AT246258B - System zur Fernübertragung von Signalen über ein Wechselspannungsnetz - Google Patents

System zur Fernübertragung von Signalen über ein Wechselspannungsnetz

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AT246258B
AT246258B AT452764A AT452764A AT246258B AT 246258 B AT246258 B AT 246258B AT 452764 A AT452764 A AT 452764A AT 452764 A AT452764 A AT 452764A AT 246258 B AT246258 B AT 246258B
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AT
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signal
contact
pulse
pulse generator
contacts
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AT452764A
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Alfred Dr Spaelti
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Electrometre
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Description


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  System zur Fernübertragung von Signalen über ein Wechselspannungsnetz 
Die Erfindung betrifft ein System zur Fernübertragung von Signalen über ein Wechselspannungsnetz, bei welchem die Signale der Netzspannung überlagert sind, mit mindestens einem, wenigstens einen Signalgeber enthaltenden Sender und mit einer Signal-Empfangseinrichtung, wobei in jedem Signalgeber ein elektrischer Schwingkreis angeordnet und in Reihe mit einem Kontakt eines für die Signaldauer be-   tätigten   Impulsgebers an das Netz angeschaltet ist, gemäss Patent Nr. 241589. Derartige Systeme eignen sich für   Fernsteuer- und Femzähl-Anlagen   mit mehreren, örtlich verstreut angeordneten Signalgebern. 



   In der Rundsteuertechnik werden im allgemeinen einem Energieversorgungsnetz Signale als in besonderen Tonfrequenz-Generatoren erzeugte Spannungen überlagert ; im Empfänger kann diese Tonfrequenzspannung zur Erzielung von Rückmeldesignalen moduliert werden-wobei sie dem Netz für die gesamte Dauer der Rückmeldung überlagert sein muss.

   Bekanntlich können aber Rundsteuersignale auch ohne zu-   sätzlichen Tonfrequenz-Generator durch Anschalten   eines elektrischen Schwingkreises oder auch nur eines Kondensators allein-der dann mit der Netz-Induktivität einen Schwingkreis bildet-an ein Wechselspannungsnetz erzeugt werden, wobei der Lade- und Entladevorgang des im Takt der Netzfrequenz angeschalteten Schwingkreises mittelfrequente oder hochfrequente Ausgleichschwingungen hervorruft, diesich in dem betreffenden Netzkomplex als Wechselstromsignale ausbreiten und, durch elektrische Filterkreise vom Netzwechselstrom getrennt, in Empfängern ausgewertet werden können. 



   In Rundsteueranlagen sind wegen der vielfältigen, im Netz auftretenden Störspannungen zur Erzielung einer hinreichenden Übertragungssicherheit grosse Sendeleistungen erforderlich ; aus diesem Grunde können in Anlagen mit mehreren Signalgebern für unterschiedliche Signale diese bekannten Rundsteuereinrichtungen zur Fernübertragung praktisch nicht verwendet werden, weil dann jeder Signalgeber als sehr leistungsfähiger Sender ausgebildet sein müsste. 



   Nach dem Stammpatent sind daher Femübertragungssysteme der eingangs beschriebenen Art derart ausgebildet, dass jeder Impulsgeber des Signalsenders wenigstens eine Anschaltimpulsfolge erzeugt, bei welcher das Intervall aufeinanderfolgender Impulse innerhalb einer Impulsfolge ungleich dem einfachen Wert oder ganzzahligen Vielfachen der halben Periode des Trägemetzes ist, und dass in der Signalemp- 
 EMI1.1 
 
Ankopplungs-, Sieb-und Demodulationsgliedem -für jedelektiyfilter angeordnet ist. 



   Dadurch können im Empfänger selbst sehr schwache Signale einwandfrei und eindeutig von allen im Netz gewöhnlich auftretenden Störgrössen getrennt werden, so dass in galvanisch verbundenen Bezirken des Netzes bereits mit Sendeleistungen von nur einigen Watt-also mit sehr niedrigem Sendepegel und daher mit äusserst einfachen Sendern-eine zuverlässige Signalübertragung möglich ist. 



   Weiters ist nach dem Stammpatent vorgesehen, dass in diesem Fernübertragungssystem der Impulseber mindestens   zwei Kontakte unterschiedlicher Anschaltimpulsfrequenz zur Erzeugung von   entsprechenden 

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Modulationsfrequenzen enthält, welche wechselweise über einen als Umschalter ausgebildeten Signal- kontakt des Signalgebers in Reihe mit dem Schwingkreis an das Versorgungsnetz anschaltbar sind. 



   Nach der Erfindung werden nun Fernübertragungssysteme dieser zuletzt genannten Bauart derart vor- teilhaft ausgestaltet, dass in jedem Signalgeber der elektrische Schwingkreis mindestens zwei wählbare
Eigenschwingungszahlen hat, von denen wenigstens eine je einem der Kontakte des Impulsgebers zuge- ordnet ist, und dass ferner im Signalempfänger selektive Auswerteglieder für jede Trägerfrequenz und deren Modulation angeordnet sind. Dadurch wird die Übertragungssicherheit solcher Systeme bzw. die mit denselben übertragbare Informationsmenge ohne besondere zusätzliche Hilfsmittel weiter wesentlich erhöht und der Sendepegel allenfalls noch weiter gesenkt. 



   Bei diesem Signalgeber ist nun zweckmässig an der Spule des Schwingkreises ein Wicklungsende mit einem Kontakt und eine Anzapfung mit einem zweiten Kontakt des Impulsgebers elektrisch verbunden ; vorzugsweise ist dabei mittels eines Umschalters die Zuordnung beider Kontakte des Impulsgebers zu bei- den Anschlüssen der Schwingkreisspule vertauschbar. 



   In der Zeichnung ist zu einem Ausführungsbeispiel des   erfindungsgemässen Femübertragungssystems   in Fig. 1 ein Spannungsdiagramm und in Fig. 2 ein Schaltschema dargestellt. 



   In einem Wechselspannungsnetz beträgt die Frequenz z. B. 50 Hz und die Periodendauer somit 20 ms ; beim Anschalten eines aus einem induktiven und einem kapazitiven Glied bestehenden elektrischen Schwingkreises an das Netz bildet sich ein Wechselstrom mit einer durch die Eigenfrequenz dieses Kreises vorgeschriebenen Frequenz aus, dessen Erstamplitude dem zum Zeitpunkt der Anschaltung anliegenden Momentanwert der Netzspannung proportional und dessen logarithmisches Dekrement von der Dämpfung des Schwingkreises abhängig ist. 



   Beim Abschalten des Schwingkreises besitzt das kapazitive Glied dieses Schwingkreises eine Ladung, deren Polarität und Grösse dem zum Zeitpunkt der Abschaltung anliegenden Momentanwert der Netzspannung entspricht. Um nun einen möglichst grossen Einschaltstromstoss zu erzielen, erfolgt die nächste Anschaltung des Schwingkreises vorteilhaft in einer Halbwelle der Netzspannung mit entgegengesetzter Polarität, erfindungsgemäss jedoch bei einem andern Betrag des Momentanwertes der Netzspannung als die vorausgehende Anschaltung. In der Fig. 1 ist dies veranschaulicht. 



   Beispielsweise fällt der Zeitpunkt tl der ersten Anschaltung mit dem Scheitelwert einer positiven Halbwelle   (+)   der Netzspannung U, der Zeitpunkt der Abschaltung tz mit dem Scheitelwert der nächstfolgenden positiven Halbwelle zusammen ; die Anschaltdauer A des Schwingkreises beträgt dann eine Periodendauer der Netzspannung, also 20 ms. Die zweite, nach einer Impulspause P folgende Anschaltung setzt nun erst einen kleinen Zeitbetrag Z, z. B. 2 ms, nach dem Auftreten des Scheitelwertes der auf die positive Halbwelle (+), bei der abgeschaltet wurde, folgenden negativen Halbwelle (-) der Netzspannung ein ; die Periodendauer T einer Anschaltung, das ist der zeitliche Abstand der einzelnen Anschaltimpulse, ist beim gewählten Beispiel demnach 52 ms, Anschaltdauer A und Impulspause P sind also unterschiedlich bemessen. 



   Im vorgetragenen Beispiel fällt der Zeitpunkt der Anschaltung nach jeweils fünf Anschaltperioden, entsprechend einem Zeitraum von 160 ms, mit homologen Momentanwerten der Netzspannung zusammen. In diesem Zeitraum ändert sich der Betrag der Erstamplitude des Einschaltstromstosses zwischen einem Höchstwert und einem Wert gleich oder nahe bei Null, je nach dem Betrag des Momentanwertes der Netzspannung zum Zeitpunkt der ersten Anschaltung innerhalb einer Serie von Anschaltimpulsen. Der Einschaltstrom des Schwingkreises ist also im besprochenen Beispiel mit (160   mus)-1   = 6, 25 Hz praktisch zu 100   %   moduliert. Durch Wahl beliebiger Anschaltperioden T im Rahmen dieser Bemessungsregel lassen sich ebenso andere Modulationsfrequenzen des Einschaltstromes erzielen, z. B. 4 Hz. 



   Ein Beispiel für die praktische Ausführung und Anwendung der Erfindung zeigt Fig. 2. 



   Als Fernwirkkanal dient ein Niederspannungsnetz   1,   beispielsweise   ein Bezirksnetz der öffentlichen   Stromversorgung, das von einem Verteiltransformator 2 gespeist wird. Die Fernwirkaufgabe besteht in der Übertragung des elektrischen Zustandes von Signalkontakten einer grossen Anzahl von Signalgebern an eine zentrale Empfangsstelle. Als Signalgeber dienen Mengenmesser zur Messung des Verbrauches von öffentlichen   Verbrauchsgütem,   wie Gas, Wasser, Elektrizität. 



   In Fig. 2 ist als Signalgeber 3 ein Elektrizitätszähler angedeutet, der jeweils nach Messung einer bestimmten   Verbrauchsmenge, einen Signalkontakt   4 von einem Kontaktelement 5 auf ein Kontaktelement 6 umschaltet und umgekehrt. Der Elektrizitätszähler misst die in einem Verbraucher 7 umgesetzte elektrische Arbeit. 



   Dem Signalgeber 3 ist als Sendeeinrichtung ein aus einem Kondensator 8 und aus einer eine Anzapfung 9 aufweisenden Spule 10 bestehender elektrischer Reihenschwingkreis sowie ein Impuls- 

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 geber 11 zugeordnet. Der Impulsgeber 11 besitzt z. B. drei über Zahnradpaare 12,13, 14 ge- kuppelte Wellen 15,16, 17 mit unterschiedlichen Drehzahlen, die in einem festen Verhältnis zur
Drehzahl einer von einem Uhrwerk oder, wie gezeichnet, von einem Synchronmotor 18 bewegten An- triebswelle 19 stehen. 



   Auf der Welle 15 ist eine Nockenscheibe 20 befestigt, die auf einen ersten Impulskontakt 21 wirkt,. während die Welle 16 eine Nockenscheibe 22 zur Betätigung eines zweiten Impulskontaktes
23 trägt. Auf der Welle 17 schliesslich sind zwei Nockenscheiben 24 und 25 angeordnet, deren erste einen Motorkontakt 26 und deren zweite einen Hauptkontakt 27 steuert. Die Nockenscheibe
25 kann mittels einer Rutschkupplung 28 oder mittels einer Stellschraube gegenüber der Nocken- scheibe 24 von Hand verdreht werden. 



   Die soeben beschriebenen Teile sind wie folgt in eine elektrische Schaltung einbezogen :
Eine Abzweigleitung 29 ist einphasig an das Niederspannungsnetz 1 angeschlossen. Von einem
Phasenleiter der Abzweigleitung 29 führt eine Verbindungsleitung 30 über den Hauptkontakt 27 zum Kondensator 8 des Reihenschwingkreises 8,10 und von einem Spulenende 31 der Spule 10 über den ersten Impulskontakt 21 zum Kontaktelement 5 des Signalkontaktes 4, während die An- zapfung 9 der Spule 10 über den zweiten Impulskontakt 23 mit dem Kontaktelement 6 des Si- gnalkontaktes 4 verbunden ist, dessen Schaltarm über eine Leitung 32 am Nulleiter 0 der Ab- zweigleitung 29 liegt. 



   Der Signalgeber 3 ist ebenfalls an die Abzweigleitung 29 angeschlossen, welche auch die Be- triebsspannung für den Synchronmotor 18 einerseits über die Verbindungsleitung 30, einen Steuer- kontakt 33, eine Leitung 34 und anderseits über eine Anschlussleitung 35 liefert. Der Motor- kontakt 26 liegt elektrisch parallel zum Steuerkontakt 33, welcher von einer Schaltuhr oder von einem mit dem Niederspannungsnetz 1 verbundenen Rundsteuerempfänger 36 betätigt wird. Falls eine Schaltuhr angeordnet ist, kann diese auch als Antrieb für den Impulsgeber 11 dienen ; Schaltuhr oder Fernsteuerempfänger 36 werden durch die beschriebene Fernwirkeinrichtung in der Regel nur mit- benutzt, erfüllen also auch noch andere Aufgaben, z. B. Tarifumschaltung, Ein- und Abschaltung von Verbrauchern usw., was jedoch in der Zeichnung nicht näher dargestellt ist. 



   Die vorstehend beschriebenen Teile der Figur sind am Ort eines jeden Signalgebers 3 angeordnet ; eine Schaltuhr oder ein Rundsteuerempfänger 35 kann allerdings mehrere Signalgeber 3 mit Impulsgebern 11 bedienen und weist dann entsprechend viele Steuerkontakte 33 auf. 



   Der bisher beschriebene Teil der Fernwirkeinrichtung arbeitet wie folgt :
Die zu übertragende Information ist im elektrischen Zustand des Signalkontaktes 4 enthalten, sie kann die Form a oder b haben, dann ist der Signalkontakt 4 ein Umschalter mit zwei Kontaktelementen 5,6. Allenfalls besitzt der Signalkontakt 4 mehr als zwei Kontaktelemente ; die Information kann dann mindestens so viele unterschiedliche Formen aufweisen, wie Kontaktelemente angeordnet sind. Im einfachsten Fall hat die Information einen Inhalt a oder Null, der Signalkontakt 4 würde dann nur ein Kontaktelement sowie eine"Aus"-Stellung aufweisen und damit einem einfachen Ein-AusKontakt entsprechen. 



   Jedes Kontaktelement, z. B. 5,6, des Signalkontaktes 4 ist mit einem diesem zugeordneten Impulskontakt 21 bzw. 23 verbunden, "belegt"; der Impulsgeber 11 weist also so viele Impulskontakte und diese steuernde Nockenscheiben auf, wie belegte Kontaktelemente am Signalkontakt 4 vorhanden sind. 



   Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, liegt der Schwingkreis 8,10 mit dem Signalkontakt 4 und jeweils einem der Impulskontakte 21 und 23 elektrisch in Reihe und wird bei jedem Schliessen des betreffenden Impulskontaktes an die Netzspannung angeschaltet, vorausgesetzt, dass der Hauptkontakt 27 geschlossen ist. Dabei entstehen, wie erwähnt, elektrische Ausgleichschwingungen S (Fig. 1), die sich dem Netz als Signalströme überlagern und die somit über das Netz fortgeleitet werden. Die Frequenz dieser als Träger dienenden Ausgleichschwingungen hängt davon ab, welcher der beiden Impulskontakte 21 urd 23 für die Signalgabe gerade wirksam ist, da der Schwingkreis 8,10 für jeden der Impulskontakte eine andere Abstimmung hat. 



   Der zeitliche Abstand T   der einzelnen Anschaltimpulse und damit die Dauer eines Schaltzyklus eines   Impulskontaktes ist gleich dem reziproken Produkt aus der Anzahl der Nocken der den Impulskontakt steuernden Nockenscheibe und der Drehzahl dieser Nockenscheibe. Für jede einen Impulskontakt steuernde Nocken-   scheibe ist der Kehrwert des Produktes aus Drehzahl und Nockenzahl, also die Dauer einer Anschaltperiode   T, unterschiedlich und ungleich dem einfachen oder ganzzahligen mehrfachen Wert der halben Periodendauer der Netzwechselspannung gewählt. Weiter oben wurde hiefür bereits ein Wert von z.   B.   32 ms ge- 

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 nannt ; es könnten z.

   B. aber auch 11 ms oder 31, 25 ms oder beliebige andere Werte sein, vorzugsweise solche, die nahe bei einem ungeradzahligen Vielfachen der halben Periodendauer der   Netzwechselspan-   nung liegen und die in der bereits beschriebenen Weise Modulationsfrequenzen ergeben, welche von Stör- frequenzen und Netzharmonischen einen hinreichenden Abstand aufweisen. 



   Beim Schliessen des Steuerkontaktes 33 wird die Antriebswelle 19 des als umlaufender Nocken- schalter ausgebildeten Impulsgebers 11 in Bewegung gesetzt, sei es durch Einschalten des Synchron- motors 18 oder durch z. B. elektromagnetisches Einkuppeln der Antriebswelle 19 in einen ständig laufenden Uhrwerkantrieb, welcher der Antriebswelle 19   eine konstante Drehzahl von z. B. 50 Umdr/sec   erteilt. 



   Kurz nach dem Start des Impulsgebers 11   schliesst der Motorkontakt   26   und hält den Antrieb,   z. B. den Synchronmotor 18, für eine ganze Umdrehung der Nockenscheibe 24 erregt. 



   Eine festgesetzte Zeitspanne nach dem Start des Impulsgebers 11 schliesst sich der Hauptkontakt
27 für eine durch die Ausbildung der Nockenscheibe 25 bestimmte Zeitdauer, z. B. für 1, 5 sec. In dieser Zeitdauer wird der Schwingkreis 8,10 durch den jeweiligen Impulskontakt 21 oder 23 ent- sprechend dem Schaltzustand des Signalkontaktes 4 in einem für den betreffenden Impulskontakt cha- rakteristischen zeitlichen Abstand an das Netz angeschaltet. Dadurch entstehen die Signale der bereits beschriebenen Art, u. zw. in Form einer Impulsserie, deren zeitliche Länge der Zeitdauer entspricht, in welcher der Hauptkontakt 27 geschlossen ist. 



   Die im elektrischen Zustand des Signalkontaktes 4 enthaltene Information erscheint nunmehr im
Fernwirkkanal als eine Serie von Anschaltimpulsen einer für die Stellung des Signalkontaktes 4 charak- teristischen Trägerfrequenz. Die für die Übertragung vor allem wesentliche Erstamplitude der Anschaltimpulse ist mit einer ebenfalls für den jeweiligen Zustand des Signalkontaktes 4 charakteristischen Fre- quenz zu praktisch   100 % moduliert.   beispielsweise mit 6, 25 Hz oder mit 4 Hz od.   dgl.,   wie beschrieben. 



   Mit Hilfe des Rundsteuerempfängers 36 (oder einer Schaltuhr) kann die Impulsserie, also die Information, zu einem gewünschten Zeitpunkt aufgerufen werden. Es ist möglich, viele Signalgeber 3 durch einen einzigen Rundsteuerbefehl gleichzeitig aufzurufen. Im Augenblick des Aufrufes, das ist beim Schliessen des Steuerkontaktes 33, starten alle Impulsgeber 11. Durch entsprechende Einstellung der Nockenscheibe 25 ist erreicht, dass die Hauptkontakte 27 aller gestarteten Impulsgeber 11 zu verschiedenen Zeiten geschlossen sind, so dass ein Signalgeber nach dem andern seine Information abgibt,   . ohne   dass Überschneidungen der Informationen auftreten. 



   Die zeitliche Aufeinanderfolge, in der die einzelnen Signalgeber ihre Informationen abgeben, ist festgelegt und dient zur Identifikation der einzelnen Signalgeber 3. Eine zentrale Empfangsstelle 37 kennt den Zeitpunkt des Aufrufes aller in die Femwirkeinrichtung einbezogenen Signalgeber 3 und kann so jede in der Empfangsstelle eintreffende Impulsserie einem bestimmten Signalgeber 3 zuordnen. 



   Zur Auskopplung der Signale aus dem überlagerten Niederspannungsnetz 1 ist in der Empfangsstelle 37 ein Übertrager,   z. B.   ein Stromwandler 38 mit einem Arbeitswiderstand 39 angeordnet, an dessen Klemmen unter anderem die Signalwechselspannungen auftreten. Diese gelangen über Bandfilter 40 und   41,   in welchen die ausserhalb der gewünschten Frequenzbänder liegenden Spannungen ausgesiebt werden, und über Verstärker 42 und 43 zu Demodulatoren 44 und 45. Die demodulierte Spannung wird nun Korrelationssystemen, z. B. an sich bekannten Ringmodulatoren 46 und 47 zugeführt. 



   Jedes der Bandfilter ist für eine der möglichen Trägerfrequenzen bzw. deren durch die Modulation erzeugte Seitenbänder durchlässig, während die Schaltfrequenz je eines der Ringmodulatoren 46, 47 identisch mit je einer der vom Impulsgeber 11 erzeugten Modulationsfrequenzen ist, so dass am Ausgang des Ringmodulators eine Gleichspannung entsteht, wenn ein der Schaltfrequenz des Ringmodulators entsprechendes Signal im Femwirkkanal anliegt. Diese Gleichspannung wird in einem Integrationsglied 48 bzw. 49 geglättet und über einen Verstärker 50 bzw. 51 einem Relais 52 bzw. 53 mit je einem Arbeitskontakt 54 bzw. 55 zugeführt. 



   Jeder der in der erwähnten Betriebsart als stark selektives Filter wirkenden Ringmodulatoren 46 und 47 besteht mit Vorteil aus zwei parallel arbeitenden Korrelationssystemen, wobei der Kontaktzyklus des ersten Systems gegenüber dem des zweiten um 900 phasenverschoben ist, so dass zwischen der Signalspannung und den Kontaktzyklen der Ringmodulatoren ohne Nachteil jede beliebige Phasenverschiebung auftreten kann. 



   In der Empfangsstelle 37 muss für jede Trägerfrequenz ein Bandfilter und für jedes belegte Kontaktelement (z. B.   5 ;   6) des Signalkontaktes 4 ein Paar von Korrelationssystemen und je ein diesen nachgeschaltetes Relais (z. B. 52 ; 53) angeordnet sein. 

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   Auf Grund der bisherigen Erläuterungen ist einzusehen, dass die Schaltstellung aller in der Empfangs- stelle befindlichen Arbeitskontakte 54 ; 55 in einem definierten Zeitmoment eine Darstellung des elek- trischen Zustandes des Signalkontaktes 4 eines ganz bestimmten Signalgebers 3 der Fernwirkeinrich- tung darstellt. Diese   Schaltstéllung   der Arbeitskontakte 54 ; 55 wird nun in der Empfangsstelle 37 ent- sprechend ausgewertet. 



   An   Stelle des in der Figur gezeigten Impulsgebeis 11 sind selbstverständlich auch andersartige me-     chanische Steuervorrichtungen für die Impulskontakte   21,23   denkbar ; die Erzeugung der Anschaltim-   pulse kann auch durch rein elektronische Schaltglieder erfolgen, desgleichen mit Hilfe von Schwingzun- genkontakten bzw. durch von Stimmgabeln gesteuerte Impulskontakte. Schliesslich ist es auch möglich, dem Signalkontakt 4 selbst durch Stimmgabel- oder Schwingzungensteuerung Eigenschaften eines Im- pulskontaktes zu geben, der in jeder Schaltstellung durch mechanische Verstimmung des Schwingsystems unterschiedliche Impulsfolgefrequenzen erzeugt. Auch die beschriebene Ausbildung der Empfangseinrich- tungen erlaubt mannigfache Abwandlungen im Rahmen äquivalenter Mittel. 



   Im vorstehenden wurde gezeigt, dass es auf Grund der Erfindung nunmehr möglich ist, mit sehr ein- fachen Sende- und Empfangseinrichtungen geringer Leistung Informationen über einen bereits vorhandenen und weitverzweigten, jedoch zahlreichen Störeinflüssen ausgesetzten Fernwirkkanal, wie ihn ein Vertei- lungsnetz für elektrische Energie darstellt, zuverlässig in beliebiger Richtung, also insbesondere auch ent- gegen der Flussrichtung der Netzenergie, zu übertragen. Störspannungen, die innerhalb des von den Band- filtern 40 und 41 der Empfangsstelle 37 durchgelassenen Frequenzbandes liegen, können die Informationsübertragung nur dann beeinträchtigen, wenn sie ebenfalls mit einer der für die Signale gewählten
Modulationsfrequenzen moduliert sind und genügend lange Zeit andauern, z. B. eine Sekunde, wofür die
Wahrscheinlichkeit äusserst gering ist. 



   Durch einen in der Zeichnung nicht dargestellten Umschalter könnten beispielsweise zu Kontrollzwecken der Impulskontakt 21 mit der Anzapfung 9 und der Impulskontakt 23 mit dem Ende 31 der Spule 10 des Reihenschwingkreises verbunden werden. Diese Massnahme lässt sich natürlich auch zur Erhöhung der übertragbaren Informationsmenge anwenden. 



   Durch einfache Schaltungsmassnahmen kann mit den an sich in beliebiger Zahl vorsehbaren Trägerund Modulationsfrequenzen eine Vielfalt von Kombinationen gebildet werden, die natürlich bei der Wahl der Auswerteglieder des Signalempfängers 37 zu berücksichtigen sind, so dass sich mit dieser einfachen Einrichtung allenfalls bereits ohne Zuhilfenahme einer Kodierung der gesendeten Impulsreihen mehrstellige Zahlenwerte übertragen lassen. 



   Zur Veränderung der Eigenschwingungszahl des Schwingkreises 8,10 sind ausser der Anzapfung der Spule natürlich alle bekannten Massnahmen anwendbar, z. B. eine Änderung der Kapazität des Kondensators 8 oder eine Änderung eines Luftspaltes in einem Eisenkern der Spule 10. Besonders durch die zuletzt genannte Massnahme ergibt sich die zusätzliche Möglichkeit, an Stelle der Amplitudenmodulation der Trägerfrequenz dieser auch eine Frequenzmodulation zu erteilen   oder beide Modulationsarten   gleichzeitig anzuwenden.

   Dies kann ebenfalls durch mindestens eine Nockenscheibe geschehen, die nach den hier für die Erzielung einer Amplitudenmodulation gegebenen Regeln ein Modulationsglied betätigt und damit auf rein mechanischem Wege durch Luftspaltänderung oder durch Zu- und Abschaltung von elektrischen Gliedern, eine periodische Verstimmung des Schwingkreises 8,10 erzeugt. Die Referenzfrequenz der Korrelationssysteme 46,47 des Signalempfängers 37 ist dann der verwendeten Modulationsart anzupassen. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. System zur Fernübertragung von Signalen über ein Wechselspannungsnetz, bei welchem die Signale der Netzspannung überlagert sind, mit mindestens einem, wenigstens einen Signalgeber enthaltenden Sender und mit einer Signalempfangseinrichtung, wobei in jedem Signalgeber ein elektrischer Schwingkreis angeordnet und in Reihe mit einem Kontakt eines für die Signaldauer betätigten Impulsgebers an das Netz angeschaltet ist, gemäss Patent Nr.
    241589, wobei dieser Impulsgeber mindestens zwei Kontakte unterschiedlicher Anschaltimpulsfrequenz zur Erzeugung von entsprechendenModulationsfrequenzenenthält, welche wechselweise über einen als Umschalter ausgebildeten Signalkontakt des Signalgebers in Reihe mit EMI5.1 von denen wenigstens eine je einem der Kontakte (21, 23) des Impulsgebers (11) zugeordnet ist, und dass ferner im Signalempfänger (37) selektive Auswerteglieder (40, 46 ; 41,47) für jede Trägerfrequenz und deren Modulation angeordnet sind. <Desc/Clms Page number 6> EMI6.1 nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass an der Spule (10) des Schwing-kreises (8, 10) ein Wicklungsende (31) mit einem Kontakt (21) und eine Anzapfung (9) mit einem zweiten Kontakt (23) des Impulsgebers (11) elektrisch verbunden ist.
    3. System nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mittels eines Umschalters die Zuordnung beider Kontakte (21, 23) des Impulsgebers (11) zu beiden Anschlüssen (31 und 9) der Schwingkreisspule (10) vertauschbar ist.
    4. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass am Signalgeber (3) ein Signalkontakt (4) zur Wahl der Trägerfrequenz sowie deren Modulationsfrequenz vorhanden ist.
    . 5. System nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dassesmindestens ein Modulationsglied zur Frequenzmodulation der Trägerfrequenz enthält.
AT452764A 1964-04-30 1964-05-25 System zur Fernübertragung von Signalen über ein Wechselspannungsnetz AT246258B (de)

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