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Personenaufzug
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des betreffenden Fahrkorbes überwachenden, an sich bekannten Schalter (Rollenschalter) versehen sind, die durch eine am andern Fahrkorb vorgesehene Stellkurve (Schaltkurve, Schaltbacke od. dgl.) betätig- bar sind.
In der nachfolgenden Beschreibung ist die Erfindung an Hand der. ein Ausführungsbeispiel schematisch darstellenden Zeichnungen noch näher erläutert. Dabei zeigen Fig. 1 einen vertikalen Längsschnitt durch den obersten Teil des Aufzugschachtes und Fig. 2 einen horizontalen Querschnitt hiezu.
In Fig. 1 ist der oberste Teil des Aufzugschachtes dargestellt, wobei es sich, wie schon einleitend er- wähnt, um einen Aufzugschacht handelt, der eine verhältnismässig grosse Höhe besitzt und zur Gänze bzw. über grössere Abschnitte unzugänglich oder nur schwer zugänglich ist, jedenfalls also um einen Auf- zugschacht, bei welchem über grössere Höhenabschnitte keine Ausstiegstellen vorgesehen sind. Dies ist z. B. der Fall bei Aufzugschächten in Kraftwerken, wo der grösste Teil des Aufzugschachtes in Fels gehauen ist, wobei es bei einem solchen Aufzug nur darum geht, eine sehr tiefgelegene Stelle mit dem ober
Tag gelegenen Teil des Kraftwerkes zu verbinden. Hier sind demnach über den grössten Teil der Aufzugshöhe keine Einstiegstellen vorhanden. Ähnliche Verhältnisse liegen z.
B. auch vor bei Aufzügen, die in hohen Türmen verfahrbar sind, wo es also nur darum geht, eine Verbindung mit einer hochgelegenen Stelle des Turmes zu schaffen.
Erfindungsgemäss sind in dem Aufzugschacht ausser dem Hauptfahrkorb 2, der in üblicher Weise auf den Schienen 3 geführt und durch ein Windwerk 4 betätigbar ist, ein Rettungsfahrkorb 5 vorgesehen, der im Falle eines Steckenbleibens des Hauptfahrkorbes auf diesen absenkbar ist. Der Rettungsfahrkorb besitzt ein eigenes Windwerk 6, u. zw. wird vorzugsweise ein Trommelwindwerk ohne Gegenge- wicht angewendet, zu welchem Zweck der Rettungsfahrkorb 6 möglichst leicht ausgeführt wird, z. B. in Stahlrohr- bzw. Aluminiumkonstruktion. Das Windwerk des Rettungsfahrkorbes ist vorzugsweise so ausgelegt, dass sich für diesen eine Fahrgeschwindigkeit von etwa 0,2 bis 0,3 m/sec ergibt.
Der Rettungsfahrkorb besitzt, wie man aus Fig. 2 erkennen kann, zweckmässig höchstens die halbe Querschnittsfläche des Hauptfahrkorbes und ist aus Gründen der Vereinfachung vorteilhafterweise in den Schienen 3 für den Hauptfahrkorb geführt.
Der Rettungsfahrkorb ist ebenfalls vom Fahrkorb aus steuerbar, zu welchem Zweck eine Stromsuleitung zu dem Fahrkorb vorgesehen ist, die als sogenanntes Schleppkabel ausgebildet wird, welches zugleich mit dem Aufzugseil 7 auf der Windwerkstrommel des Windwerkes 6 bzw. einer Nebentrommel zu dieser auf-und abgewickelt wird.
Um zu verhindern, dass bei einem Absenken des Rettungsfahrkorbes ein Aufprallen auf den steckengebliebenen Hauptfahrkorb eintritt, sind erfindungsgemäss die beiden Fahrkörbe mit einer Einrichtung zur Begrenzung der gegenseitigen Annäherung ausgestattet. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist zu diesem Zweck sowohl an der Oberseite (Deckenteil) des Hauptfahrkorbes 2 als auch an der Unterseite (Bodenteil) des Rettungsfahrkorbes 5 je ein den Steuerstromkreis des betreffenden Fahrkorbes überwachender Rollenschalter od. dgl. 8 bzw. 81 angeordnet, der durch eine am andern Fahrkorb vorgesehene Stellkurve (Schaltkurve, Schaltbacke od. dgl.) 91 bzw. 81 betätigbar ist.
Im Hauptfahrkorb ist ein durch eine Klappe 10 verschliessbarer Notausstieg vorgesehen, zu dem die Fahrgäste über eine Leiter 11 gelangen können.
Aus Sicherheitsgründen sind beide Fahrkörbe in üblicher Weise mit einer Fangvorrichtung ausgestattet, die an den Führungsschienen 3 zum Eingriff kommen kann.
Um für den normalen Fahrbetrieb eine Behinderung durch den Rettungsfahrkorb zu vermeiden, kann dieser in seiner Ruhestellung in einen am oberen Schachtende vorgesehenen zusätzlichen Schachtabschnitt la eingefahren werden, wie dies in Fig. 1 gezeigt ist. In dieser Figur befindet sich der Hauptfahrkorb 2 im Bereich der obersten Ausstiegstelle 12.
Für den Fall, als der Hauptfahrkorb an irgendeiner tiefergelegenen Stelle des Aufzugschachtes, sei es
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kenbleibt, wird der Rettungsfahrkorb nach unten in Bewegung gesetzt, bis er sich in dem durch die Schalteinrichtung 8,9 festgelegenen Mindestabstand vom Hauptfahrkorb befindet. Nun können die im Hauptfahrkorb befindlichen Personen durch den Notausstieg 10,11 an die Oberseite des Hauptfahrkorbes aussteigen und in den Rettungsfahrkorb übersteigen, der sie dann nach oben zur Ausstiegstelle 12 bringt.
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korb 5 verlassen haben, wird dieser, wie schon erwähnt, in den Schachtabschnitt la hochgezogen, in welcher Ruhestellung er bis zum allfälligen neuerlichen Einsatz verbleibt.