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Aus Kunststoff bestehender Innenhelm
Die Erfindung bezieht sich auf einen aus Kunststoff bestehenden Innenhelm für Stahlhelme.
Derartige Innenhelme aus Kunststoff sind an sich bekannt. In vielen Situationen genügt allein das Tragen des Innenhelmes aus Kunststoff, während der Stahlhelm lediglich bei besonderen Gegebenheiten auf den Innenhelm aufgesetzt wird. Stahlhelm und Innenhelm weisen dabei dieselbe Formgebung auf, nur ist der Innenhelm etwas kleiner als der Stahlhelm bemessen. Die Verwendung von Kunststoffen für den Innenhelm ist deshalb günstig, weil diese Kunststoffe ein geringes Gewicht des Innenhelmes bedingen, trotzdem aber gegenüber gewissen Beanspruchungen eine ausreichende Festigkeit bieten, so z. B. gegen- über Beanspruchungen bei Sturz oder Schlägen. In der Praxis werden entsprechend den genannten Beanspruchungen vor allem schlagfeste Kunststofftypen für den Innenhelm verwendet, so z. B. durchBaumwollgewebe verstärkte Phenolharze oder in neuerer Zeit auch Polyamide.
Demgegenüber besteht die Erfindung'darin, dass mindestens die nach aussen gerichtete Oberfläche der aus einem Kunststoff mit verschwindend kleiner Wasseraufnahmefähigkeit, beispielsweise aus Niederdruckpolyäthylen, bestehenden Helmwand des Innenhelmes eine Rauhung aufweist.
Diese Aufrauhung zumindest der äusseren Oberfläche des Innenhelmes ist günstig im Hinblick auf die Haftung des Stahlhelmes, der auf den Innenhelm aufgesetzt wird. In gewissem Ausmass ist durch die Aufrauhung der Oberfläche der Helmwand des Innenhelmes auch ein Kühlungseffekt zu erwarten.
Die erfindungsgemässe Rauhung zumindest der nach aussen gerichteten Oberfläche der aus Kunststoff bestehenden Helmwand des Innenhelmes würde aber zu unangenehmen Nebenerscheinungen führen, wenn man nicht auch das andere erfindungsgemässe Merkmal, nämlich die Verwendung eines Kunststoffes verschwindend kleiner Wasseraufnahmefähigkeit, berücksichtigen würde.
Es ist bekannt, dass die physikalischen Eigenschaften, beispielsweise die Schlagzähigkeit, eines Kunst- stoffes, welcher keine verschwindend kleine Wasseraufnahmefähigkeit besitzt, sehr stark von den klimatisch oder witterungsbedingten Feuchtigkeitsschwankungen der Luft abhängen. Ferner ist es bekannt, dass an Kunststoffen, die keine verschwindend kleine Wasseraufnahme aufweisen, vielfach auch der Effekt des Quellens eintritt. Dies führt unter Umständen zu Massveränderungen bzw. Formveränderungen. Bei einem Innenhelm ist dies natürlich sehr ungünstig, da in diesem Fall eine genaue Passung des Stahlhelmes auf den Innenhelm in Frage gestellt wird.
Bei einem Kunststoff, der keine verschwindend kleine Wasseraufnahme aufweist, ist das Ausmass der Wasseraufnahme proportional der äusseren, dem Wassereinfluss zugewendeten Oberfläche. Wenn man nun bei einem Innenhelm aus einem solchen Kunststoff die Helmwand mit einer Rauhung versehen und dadurch die äussere dem Wassereinfluss zugewendete Oberfläche stark vergrössern würde, dann träte der erwähnte durch Feuchtigkeitsschwankungen bedingte Einfluss besonders stark in Erscheinung. Dies kann nur dadurch vermieden werden, dass man die Helmwand des Innenhelmes aus einem Kunststoff herstellt, dessen Was- seraufnahme verschwindend klein ist, also-in Zahlen ausgedrückt-vorzugsweise praktisch Null mg/100 cm3 nach 7 x 24h beträgt.
Die bisher für die Herstellung von Innenhelmen aus Kunststoff verwendeten Kunststofftypen weisen diese Eigenschaft nicht auf. Die Wasseraufnahme von Phenolharzen und insbesondere die von Polyamid ist vielmehr sehr erheblich. Demgegenüber sei als Beispiel eines Kunststoffes, der das erfindungsgemässe Merkmal einer verschwindend kleinen Wasseraufnahme zeigt. und der darüber hinaus auch noch eine hohe Schlagzähigkeit (grösser als 100 cmkg/cm) aufweist, Polyäthylen, vorzugsweise Niederdruckpolyäthylen, genannt.
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Die Erfindung ist an Hand der Zeichnung durch ein Ausführungsbeispiel näher erläutert, ohne darauf beschränkt zu sein.
Fig. l zeigt einen Innenhelm in Seitenansicht und Fig. 2 denselben Innenhelm in einer Ansicht von vorne.
Der Innenhelm gemäss Ausführungsbeispiel nach Fig. l und 2 weist eine Helmwand 1 auf, die aus Niederdruckpolyäthylen besteht. Die Helmwandstärke beträgt etwa 2, 5 mm.
Der Innenhelm weist natürlich zusätzlich noch die übliche Innenausstattung auf, die in der Zeichnung jedoch nicht dargestellt ist.
Die Formgebung des in der Zeichnung dargestellten Innenhelmes ist im Hinblick auf die erfindungsgemässen Merkmale nicht wesentlich. Die Form des Innenhelmes wird vielmehr jeweils bestimmt durch die betreffende Form des Stahlhelmes, der in gewissen Situationen auf den Innenhelm aufgesetzt werden soll. Die Verwendung von Niederdruckpolyäthylen für die Helmwand des Innenhelmes ist deshalb zweckmässig, weil Niederdruckpolyäthylen praktisch keine Wasseraufnahme zeigt, trotzdem aber sehr günstige Festigkeitseigenschaften (hohe Schlagzähigkeit) und eine ausreichende Steifigkeit aufweist. Man könnte natürlich beispielsweise auch Hochdruckpolyäthylen für die Helmwand des Innenhelmes verwenden, denn
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druckpolyäthylen mit entsprechend grösserer Wandstärke ausbilden muss, um die geringere Steifigkeit zu kompensieren.