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Thermostatisch gesteuerte Mischbatterie
EMI1.1
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seite des Führungsringes 14 und einem Absatz des Ventilkörpers ist ein Dichtungsring 15 vorgesehen, der nur wirksam ist, wenn das Ventil geschlossen ist. In einer Bohrung 16 des Ventilkörpers 9 ist eine vorgespannte Feder 17 angeordnet, die bestrebt ist, den Ventilkörper vom Führungsring 14 weg, d. h. in Fig. 1 nach rechts, zu schieben, in eine Stellung, in welcher das Kaltwasserventil geschlossen ist.
Der Ventilsitzträger 8 der Kaltwasserseite weist an seinem äusseren Ende eine Gewindebohrung 18 auf, in die ein Zapfen 19 eingreift, der mit dem Mengenreguliergriff 20 starr verbunden ist. Der
Zapfen 19 ist in einer Verschlussschraube 21 drehbar gelagert. In die Schraube 21 ist ein Stift 22 eingesetzt, der in eine Bohrung 23 des Ventilsitzträgers 8 eingreift und diesen an einer Drehung hindert. Durch Drehen des Griffes 20 kann somit der Ventilsitzträger 8 axial im Gehäuse 1 ver- schoben werden.
Der Ventilsitzträger 8 enthält eine Bohrung 24, in die ein zylindrischer Führungsring 25 der- art eingreift, dass er leicht axial verschiebbar ist. Der Ventilkörper 9 ist dadurch axial leicht ver- schiebbar zwischen den beiden Ventilsitzträgem 7 und 8 gelagert. Beide Ventilsitzträger 7 und 8 weisen Schlitze 26 für den Durchtritt des heissen bzw. des kalten Wassers auf. Im Ventilkörper 9 ist auch ein Kanal 27 vorgesehen, der die Bohrung 16 mit der Kaltwasserkammer 5 verbindet.
Die Thermostatsteuerung ist im Reguliergriff 32 für die Mischflüssigkeitstemperatur eingebaut, was in den Fig. 2 und 3 dargestellt ist. Im Auslauf 28 der Mischwasserkammer 6 ist ein Wärmefühler 29 angeordnet, der mit einer bei niedriger Temperatur verdampfenden Flüssigkeit, z. B. Freon, gefüllt ist, die bei den auftretenden Temperaturen in der Nassdampfphase arbeitet. Der Fühler 29 steht über ein Kapillarrohr 30 mit einem innerhalb des Temperaturreguliergriffes 32 angeordneten Zylinderraum 31 in Verbindung. Dieser Zylinderraum 31 ist durch eine Membran 34 abgedichtet, die an einem Kolben 33 anliegt. Letzterer ist auf einem Ventilteller 35 gelagert, der über eine Kolbenstange 36 auf einen um eine Achse 38 schwenkbaren Winkelhebel 37 einwirkt, der formschlüssig an einem Flansch 39 des Ventilkörpers 9 anliegt.
Der Ventilteller 35 sitzt auf einer Feder 40, die sich auf einem Ventilteller 41 abstützt. Dieser ist über Bügel 42 (Fig. 3) an einem Gewindering 43 abgestützt, der sich bei Drehung des Griffes 32 axial verschiebt und dadurch die Feder 40 mehr oder weniger stark vorspannt. An der Stelle 44 ist am Griff eine Temperaturskala angebracht, und der Gewindering 45 trägt eine Markierung 46, die sich auf die Temperaturskala bezieht und das Ablesen der mittels des Griffes 32 eingestellten Mischwassertemperatur gestattet. Nach dem Lösen des Gewinderinges 45 lässt sich bei geschlossenem Mengenregulierventil der ganze Reglerkopf mit dem Temperatur- fühler 29 vom Gehäuse 1 abziehen.
Die Wirkungsweise der Mischbatterie ist folgende : Wird am Griff 32 beispielsweise eine Temperatur von 500C eingestellt, so erhält die Feder 40 eine bestimmte Vorspannung. Öffnet man nun den Mengenreguliergriff 20, so verschiebt sich der Ventilsitzträger 8 in Fig. l nach rechts. Da jedoch die Feder 17 den Ventilkörper 9 gegen den Sitz 11 drückt, wird vorerst nur das Heisswasserventil ge- öffnet. Es strömt nun Wasser vom Einlass 2 durch die Schlitze 26 durch das in Fig. l linke Ventil und am Temperaturfühler 29 vorbei in den Mischwasserauslass 28. Die Temperaturdes durchströmenden, infolge Abkühlung in den Zuleitungen vorerst noch kühlen Wassers steigt nun rasch. Dadurch steigt auch der Dampfdruck im Wärmefühler 29.
Dieser Druck wird über das Rohr 30 in den Zylinderraum 31 übertragen und drängt den Kolben 33 gegen den Druck der Feder 40 mit Bezug auf Fig. 2 nach unten, bis sich ein Gleichgewichtszustand zwischen den beiden Drücken einstellt. Die Bewegung des Kolbens 33 wird über das Gestänge 36,37 auf den Flansch 39 des Ventilkörpers 9 übertragen.
Der Ventilkörper bewegt sich dadurch mit Bezug auf Fig. l nach links, wodurch das in Fig. 1 rechte Ventil geöffnet wird, so dass nun auch kaltes Wasser in die Mischwasserkammer eintreten kann, u. zw. eine solche Menge, dass das Mischwasser die eingestellte Temperatur von 500C erhält. Abweichungen von dieser Temperatur werden vom Temperaturregler laufend korrigiert.
Um unerwünschte Pendelungen des leichtgängigen Ventilkörpers zu vermeiden, hat es sich als zweckmässig erwiesen, im Kapillarrohr 30 eine Drosselstelle 47 vorzusehen, die innerhalb der Mischwasserkammer zweckmässig im Bereiche des eintretenden Heisswasserstromes liegt.
Druckunterschiede zwischen der Kaltwasser- und der Heisswasserzuleitung beeinflussen den Ventilkörper 9 nicht, da bei geöffnetem Mengenregulierventil die Dichtung 15 unwirksam ist. Es kann somit eine kleine Wassermenge von der Heisswasserkammer 4 am Führungsring 14 vorbei durch die Bohrungen 16 und 27 zur Kaltwasserkammer 5 oder umgekehrt fliessen, wodurch ein Druckausgleich erfolgt. Wird der Mengenreguliergriff 20 geschlossen, so wird die Dichtung 15 wirksam, so dass kein Wasser zwischen den Kammern 4 und 5 fliessen kann.
Bei einer eventuellen Störung der Regelvorrichtung kann nach Lösen des Gewinderinges 45 der
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ganze Reglerkopf gegen einen andern ausgetauscht werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Thermostatisch gesteuerte Mischbatterie für heisse und kalte Flüssigkeiten mit je einem Regulier- griff für die Mischflüssigkeitsmenge und für die Mischflüssigkeitstemperatur und mit je einer in einem
Ventilgehäuse axial hintereinander angeordneten Heisswasserkammer, Mischwasserkammer und Kaltwasserkammer, welche Kammern durch ein Doppelventil voneinander getrennt sind, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Reguliergriff (20) für die Mischflüssigkeitsmenge mit einem Zapfen (19) ver- bunden ist, der in einen axial verschiebbaren Ventilsitzträger (8) eingeschraubt ist, dass ein zweiter Ventilsitzträger (7) starr im Ventilgehäuse (1) angeordnet ist, dass der Ventilkörper (9) axial beweglich in zwei Gleitstellen (14,25) der beiden Ventilsitzträger (7,8) gelagert ist und dass der Kolben (33)
des mit Sattdampf arbeitenden Thermostaten über ein Gestänge (36,37) formschlüssig mit dem Ventilkörper (9) verbunden ist.