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Heizeinrichtung für Transportbehälter u. dgl.
Die Erfindung betrifft eine Heizeinrichtung insbesondere für Transportbehälter, die zur Verwahrung und zum Transport von kälteempfindlichem Gut dienen, ferner für kleinere Lager- und Aufenthaltsräume.
Der Ausdruck "Transportbehälter" soll hier in einem weiten Sinne verstanden werden, d. h. nicht nur Be- hälter im eigentlichen Sinn, sondern auch die Transporträume von Fahrzeugen, wie z. B. Eisenbahnwagen,
Lastwagen, Laderäumen von Booten und Wohnwagen und andere kleinere Räume umfassen.
In der Versorgung grösserer Wohnbezirke mit Gemüsen und andern kälte- und besonders frostempfind- lichen Lebensmitteln besteht während der kalten Jahreszeit des Problem, diese Waren vor Frostschäden zu bewahren, die auf dem Transport vom Erzeuger zu den Verteilern oder im Zuge kurzzeitiger Einlagerungen in nichtheizbaren, frostgefährdeten Abstellräumen einer Verteilerorganisation auftreten können.
Man könnte zum Transport und zur Verwahrung derartiger Güter auch normale Kühlwagen verwenden, da auch in diesen die Temperatur nicht unter einen bestimmten, den betrachteten Waren zuträglichen
Wcrt sinkt, doch scheitert der Einsatz solcher Fahrzeuge an organisatorischen Schwierigkeiten, wie er auch in wirtschaftlicher Hinsicht zu kostspielig wäre.
Die Erfindung fusst auf der Erwägung, dass es für die meisten hier in Frage kommenden Erzeugnisse, also etwa Frischgemüse, Obst u. dgl. ausreicht, wenn die tiefste auftretende Temperatur knapp oberhalb des Gefrierpunktes bleibt. Da das Transportgut den Transportraum meist weitgehend ausfüllt und in diesen Raum mit einer Temperatur eingebracht wird, die noch merklich über jener liegt, ab welcher die Kälteschädigung eintritt, genügt es, eine Heizeinrichtung zu schaffen, die nur eine relativ geringe Leistung zu haben braucht. Da aber diese Heizeinrichtung nur über einen kurzen Teil des Jahres gebraucht wird, nämlich nur während Perioden strengen Frostes, soll sie keine stationäre Einrichtung des Fahrzeuges darstellen.
Ausserdem soll sie billig, robust und kurzfristig einsatzbereit sein.
Die erfindungsgemässe Heizeinrichtung für Transportbehälter u. dgl. ist nun dadurch gekennzeichnet, dass sie im wesentlichen aus einem elektrisch aufheizbaren, wärmespeichernden Block aus keramischem Material besteht, dessen Heizleiter in dem Block dauernd eingebettet und über einen von der Blocktemperatur gesteuerten Maximalausschalter an einer äusseren Anschlussvorrichtung, zweckmässig einem Stekkeranschluss, mit dem Netz verbunden werden kann, wobei der Speicherblock von einem Metallmantel umgeben, aber von letzterem durch eine Isolierschicht getrennt ist.
Zweckmässig ist es, wenn der Block langgestreckte Form aufweist und an sei nen Stirnflächen Traglaschen aufweist sowie an einer seiner Stirnseiten einen verstärkt wärmeisolierten, belüfteten Schaltraum zur Unterbringung des Anschlusssteckers und des Maximalschalters besitzt. Der Block besteht vorzugsweise aus Magnesitmaterial, u. zw. zweckmässig aus Magnesitsteinen handelsüblicher Beschaffenheit, in welchem Falle der Heizleiter in Wendelform in einer zwischen diesen Steinen verlaufenden Rille angeordnet sein kann.
Diese Rille kann in die Seitenfläche der fertigen, insbesondere gebrannten, ebenflächigen Steine gefräst werden oder sie wird in den Steinen während des Pressvorganges ausgebildet.
Ein Block dieses Aufbaues hat zweckmässig ein Gewicht von 50 bis 60 kg und kann auf etwa 3000C aufgeheizt werden. Sein Wärmeinhalt reicht dann aus, um in einem gefüllten Laderaum, etwa einem zum Transport auf offenen Güterwagen bestimmten Behälter oder einem Lastkraftwagen, mehrere Stunden das Auftreten von Frostschäden im Ladegut sicher auszuschliessen. Anderseits kann sie auch leicht, etwa von zwei Personen transportiert werden, wozu in die an den Stirnseiten vorgesehenen Traglaschen Traghaken
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eingehängt werden. Es ist jedoch auch möglich, erheblich schwerere erfindungsgemässe Blöcke auszufüh- ren, und in diesem Falle empfiehlt es sich, den Block wenigstens an einer Schmalseite mit wenigstens einem Laufrad zu versehen, um ihn an Ort und Stelle verfahren zu können.
Ein Block dieser grösseren Aus- führung kann vor allem zur kurzfristigen Beheizung von geschlossenen Lastkraftwagen oder Eisenbahnwaggons dienen.
Die Aufladung der vorliegenden Heizeinrichtung erfolgt entweder schnell, d. h. innerhalb von etwa
2 h mit relativ hoher Leistung, die bei einem 60 kg Gerät etwa 2 kW betragen wird, oder aber, wenn viele
Speicherblöcke vorhanden sind, über einen grösseren Zeitraum von etwa 4 bis 8 h bei kleinerer Leistung.
Es wird dann zweckmässig dasAufheizen mit verbilligtem Nachtstrom erfolgen. Bei Schnellaufheizung ist eine zusätzliche Isolierung des Blockes nicht erforderlich, während man bei Nachtstromaufheizung die einzelnen Blöcke zu einem gemeinsamen grossen Block aufeinanderschlichtet, der in einen entsprechend wärmeisolierten Kasten gestellt wird, der lediglich die die elektrischen Anschlüsse ermöglichenden Stirn- seiten der Blöcke freilässt.
Dieser Kasten kann aus leichten Winkeleisenrahmen mit beidseitiger Blechver- kleidung und dazwischen befindlicher Glaswolle od. dgl. bestehen. Die Bodenisolierung dieses Kastens be- steht zweckmässig aus Isoliersteinen. Wird der Speicherblock auf etwa 3000C aufgeheizt, so beträgt die
Manteltemperatur bei Schnellaufheizung dann etwa 160 - 1800C zu folge der zwischen dem Speicherma- terial und dem äusseren Metallmantel angeordneten Isolierschicht. Auch bei Aufheizen mehrerer Blöcke in einem wärmeisolierten Kasten sinkt die Manteltemperatur sehr schnell auf etwa 180oC, sobald der
Block nach Beendigung des Aufheizens aus dem Kasten entnommen wird.
In den schematischen Zeichnungen, die auch der Erläuterung weiterer Erfindungsgedanken dienen, sind Ausführungsbeispiele der vorliegenden Heizeinrichtung dargestellt. Fig. 1 zeigt im Querschnitt eine
Heizeinrichtung kleinerer Leistung, Fig. 2 eine zugehörige Stirnansicht, Fig. 3 eine Heizeinrichtung mit zusätzlicher, der verbesserten Wärmeabgabe dienender Ummantelung und Fig. 4 die Anordnung einer grö- sseren Zahl von Blöcken während des Aufheizens derselben.
In Fig. 1 und 2 bezeichnet 1 den Speicherkörper aus keramischer Masse, die beispielsweise eine an sich für Speicherkörper bekannte Masse auf Magnesiagrundlage sein möge. Zweckmässig ist der Speicher- körper als Verbundkörper aus handelsüblichen Magnesitsteinen aufgebaut, es könnte sich jedoch auch um einen Stampfkörper handeln, der eigens für den vorliegenden Zweck hergestellt ist. Der von der Speicher- masse allseitig umgebene Heizleiter 2 endet in Steckerstiften 3. Zwischen diesen und dem Heiz- leiter ist ein Maximalausschalter 4 vorgesehen, der von der Kerhtemperatur des Speicher körpers 1 gesteuert wird und eine Aufheizung des Speicherkernes, der eine Beschädigung der Heizeinrichtung zur
Folge haben könnte, ausschliesst.
Die äussere Hülle wird von einem entsprechend versteiften Blechman- tel 5 gebildet, der in Traglaschen 6 endet. Zwischen dem Blechmantel 5 und dem Speicher- körper. 1 ist eine aus Asbestplatten bestehende Isolierung 7 angeordnet. Die Isolierung ist an der dem
Maximalausschalter 4 und dem Stecker 3 zugeordneten Seite durch ein aus Glas- oder Mineralwolle bestehendes Polster 8 verstärkt, wogegen Stecker und Schalter im wesentlichen im Raum 9 freilie- gen, jedoch durch einen Deckel 10 sowie durch die Endteile des äusseren Blechmantels geschützt sind.
Eine Heizeinrichtung dieser Ausführung, die wie erwähnt zweckmässig ein Gewicht von 50 bis 60 kg hat, wird mit Vorteil so aufgebaut, dass die nötigenfalls durch Schleifen zugerichteten Steine unter Bil- dung enger Fugen aufeinandergeschlichtet werden, wobei die in den Steinen ausgebildeten Rillen so auf- einandergelegt werden, dass im Speicherkörper 1 mindestens ein Kanal zur Aufnahme des wendelför- migen Heizleiters 2 entsteht. Um den Speicherkörper werden Asbestplatten, die zweckmässig mit Was- serglas getränkt sind, gelegt, Polster 8, Stecker 3 und Schalter 4 werden angebracht und das ganze wird mit Blechplatten umgeben. Der so aufgeschlichtete Block wird z. B. mit Schraubzwingen zu- sammengepresst und die Blechplatten werden, gegebenenfalls unter Hinzufügen von Kantenversteifungen, miteinander verschweisst.
Dieser Aufbau stellt sicher, dass die Heizeinrichtung den Erschütterungen etwa beim Lastwagentransport standhält.
Wie schon erwähnt, zeigt eine Heizeinrichtung mit auf etwa 3000C Kerntemperatur aufgeheiztem
Speicherkörper eine Aussentemperatur, die etwa 180 C nicht übersteigt. In eng gepackten Transportbe- hältern könnte indes diese Aussentemperatur noch zu hoch sein und das Transportgut durch Strahlung schädigen. Dem kann dadurch begegnet werden, dass man den Speicherblock, wie Fig. 3 zeigt, mit äusseren Abschirmungen 11, 12 versieht, die bewirken, dass die Wärmeabgabe im wesentlichen nur durch Kon- vektion erfolgt. Diese Leitbleche können mit dem Block verbunden oder Bestandteile eines vom Block getrennten Traggestells 13 sein, in welches der aufgeheizte Block eingeschoben wird. Der Warenrost ist mit 14 bezeichnet.
Fig. 4 zeigt einen Kasten, in den gleichzeitig insgesamt 36 Heizblöcke während ihres Aufheizens ein-
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