteilhaft hat sich erwiesen, das nach unten fliessende Anstrichmittel zur restlosen Entschäumung zu filtern und erst dann der Wiederverwertung   zuzuführen.   



   Bei der praktischen Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens wird das schaumenthaltende Anstrichmittel in einen Behälter in tangeltieller Richtung eingebracht. Die tangentiale Zuführung des Lackes erfolgt durch ein Ventil, das ausserhalb des Behälters bedient wird. Wenn man beispielsweise die Rotationsgeschwindigkeit des Anstrichmittels erhöhen will, genügt es bei gleichbleibender Förderleistung der Pumpen den Querschnitt des Ventils zu verringern. 



   In   der Mitte des Behälters   bildet sich ein Wirbel, in dem sich die leichteren Teile, also die Schaumbläschen sammeln, wogegen das schwerere Anstrichmittel auf Grund seiner grösseren Zentrifugalkraft sich am Rande des Behälters sammelt. Die Luft- bzw. die Schaumbläschen steigen auf Grund ihrer Auftriebskraft durch einen in der Mitte des Behälters angeordneten kegelförmigen Abscheider nach oben und werden durch eine Ableitung im Deckel des Behälters abgezogen, während das   Anstrichmittel am   Rande des Behälters nach unten fliesst und dort durch eine Ableitung abgezogen und der weiteren Wiederverwertung zugeführt werden kann. 



   Durch dieses oben beschriebene Verfahren wird schon ein grosser Teil der im Anstrichmittel enthal- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 tenen Schaumteile abgesondert. In Fällen, wo eine vollständige Entschäumung erwünscht ist, ist es vorteilhaft, diesem Wirbeltrennverfahren noch eine Filterung   anzuschliessen.   Das grösstenteils entschäumte Anstrichmittel wird daher zur restlichen Entschäumung noch durch Filter geleitet und erst dann der Wiederverwertung zugeführt. 



   Besonders vorteilhaft hat sich erwiesen, diese nachgeschaltete Filterung zuerst mit verhältnismässig   grossmaschigen   Flachfiltern, beispielsweise mit Sieben von 200 bis 500   Maschen/cm und dann mit fein-   maschigeren zylindrischen Filtern, beispielsweise mit konzentrischen Sieben von etwa 1000 und mehr   Maschen/cm,   insbesondere   1000 - 2000 Maschen/cmz durchzuführen,  
Gegenstand der Erfindung ist auch eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens.

   Diese Vorrichtung besteht aus einem Behälter mit Kreisquerschnitt, der im oberen Teil einen tangential angeordneten Einlaufstutzen für die Zufuhr des zu entschäumenden Anstrichmittels und eine Ableitung für die angereicherten Luftbläschen besitzt, wobei im oberen Teil des Behälters koaxial zu seinem Mantel ein kegelförmiger Abscheider zur Abtrennung von Luft bzw. Schaumvorgesehen istund bei dem im unteren Teil eine Ableitung für das gereinigte Anstrichmittel angesetzt ist. 



   Eine weitere Ausführungsform der   erfindungsgemässen Vorrichtung   sieht vor, dass im unteren Teil des Behälters zwischen dem kegelförmigen Abscheider und der Ableitung für das entschäumte Anstrichmittel 
 EMI2.1 
 Filter werden zwischen einem oberen Blech mit Zulauflöchern und einem unteren Blech mit Ablauflöchern eingespannt. Es ist vorteilhaft, den Behälter mit einem abnehmbaren Deckel, der mit Flanschen festgehalten wird, auszustatten. 



   In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt u. zw. zeigt Fig. 1 einen Axialschnitt durch die erfindungsgemässe Vorrichtung, wogegen in Fig. 2 in der   oberen Hälfte ein Querschnitt durch   die   zylindrischen Filter mit Blickrichtung auf den oberen Dek-   kel und in der unteren Hälfte ein Querschnitt mit Blickrichtung auf den unteren Deckel wiedergegeben ist. 



   Nach Fig. 1 strömt das zu   entschäumende Anstrichmittel durch das tangentiell angeordnete Ventil   2 in den oberen Teil des Behälters 1 und bildet dort einen durch den Pfeil 3 angedeuteten Wirbel, in dessen Zentrum die Luft- bzw. die Schaumbläschen durch den kegelförmigen Abscheider 4 nach oben wandern und durch die Ableitung 5 aus dem Behälter abgeführt werden. Der Deckel 6 ist mit einem Manometer 7 ausgestattet. Der Deckel 6 ist abnehmbar und wird durch Flanschen 8 festgehalten. Zur restlosen Abscheidung von   Luft-bzw. Schaumbläschen fliesst das Anstrichmittel durch   die Flachfilter 9 und 10 und weiter durch die zylindrischen Filter 11, die   mit einem oberen Dek-   kel 12 und einem unteren Deckel 13 festgehalten werden. Diese Deckel 12 und 13 besitzen Löcher 14 und 15 zum Ein- und Ausfliessen des Anstrichmittels.

   Das   entschäumte Anstrichmittel sam-   melt sich im unteren Teil des Behälters und wird dort durch die Ableitung 16 zur Wiederverwendung abgezogen. 



   In Fig. 2 wird der Querschnitt der zylindrischen Filter 11 dargestellt. In der oberen Hälfte dieses Querschnittes sind die Eingangsöffnungen 14 und in der unteren Hälfte die Austrittsöffnungen 15 gezeichnet. Dazwischen liegen die zylindrischen Filter 11. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zum Entschäumen von Anstrichmitteln, insbesondere von wasserlöslichen Lacken, unter AusnutzungvonZentrifugalkräften, dadurchgekennzeichnet,dasseinansichbekannterHydrozyklon verwendet wird, in den das zu entschäumende Anstrichmittel in tangentialer Richtung eingebracht wird, wobei durch das unterschiedliche spezifische Gewicht der Luft bzw. des Schaumes einerseits und des Anstrichmittels anderseits die leichten Anteile in der Mitte des Zyklons nach oben steigen und das weitgehend entschäumte schwerere Anstrichmittel nach unten fliesst.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das nach unten fliessende Anstrichmittel zur restlosen Entschäumung gefiltert und erst dann der Wiederverwertung zugeführt wird.
    3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem Behälter mit Kreisquerschnitt besteht, der im oberen Teileinen tangential angeordneten Einlaufstutzen (2) für die Zufuhr des zu entschäumenden Anstrichmittels und eine Ableitung (5) für die angereicherten Luftbläschen besitzt, wobei im oberen Teil desBehältersko- <Desc/Clms Page number 3> axial zu seinem Mantel ein kegelförmiger Abscheider (4) zur Abtrennung von Luft bzw.
    Schaum vorgesehen ist, und bei dem im unteren Teil eine Ableitung (16) für das gereinigte Anstrichmittel angesetzt ist. EMI3.1 a, dadurch gekennzeichnet,hälters (1) zwischen dem kegelförmigen Abscheider (4) und der Ableitung (16) für das entschäumte Anstrichmittel horizontale Flachfilter oder Siebe (9 und 10) und/oder senkrechte zylindrische Filter oder Siehe (11) angeordnet sind. EMI3.2 Maschen/cm0, Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zylindrischen Filter zwischen einem oberen Blech (12) mit Zulauflöchern (14) und einem unteren Blech (m) mit Ablauflöchern (1-5) eingespannt sind.
AT894363A 1963-11-08 1963-11-08 Verfahren und Vorrichtung zum Entschäumen von Anstrichmitteln, insbesondere von wasserlöslichen Lacken AT256288B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT894363A AT256288B (de) 1963-11-08 1963-11-08 Verfahren und Vorrichtung zum Entschäumen von Anstrichmitteln, insbesondere von wasserlöslichen Lacken

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT894363A AT256288B (de) 1963-11-08 1963-11-08 Verfahren und Vorrichtung zum Entschäumen von Anstrichmitteln, insbesondere von wasserlöslichen Lacken

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT256288B true AT256288B (de) 1967-08-10

Family

ID=3609820

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT894363A AT256288B (de) 1963-11-08 1963-11-08 Verfahren und Vorrichtung zum Entschäumen von Anstrichmitteln, insbesondere von wasserlöslichen Lacken

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT256288B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE846987C (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Abscheidung von festen Partikeln aus einer fluessigen Suspension derselben
DE3840447A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum trennen von fest-fluessig-zusammensetzungen
DE4009042A1 (de) Einrichtung zur abtrennung der luft aus flotationstrueben
DE3123423C2 (de) Vorrichtung zum Flotationsabscheiden einer Suspension oder Emulsion aus Flüssigkeiten
EP0338198B1 (de) Absetzbehälter für eine Belebtschlamm-Abwasser-Suspension
DE1657280B2 (de) Separator
DE4432042A1 (de) Begasungs-/Flotations-Reaktor und Regeleinrichtung
AT256288B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Entschäumen von Anstrichmitteln, insbesondere von wasserlöslichen Lacken
DE807354C (de) Wirbelabscheider, insbesondere fuer Papiermasse
EP0949948B1 (de) Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen filtern von flüssigkeiten
DE3427395A1 (de) Verfahren zur abscheidung von verunreinigungen aus problemschlaemmen und vorrichtung zur durchfuehrung dieses verfahrens
DE60031344T2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Trennung mittels pneumatischer Flotation
DE4330635A1 (de) Verfahren zur Abtrennung von Feststoffen durch Flotation
WO2023011843A1 (de) Vorrichtung und verfahren zum trennen von fluidgemischen
DE854033C (de) Vorrichtung zum Eindicken von Schlammtrueben oder zum Aufbereiten von Mineralien, insbesondere Steinkohle, in Schwerfluessigkeit
DE3702269A1 (de) Hydraulischer zentrifugalabscheider, insbesondere als hydrozyklon
EP0621076A1 (de) Verfahren zur Abtrennung von Feststoffen
DE804310C (de) Vorrichtung zum Ausscheiden von Feststoffen aus Fluessigkeiten mittels Fliehkraft
DE1289516B (de) Hydrozyklon
DE535315C (de) Fliehkraft-Staubabscheider
DE944121C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Aufbereiten von Mineralien, insbesondere von Steinkohle, in Schwerfluessigkeit
DE928521C (de) Vorrichtung zum Trennen von Stoffgemischen, insbesondere Mineralien, nach der Wichte in Schwerfluessigkeit
DE2005179B2 (de) Verfahren und vorrichtung zum regenerieren von filtermaterial
EP0611275B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Absondern von kleinen Werkstücken
DE9409815U1 (de) Abscheideranlage für vorwiegend mit organischen Stoffen verschmutzte Abwässer