<Desc/Clms Page number 1>
Dachrinne und Verbindungsklammer hiefür aus Kunststoff
Die Erfindung betrifft eine Dachrinne mit Verbindungsklammer aus Kunststoff. Es ist bei Dachrinnen aus Schwarzblech bekannt, am einen Rand eine zylindrische, äussere Rolle und am andern Rand einen nach innen und unten gerichteten flachen Flansch vorzusehen. Auch hat man bei Dachrinnen, die z. B. aus Kunststoff bestehen können, seitliche Wulste am einen Ende eines Schlusses abgesetzt oder angespritzt und benachbarte Schlüsse federnd ineinander geschoben.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Dachrinne und eine zugehörige Verbindungsklammer so zu gestalten, dass aufeinanderfolgende Dachrinnenschlüsse miteinander verbunden werden können, ohne sie in ihrer Längsrichtung verschieben zu müssen.
Nach der Erfindung ist die zylindrische Rolle so weit eingerollt, dass ein Winkelbereich von etwa 900 frei bleibt ; die im Querschnitt ähnlich wie die Dachrinne gestaltete Verbindungsklammer hat einen Rinnenradius, der wenigstens um die Wandstärke grösser ist als der Radius der Dachrinne ; dagegen ist der Radius der Klammerrolle wenigstens um die Wandstärke kleiner als der Radius der Dachrinnenrolle ; schliesslich ist die den Flansch tragende Klammerseite derart verlängert, dass dieser Flanschfedernd über den Flansch der Dachrinne schnappen kann. Damit beim Zusammenbau der Spalt zwischen den beiden benachbarten Dachrinnen etwa in der Mitte der Verbindungsklammer liegt, ist es zweckmässig, die Verbindungsklammer wenigstens mit einem nach innen vorstehenden Anschlagwulst zu versehen.
Dieser Anschlagwulst liegt in der Mitte, oder wenn es mehrere Anschlagwulste sind, so liegen diese Anschlagwulste symmetrisch zur Mitte. Ferner erhält die Verbindungsklammer vorteilhaft beiderseits der Anschlagrinne oder der Anschlagrinnen nach aussen vorstehende Umfangsrippen, welche auf der Innenseite Dichtungen aufnehmen.
Bei einer solchen Ausbildung kann man die Rolle der Verbindungsklammer in die Rolle der einen Dachrinne oder auch gleich beider aneinander anschliessender Dachrinnen hineinstecken. Hierauf kippt man die Verbindungsklammer gegen den Boden der Dachrinnen, bis der Klammerflansch federnd die zugeordneten Dachrinnenflansche übergreift. Dann hält sich die Verbindungsklammer selbst fest und kuppelt die beiden Dachrinnen.
In den Zeichnungen sind vorteilhafte Ausführungsbeispiele für den Gegenstand der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen : die Fig. 1 eine Stirnansicht der Dachrinne, die Fig. 2 eine etwas anders gestaltete Form der Dachrinne sowie die Fig. 3 eine Stirnansicht der Verbindungsklammer und die Fig. 4 eine Seitenansicht des Gegenstandes der Fig. 2 von der Flanschseite aus gesehen und teilweise geschnitten.
Gemäss Fig. 1 hat die Dachrinne einen etwa halbkreisförmigen Boden, an den sich einerseits eine zylindrische Rolle 2 und anderseits ein nach innen und unten vorstehender Flansch 3 anschliesst.
Fig. 2 gibt eine verbesserte Querschnittsform der Dachrinne. An den gewölbten Boden 10 schlie- ssen sich die Vorderwand 11 und die Rückwand 12 an. Die Vorderwand 11 endigt in einem gerollten Wulst 13, dessen Kante 14 für den Beschauer verdeckt ist. Die Rückwand 12 ist bei 15 abgekantet und die ebene Fläche 16 verläuft geneigt nach innen. An ihrem Ende befindet sich eine
<Desc/Clms Page number 2>
zweite Kantung 17, die entweder zu der unterbrochen dargestellten und vorzugsweise nach hinten ansteigenden Anschlussfläche 18 mit der Kante 19 führt, oder die allmählich in den kreisförmi- gen Querschnitt 20 mit der Kante 21 übergeht. Sowohl die Formen 18 einerseits als auch 20 anderseits ergeben eine gute Verstärkung und einen Schutz der Kanten 19,21.
Günstiger wird aber im allgemeinen die Ausbildung 20 sein, da man in diesem Falle einen runden Stab einschieben kann. Vorzugsweise ist der Radius des Teiles 20 gleich dem Innenradius der Rolle 13, und die Rückwand 12 liegt tangential zu diesem Kreis.
Eine Verbindungsklammer, die sowohl für die Dachrinne nach Fig. 1 als auch für die Dachrinne nach Fig. 2 verwendet werden kann, ist in Fig. 3 und 4 dargestellt. Sie hat einen im wesentlichen halbzylindrischen Teil 30, dessen Radius um ungefähr die Wandstärke der Dachrinne grösser ist als der Dachrinnenradius bei den Teilen 1 und 10. Ungefähr in der Mitte hat die Verbindungsklammer eine innere Anschlagrippe 31. Ferner sind beiderseits der Anschlagrippe nachaussen vorgewölbteUm- fangsrippen 32 und 33 angebracht, die zur Aufnahme einer Dichtung dienen, die bei der Rippe 33 im Bereiche des Schnittes 34 bezeichnet ist. Die in Fig. 3 links liegende Kante der Verbindungsklammer ist bei 35 eingerollt, wobei ein zylindrischer Teil hergestellt ist, dessen Aussenfläche sich mit ausreichendem Spiel in der Rolle 2, 13 zu bewegen vermag.
Anderseits ist auf der rechten Seite ein nach innen und unten gerichteter Flansch 36 vorgesehen. Denkt man sich den Gegenstand der Fig. 3 und 4 auf das Ende einer Dachrinne nach Fig. 1 oder 2 gebracht, so erkennt man ohne weiteres : Die Rolle 35 lässt sich in die Rolle 2 bzw. 13 z. B. von unten einschieben. Die einschnürung- freie zylindrische Gestaltung der Rollen 2,13 erlaubt es nunmehr, das ganze Verbindungsstück um die gemeinsame Achse von 35 und 2 bzw. 13 zu kippen, bis der Flansch 36 gegen die Aussenseite der Rückwand der Dachrinne stösst. Dabei ist die Verbindungsklammer im rechten Teil so weit verlängert, dass es nur einer geringen Federung und demgemäss einer geringen Kraftanstrengung bedarf, um den Flansch 36 über die Endkante der Dachrinne zu bringen, so dass er sich flach auf den Flansch 3 bzw. 16 legt.
Um dies zu erleichtern, kann das letzte Ende 37 des Flansches 36 etwas hochgebogen sein, wie dies in Fig. 3 erkennbar ist. Nach Abschluss dieser Bewegung ist die Verbindungsklammer über die Dachrinne gespannt und gegebenenfalls über zwei benachbarte Dachrinnen. Dabei wird die eingelegte Dichtung 34 gegen die Aussenwand der Dachrinne gepresst, so dass ein dichter Abschluss erhalten wird.
Es ist zwar in der Mitte der Verbindungsklammer die Anschlagrippe 31 vorgesehen, doch trifft man die Anordnung zweckmässig so, dass die beiden miteinander zu verbindenden Dachrinnenenden ein ausreichendes Spiel haben, um den Temperaturbewegungen und etwaigen mechanischen Beanspruchungen folgen zu können. Ausserdem sind die Rollen 2 bzw. 13 zweckmässig nur so weit eingerollt, dass ein Winkelbereich von etwa 90 frei bleibt, so dass die Verbindungsklammer mit ihrer Rolle leicht eingeführt werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Dachrinne und Verbindungsklammer hiefür aus Kunststoff, wobei die Dachrinne an einem Rand eine zylindrische äussere Rolle und am andern Rand einen nach innen und unten gerichteten, im wesentlichen flachen Flansch aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die zylindrische Rolle (2) so weit eingerollt ist, dass ein Winkelbereich von etwa 90 frei bleibt, und dass ihr eine im Querschnitt ähnlich gestaltete Verbindungsklammer zugeordnet ist, bei der der Radius der Rinne wenigstens um die Wandstärke grösser ist als der Radius der Dachrinne, bei der weiterhin der Radius der Rolle (35) wenigstens um die Wandstärke kleiner ist als der Radius der Rolle (2,13) der Dachrinne, und bei der schliesslich die den Flansch (36) tragende Seite derart verlängert ist, dass der Flansch (36) der Verbindungsklammer federnd über den Flansch (3,16)
der Dachrinne schnappen kann.