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Zeitmarkengeber
Die Erfindung betrifft einen Zeitmarkengeber zur Erzeugung elektrischer oder magnetischer Impulse mit einer Impulsfolgefrequenz um 1 Hz, bei welchem für die zeitliche Steuerung ein lageunabhängiges Torsionspendel, das vorzugsweise unabhängig von den erzeugten Zeitmarken in Gang gehalten wird, durch eine Blockierungseinrichtung bis zur Auslösung durch eine Startvorrichtung festgehalten wird.
Für Zeitmarkengeber mit einer Impulsfolgefrequenz um 1 Hz sind verschiedene Ausführungsarten bekannt. So werden Pendeluhren zur Triggerung der Zeitmarken verwendet, wobei mit entsprechendem Aufwand gute Ganggenauigkeiten erzielt werden können. Nachteile dieser Art von Zeitmarkengeber sind die Lageabhängigkeit und Lageempfindlichkeit einer Pendeluhr, sowie die verhältnismässig grossen Ausmasse der bekannten Einrichtungen.
Auf rein elektronischem Wege, z. B. mit Röhren oder Transistoren erzeugte Zeitmarken mittels Aufbau einer selbstschwingenden Schaltung scheitern praktisch immer an zu grosser Ungenauigkeit speziell bei dieser niedrigen Frequenz. Nur durch die Verwendung eines die Schwingfrequenz stabilisierenden Quarzes können Genauigkeiten weit besser als 10-3 erreicht werden.
Der wesentliche Nachteil bei der Verwendung von Schwingquarzen besteht darin, dass deren Reso- nanzfrequenz günstigstenfalls im Bereich von kHz liegt. Um also Zeitmarken um 1 Hz erzeugen zu können, muss diese hohe Schwingfrequenz der Quarze vielmals halbiert werden, bis man in einen Bereich kommt, von dem aus man mechanisch eine Frequenzunterteilung vornehmen kann. Aufwand und Kosten für einfache Bedarfsfälle sind also viel zu gross. Auch die Verwendung von Synchronmotoren, die ans Lichtnet angeschlossen werden, scheidet in den Fällen aus, wo erhöhte Forderungen an die Genauigkeit der Zeitmarken gestellt werden. Ganz abgesehen von den Fällen, wo überhaupt kein Lichtnet zur Verfügung steht.
Es ist auch schon eine Anordnung bekannt, bei welcher auf eine lichtempfindliche Zelle ein Lichtstrahl einwirkt, der durch ein schwingendes Organ konstanter Frequenz beeinflusst wird und dessen Schwingbewegungen mit Hilfe der durch die Zelle erzeugten Wechselströme, eventuell nach deren Verstärkung, aufrechterhalten werden. Die Schwingbewegung des oszillierenden, den Lichtstrahl unterbrechenden Organs wird somit bei dieser Anordnung durch eine Rückkopplung erzeugt. Dadurch treten aber erhebliche frequenzbeeinflussende Störungen auf.
Beim erfindungsgemässen Zeitmarkengeber muss nicht unbedingt durch das Resonanzglied ein Lichtstrahl beeinflusst werden, sondern es kann auch ein elektrisches oder ein magnetisches Feld entsprechend verändert werden, oder es können auch mittels galvanischem Kontakt oder auf akustischem Wege oder mittels Strahlung die gewünschten Signale erzeugt werden.
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bern), wobei auf Lageunabhängigkeit und Lichtnetzunabhängigkeit besonderer Wert gelegt ist.
Der Zeitmarkengeber gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Startvorrichtung des Zeitmarkengebers und der Blockierungseinrichtung für das lageunabhängige Torsionspendel eine Zeitverzögerungsschaltung vorgesehen ist, deren Verzögerungszeit derart gross gewählt ist, dass durch die in der Einlaufzeit des lageunabhängigen Torsionspendels begründete Zeitverschiebung zusammen mit
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der Verzögerungszeit die im eingeschwungenen Zustand abgegebenen Zeitmarken als zu der vom Startsignal an gezählten Zeit phasenrichtige Marken, vorzugsweise phasenrichtige Sekundenmarken, abgegeben werden.
In einer praktischen Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes kann eine Lichtquelle und eine Photozelle verwendet werden, wobei der die Photozelle treffende Lichtstrahl durch ein Unruhesegment einer gewöhnlichen Uhr rhythmisch unterbrochen wird. Zweckmässig ist es, wenn die Schlagzahl der Uhr dem Wert Z = 2n entspricht, wobei n = 0, l, 2,3, 4... sein kann. Damit können durch Frequenzhalbierung die von der Uhr erzeugten Impulse immer auf 1 Hz herunterhalbiert werden. Durch die Verwendung einer Uhr, die durch Anker und Unruhe gesteuert wird, ist der 1-Sekunden-Zeitmarkengeber lageunabhängig und störunempfindlich.
Das vom Rhythmus des Uhrwerkes abhängige Signal der Frequenz von 2 Hz wird durch Frequenzhalbierungsschaltungen auf die Frequenzen 1 Hz und 0, 5 Hz heruntergeteilt, so dass der Zeitmarkengeber wahlweise auf diese 3 Frequenzen eingestellt werden kann. Weiter können die Impulsbreite der Zeitmarken variiert werden, sowie die Ein-Aus-Zeiten des Impulses vertauscht werden. Das Impulssignal kann niederohmig entnommen werden und ist somit von Belastungen weitgehend unabhängig. Die Zeitgenauig-
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einer Vorrichtung, die es gestattet, das Uhrwerk synchron zu einem Zeitzeichen anlaufen zu lassen, auch genau synchron mit dem Radiozeitzeichen erhalten werden. Dabei kann die Triggerung wahlweise durch Handstart oder elektrisch durch ein empfangenes Zeitzeichen, z. B. eines Rundfunksenders, erfolgen.
Hiedurch liegen die Zeitmarken nicht nur im richtigen zeitlichen Abstand, sondern auch absolut richtig zu den Sekundenzeiten.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich im einzelnen aus den Ausführungsbeispielen, die im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben werden. In Fig. 1 der Zeichnungen ist ein einfacher, nicht getriggerter Zeitmarkengeber gemäss der Erfindung dargestellt. Fig. 2 zeigt das Schaltbild für ein Ausführungsbeispiel einer synchronen Startvorrichtung in Verbindung mit dem Zeitmarkengeber, und Fig. 3 den zugehörigen Zeitplan. Fig. 4 zeigt eine Abänderung der in Fig. 2 dargestellten Schaltung.
Das in Fig. l dargestellte Schaltbild zeigt, dass die Betriebsspannung des Zeitmarkengebers entweder über den Transformator TR vom Lichtnetz entnommen oder direkt z. B. von einer 12-Volt-Gleich- spannungsquelle über die Buchse Pl eingespeist werden kann. Die Zenerdiode Z stabilisiert die Betriebsspannung.
Der Transistor Tl wird von der Photozelle TP50 angesteuert. Die Photozelle TP50 ist zusammen mit einer Glühlampe 19 V in einer Uhr so angebracht, dass ein mit dem Anker der Uhr mechanisch fest verbundenes Segment den Lichtstrom von der Lampe zur Photozelle im Schlagrhythmus der Uhr unterbricht. Da in manchen Fällen infolge der mechanischen Konstruktion des Ankers bzw. des am Anker angebrachten Segmentes Unterschiede zwischen der Zeit der Beleuchtung und der Zeitspanne der Abdunklung der Photozelle auftreten können, kann es zweckmässig sein, den Transistor Tl mit einer Impulsfolgefrequenz auszusteuern, die gleich der Schlagfrequenz der Uhr, beispielsweise 1 Hz, ist. Das Tastverhältnis muss nicht genau 1 : 1 sein.
Der Transistor T2 wird nun entweder vom Transistor Tl mit diesen unsymmetrischen 1 Hz-Signalen ausgesteuert oder kann bei Öffnung des Schalters SI über die Buchse P2 fremd angesteuert werden, falls eine andere Steuerquelle angeschlossen werden soll. Die an die Basis des Transistors T2 angeschlossene Zenerdiode ZI dient zur Anpassung des Gleichspannungspotentials.
Die Transistoren T2 und T3 bilden zusammen einen Schmitt-Trigger, der die durch die Photozelle erzeugten Signale in reine Rechtecksignale zu verwandeln hat.
Diese am Ausgang (Kollektor) des Transistors T3 zur Verfügung stehenden Signale werden jetzt aufgeteilt und dienen zur Erzeugung von 0, 5, 1 und 2 Hz Rechtecksignalen mit genauem l. : 1 Tastverhältnis.
Die 1 Hz-Signale werden mit den Transistoren T4 und T5 erzeugt, die einen monostabilen Multivibrator mit 0, 5 sec Rückkippzeit darstellen. Nach Verstärkung und 1800 Phasendrehung mit dem Transistor T6 werden die 1 Hz-Signale dem Frequenzauswahlschalter S2 zugeführt.
An die Kollektoren der Transistoren T5 und T6 ist je eine Differenzierstufe aus dem Kondensator C und dem Widerstand W angeschlossen, die die in Phasen opposition befindlichen 1 Hz-Signale differenzieren. Durch entsprechende Anordnung der beiden Gleichrichter Gl wird der Transistor T7
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mit doppelter Frequenz 2 Hz angesteuert. Die Transistoren T7 und T8 bilden wieder einen monostabilen Multivibrator, dessen Rückkippdauer (gemäss der 2 Hz-Signale) 0, 25 sec beträgt. Das so gewonnene 2 Hz-Signal wird vom Kollektor des Transistors T8 aus dem Frequenzauswahlschalter S2 zugeführt. Die 0, 5 Hz-Signale werden mit den Transistoren T9 und T10 erzeugt, die als bistabiler Multivibrator geschaltet sind.
Vom Kollektor des Transistors T3 wird das 1 Hz-Signal über je einen Gleichrichter G2 auf die Basen der Transistoren T9 und T10 geleitet. Je nach Kippzustand hat entweder der Gleichrichter zur Basis des Transistors T9 oder der des Transistors T10 soviel Sperrspannung, dass das ankommende 1 Hz-Signal keine Umsteuerung verursachen kann. Somit werden wechselweise die Transistoren T9 und T10 jeweils vom positiven Teil des differenzierten 1 Hz-Signals umgesteuert, wodurch sich eine Frequenzhalbierung ergibt. Vom Kollektor des Transistors T10 wird das so gewonnene 0, 5 Hz-Signal dem Frequenzauswahlschalter S2 zugeleitet.
DerSchalter S3 lässt über die Buchse P3 die Möglichkeit der Fremdeinsteuerung zu. Nach einer Verstärkung im Transistor TU werden die Signale dem als Emitterfolger geschalteten Transistor T12 zugeleitet. Die im Emitterkreis des Transistors T12 geschaltete Lampe 10 V gibt eine optische Anzeige der bis jetzt voll symmetrischen Signale von 0, 5, 1 oder 2 Hz, die an der Buchse P4 abgenommen werden können.
Die Transistoren T13 und T14 sind wieder als monostabiler Multivibrator geschaltet, wobei über ein Potentiometer 50k das Tastverhältnis der Signale reguliert werden kann. Die Polarität der Pulse kann mit Schalter S4 umgekehrt werden. Das im Transistor T15 verstärkte Signal wird auf den als Emitterfolger geschalteten Transistor T16 gegeben. Von dessen Emitter kann das Signal niederohmig, z. B. mit 6 V, 1 W, an der Buchse P5 oder über einen Spannungsteiler an der Buchse P6 entnommen werden.
Beim Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Zeitmarkengebers ist ausserdem die Möglichkeit vorgesehen, dass mittels der mechanischen Bewegung des Ankers eines Relais die Unruhe der steuernden Uhr gestoppt wird. Bei dieser Ausführung kann dann die gestoppte Unruhe der Uhr zeitlich wieder so freigegeben werden, dass die dann einsetzenden Zeitmarken zu der vom Startsignal an gezählten Zeit phasenrichtige Sekundenmarken darstellen. Wird der Zeitmarkengeber also beispielsweise durch das Zeitzeichen eines Rundfunksenders gestartet, so haben die l-Sekundenzeitzeichen vom Rundfunksender und Zeitmarkengeber keine gegenseitige Phasenverschiebung.
Fig. 2 gibt das Schaltbild der synchronen Startvorrichtung in Verbindung mit dem Zeitmarkengeber wieder. Der zugehörige Zeitplan ist in Fig. 3 angegeben.
Der Startvorgang des Zeitmarkengebers kann von Hand ausgelöst werden, wenn sich der Schalter Su in der Stellung H befindet. Automatisch kann der Startvorgang des Zeitmarkengebers nach Drücken des Startknopfes S ausgelöst werden durch das nächste ankommende Radiozeitzeichen, wenn sich der Schalter Su in der Stellung A, befindet, oder durch ein längeres Zeitzeichen, wie es als letzter Ton des Zeitzeichens von manchen Sendern genau zur vollen Minute ausgestrahlt wird, wenn sich der Schalter Su in der Stellung Az befindet.
Die in Gang befindliche Uhr wird gestoppt. Zur Kontrolle leuchtet bei laufendem Uhrwerk eine grüne Signallampe Gr. Nach Drücken des Stoppknopfes St leuchtet statt grün die gelbe Signallampe Ge
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wird die Unruhe in einer Schwinglage gestoppt.
Der im Zeitplan der Fig. 3 dargestellte Ablauf ist dabei folgender : Durch das Drücken der Stopptaste spricht das Relais B an. Über den nun geschlossenen Kontakt b wird durch den nächsten vom Zeitmarkengeber kommenden negativen Impuls der Transistor T37 geöffnet und das Relais C zum Ansprechen gebracht.
Über den Kontakt c wird das Relais D zum Ansprechen gebracht, wodurch das Relais C wieder abfällt. Das Zeitmarkengebersignal ZS kann jetzt über den Kontakt dl auf das Differenzierglied, bestehend aus dem Kondensator Cl und dem Widerstand W, gelangen und der nächste ankommende negative Impuls steuert über die Diqde Dl den Schmitt-Trigger der Transistoren T32 und T33 an.
Über Kontakte el wird der bistabile Multivibrator T34, T35 angesteuert, so dass der nächste am Transistor T36 ankommende negative Impuls Relais E zum Ansprechen bringt. Über Kontakt e wird dadurch das Uhrwerk gestoppt.
Die Anzugszeiten der Relais E und F sind so bemessen, dass sich die Unruhe zum Zeitpunkt des Anzuges von Relais F in ihrer Endlage befindet.
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Kontakt e wirft Relais B ab, wodurch die gelbe Signallampe wegen Kontakt b erlischt.
Kontakte e6 verhindert das Leuchten der grünen Signallampe, Kontakt e4 bringt die rote Signallampe R als äusserliches Zeichen der Arretierung des Uhrwerkes. Kontakt el schaltet um auf Startbereitschaft.
Der Start von Hand aus geht folgendermassen vor sich. Im arretierten Zustand des Zeitmarkengebers sind demnach die Relais E und F im Arbeitszustand und zur äusseren Kontrolle leuchtet die rote Signallampe.
Mittels des Schalters Sl1 kann die gewünschte Startart des Zeitmarkengebers gewählt werden.
Stellung H des Schalters Si, bedeutet Handstart. Bei Drücken des Startknopfes S wird das Relais G ansprechen, da Kontakt e7 geschlossen ist. Über Kontakt g2 gesteuert, leuchtet zusätzlich die gelbe Signallampe, um anzuzeigen, dass der Start des Zeitmarkengebers eingeleitet wurde. Der
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befindlichen Kontakt el dem bistabilen Multivibrator der Transistoren T34, T35 zugeführt und bringt diesen zum Umkippen.
Über den Transistor T36 wird dabei das Relais E zum Abfallen gebracht. Über Kontakte e2 fällt daraufhin das die Unruhe der Steueruhr blockierende Relais F ab, der Zeitmarkengeber beginnt zu laufen. Kontakt e7 wirft Relais G ab. Kontakt el schaltet sich von den Transistoren T30, T31 ab und trennt damit die Startvorrichtung von der übrigen Steueranlage ab. Die Kontakte e 4 und g2 trennen die rote und gelbe Signallampe ab, während e6 die grüne Signallampe bringt, um anzuzeigen, dass der Zeitmarkengeber in Betrieb ist.
Nach der Freigabe der Unruhe der Steueruhr benötigt die Unruhe etwas länger (zirka 1, 2 sec) für die erste Schwingung. Die dadurch auftretende Zeitverschiebung von zirka 0,2 sec gegenüber der vollen Sekundenzeit wird über den monostabilen Multivibrator der Transistoren T30, T31 auskompensiert. Wie aus dem Zeitplan (Fig. 3) zu ersehen ist, wird der Zeitmarkengeber nach Drücken der Starttaste mit einer Verzögerung (zirka 0, 8 sec) freigegeben, so dass die Verzögerungszeit plus Dauer der ersten Pendelschwingung der Steueruhr genau 2 sec ergeben. Die erste Zeitmarke nach 1 sec wird dadurch zwar unterdrückt, jedoch kommen die Zeitmarken ab der zweiten Sekunde genau zur vollen Sekundenzeit.
Der Start des Zeitmarkengebers kann auch automatisch durch ein ankommendes Radiozeitzeichen ausgelöst werden. Wird der Start-Wählschalter Sil auf Stellung Al gebracht, kann der Zeitmarkengeber über ein an den Eingang für Zeitzeichen ZE gebrachtes fremdes Zeitzeichen gestartet werden.
Und zwar beginnt der Zeitmarkengeber mit dem nächsten Zeitzeichen zu laufen, das nach dem Drücken der Starttaste S am Eingang für Zeitzeichen auftritt. Um also beispielsweise einen Start zur vollen Minute zu erreichen, muss man nach dem Zeitzeichen zur 59. sec, aber noch vor dem Zeitzeichen der 60. sec, die Starttaste drücken.
Der Schaltvorgang ist dabei im einzelnen folgender.
Das Zeitzeichen wird über die Transistoren T17, T18 und T19 verstärkt. Transistor T20 bildet eine Phasenumkehrstufe, so dass über die an Emitter und Kollektor jeweils angeschlossene Differenzierstufe Cg und W, und über die beiden Dioden D unabhängig von der Eingangspolarität des Zeitzeichens die Basis des Transistors T21 von der ersten Flanke des Zeitzeichens angesteuert wird. Die Transistoren T21, T22 stellen einen Schmitt-Trigger dar, der aus den beiden Flanken (Anstieg und Abfall) des Zeitzeichens zwei Rechteckimpulse definierter Höhe formt.
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bile Multivibrator der Transistoren T30, T31 vom ersten ankommenden Impuls angesteuert, wodurch der Startvorgang anläuft und so wie der beschriebene Start von Hand aus vor sich geht.
Vom Kollektor des Transistors T22 wird über die Zenerdiode SZ7 der Transistor T23 angesteuert, der das Relais A zum Ansprechen bringt. Mit dem Kontakt al wird dann eine"Aussteuerkontrollampe"As betätigt, womit die zum Startvorgang notwendige Amplitudengrösse des Zeitzeichens am Potentiometer P im Emitterkreis des Transistors T17 eingestellt werden kann.
Manche Rundfunksender senden den letzten, zur vollen Minute kommenden Ton des Zeitzeichens mit längerem Ton als die vorhergehenden Sekundenzeitzeichen (zirka 0, 6 sec gegenüber zirka 0, 2 sec). Durch die synchrone Startvorrichtung kann der Zeitmarkengeber auch unabhängig von den vorhergehenden kurzen Tönen des Zeitzeichens erst mit dem letzten, längerdauernden Ton des Zeitzeichens automatisch gestartet werden.
Der Schaltvorgang ist dabei folgender. Das Zeitzeichen wird, wie bereits oben für den automatisch
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durch ein ankommendes Radiozeitzeichen ausgelösten Start beschrieben, über die Transistoren T17, T18, T19, T20, T21 und T22 verarbeitet. Über den geschlossenen Kontakt gs werden die vom Schmitt-Trigger der Transistoren T21, T22 gelieferten Impulse (entsprechend der Anstiegs- und Ab-
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der Basis des Transistors T24 zugeführt. Die Transistoren T24, T25 stellen einen monostabilen Multivibrator dar, dessen Rückkippdauer so gewählt ist, dass sie gerade etwas länger dauert, als die kurzen Töne des Zeitzeichens, aber kürzer ist, als der lange, letzte Ton des Zeitzeichens.
Die beiden Transistoren T27 und T28 haben die Aufgabe, festzustellen, ob das ankommende Zeitzeichen kurz (0, 2 sec) oder als letztes länger ist (0, 6 sec). Dies geschieht dadurch, dass durch Differentiation des Zeitzeichens je ein kurzer Impuls zu Beginn und am Ende jedes Zeitzeichens erzeugt wird.
Kann einer dieser kurzen Impulse den Transistor T27 passieren, so löst er über T29 und den Schalter S11 in bekannter Weise den Startvorgang des Zeitmarkengebers aus. Massgeblich für das Passieren des kurzen Startimpulses durch Transistor T27 ist der Schaltzustand des zu T27 in Cascode geschalteten Transistors T28. Transistor T28 ist im Ruhezustand geöffnet. Wird der monostabile Multivibrator der Transistoren T24, T25 durch einen negativen kurzen Impuls über die Diode D umgekippt, so wird über den Transistor T26 Transistor T28 gesperrt, u. zw, so lange, bis der monostabile Multivibrator T24, T25 nach seiner vorgegebenen Zeit wieder zurückkippt.
Ist das Zeitzeichen kurz und kommt somit der durch das Ende des Zeitzeichens erzeugte kurze Impuls vor dem Rückkippen von T24, T25 bei T27 an, so kann der Impuls T27 nicht passieren. Dauert das Zeitzeichen als letzter Ton lange, so ist der monostabile Multivibrator T24, T25 bereits wieder in seiner Ruhestellung und hat den Transistor T28 geöffnet, wenn der kurze Impuls T27 ansteuert, der durch das Ende des Zeitzeichens erzeugt wird. In diesem Fall kann dieser Impuls also T27 passieren und leitet über T29 den Startvorgang ein.
Über den phasendrehenden Transistor T26 kommt der in seiner Dauer so einjustierte, durch die Transistoren T24, T25 erzeugte Impuls als positiver Impuls zur Basis des Transistors T28 und sperrt diesen während der Zeit der Impulsdauer. In Cascode-Schaltung mit Transistor T28 wird Transistor T27 betrieben, dessen Basis über die Zenerdiode Z7 direkt am geschlossenen Kontakt g angeschlossen ist.
An dieser Stelle sind die kurzen Rechteckimpulse vorhanden, die durch die Anstiegs- und Abfallflanke jedes Tones des Zeitzeichens erzeugt werden. Im Zeitplan der Fig. 3 lässt sich der weitere Ablauf der Startvorganges erkennen. Am Kollektor des Transistors T27 kann immer nur dann ein Signal auftreten, wenn die beiden in Cascode-Schaltung betriebenen Transistoren T27, T28 gleichzeitig geöffnet, also niederohmig sind. Transistor T27 ist normalerweise geöffnet und wird durch die im monostabilen Multivibrator der Transistoren T24, T25 erzeugten Impulse gesperrt. Transistor T27 ist normalerweise gesperrt und wird durch die Flankenimpulse geöffnet.
Somit kann nur der zweite Impuls, der durch die abfallende Flanke des langen Tones des Zeitzeichens entsteht, über die Zenerdiode Z8 ein Signal an die Basis des Transistors T28 bringen, von dessen Kollektor das Startsignal über den Kontakt A2 des Schalters S11 den Startvorgang des Zeitmarkengebers, wie bereits beim Start von Hand aus beschrieben wurde, einleitet. Da der Startvorgang um die Dauer des langen Tones des Zeitzeichens verzögert wird, wird die Verzögerungszeit, die im monostabilen Multivibrator der Transistoren T30, T3i eingestellt ist, entsprechend der Stellung des mit dem Schalter S11 gekuppelten Schalters S12 um den gleichen Betrag verkürzt. Hiedurch kommt in der schon beschriebenen Art der ersteZeitmarkenimpuls wieder genau zur vollen Zeit der zweiten Sekunde.
Bei dem eben beschriebenen Startvorgang, dessen Schaltplan in Fig. 2 dargestellt ist, ist zwar beim langen Ton des Zeitzeichens der monostabile Multivibrator T24, T25 bis zum Ende des Zeitzeichens wieder in seine Ruhelage zurückgekippt. Der durch das Ende des Zeitzeichens erzeugte kurze Impuls bringt dann aber erneut T24, T25 zum Umkippen, womit eigentlich T27, T28 wieder sperren müsste.
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T27, T28 ausgelöst wird.
Diese etwas kritische Einstellung der Schaltungsfunktionen kann durch eine Anordnung, wie sie in Fig. 4 gezeigt ist, ersetzt werden. Hier ist der Teil der Schaltung nach Fig. 2, der zwischen dem Transistor T20 und dem Startwählschalter S11 liegt, entsprechend abgeändert.
Das bei der Anordnung gemäss Fig. 4 am Transistor T20 ankommende Zeitzeichen unbestimmter Polarität wird über die Zweiweggleichrichtung der beiden Dioden D in definierte negative Polarität
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gebracht, ohne dabei differenziert zu werden. Zwischen dem Transistor T20a und dem Transistor T21 wird das Zeitzeichen jeweils vom Kollektor und vom Emitter von T20a herkommend über jeweils einen Kondensator C und einen Widerstand W. differenziert und dann so gleichgerichtet, dass die Basis von T21 jeweils von einem kurzen Impuls am Beginn und am Ende jedes Zeitzeichens negativ angesteuert wird. Im weiteren entspricht die Funktionsweise genau dem Vorgang, wie er bereits im Zusammenhang mit Fig. 2 für die Funktion der Transistoren T21, T22 und T23 beschrieben wurde.
Bei der in Fig. 4 gezeigten Anordnung führt weiters die Verbindung vom Emitter des Transistors T20a zu einem weiteren Differenzierglied aus dem Kondensator C6 und dem Widerstand Wu, dans zum Transistor T24 führt. Dieses Differenzierglied macht aus dem Zeitzeichensignal negativer Polarität einen negativen und einen positiven Impuls zu Beginn bzw. am Ende des Zeitzeichens. Der positive Impuls wird durch die beiden Dioden D6 von der Basis des Transistors T24 ferngehalten, so dass nur der negative Impuls, der zu Beginn des Zeitzeichens entsteht, den monostabilen Multivibrator T24, T25 umkippen kann. Ab hier arbeitet die Schaltung mit den Transistoren T24 - T29 wieder so, wie im Zusammenhang mit Fig. 2 schon beschrieben wurde.
Es wird somit vermieden, dass beim langen Zeitzeichen durch den kurzen Impuls, der durch das Ende des Zeitzeichens entsteht, der monostabile Multivibrator T24, T25 nochmals zum Umkippen kommt, wodurch das Passieren des Startimpulses durch T27 unerwünschterweise verhindert werden würde.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Zeitmarkengeber zur Erzeugung elektrischer oder magnetischer Impulse mit einer Impulsfolgefrequenz um 1 Hz, bei welchem für die zeitliche Steuerung ein lageunabhängiges Torsionspendel, das vorzugsweise unabhängig von den erzeugten Zeitmarken in Gang gehalten wird, durch eine Blockierungsein- richtung bis zur Auslösung durch eine Startvorrichtung festgehalten wird, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Startvorrichtung (S, G, g, S bzw. ZE, gg, Sll) des Zeitmarkengebers und der Blockierungseinrichtung (F) für das lageunabhängige Torsionspendel eine Zeitverzögerungsschaltung (T30, T31) vorgesehen ist, deren Verzögerungszeit derart gross gewählt ist,
dass durch die in der Einlaufzeit des lageunabhängigen Torsionspendels begründete Zeitverschiebung zusammen mit der Verzögerungszeit die im eingeschwungenen Zustand abgegebenen Zeitmarken als zu der vom Startsignal an gezählten Zeit phasenrichtige Marken, vorzugsweise phasenrichtige Sekundenmarken, abgegeben werden.
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puls zur Ingangsetzung der Zeitverzögerungsschaltung dient.