AT254022B - Verfahren zur Herstellung von Bau- und Isolierkörpern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Bau- und Isolierkörpern

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AT254022B
AT254022B AT1067765A AT1067765A AT254022B AT 254022 B AT254022 B AT 254022B AT 1067765 A AT1067765 A AT 1067765A AT 1067765 A AT1067765 A AT 1067765A AT 254022 B AT254022 B AT 254022B
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AT
Austria
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production
structural
weight
perlite
insulating bodies
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Application number
AT1067765A
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English (en)
Inventor
Hubert Dipl Ing Hrastnik
Assem Dipl Ing Ganuscheff
Original Assignee
Universale Hoch & Tiefbau
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/14Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing calcium sulfate cements

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description


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  Verfahren zur Herstellung von Bau- und Isolierkörpern 
Im Bestreben, die Bauweise durch Verwendung besonders leichter Baustoffe zu verbessern und den   NormenderWärme-bzw. Schalldämmung   zu entsprechen, wurden in den letzten Jahren in verschiedenen Ländern neue Bau- und Zuschlagstoffe erzeugt und auf den Markt gebracht, wie z. B. Blähton (Leca), Bims, expandierter Perlit u. a. Die genannten Baustoffe finden als bereits fertig geformte Baumaterialien, wie Ziegel, Platten,   Panele   und sogar als fertige Bauelemente Verwendung. 



   Es sind auch verschiedene Bau- und Isoliermaterialien mit niedrigem spez. Gewicht und gutem Isoliervermögen bekannt, die jedoch Polymerisations- oder Kondensationsprodukte organischer Natur und daher brennbar sind. Sie haben eine geringe Druckfestigkeit und bei der Verwendung im Bauwesen nicht die Fähigkeit selbsttragend zu sein. 



   Man hat auch versucht, Perlit auf heissem Wege mit geschmolzenem Bitumen als Bindemittel zu fertigen Baumaterialien in Form von Platten, Blöcke   u. a.   zu verarbeiten, indem man den Perlit mit heissem Bitumen bespritzt oder benetzt hat. Die auf diesem Wege erzeugten Materialien haben den Nachteil, dass sie bei Erreichen des Erweichungspunktes von Bitumen weich werden und ihre Formen und Widerstandsfähigkeit verlieren. Die Herstellung dieser Erzeugnisse ist mit einem grossen Wärmeaufwand verbunden, die Erzeugungsarbeit ist schmutzig und ungesund und die Instandhaltung der Maschinen durch die grosse Verschmutzung aufwendig. 



   Es ist ferner ein Verputzmaterial bekannt, das aus Gips, Perlit, Kalk und Hydroxyläthylcellulose zusammengesetzt ist. 



   Demgegenüber betrifft die Erfindung Bau- und Isolierkörper, die sich durch ihr Herstellungsverfahren und ihre Eigenschaften von bereits bekannten Materialien vollkommen unterscheiden. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von Bau- und Isolierkörper aus Gips, expandiertem Perlit und Wasser ist dadurch gekennzeichnet, dass man unter Rühren zu 140-220 Gew.-Teilen Perlit mit einer   Korngrösse   von 0, 1 bis 10 mm und einem Schüttgewicht von 80 bis 200   kg/m,     vorzugsweisevon   80 bis 150   kg/m3,     375 -675 Gew. -Teile   eines Bindemittels aus   140-220 Gew.-Teilen   Gips und 250 bis 300 Gew.-Teilen Wasser zugibt und so lange rührt, bis sich eine erdfeuchte, lockere Masse gebildet hat und dann die Masse zu Formkörpem presst. 



   Der zu verwendende expandierte Perlit wird aus Rohperlit hergestellt, indem man das grobe, gesteinsartige Material zu einer sandartigen Masse mit einer Komgrösse von 0, 1 bis 2 mm oder   2 - 10   mm zerkleinert und den so zerkleinerten Rohperlit auf   1100 - 11500   C erhitzt, bei welcher Temperatur jedes Korn sein Volumen um das 5- bis 10fache vergrössert und gleichzeitig an Gewicht verliert. Expandierter Perlit hat eine   Korngrösse   von 0, 1 bis 5 mm bzw.   5 - 10   mm mit einem Schüttgewicht von 80 bis 200 kg/m3, vorzugsweise von 80 bis 150   kg/m3.   Expandierter Perlit ist feuerfest und beginnt erst bei   1150-1200  C   zu einer glasartigen Masse zu schmelzen.

   Es hat eine schneeweisse Farbe, ist geschmackund geruchlos, wasserunlöslich, alkali- und säurebeständig und reagiert neutral (Phenolphthaleinprobe). 



   Als Bindemittel bei der Herstellung des erfindungsgemässen Materials verwendet man den im Handel erhältlichen gemahlenen Stukkaturgips, Alabastergips oder den gewöhnlichen gemahlenen Gips (ÖNORM für Gips). Die notwendigen Mengen Perlit - genau abgewogen oder in Raumteilen abgemessen-kommen 

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 von dem Vorratssilo in die Abwiegevorrichtung und von dort in den Zwangsmischer. 



   Die erforderlichen Mengen Gips werden abgewogen und in einem Rührwerk mit der entsprechenden Menge Wasser so lange gerührt, bis sich eine milchartige, dünnflüssige Masse gebildet hat. Die so vorbereitete Gipswassermischung lässt man in den Zwangsmischer abfliessen, wobei der Zwangsmischer in Bewegung gehalten wird. Man rührt ungefähr   2 - 3   min, bis sich der expandierte Perlit und die Gipsmilch miteinander gut vermischt haben und eine erdfeuchte, lockere Masse gebildet hat. Diese transportiert man in den Korb einer Vibrierpresse, mit welcher auf der entsprechenden Matrize die gewünschten Formen gepresst werden. Auf diese Weise kann man Platten, Blöcke, Hohlblöcke, Panele und andere Formen herstellen. 



   Zwecks Erreichung einer besseren Druck-, Biege-und Zugfestigkeit der Formkörper kann man in die Masse schichtweise Glaswollstoffgewebe einlegen. So hergestellte Baumaterialien haben ein Rohgewicht von 450 bis 700   kgfm3   und eine Wärmeleitzahl von 0, 05 bis 0, 08. Diese Baumaterialien weisen eine Festigkeit auf, die sie selbsttragend macht und erleiden beim Transport keinerlei Beschädigungen. Durch ihr niedriges spez. Gewicht und ihre niedrige Wärmeleitzahl eignen sie sich vorzüglich als Bau- und Isoliermaterial. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von   Bau- und Isolierkörpern   aus Gips, expandiertem Perlit und Wasser, dadurch gekennzeichnet, dass man unter Rühren zu   140-220 Gew.-Teilen   Perlit mit einer Komgröpe von 0, 1 bis 10 mm und einem Schüttgewicht von 80 bis 200   kgfm 3,   vorzugsweise von 80 bis   150 kgfm 3, 375 - 675 Gew. -Teile   eines Bindemittels aus   140-220 Gew.-Teilen   Gips und 250 bis 300   Gew.-Teilen   Wasser zugibt und so lange rührt, bis sich eine erdfeuchte, lockere Masse gebildet hat und dann die Masse zu Formkörpem presst.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in die Formkörper schichtweise Glaswollstoffgewebe eingelegt werden.
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