AT238123B - Verfahren und Vorrichtung zum Auflockern eines fest gewickelten Bandbundes - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Auflockern eines fest gewickelten Bandbundes

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AT238123B
AT238123B AT541962A AT541962A AT238123B AT 238123 B AT238123 B AT 238123B AT 541962 A AT541962 A AT 541962A AT 541962 A AT541962 A AT 541962A AT 238123 B AT238123 B AT 238123B
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Description


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  Verfahren und Vorrichtung zum Auflockern eines fest gewickelten Bandbundes 
 EMI1.1 
 

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 demeinrichtungen umfangreiche, komplizierte und teure elektrische   Steuer-und Gleichlaufeinrichtungen   zur Bandlaufregulierung während des Umwickeln notwendig. Ein weiterer Nachteil ist der, dass der beizuwickelnde Faden, meist ein Nylonfaden, eine gewisse Mindestdicke haben muss, um den auftretenden Belastungen beim Herausziehen des Fadens widerstehen zu können. Hiedurch ergeben sich besonders beim Umspulen von sehr dünnen Bändern äusserst grosse Bunddurchmesser. 



   Die Erfindung, die sich ebenfalls mit dem Öffnen eines fest gewickelten Bundes befasst, bezweckt die Schaffung eines Verfahrens sowie einer Vorrichtung, durch die die verschiedenen erwähnten Schwierigkeiten und Nachteile behoben werden können. 



   Die Erfindung bezieht sich demnach auf ein Verfahren zum Auflockern eines beispielsweise aus-einem Kaltwalzwerk kommenden, fest gewickelten Bandbundes in eine spiralartig offene Form mit Abständen zwischen einzelnen Windungen, bei dem das eine Ende relativ zum andern Ende des nach dem Bundzentrum oder von der Bundperipherie nach aussen in einen freien Raum aufzulockernden Bundes in den entgegengesetzten Richtungen in der Bundebene gedreht und die Windungen vom fest gewickelten Bund in den freien Raum abgezogen werden. Bei dieser bekannten Vorrichtung werden die beiden Enden des Bandbundes in entgegengesetzte Richtungen relativ zueinander verdreht. Damit wird aber nicht erreicht, dass alle Windungen einen Abstand voneinander haben. 



   Das   erfindungsgemässe Verfahren   kennzeichnet sich dadurch, dass während des Abziehens der Windungen eine deren radial verlaufende Ausdehnungsbewegung verzögernde und beim gewünschten Abstand zwischen benachbarten Windungen zum Stillstand bringende Kraft auf jede Windung zur Einwirkung gebracht wird, so dass ein festes Anlegen der jeweils ablaufenden Windung an die vorhergehend bereits ausgedehnte Windung verhindert wird. Auf diese Weise lässt sich in verhältnismässig einfacher Art die Bildung eines offenen Wickelbundes mit Abständen zwischen den einzelnen Windungen erreichen. Die einzelnen Windungen werden, bei der äussersten Windung beginnend, nacheinander gelockert und auf einen grösseren Umfang gebracht, wobei je nach den Gegebenheiten die innerste Windung ihre ursprüngliche Lage beibehalten kann.

   Das Band selbst braucht daher nicht gestreckt zu werden und auch keine Spann- oder Leitvorrichtungen zu durchlaufen, was insbesondere bei der Verarbeitung von dicken oder spröden Blechen, sowie auch bei   oberflächen empfindlichen Blechen   von Vorteil ist. 



   Von grossem Wert ist auch ein weiteres Merkmal der Erfindung, nach dem nämlich die für das Verfahren benötigte Kraft, die die Ausdehnungsbewegung der jeweils vom festgewickelten Bund ablaufenden Windung   verzögert, sowohl durch Magnetismus   als auch durch bei   höhererDrehgeschwindigkeit desAussen-   mantels sich ergebende Luftstauungen, oder durch eine mechanisch erzeugte Bremswirkung hervorgerufen werden kann. Hiedurch ist es möglich, das erfindungsgemässe Verfahren jeweils individuell an die gegebenen Umstände und Erfordernisse anzupassen, so dass bei der Verarbeitung jeglicher Art   von Bändern eine   optimale Arbeitsleistung und Arbeitsgeschwindigkeit erzielt werden kann. 



   Eine   bevorzugte Vorrichtung zur Ausübung   des   erfindungsgemässen   Verfahrens kennzeichnet sich dadurch, dass die Auflagefläche zur Aufnahme des Bundes aus mehreren unterschiedlich grossen Einzelringen besteht, die herdringartig ineinanderliegend angeordnet sind, wobei der innerste Ring, der vorteilhaft mit einer Klemmvorrichtung für das innere Bandende versehen ist, feststehend ist, während die nach aussen anschliessenden Ringe drehbar gelagert sind, wobei der ausserste Ring, der gleichzeitig Träger des zylindrischen Aussenmantels ist, durch einen beliebigen Antrieb vorteilhaft in beiden Drehrichtungen treibbar ist. 



   Ein weiteres Merkmal einer derartigen Vorrichtung besteht darin, dass ein oder mehrere in Übereinstimmungmit   dem Umlauf desAussenmantels arbeitendeMittel zur Verzögerung derAusdehnungsbewegung   der vom festgewickelten Bund ablaufenden Windungen vorgesehen sind. 



   Eine nach diesen Merkmalen ausgebildete Vorrichtung baut äusserst klein und benötigt kaum mehr Platz als der Durchmesser des geöffneten Bundes ausmacht. Die Vorrichtung ist einfach und preiswert in ihrer Herstellung und darüber hinaus von äusserst robuster Konstruktion und somit im Betrieb sehr unempfindlich und von langer Lebensdauer. 



   Eine andere Vorrichtung zur Ausübung des erfindungsgemässen Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, dass   die Auflagefläche zur Aufnahme des Bandbundes   aus mehreren sternartig um einen feststehenden, nicht drehbarenKern angeordneten antreibbaren konischen Rollen besteht, wobei die konischen Rollen gegenüber einer auf den Kern bezogenen Radialen schräg versetzt sind. Eine derartige Vorrichtung ist zwar in ihrem Aufbau nicht so einfach und auch nicht so robust, bringt aber den Vorteil   mit sich, dass   keine weiteren Hilfsmittel benötigt werden, um die Ausdehnungsbewegung der jeweils vom festgewickelten Bund ablaufenden Windung zu verzögern.

   Durch die Schräglage der konischen Rollen erhalt die sich lockernde Windung eine Vorspannung durch die eine vollständige Anlage an die vorhergehende äussere Windung verhindert wird. 

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   Bei allen für die Ausübung des erfindungsgemässen Verfahrens geeigneten Vorrichtungen handelt es sich stets nur um eine einzelne Arbeitsstation. die auch nur jeweils einen Antrieb benötigt, so dass die bei den   bekannten Umspulvorrichtungen notwendigen Steuer-und Gleichlaufeinrichtungen   entfallen können. 



   Weitere Einzelheiten des erfindungsgemässen Verfahrens sowie der erfindungsgemässen Vorrichtungen, seien an Hand der folgenden Zeichnungsbeschreibung näher erläutert :
In den Zeichnungen sind drei   zur Durchführung   des erfindungsgemässen Verfahrens geeignete Vorrichtungen beispielsweise dargestellt. Die Zeichnungen selbst sind schematische Darstellungen, die sich nur auf die Wiedergabe der für das Verständnis der Erfindung wichtigen Teile beschränken, wobei eine Reihe von konstruktiven Einzelheiten. deren Verwirklichung im Können des Durchschnittsfachmannes liegt, nicht dargestellt sind. 



   In den Fig. l und 2 ist in einem Vertikalschnitt bzw. in einer Draufsicht eine zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens bevorzugte Vorrichtung gezeigt, bei der die die gelösten Windungen auf Abstand bringende Kraft durch Magnetismus erzeugt wird. Bei dieser Vorrichtung sind auf einer gleich- zeitig als Bett dienenden massiven, rund gebildeten Grundplatte 1 zwei zentrisch angeordnete Ringe, u. zw. ein grösserer tellerartiger Ring 2 und ein kleinerer Ring 3 gelagert. Während der grössere aussen liegende tellerartige Ring 2 drehbar gelagert ist, ist der kleinere innen liegende Ring 3 feststehend, nicht drehbar auf   der Grundplatte l befestigt. Der tellerartigeRing   2 ist zum Umfang hin stufenartig aufgestockt und weist einen ringsumlaufenden   erhöhten Ansatz   2a und einen diesen noch überragenden Kragen 2b auf. 



  Der Innenteil des Ringes 2 trägt mehrere unterschiedlich   grosse Einzelringe. 4, 5. 6   und 7, die herdringartig ineinanderliegend angeordnet sind und die sich unabhängig voneinander auf dem Tellerring 2 gleitend drehen lassen. Die Anordnung und Konstruktion der Ringe ist dabei so getroffen, dass die Oberkanten sämtlicher Ringe bündig miteinander abschliessen, so dass eine ebene Auflagefläche zur Aufnahme des zu verarbeitenden Bandbundes 8 gebildet wird. Im Inneren des feststehenden Ringes 3 bzw. im Mittelpunkt der Grundplatte 1 ist vorteilhaft ein als Achse dienender lotrechter Kern 9 vorgesehen, der mit einer Klemmvorrichtung 10 für das innere Bandende des Wickelbundes 8 ausgerüstet sein kann.

   Der Tellerring 2 ist durch einen beliebigen Antrieb, beispielsweise wie in den Fig. 1 und 2 angedeutet, über ein am Kragen 2b angreifendes Ritzel 11 vorteilhaft in beiden Drehrichtungen antreibbar. Der Tellerring 2 trägt ausserdem einen durch den Kragen 2b gehaltenen zylindrischen Aussenmantel 12, der mit mehreren auf dem Umfang verteilten senkrechten Schlitzen 13 versehen ist, in denen block- oder stabförmige Magnete 14 höhenverstellbar gelagert sind. Diese Magnete 14 können ausserdem durch eine beliebige, in den Zeichnungen nicht wiedergegebene Vorschubeinrichtung in Richtung der Pfeile 15 radial auf den Mittelpunkt der Vorrichtung hin verschiebbar sein. Als Vorschubeinrichtung für die Magnete 14 kann beispielsweise ein Spindelantrieb dienen. der durch die Drehbewegung des Aussenmantels 12 betätigbar ist. 



   Die Arbeitsweise der erfindungsgemässen Vorrichtung ist folgende :
Der zu öffnende Bandbund 8 wird, wie in den Zeichnungen dargestellt, auf die Vorrichtung aufgelegt, wobei das innere Bandende an dem lotrechten, nicht drehbaren Kern 9 festgeklemmt wird. Alsdann wird der zylindrische   Aussenmantel. 12   auf den Tellerring 2 aufgesetzt und die äussere Windung des Bandbundes 8 wird so weit gelockert, bis diese einen genügend grossen Kreis beschreibt und der Bandanfang mittels einer am zylindrischen   Aussenmantel 12 vorgesehenen. Klemmvorrichtung   (die ähnlich derjenigen in den Fig. 5 und 6 ausgebildet sein kann) an der Innenwandung des Mantels befestigt werden kann. Die Magnete 14 werden in ihren Führungsschlitzen 13 so weit abgesenkt, bis sie mit einer ihrer Polflächen auf dem Bandrand der gelösten Windung aufliegen.

   Wird nun der Tellerring 2 und damit auch der Aussenmantel 12 in Drehung beispielsweise in Richtung des Pfeiles 16 versetzt, so lockert sich Windung für Windung von dem stillstehenden festgewickelten Bandbund 8 und bewegen sich auf den   Aussenmantel 12   zu, wobei sich die Windungen unter die Magnete 14 unterschieben. Kommt nun eine gelockerte Windung in den Wirkungsbereich eines der Magnete   14.   so erfolgt an der Kante des Stahlbandes die Polbildung. Da jede neu ankommende Bandwindung an ihrer Bandkante die gleiche Polarität erhält, so tritt-da gleiche Pole einander   abstossen-. eine Abweisung der sich einander näherndenWindungen ein, und es entsteht   der geöffnete Bund 8a.

   Durch die schon erwähnte, aber in den Zeichnungen nicht dargestellte Vorschubeinrichtung können die Magnete 14 in einer zeitlichen Übereinstimmung mit der Bildung des geöffneten bzw. gelockerten Bundes 8a in Richtung der Pfeile 15 radial auf den noch festen Wickelbund 8   hin bewegt werden. so   dass die Magnete 14 mit ihren Köpfen stets in den Zwischenraum zwischen den gelockerten und den noch festen Windungen hineinragen. 



   Als Magnete können vorzugsweise Permanentmagnete verwendet werden, wobei die Magnetstärke gleichzeitig bestimmend für die Grösse des Windungsabstandes ist. Ebenso gut können aber auch schaltbare Elektromagnete benutzt werden. 

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   Um nun bei dem Wickelvorgang ein Schleifen der unteren Bandkante auf der Auflagefläche soweit wie möglich zu vermeiden, ist die Aufteilung der Auflagefläche in mehrere Einzelringe 4, 5, 6 und 7 getroffen. Wie bereits beschrieben. steht der in der Mitte der Vorrichtung liegende fest gewickelte Bandbund 8 während des Wickelvorganges vollkommen still. Die von dem   sti11stehendenBul1d   8 belasteten Einzelringe, beispielsweise die Ringe 6 und 7, werden dabei durch das auf ihnen lastende Gewicht regelrecht festgehalten, so dass beim Antrieb des Tellerringes 2 dieser sich unter den Einzelringen wegdreht. Im Verlauf   des Wickelvorganges wird dann Windung für Windung   vom stillstehenden Wickelbund gelöst und radial nach aussen bewegt, so dass ein Ring nach dem andern entlastet wird.

   Die entlasteten Ringe 4, 5, 6 werden dann jeweils von dem sich drehenden Tellerring 2 mitgenommen, so dass die sich mit dem Aussenmantel 12 gemeinsam in Drehung befindlichen, bereits gelösten Windungen eine sichmitdrehende und in Relation zu ihrer Drehbewegung stillstehende Auflagefläche erhalten. 



   Nach Beendigung des Wickelvorganges werden die Magnete 14, wenn sie radial verschiebbar sind, nach aussen von der Stirnseite bzw. von den Bandoberkanten des geöffneten Bundes 8a abgezogen, wobei gleichzeitig durch die Bewegung der Magnete. eine Vergleichmässigung der Windungsabstände herbeigeführt wird. Nach Lösen des Bandanfanges bzw. des Bandendes aus   der äusseren   bzw. inneren Klemmvorrichtung wird der Aussenmantel 12 von der Vorrichtung entfernt und der geöffnete Wickelbund 8a kann beispielsweise mittels eines starken Hubmagneten von der Vorrichtung abgehoben werden. 



   Um beim Aufbringen eines Bandbundes auf die Vorrichtung nicht darauf   achten zu müssen, welche   Lage der Bandanfang hat, ist es vorteilhaft, die am Kern 9 vorgesehene Klemmvorrichtung 10., sowiedie am Aussenmantel 12 befindliche Klemmvorrichtung doppelseitig auszugestalten, so dass sowohl ein von rechts als auch von links kommendes Bandende eingeklemmt werden kann. Natürlich muss die Vorrichtung dann auch in beiden Drehrichtungen angetrieben werden können. 



   Ein zweites Ausführungsbeispiel, bei dem-statt magnetischer   Kräfte - sich   durch Luftstauungen ergebende Staukräfte ausgenutzt werden, um einen Abstand zwischen den einzelnen Windungen zu erzielen, ist in den   Fig. 3   und 4 ebenfalls in einem Vertikalschnitt und einem Horizontalschnitt dargestellt. Die hier gezeigte Vorrichtung entspricht in ihrem Aufbau genau der vorher beschriebenen Vorrichtung gemäss den Fig. 1 und 2, lediglich fehlen hier die vom Aussenmantel 12 getragenen Magnete. Statt dessen weist die in den Fig. 3 und 4 gezeigte Vorrichtung eine die gesamte obere Stirnseite des Wickelbundes 8 abdeckende Abdeckplatte 17 auf. die ebenfalls von dem Aussenmantel 12 getragen wird und zum Zwecke eines dichten Auflegens auf den Wickelbund 8 in Schlitzen 18 höhenverstellbar geführt ist. 



     Der Wickelvorgang, d. h. die Bildung des im   Durchmesser grösseren Bundes, erfolgt genau wie im vorhergehend beschriebenen Ausführungsbeispiel, jedoch ist hier eine verhältnismässig hohe Drehgeschwindigkeit des Tellerringes 2 bzw. des Aussenmantels 12 erforderlich. Dementsprechend bewegen sich die vom fest gewickelten Bandbund 8 ablaufenden Windungen recht schnell nach aussen auf den Aussenmantel 12 
 EMI4.1 
 
Bei diesem Verfahren bzw. bei dieser Vorrichtung muss jedoch auch   auf einemöglichst gleichblei-   bende bzw. konstante, synchrone Drehgeschwindigkeit des Aussenmantels 12 geachtet werden, um einen einwandfreien gleichmässig geöffneten Bund 8a zu erhalten. Durch Veränderung der Drehzahl des Aussenmantels 12 kann der Windungsabstand geringfügig verändert werden.

   Diese Vorrichtung, die sich auch zum Umwickeln von nicht magnetischen Bändern eignet, ist jedoch ohne weitere Hilfsmittel nur für sehr dünne bzw. leicht flexible Bänder bis etwa 0, 5 mm verwendbar. Ein Hilfsmittel, um auch stärkere Bänder auf einer derartigen Vorrichtung einwandfrei zu öffnen oder um einen grösseren. Abstand zwischen den einzelnen Windungen zu erzielen, besteht darin, dass in die Vorrichtung, nach dem sie mit der Abdeckplatte 17 abgedeckt ist, ein Medium eingeleitet wird, das schwerer ist als Luft. Den ablaufenden, sich radial nach aussen bewegenden Windungen wird hiedurch ein grösseres Gewicht entgegengesetzt, so dass die Ausdehnungsbewegung der ablaufenden Windungen entsprechend stärker verzögert wird.

   Ein hiefür geeignetes schwereres Medium könnte beispielsweise Kohlensäure sein, wobei durch entsprechende Zusätze anderer Gase gleichzeitig eine Reinigung des Bandes von Fett- oder Ölrückständen erzielt werden kann. 



  Natürlich muss die Vorrichtung dann den Schutzvorschriften entsprechend gasdicht ausgebildet sein. 



   Ein drittes Ausführungsbeispiel einer zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens geeigneten Vorrichtung ist in den Fig. 5 und 6 dargestellt. Die hier gezeigte Vorrichtung unterscheidet sich von den vorgenannten Ausführungen vor allem durch eine anders gestaltete Auflagefläche für den Bandbund sowie durch einen ändern Antrieb. Ausserdem wird bei   diesemAusführungsbeispiel   die die Ausdehnungsbewegung der vom fest gewickelten Bandbund ablaufenden Windungen verzögernde Kraft durch eine mechanisch er- 

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 EMI5.1 
 

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 Schliesslich können auch Kombinationen, beispielsweise Magnete 14 des ersten Ausführungsbeispieles bei dem dritten Ausführungsbeispiel vorgesehen werden. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zum Auflockern eines beispielsweise aus einem Kaltwalzwerk kommenden, fest gewikkeltenBandbundes in eine spiralartig offene Form mit Abständen zwischen einzelnen Windungen, bei dem das eine Ende relativ zum   ändern Ende   des nachdemBundzentrum oder von derBundperipherie nach aussen in einen freien Raum aufzulockernden Bundes in entgegengesetzten Richtungen in der Bundebene gedreht und die Windungen vom fest gewickelten Bund in den freien Raum abgezogen werden, dadurch gekennzeichnet, dass während des Abziehens der Windungen eine   deren radial verlaufende Ausdehnungsbewegung   verzögernde und beim   gewünschten Abstand   zwischen benachbarten Windungen zum Stillstand bringende Kraft auf jede Windung zur Einwirkung gebracht wird,

   so dass ein festes Anlegen der jeweils ablaufenden Windung an die vorhergehend bereits ausgedehnte Windung verhindert wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Ausdehnungsbewegung der vom fest gewickelten Bandbund ablaufenden Windung verzögernde und zum Stillstand bringende Kraft durch Magnetismus hervorgerufen wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Ausdehnungsbewegung der vom fest gewickelten Bandbund ablaufenden Windung verzögernde und zum Stillstand bringende Kraft durch Luftstauungen hervorgerufen wird.
    4. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die die Ausdehnungsbewegung der vom fest gewickelten Bandbund ablaufenden Windung verzögernde und zum Stillstand bringende Kraft durch eine mechanisch erzeugte Bremswirkung hervorgerufen wird.
    5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, mit einer Aufnahme für den Bandbund, mit einem Kern, der im Bandbundzentrum liegt, mit Klemmvorrichtungen an der Aufnahme und am Kern für die beiden Enden des Bandes des Bundes und mit einer Drehvorrichtung, die das Verdrehen des Kernes relativ zur Aufnahme bewirkt, dadurch gekennzeichnet, dass als Mittel zur Verzögerung der Ausdehnungsbewegung einer Windung gegenüber einer bereits ausgedehnten Windung und zum Stillsetzen der Bewegung bei einem vorausbestimmten Abstand mehrere auf dem Umfang eines mit der Aufnahme (2) verbundenen Aussenmantels (12) liegende, nach dem Zentrum des Bandbundes (8) zu gerichtete, stab- oder blockförmige Magnete (14) vorgesehen sind, die mit einer ihrer Polflächen auf die Oberkante der äussersten, gelockerten Windung auflegbar sind, wobei die Magnete (14)
    derart in den Zwischenraum zwischen der äussersten, gelockerten Windung (8a) und dem noch festen Bandbund (8) hineinragen, dass jede sich vom fest gewickelten Bandbund (8) ablösendewindung in den Wirkungsbereich der Magnete ge- rät (Fig. l, 2).
    6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnete (14) mittels eines Antriebs, beispielsweise Spindelantrieb, der durch die Drehbewegung des Aussenmantels (12) betätigbar ist, in einer zeitlichen Übereinstimmung mit der Bildung des offenen Bundes (Sa) radial auf den noch festen Wickelbund (8) hin bewegbar sind.
    7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 3 mit einer Aufnahme für den Bandbund, mit einem Kern, der im Bandbundzentrum liegt, mit Klemmvorrichtungen an der Aufnahme und am Kern für die beiden Enden des Bandes des Bundes und mit einer Drehvorrichtung, die das Verdrehen des Kernes relativ zur Aufnahme bewirkt, dadurch gekennzeichnet, dass für das Verzögern und Stillsetzen der Windungen des Bandbundes ein luftdicht geschlossener, den Bandbund (8, 8a) aufnehmender EMI6.1
    8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Magnet (14) bzw. die Abdeckplatte (17) am zylindrischen Aussenmantel (12) bis zur Stirnseite des Bandbundes (8, 8a) höhenverstellbar ist.
    9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der den Bandbund (8, 8a) tragendeKörper (2, 12, 17) zur Zuführung eines schwererenMediums als Luft bzw. eines Reinigungsmittels eine Zuleitung hat.
    10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Auflagefläche zur Aufnahme des Bandbundes (8) aus mehreren unterschiedlich grossen Einzelringen (2a - 7) besteht, die herdringartig ineinanderliegend angeordnet sind, wobei der innerste Ring (3), der mit einer Klemmvorrichtung (10) für das innere Bandende versehen ist, feststehend ist, während die nach aussen sich anschlie- <Desc/Clms Page number 7> ssenden Ringe (2a, 4, 5, 6, 7) drehbar gelagert sind, wobei der äusserste Ring (2a), der gleichzeitig Träger des zylindrischen Aussenmantels (12) ist, durch einen Antrieb (11) in beiden Drehrichtungen antreibbar ist.
    11. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 4, mit einer Aufnahme für den Bandbund, mit einem Kern, der im Bandbundzentrum liegt, mit Klemmvorrichtungen an der Aufnahme und am Kern für die beiden Enden des Bandes des Bundes und mit einer Drehvorrichtung, die das Verdrehen des Kernes relativ zur Aufnahme bewirkt, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme des Bandbundes (8, 8a) aus mehreren, sternartig um einen feststehenden, nicht drehbaren Kern (32) angeordneten, an- . treibbaren, konischen Rollen (22) besteht, die den Bandbund tragen, wobei die konischen Rollen gegen- über einer auf den Kern bezogenen Radialen schräg versetzt sind (Fig. 5, 6).
    12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die konischen Rollen (22) in mehrere EMI7.1 jeder Rolle fest auf der jeweiligen Rollenachse aufgezogen ist und mit einem allen Rollen (22) gemeinsamen Antrieb (26, 27, 28, 29) in Wirkverbindung steht, während die übrigen, im Durchmesser kleineren Rollenabschnitte (22b, c) frei drehbar auf der jeweiligen Rollenachse gelagert sind und nur durch Mitnahmereibung des grösseren Rollenabschnittes (22a) bzw. der Rollenachse antreibbar sind.
    13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der zylindrische Aussenmantel (34) lose auf die konischen Rollen (22) aufgesetzt ist und seinen Drehantrieb durch die Drehbewegung der konischen Rollen (22) erfährt.
    14. Vorrichtung nach den Ansprüchen 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine auf den zylindri- schenAussenmantel (34) einwirkende und von aussen an'diesen angreifende Zentrier- und Führungsvorrich- tung (35, 36, 37) vorgesehen ist, die vorzugsweise aus ihrem Wirkungsbereich ausschwenkbar ausgestaltet ist.
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