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Einrichtung zum Markieren von magnetisierbaren Werkstücken und Werkstoffen, insbesondere Blechen, Brammen u. dgl.
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Köpfen abgegebenen Impulse zur Steuerung von Anzeige- oder Registriergeräten bzw. von Bearbeitungs- maschinen verwendet werden können.
Im Gegensatz zu den bekannten Tonbandgeräten u. dgl., die eigene, nur diesem Zweck dienende
Magnetträger benötigen, ermöglicht die erfindungsgemässe Einrichtung die Verwendung des Werkstückes selbst als Magnetträger. Es ist somit möglich, einem Werkstück optisch nicht feststellbare, äusserst halt- bare Marken aufzuprägen, die sogar in sich Steuerimpulse speichern können und damit die Automatisie- rung im Herstellungsverfahren wesentlich erleichtern.
Eine Verwendung zur reinen Markierung ist selbstverständlich ebenfalls möglich. Es können unter anderem Werkstückfehler oder zu bearbeitende Werkstückflächen durch entsprechende Magnetisierung ge- kennzeichnet werden. Es können auch jene Stellen, an denen Markierungen anzubringen sind, zunächst optisch sichtbar gekennzeichnet und die Magnetmarken an diesen Stellen später durch einen Bedienungs- mann oder photoelektrisch gesteuert angebracht werden. Die Anbringung der Magnetmarken kann aber auch auf Grund der Fehleranzeige eines Prüfgerätes manuell oder automatisch erfolgen.
Durch die für viele Anwendungsgebiete bevorzugte Anbringung der Magnetmarken in gleichen Ab- ständen wird praktisch am Werkstück eine Messteilung erhalten, wobei man die aufgeprägte Messteilung ohne weiteres auf Registrierstreifen übertragen kann. Sieht man bei einem Registrierstreifen, auf dem
Fehler, Temperaturen oder sonstige interessante Grössen- oderMessergebnisse aus dem Werkstück fortlaufend festgehalten werden, einen zusätzlichen Schreiber vor, der bei Fortbewegung des Werkstückes bei jedem Magnetmarkendurchgang den Streifen entsprechend beschriftet, dann kann man, auch wenn Messstreifen und Werkstück asynchron laufen, die Lage jedes Messpunktes im Werkstück mit hinreichender Genauigkeit fixieren.
Zwischen den am Streifen registrierten, den Magnetmarken entsprechenden Messmarken kann bei entsprechend kleiner Wahl der Abstände der Magnetmarken voneinander zwecks Fixierung eines bestimmten Werkstückpunktes mit hinreichender Genauigkeit linear interpoliert werden.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, die in gleichen Abständen angebrachten Magnetmarken auf ein Zählwerk abzulesen, wobei das Zählwerk z. B. die Werkstücklänge registriert oder aber, etwa bei Blechen, nach Erreichen einer bestimmten Zählstellung eine Schneidvorrichtung einschaltet, so dass das Blechband in Stücke vorbestimmter Länge zerschnitten wird. Ist keine Messteilung notwendig, kann man auch lediglich vorausbestimmte Schnittstellen durch Magnetmarken kennzeichnen, die dann über Leseköpfe den Schnittvorgang an dieser Stelle steuern.
Erfindungsgemäss ist zur Festlegung der Lage der ersten Marke einer Markenreihe in bezug auf den Werkstückanfang oder eine andere, vorgegebene Stelle eine vom Werkstück bei der Relativverstellung betätigbare mechanische, optische, magnetische oder sonstige Abtastvorrichtung vorgesehen.
Die Aufbringung von Magnetmarken an vorher anders gekennzeichneten oder z. B. durch Prüfgeräte bestimmten Stellen wurde bereits erwähnt und bedarf keiner näheren Erläuterung. In der folgenden Zeichnungsbeschreibung soll daher nur die Aufbringung von Magnetmarken in einer Markenreihe beschrieben werden..
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen Fig. 1 das Schema einer erfindungsgemässen, aus Marier- un Leseteil bestehenden Einrichtung, und Fig. ein Detail der Markierungseinrichtung.
Im Zuge einer beispielsweise einer Walzenstrasse vorgeordneten Brammenprüfstrecke eines Blechwalz- werkes ist ein mit den in Richtung des Pfeiles 1 fortbewegten Brammen 2 in Eingriff stehendes Markierrad 3 angebracht, das in gleichmässiger Umfangsverteilung Magnetisierungsköpfe 4 Mgt, die durch einen abriebfesten Belag, der auf den Brammen aufsitzt, geschützt sind.
Die Magnetisierungsköpfe 4 können entweder als Dauermagneten oder auch als elektrisch betriebene Magnetjoche ausgeführt sein. Bei der Fortbewegung der Brammen gelangen die Magnetisierköpfe bei drehendem Rad 3 nacheinander mit der eben unter dem Rad befindlichen Bramme 2 in Eingriff und prägen dieser eine entsprechende Magnetmarke auf, so dass die Bramme 2 hinter dem Rad eine in Längsrichtung durchlaufende, durch Magnetmarken gegebene Messteilung aufweist.
Statt die Magnete direkt am Laufrad zu befestigen, kann dieses z. B. dazu verwendet werden, um einen abhebbaren Magneten in regelmässigen Abständen auf das zu markierende Stück aufzusetzen oder durch die Spule eines festen Markierungsmagnetjoches Stromstösse zu senden. Im weiteren Verlauf der Prüfstrecke ist eine selbsttätige Ultraschallmaterialprüfanlage vorgesehen. Diese besitzt in Schlitten 6 untergebrachte Schallsender und-empfänger, die mit entsprechenden Sende-und Empfangseinrichtungen verbunden sind und in den einzelnen Prüfschlitten zugeordneten Spuren vorhandene Fehler auf einem Re- gistrierstreifen in einem Registriergerät 7 anzeigen.
Im Bereich der Schlitten 6 greift ein magnetischer Lesekopf 8 auf die Bramme 2, der die Magnetmarken in der Weise abliest, dass jede Magnetmarke in
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ihm einen Spannungsimpuls induziert, der in einem Verstärker 9 verstärkt wird und über einen eigenen Schreiber im Registriergerät 7 am Messstreifen aufgezeichnet wird. Damit erhält der Messstreifen eine den Abständen der Magnetmarken entsprechende Messteilung, nach der die genaue Lage eines Fehlers ermittelt werden kann.
Damit die Messteilung immer vom Brammenende her gleichmässig erfolgt, also die erste Messmarke bereits am vorderen Brammenende angebracht wird, ist gemäss Fig. 2 mit dem Markierrad 3 ein Sperrrad 10 verbunden, das mit einer Sperrklinke 11 zusammenwirkt. Die Sperrklinke 11 ist in einem schwenkbaren Haltestück 12 geführt und besitzt einen durch eine Feder 13 belasteten Fühler 14.
Befindet sich keine Bramme unterhalb des Rades 3, dann hält die Sperrklinke 11 das Markierrad 3 in einer vorbestimmten Lage fest. Sobald das vordere Ende einer Bramme unter das Rad 3 gelangt, wird der Fühler 14 angehoben und die Sperrklinke 11 gelöst, so dass das Rad 3 nunmehr durchdrehen kann. Die beschriebene mechanische Auslösevorrichtung kann natürlich auch anders aufgebaut bzw. durch eine Lichtschrankenanordnung ergänzt oder ersetzt werden.
Messmarken u. dgl., die nicht mehr benötigt werden, und bei denen die Gefahr besteht, dass sie sich gegebenenfalls bei der Anbringung neuer Messmarken störend auswirken, können in bekannter Weise durch Erhitzen, durch Durchführen des Werkstückes durch ein Wechselfeld oder nach einem andern der belonten Verfahren gelöscht werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Markieren von magnetisierbaren Werkstücken und Werkstoffen, insbesondere Ble- chen, Brammen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass dasWerkstück an vorbestimmten Stellen, die vorzugsweise in gleichen Abständen angeordnet sind, beispielsweise unter Verwendung eines zur an sich bekannten Magnetisierung vorgesehenen, mit an seinem Umfang gleichmässig verteilten Magnetisierungsköpfen (4) versehenen Markierrades (3) magnetisiert wird, so dass Magnetmarken entstehen, die in bekannter Weise über Leseköpfe (8) ablesbar sind, wobei die beim Ablesen von den Köpfen abgegebenen Impulse zur Steuerung von Anzeige- oder Registriergeräten (7) bzw. von Bearbeitungsmaschinen verwendet werden können.