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Magnettongerät
Die Erfindung betrifft ein Magnettongerät, mit einem gegebenenfalls kombinierten Aufnahme- Wiedergabeverstärker und einem Hochfrequenzoszillator zur Erzeugung des Lösch- bzw. Vormagnetisierungsstromes und mit mindestens einer Signallampe, vorzugsweise einer Glimmlampe zur Anzeige der Aufnahme- und bzw. oder des Wiedergabebetriebes.
Bei bekannten Einrichtungen der oben beschriebenen Art wurden die Signallampe über eigene Schalter gespeist, die mit dem Betriebsartenwählschalter gekuppelt wurden. Dies bedingt nicht nur einen zusätzlichen konstruktiven Aufwand, sondern kann auch durch Oxydation oder Verschmutzung der entsprechenden Kontakte zu Fehlanzeige Anlass geben. Dies ist insbesonders dann störend, wenn der Aufnahmezustand des Gerätes z. B. aus einer Schalterstellung nicht unmittelbar erkennbar ist, da dies zum ungewollten Löschen einer Magnettonaufzeichnung führen kann.
Erfindungsgemäss werden diese Nachteile dadurch vermieden, dass die Signallampe ständig in einem Zweig des Stromkreises eines in beiden Betriebsarten verwendeten Verstärkerteiles angeordnet ist, der bei der Aufnahme hochfrequenten, bei der Wiedergabe niederfrequenten Strom bzw. Gleichstrom führt und dass die Signallampe durch einen frequenzabhängigen Widerstand überbrückt bzw. in Serie mit einem solchen angeordnet ist.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispieles und unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert, in welcher ein- Schaltschema des Verstärkers eines Magnettongerätes dargestellt ist.
Der in der Zeichnung angegebene Verstärker ist sowohl für Aufnahme- als auch für Wiedergabebetrieb umschaltbar.
Bei Aufnahme wird der Eingang der Verstärkerstufe l beispielsweise mit einem Mikrophon 2 verbunden, während der Ausgang der Verstärkerstufe 1 über einHochfrequenzsperrfilter 3 denkombinierten Aufsprech-Wiedergabekopf 4 speist.
Der hochfrequente Wechselstrom zur Löschung und Vormagnetisierung des Tonträgers wird von einem Oszillator geliefert, dessen Röhre mit 5 bezeichnet ist. Der Oszillator arbeitet in der bekannten Rückkopplungsschaltung. Der Anodenkreis der Röhre 5 ist über einen Umschalter mit einem aus einem Kon- densator 6 und einer Induktivität 7 gebildeten Resonanzkreis verbunden. Mit der Spule 7 ist transformatorisch eine Spule 8 gekoppelt, die über einen Umschalter 12 und einen Kondensator 9 mit dem Steuergitter der Röhre 5 verbunden ist. An einer Anzapfung der Spule 8 ist der Löschkopf 10 angeschlossen. Der Vormagnetisierungsstrom für den Aufsprechkopf wird vom Kondensator 6 abgeleitet und kann mit Hilfe eines Trimmkondensators 13 eingestellt werden.
In der Verbindungsleitung der Anode der Röhre 5 mit der Anodenspannungsquelle liegt die Primärwicklung eines Ausgangstransformators 14, dessen Sekundärwicklung einen Lautsprecher 21 speist. Die in vollen Linien gezeigten Stellungen der Schalter 11 und 12 entsprechen dem Aufnahmezustand. Die Schalter 11 und 12 sind miteinander und mit Umschaltern 15 und 16 im Eingangs- bzw. Ausgangskreis der Verstärkerstufe 1 gekoppelt. Bei Umschaltung auf Wiedergabe wird der Aufnahme-Wiedergabekopf 4 durch den Schalter 15 mit dem Eingang des Verstärkers 1 verbunden. Der Ausgang des Verstärkers
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wird durch den Schalter 16 auf ein Potentiometer 22 umgeschaltet, dessen Abgriff über den Umschalter 12 mit dem Steuergitter der Röhre 5 verbunden ist, die bei Wiedergabe als Endverstärker dient.
Durch den Schalter 11 wird die Anode der Röhre 5 über den Kondensator 17 mit Masse
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Frequenzen.
Zur Anzeige des Aufnahme- und Wiedergabebetriebes sind zwei Glimmlampen vorgesehen. Eine erste Glimmlampe 18. liegt parallel zum Kondensator 17 während die Glimmlampe 19 in Parallelschaltung an den Schwingkreis 6, 7 angeschlossen ist.
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der Anodenleitung verhindert, dass durch eine Gleichspannungskomponente des Anodenstromes ein Zünden der Röhre 18 eintritt. In der Röhre 18 tritt somit keine Glimmentladung auf.
Infolge der am Schwingkreis auftretenden relativ hohen Spannung zündet die Glimmröhre 19., Durch diese Glimmröhre wird nicht nur der Betriebszustand des Verstärkers angezeigt, sondern gleichzeitig auch die Lösch- und Vormagnetisierungsspannung stabilisiert.
Bei Wiedergabe ist die Glimmröhre 19 spannungslos Der am Kondensator 17 anliegende Gleichstrom, sowie der überlagerte niederfrequente Wechselstrom bewirken einen Spannungsabfall der die Zündspannung der Glimmröhre 18 übersteigt, so dass eine Glimmentladung einsetzt.
Die beiden Glimmröhren können verschieden gefärbt oder durch verschiedenfarbige Gläser abgedeckt sein. Es ist selbstverständlich, dass an Stelle der gezeigten Elektronenröhre auch geeignete Halbleiterelemente verwendet werden können. Die im Ausführungsbeispiel dargestellten Glimmröhren können ferner durch Glühlämpchen ersetzt werden.
Die Erfindung ist besonders für Verstärker geeignet, bei welchen die Einschaltung des Oszillators und Aufnahmeverstärkers durch'ein Steuersignal bewirkt wird, das z. B. durch den Tonträger, durch das Eingangssignäl oder manuell ausgelöst wird. Bei diesen Verstärkern ist der Betriebszustand nicht aus einer Schalterstellung ersichtlich, da der Aufnahmebetrieb auf rein elektronischem Weg eingeleitet wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Magnettongerät, mit einem gegebenenfalls kombinierten Aufnahme-Wiedergabeverstärker und einem Hochfrequenzoszillator zur Erzeugung des Lösch- bzw. Vormagnetisierungsstromes und mindestens einer Signallampe, insbesondere einer Glimmlampe zur Anzeige des Aufnahme-und bzw. oder Wiedergabebetriebes, dadurch gekennzeichnet, dass die Signallampe ständig, in einem Zweigdes Stromkreises eines in beiden Betriebsarten verwendeten Verstärkerteiles angeordnet ist, der bei der Aufnahme hochfrequenten, bei der Wiedergabe niederfrequenten Strom bzw. Gleichstrom führt und das die Signallampe durch einen frequenzabhängigen Widerstand überbrückt bzw. in Serie mit einem solchen angeordnet ist.