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Entlastetes, gekühltes Auslassventil für Explosionskraftmaschinen.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Auslassventil für Explosionskraftmaschinen, welches sowohl von Druck entlastet als auch gekühlt ist.
Die bisher bekannten Ventile dieser Art waren meist durch einen zweiten Sitz oder durch einen Gegenkolben entlastet und der hohle Ventilkörpor wurde dann zwecks Kühlung von Wasser durchströmt.
Nach der Erfindung wird dem Inneren des hohlen, oben und unten offenen VentilKörpers eine Wasserfüllung mit einem nach dem Explosionsraum offenen Wasserspiegel gegeben. Ferner wird durch die hohle, oben und unten offene Gestaltung des Ventilkurpprs erziolt, dass das Ventil sehr leicht ausgeführt und praktisch beliebig weit entlastet werden kann. Auch wird beim Öffnen des Ventils die im Inneren desselben befindliche Wassermasse nicht mitgehoben, da wegen der rohrartigen Gestaltung des Ventilkörpers das Wasser im Inneren desselben an den Bewegungen des Ventils nicht mit teilzunehmen braucht.
Infolge des nach dom Zylinderinneren offenen Wasserspiegels werden die im Motor auftretenden Temperaturen unmittelbar auf das Kühlwasser einwirken, wodurch ein Teil desselben verdampft und mit den Auspuffgasen entweicht. Um nun den Wasserspifgpt stets
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Innere des Yentilgehäuses zugeführt werden, als verdampft ist.
Die Menge des zufliessenden Wassers der verdampften Menge entsprechend genau zu regeln, ist aber praktisch schwer zu erreichen und man muss daher die Einrichtung so treffen, dass immer mehr Wasser eintritt als verdampft, wobei dann der Überschuss an Wasser in entsprechender Weise abgeleitet wird. Dipse Ableitung kann auf verschiedene Weise erfolgen ; entweder lässt man das über- schüssige Wasser ans dem Vontilkörper in den Explosionsraum überlaufen oder man führt es durch eine oder mehrere in das Ventilgehäuse eingebaute Röhren oder Kanäle ab, welche zeitweise mit einer Abflussleitung in Verbindung gebracht werden.
Im ersten Fall wird dann das überschüssige Wasser bei geöffnetem Ausströmventil mit den heissen Abgasen in den Auspuffkanal gelangen und so eine Abkühlung der Abgase und der Abgasleitung hervorbringen. Wegen der grossen Druckunterschiede im Motor empfiehlt es sich, das Wasser nicht ununterbrochen, sondern mir zu den Zeiten geringeren Druckes in den Ventilkörp r einzuführen, und zwar erweist sicn aus praktischen Gründen der Zeitpunkt, wann das Ausströmventil noch nicht ganz geöffnet ist, am geeignetsten für diese Zuführung.
Die Erfindung ist in beifolgender Zeichnung in drei verschiedenen Ausführungsbeispielen dargestellt.
In Fig. 1 bezeichnet a das Ventilgehänse, b den hohlen, oben und unten offenen Vontilkörper, welcher von der Spindel c bewegt wird. Dieser Körper t ist oben mit einer Sitzfläche versehen, welche mit dem zugehörigen Sitz im Gehäuse a einen dichten Abschluss zwischen Explosionsraum und Auspuffkanal bildet. Unten ist der Ventilkörper b als Kolbenschieber ausgebildet, für welchen das entsprechend ausgebildete Gehäuse a als Führung dient. Zwecks Kühlung wird nun das Innere des Ventilkörpers b mit Wasser angefüllt, was dadurch erreicht wird, dass der kolbenschieberartige Teil des Ventils b während oder am
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letzteren hervorbringen wird.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbcispiel ist die Einrichtung derart ge-
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für den Wassereinlass der Ventilkörper b in seinem unteren Teile in der veranschaulichten Weise mit einem zweiten Sitz versehen ist, Bei sich hebendem Ventil wird. das Wasser aus dem Kühlraum des Motors durch Kanäie fund 9 in das Innere des Ventilkörpers b gelangen. Das überschüssige Wasser tritt oben in das in der Höhe des Wasserspiegels entsprechend hohe Rohr h ein, welch letzteres mit der hohlen Spindel aus einem Stück sein kann.
Das Innere der hohlen Venti1spindel c wird dann durch eine geeignete Ein- . richtung zeitweise mit einer Abflussleitung in Verbindung gebracht, und zwar nur während der Ausplaseperiode, d. h. also nur während des Wasserzuflusses. Die Verbindung des Innen- raumes der Spindel c mit der Abflussleitung auch während der übrigen Takte des Motors bestehen zu lassen, ist nicht vorteilhaft, da z. B. während der Kompression wie auch während der Expansion Gemisch bezw. heisse Verbrennungsgase durch die Spindel und
Abflussleitung ins Freie entweichen könnten.
Bei Fig. 3 ist der Ventilkörper b als Doppelsitzventil ausgebildet. Um ein Übertreten des Wassers durch den unteren Sitz in die Abgasleitung zu verhindern, ist der untere Teil d < is VentUkörpers gleichzeitig noch als Kolbenschieber ausgebildet, welcher sowohl Wasser-
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PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Entlastetes, gekühltes Auslassventil für Explosionskraftmaschinen, dadurch gekenn-
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halten wird, welches einen nach dem Explosionsraum offenen Wasserspiegel hat.