AT24087B - Apparat zur ununterbrochenen Scheidung von Stärke in hochverdichtetem Zustande und Wasser bezw. Rückständen. - Google Patents

Apparat zur ununterbrochenen Scheidung von Stärke in hochverdichtetem Zustande und Wasser bezw. Rückständen.

Info

Publication number
AT24087B
AT24087B AT24087DA AT24087B AT 24087 B AT24087 B AT 24087B AT 24087D A AT24087D A AT 24087DA AT 24087 B AT24087 B AT 24087B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
starch
residues
compressed state
highly compressed
water respectively
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelm Heinrich Uhland
Original Assignee
Wilhelm Heinrich Uhland
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DE1902159088D external-priority patent/DE159088C/de
Application filed by Wilhelm Heinrich Uhland filed Critical Wilhelm Heinrich Uhland
Application granted granted Critical
Publication of AT24087B publication Critical patent/AT24087B/de

Links

Landscapes

  • Separation Of Solids By Using Liquids Or Pneumatic Power (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Apparat zur ununterbrochenen Scheidung von Stärke in hochverdichtetem Zustande und
Wasser bezw. Rückständen. 



   Die bekannten Vorrichtungen zur stetigen   Abscheidung   von Stärke in   hochverdichtetem   Zustande und stärkehaltigen Flüssigkeiten gestatten nicht, der Flüssigkeit eine solche Geschwindigkeitsverminderung zu erteilen, dass die Stärkekörnchen unmittelbar in den unteren Teil des Behälters   sinken können, ohne seitwärts   in die Höhe gerissen zu werden. 



  Derartige Apparate besitzen daher eine Glocke unterhalb der Einströmungsöffnung, um den Stoss der herabsinkenden Stürkekörnchen zu vermeiden bezw. abzuschwächen oder auf-   zuheben. Auch   ist bei den Apparaten dieser Art eine   Rührvorrichtung erforderlich,   um die verdichtete Stärke ununterbrochen abziehen zu   können.   



   Der vorliegende Apparat gestatter dagegen, ohne Anwendung einer solchen Glocke und ohne Rührvorrichtung zu arbveiten. 



   Der Apparat ist in Fig. 1--6 in zwei   verschiedenen Ausführungsformen   dargestellt. 



    Fig. l   und 2 zeigen einen Apparat mit rundem Querschnitt, Fig. 3-6 einen solchen mit 
 EMI1.1 
 



   Der Apparat nach Fig. 1 und 2 besteht aus einem zylindrischen Oberteil a und konischem Unterteil b, an welchem eine für den speziellen   Zweck ausgebildete Ablass-   
 EMI1.2 
 mischende Flüssigkeit tritt durch das   seitliche Einführungsrohr   d in den Apparat ein, und zwar liegt dieses   Rohr unterhalb der Überlaufkante,   so dass das Rohr stets gefüllt 
 EMI1.3 
 erfolgt.

   Es ist dies von besonderer Wichtigkeit bei der Behandlung des   Kxtraktionswassers     der Kartoffelstärkefabrikation,   da dieses Wasser sehr viel gelöste, stark Schaum bildende   Eiweissstoffe enthält   und nur durch   möglichst   ruhige, unter Luftabschluss stattfindende 
 EMI1.4 
   gcrisscm'Luft. welche   den Schoidungsvorgang ungünstig beeinflussen könnte, abzuscheiden,   mündet das Rohr   in der Mitte des Apparates in einen erweiterten Zylinder c, aus   welchem die   Luft nach oben entweichen kann. 



   Die Stärkemilch selbst wird durch das senkrechte Rohr f nach unten geführt und 
 EMI1.5 
 sind dabei bestrebt, ihre Richtung beizubehalten, so dass sie demnach einen Weg beschreiben, welcher den auf der Zeichnung punktiert angegebenen Linien entspricht.   Würde   die aus dem Rohre f nach unten strömende   Stärkemilch   ohne irgendwelches Hindernis ihren Weg fortsetzen und demnach mit einer gewissen, verhältnismässig grossen Geschwindigkeit auf den   Konus   der Ablassvorrichtung c auftreffen, so wäre die Folge davon, dass durch 
 EMI1.6 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 derart, dass diese   s ! ch aanft   und ohne Stoss im unteren   Toile des Konus ablagern.

   DM   Gesehwindigkcitsvcrminderung wird dadurch erzielt, dass das   Frucht-oder ExtraktionawMor,   welches mit der Stärke aus   der unteren Mündung dos Rohroa/auatritt, aoitUch abgelenkt   wird, wodurch eine Verminderung der Stromgeschwindigkeit ohne weiteres eintritt. Die Ablenkung darf aber nicht erst gegen das Ende des Weges der   Stärkokörnchen   zu er- 
 EMI2.1 
 allen drei durch die Einsätze gebildeten Abteilungen gleich hoch stehen muss, so muss auch bei weiterem   Flüssigkeitszutritt   ein gleichzeitiges Überlaufen aus allen Abteilungen stattfinden.

   Das durch das Rohr f eintretende   überschüssige   Wasser muss demnach seinen Weg in der Richtung der eingezeichneten Pfeile nehmen, wodurch schon von der Mündung dès Rohres f an eine Entmischung der einströmenden Stärkemilch und gleichzeitige Verminderung der Geschwindigkeit des Flüssigkeitsstromes stattfindet. 



   Es ist nun ohne weiteres klar, dass die senkrecht nach unten strömenden Stärkekörnchen ihre Richtung beizubehalten streben, während das seitlich abströmende Wasser die Stärkekörnchen ebenso seitlich abzuziehen versucht. Dies wird nur dann möglich sein, wenn die Geschwindigkeit des seitlich abströmenden Wassers gegenüber derjenigen der abwärts sinkenden   Stärlrelcörnchen   ein gewisses Mass übersteigt, woraus ohne weiteres folgt, dass die Geschwindigkeit des seitlich abströmenden Wassers um so grösser sein kann, je grösser die Geschwindigkeit der   Stärkekörnchen   ist, und dass mit abnehmender Geschwindigkeit der   Starkokörnchen   auch diejenige des seitlich abströmenden Wassers vermindert werden muss. 



   Um dies zu erreichen, sind die   Überläufe   i, k, l mit Absperrhähnen m, n, o versehen, so dass mit Leichtigkeit durch geeignete Einstellung der Hähne der Abfluss derart geregelt werden kann, dass die aus der mittleren Abteilung abströmende Flüssigkeitsmenge am grössten, die aus der äussersten Abteilung abströmende dagegen am kleinsten ist. Selbstverständlich kann die Anzahl der Einsätze der Grösse und der Leistung des Apparates entsprechend vermehrt oder vermindert werden. 



   Die durch Fig. 3-6 dargestellte Anordnung deckt sich in Prinzip und Wirkung vollkommen mit der an Hand der Fig. 1 und 2 beschriebenen. Die Einströmung erfolgt durch das unter Wasser liegende Rohr d, der erweiterte Zylinder e dient zur Abscheidung etwa mitgerissener Luft. Die zu entmischende   Stärkemilche   strömt durch das    Rohr f nach   unten, und es findet mit Hilfe der   Zwischenwände y, A   die beschriebene Entmischung von Stärke und Wasser statt. 



   Der   Abfluss   der verdichteten Stärke erfolgt in stetigem Betriebe durch das Ablassorgan c. Da bei der beschriebenen Scheidevorrichtung die Stärke sich am unteren Ende des Apparates in einem fast festen Zustande absondert, welcher leicht Verstopfungen der   Ablassvorrichtung   veranlassen kann, hat letztere die aus den Fig. 7-10 ersichtliche Einrichtung erhalten. Der   Hahnkegel   p, welcher in dem unteren Ansatz w der Ablassvorrichtung c angeordnet ist, erhält eine quadratische Öffnung   11   bei so grossem Durchmesser des Kegels, dass etwa eine Achtelumdrehung genügt, um den Hahn zu öffnen bezw. zu schliessen.

   Die 
 EMI2.2 
 bei voller Öffnung die durch den Flüssigkeitsdruck beeinflusste Stärke selbst in verhältnismässig festem Zustande herausgedrückt wird, ohne nennenswerten Widerstand zu finden. Um den Durchgang der festen Stärke noch weiter zu erleichtern, ist die untere Öffnung   v     grösser als   die Öffnung M angenommen, hat also einmal der Stärkestrang die Öffnung u passiert, so kann er, ohne irgendwelche weitere Reibung überwinden zu müssen, sich nach unten senken. 



   Von Wichtigkeit ist auch der schnelle Schluss des Hahnes bei einer Achteldrehung des Körpers, da die abgesetzte Stärke ziemlich scharf von der darüber befindlichen, flüssigen Schicht getrennt ist und deshalb in dem Momente, wo der letzte Rest der festen Schicht aus dom Hahn austritt, die Flüssigkeit bei voller Hahnöffnung mit aller Gewalt ausströmen würde. Der vollständige Schluss des Hahnes erfolgt durch Vermittlung das Zahnradsegmentes q und Getriebes r durch eine Umdrehung des Handrades t, kann also fast augenblicklich bewirkt werden.

   Die Zahnradübersetzung ist notwendig, weil sich bei dem grossen Durchmesser des Hahnes und der dadurch hervorgebrachten, verhältnismässig starken Reibung im Gehäuse der Hahn mit einem einfachen Hebel nur sehr schwer bewegen liesse und genaue Einstellung, wie sie bei Austritt der   Stärkemilch   in flüssiger Form erforderlich ist, nur schwierig zu erzielen wäre. Zur Feststellung des Kegels in einer bestimmten Lage 
 EMI2.3 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



    An SteUo der durch Hähne re8uUerbaron, einfachen Überlaufe können auch, wie In Fig. 4-6 gezeigt, in jeder Abteilung mehrere Überläufe angeordnet werden, so dass man durch Schliessen einer oder mehrerer Überlauföffnungen mit Stöpseln oder sonst geeigneter   
 EMI3.1 
 senken sich nach   unt, m und werden durch das Ablassorgan   c stetig abgelassen, während die von den   Rückständen   befreite Stärlcemilch durch die Überläufe abfliesst. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Apparat zur stetigen Scheidung von Stärke in hochverdichtetem Zustande und Wasser bezw.   Rückständen   unter Verminderung der Geschwindigkeit und seitlichen Ablenkung der durch ein senkrechtes Rohr in den Apparat eingeführten Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass der Apparat aus dem zylindrischen oder eckigen Oberteil (a), dem konischen Unterteil (b), dem unter dem Flüssiglieitsspiegel liegenden wagerechten Zufuhrrohr (d), welches in den erweiterten Teil (e) des senkrechten Einströmungsrohres (f) mündet, den durch die Einsätze (g, h) gebildeten und mit zweckmässig regelbaren Überlaufen (i, k, 1) in Verbindung stehenden Räumen, um die Verminderung der Geschwindigkeit und seitliche Ablenkung der Flüssigkeit unter entsprechender Regelung ihres Abflusses   allmählich   zu bewirken,

   und aus der genügend weiten, schnell zu schliessenden Ablassvorrichtung (e) besteht, um das schnelle Ablassen der abgeschiedenen Stärke in hochverdichtetem Zustande zu ermöglichen.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform der Ablassvorrichtung (c) nach Anspruch 1, bestehend aus dem Hahnkörper (p) von grossem Durchmesser und grosser Durchgangsöffnung (u), Zahnradsegment (q), Getriebe (r), Handrad (t), Sperrfeder (8) und unterer Ablassöffnung (v) von grösserem Durchmesser als die Durchgangsöffnung (il).
AT24087D 1902-09-13 1905-03-02 Apparat zur ununterbrochenen Scheidung von Stärke in hochverdichtetem Zustande und Wasser bezw. Rückständen. AT24087B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1902159088D DE159088C (de) 1902-09-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT24087B true AT24087B (de) 1906-05-10

Family

ID=5680097

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT24087D AT24087B (de) 1902-09-13 1905-03-02 Apparat zur ununterbrochenen Scheidung von Stärke in hochverdichtetem Zustande und Wasser bezw. Rückständen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT24087B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2712443C3 (de) Wirbelkammereinrichtung
AT24087B (de) Apparat zur ununterbrochenen Scheidung von Stärke in hochverdichtetem Zustande und Wasser bezw. Rückständen.
EP0128122B2 (de) Ablaufvorrichtung in einem Klär- oder Staubecken
DE3838070A1 (de) Leichtfluessigkeitsabscheider
DE159088C (de)
DE637685C (de) Vorrichtung zum Behandeln von festen, koernigen Stoffen mit Fluessigkeiten
DE2847947A1 (de) Filtrieranlage
DE2348175C3 (de) Trennbecken zum Trennen von Feststoffen und Flüssigkeiten
DE3817444A1 (de) Schwimmergesteuerte regelvorrichtung zur veraenderung des durchflussquerschnittes der auslaufoeffnung eines fluessigkeitsbehaelters, insbesondere eines regenrueckhaltebeckens
DE963843C (de) Apparat zur Destillation von Fluessigkeiten
DE2154934A1 (de) Ventilanordnung an der Auslaßöffnung eines Flüssigkeitsbehälters
DE3490415C2 (de) Vorrichtung zum Neutralisieren von saurem Wasser
DE3433472A1 (de) Filter zur trennung von feststoffen aus fluessigkeiten
DE2801494A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum abtrennen von in einer fluessigkeit aufgeschwemmten stoffen
EP0581213A1 (de) Vorrichtung zum Ölabscheiden
DE4208270C2 (de) Vorrichtung zur Reinigung von Druckwasser in Wasserversorgungsinstallationen
DE492276C (de) Vorrichtung zum Trennen von Schiffsbrennoelen von Wasser
DE131470C (de)
DE811822C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Trennung von Teilchen von verschiedenem spezifischen Gewicht und verschiedener Korngroesse
DE2507190A1 (de) Vorrichtung zum abscheiden von oel aus oel/fluessigkeitsgemischen
EP0163749A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Trennen von Biomasse und anorganischen Bestandteilen aus dem Schlamm eines Methan-Reaktors einer anaeroben Abwasseranlage
EP0742036A2 (de) Leichtflüssigkeitsabscheider
DE1442451C (de) Vorrichtung zum Trennen nicht mischbarer Flüssigkeiten unterschiedlichen spezifischen Gewichtes
AT80712B (de) Einrichtung zur Abschneidung von in Wasserläufen mEinrichtung zur Abschneidung von in Wasserläufen mitgeführtem Sand. itgeführtem Sand.
DE587164C (de) Vorrichtung zur Regelung einer ueber ein Wehr stroemenden Fluessigkeit