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Absperrschieber für Hochdruckleitungen
Die Erfindung betrifft einen Absperrschieber für Hochdruckleitungen, welcher aus mehreren geschmiedeten Einzelteilen besteht, die nach einer spanabhebenden Bearbeitung mit Gewinden versehen lösbar miteinander verbunden sind.
Das Gehäuse eines Absperrschiebers für hohe Drücke, etwa über 350 atü. wird üblicherweise aus einem Schmiedestück hergestellt, an dessen Gefügestruktur hohe Anforderungen gestellt werden müssen.
Seine endgültige Form erhält das Schmiedestück durch eine grosse Zahl von spanabhebenden Bearbeitungsschritten. Die Bearbeitung des Werkstückes, insbesondere während der letzten Arbeitsgänge, ist wegen der unhandlichen Grösse, dem grossen Gewicht und der komplizierten Form umständlich.
Zur Herstellung von Schiebern für geringe Drücke wurde bereits vorgeschlagen, das Schiebergehäuse aus mehreren, von Profilstählen geschnittenen Einzelteilen zusammenzusetzen, wobei an einem Gehäusetopf die anzufügenden Teile, unter anderem die Anschlussstutzen, mittels eines Rundschweissgerätes und an diese wieder die Flanschen angeschweisst werden. Um die Einzelteile mit der nötigen Genauigkeit aneinander zu fügen, sind viele Vorrichtungen nötig, die allein bei übergrossen Serien wirtschaftlich sind.
Die Absperrschieber für die angegebenen hohen Drücke werden nicht in so grossen Serien hergestellt.
Sie dürfen auch nicht aus Profilteilen, sondern müssen, der hohen Drücke wegen, aus Schmiedestücken hergestellt sein.
Absperrschieber für derart extrem hohe Drücke wurden bisher, entgegen der Ausführung'für geringere Drücke, aus nur einem Gehäuseteil hergestellt, der Schiebergehäuse, Laterne und Anschlussstutzen vereinte. Dadurch entstehen sehr komplizierte Schmiedestücke, deren Bearbeitung zur Endform umfangreiche Einspannvorrichtungen für die Bearbeitung benötigte.
Mit der Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, durch Auflösung der Endform in mehrere Einzeiteile die Grösse des Schmiedestückes zu verringern, dessen Gestalt zu vereinfachen und damit die Schmiedearbeit zu erleichtern. Durch diese Auflösung des Schiebers in mehrere Einzelteile wird auch eine grö- ssere Sicherheit der Erzielung einer guten Gefügestruktur erreicht, so dass die Struktur jedes Einzelteiles völlig gleichmässig ist.
Mit der Unterteilung der bisher aus wenigen Einzelteilen zusammengebauten Hochdruckschieber in mehrere Einzelteile, ist zwangsläufig die Aufgabe gestellt, diese Einzelteile mit der für diese hohen Drücke hinreichend guten Festigkeit und Dichtheit der Stossstellen zu verbinden.
Zur dichten Verbindung der einzelnen Teile untereinander sollen gemäss der Erfindung die Anschlussstutzen, die an ihrem Innenende die Schiebersitzflächen tragen, einen stufenförmigen Absatz am Bolzengewindeende aufweisen, der eine im Querschnitt kegelstumpfförmige Stirnfläche besitzt, mit der er auf einer ebenen Ringfläche am Gewindegrund des Mutterngewindes am Schiebergehäuse anliegt, wobei zur dichten Verbindung die Teile bis zur Deformation der aneinanderstossenen Flächen verschraubt sind.
Der Gegenstand der Erfindung wird an einem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel, einem Gehäuse eines Zweiplatten-Absperrschiebers, erläutert.
An dem Schiebergehäuse 1 sind Bohrungen 2 für das Strömungsmedium angeordnet. Diese Bohrungen besitzen am inneren Ende einen Ringwulst 3, an dem sich ein Gewinde 4 anschliesst. Zum Anschluss des Schiebers an die Strömungsleitung sind Rohrstutzen 5 vorgesehen. Diese bestehen aus einem zylindrischen Schmiedestück, das eine axiale Bohrung enthält. An dem einen Ende dieses Rohrstückes ist, bis zu einem
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Absatz 6 am Rohrende, ein Gewinde 4 eingeschnitten, mit dem das Rohr in das Gehäuse bis zum Anliegen des Absatzes an der Schulter des Ringwulstes 3 eingeschraubt ist.
Die dichtende Fläche ist der ringförmige Absatz am inneren Ende des Gewindeteiles 4 an dem Ringwulst 3.
Das andere Ende des Rohrstutzens ist ebenfalls mit einem Gewinde 7 versehen, das zum Aufschrauben eines Flanschenringes 8 dient. Der Flanschenring selbst ist eine Kreisringscheibe mit einem Innengewinde mit sechs oder mehr Bohrungen 9 für die Anschlussschrauben.
DerRohrstutzen besitzt zwischen Flansch und Gehäuse einen SechskantlO zumAnsetzen eines Schlüssels, um den Stutzen in die Gehäusebohrung dichtend einzuschrauben. Zur Sicherung des Stutzens gegen Verdrehung ist eine Sicherungsschraube 11 am Gehäuse vorgesehen.
Am inneren Rohrende des Stutzens ist auf die Ringfläche eine Schiebersitzfläche 12 aufgeschweisst und anschliessend bearbeitet.
Auch der Gehäusedeckel 13 kann aus einem gesondert geschmiedeten Arbeitsstück bestehen und mit einem Gewinde versehen in das Schiebergehäuse eingeschraubt sein.
Ein besonderer Vorteil der Ausbildung gemäss der Erfindung besteht darin, dass die Schiebersitzflächen unschwer nachbearbeitet werden können, indem der Rohrstutzen ausgeschraubt und eine neue Schiebersitzfläche ausgebildet, z. B. aufgeschweisst und abgedreht, werden kann.