AT254759B - Verfahren zur Gewinnung von vorzerkleinerter Hochofenschlacke in Gießbetten - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von vorzerkleinerter Hochofenschlacke in GießbettenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Gewinnung von vorzerkleinerter Hochofenschlacke in Giessbetten Gegenstand des Patentes Nr. 237502 ist ein Verfahren zur Gewinnung von vorzerkleinerter Hochofenschlacke in Giessbetten durch lagenweises Abgiessen flüssiger Schlacke in einer Schichtstärke von etwa 5 cm und Abkühlung der Schlacke an der Luft mit darauffolgendem Aufreissen der Schlacke, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die aus diesen Schichten zusammengesetzte Bettftllung durch mehrmaliges Aufreissen unter Druck aufgebrochen und die erhaltenen Bruchkörper durch Absiebung in grössere schlag- und druckfeste sowie kleinstückige Körper zerlegt wird. Unter Einbeziehung des zwangsläufig anfallenden Feinkorns erhält man erfahrungsgemäss bei der Ab- EMI1.1 Endprodukt aus einem kornabgestuften Gemenge in den Korngrössen 0 - 25 mm und 0 - 30 mm, das sich hohlraumarm verdichten und somit für das Bituminieren und Verteeren verwenden lässt. Zur Erzeugung eines solchen Endproduktes setzt man für die Zerkleinerung der vorgebrochenen Schlackenkörper Brechwerkzeuge ein, bei denen die Schlackenkörper zwischen Backen verschiedener Form durch hohen Druck zertrümmert werden. Abgesehen von Hammermühlen hat man auch Prallmühlen für die Zertrümmerung von Schlackenkörpern verwendet. Die Schlackenkörper erhalten in der Prallmühle bekanntlich eine Beschleunigung. Durch die Wucht, mit der die Schlackenkörper auf den Prallplatten auftreffen, erfolgt die Zertrümmerung. Durch die Grösse derSpaltweite wird der Zertrümmerungsgrad bzw. die maximale Grösse der durchlaufenden Schlackenkörper bestimmt. Die grösseren Schlackenkörper werden entsprechend ihrer Festigkeit und Grösse mehrmals von den Schlagleisten des Rotors gegen die Prallplatten geschleudert, u. zw. solange, bis sie den zum Passieren des Spaltes notwendigen Zerkleinerungsgrad erreicht haben. Dabei lässt es sich nicht vermeiden, dass die Schlackenkörper im Spalt festsitzen und im Spalt gebrochen werden. Diese Art der Zertrümmerung hat naturgemäss einen hohen Verschleiss der Schlagleisten und Prallplatten sowie der Lager des Rotors zur Folge. Deshalb sind auch der Umlaufgeschwindigkeit des Rotors bei diesem Zertrümmerungsvorgang aus wirtschaftlichen Gründen Grenzen gesetzt. Sie werden bestimmt von der Festigkeit und Zähigkeit des Schlackenmateriales. Man hat die herkömmliche Schlacke mit Rotorgeschwindigkeiten zwischen 18 und 27 m/sec in der Prallmühle bearbeitet. Nach der bisherigen Kenntnis lassen sich durch einen einmaligen Durchgang Edelsplittsorten erzeugen. Der auf diese Weise gewonnene Edelsplitt aus Hochofenschlacke genügt aber nicht mehr den Anforderungen im Strassenbau, weil dieses Material in den Decken bei starkem Verkehr sowohl dem Druck als auch den Schwingungsbelastungen keinen ausreichenden Widerstand entgegensetzt und nachzertrümmert. Bei Einsatz von hochwertigem Bitumen sind dann die Bruchstellen ohne Bindemittel, was zur Folge hat, dass die Decken insgesamt geschwächt und vorzeitig zerstört werden. Die Erfindung bezweckt die Stabilisierung der Schlackenkörper, d. i. die praktisch völlige Zer- trümmerung der schaumigen und grobporigen Schlackenteile mit unzureichender Formsteifheit, wodurch der Anteil nichtkubischer, also plattiger und spiessiger Formen weitgehend abgebaut sowie die Schlag- * 1. Zusatzpatent Nr. 244 211. <Desc/Clms Page number 2> und Druckfestigkeit und der Zertrümmerungswert verbessert werden. Erfindungsgemäss wird dies bei dem eingangs geschilderten Verfahren dadurch erreicht, dass die auf 0 - 25 mm Korngrösse gebrochenen Schlackenkörper einer Prallmühle mit einer über 27 m/sec erhöhten Umlaufgeschwindigkeit des Rotors und einer grösser als der grösste Kornanteil bemessenen Spaltweite zwischen der Schlagleiste des Rotors und denPrallplatten zugeführt werden.DiePrallmühle ist damit praktisch auf die Arbeitsweise einer Putzmaschine abgestellt, wobei die höhere Umlaufgeschwindigkeit des Rotors die Fliehkraft und Aufprallbeeinflussung erhöht und der grösser gehaltene Spalt dem geprallten Gut ein direktes und schnelles Abfliessen aus der Prallzone ermöglicht. Insgesamt bedeutet das eine Verringerung des Verschleisses und eine grosse Wirtschaftlichkeit für den erfindungsgemässen Prallmühlenbetrieb. Da gemäss dem Verfahren nach Patent Nr. 237 502 die Schlackenkörper durch mehrmaliges Aufreissen unter Druck gewonnen werden, stellt dieses Gewinnungsverfahren eine Voraufbereitung für Bettenschlacke dar, die in einer auf 0 - 25 mm gebrochenen Korngrösse sich als bevorzugtes Gut für die Zerkleinerung und Qualitätsverbesserung in Prallmühlen eignet. In mehreren Versuchsserien wurde festgestellt, dass die mit erhöhter Rotorgeschwindigkeit umlaufende Prallmühle ein Endprodukt erzeugt, das eine mittlere Rohwichte von zirka 2, 70 g/cm3 und einen wesentlich verbesserten Zertrümmerungswert aufweist. Es wurde ferner festgestellt, dass der Anteil an Schlackenkörpern mit geringerer Rohwichte, die das schwächste Glied inderKettederKornformendar- stellen, entscheidend durch die erfindungsgemässe Massnahme abgebaut wird. Der Anteil an niedrigen Gewichtsstufen kann demzufolge erstmals bei Hochofenschlacke begrenzt werden. Damit ist aber eine nachweisbare Edelsplittverbesserung erreicht worden, wobei gleichzeitig die höheren Anforderungen für Zuschlagstoffe im Strassendeckenbau erfüllt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Gewinnung von vorzerkleinerter Hochofenschlacke in Giessbetten durch lagenweises Abgiessen flüssiger Schlacke in einer Schichtstärke von etwa 5 cm und Abkühlung der Schlacke an der Luft mit darauffolgendem Aufreissen der Schlacke nach StammpatentNr. 237 502, wobei die aus diesen Schichten zusammengesetzte Bettfüllung durch mehrmaliges Aufreissen unter Druck aufgebrochen und EMI2.1 zerlegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die auf 0 - 25 mm Korngrössegebrochenen Schlackenkörper einer Prallmühle mit einer über 27 m/sec erhöhten Umlaufgeschwindigkeit des Rotors und einer grösser als der grösste Kornanteil der Schlackenkörper bemessenen Spaltweite zwischen der Schlagleiste des Rotors und den Prallplatten zugeführt werden.
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Publications (1)
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| AT254759B true AT254759B (de) | 1967-06-12 |
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ID=25606301
Family Applications (1)
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| AT1130265A AT254759B (de) | 1965-12-15 | 1965-12-15 | Verfahren zur Gewinnung von vorzerkleinerter Hochofenschlacke in Gießbetten |
Country Status (1)
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1965
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