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Ventilbeutel aus Kunststoff
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung besteht das Einfüllventil aus einer Kunststoffolie, die in der Längsrichtung gefaltet ist und mit den umgefalteten Enden unter derEinfüllöffnung mit der Beutelwand verschweisst ist, wobei die an diese Beutelwand anliegende Seite der gefalteten Folie gegenüber der Einfüllöffnung mit einer entsprechenden schlitzförmigen Öffnung versehen ist.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand einiger Ausführungsbeispiele, die in der Zeichnung dargestellt sind, näher erläutert. In dieser zeigt Fig. 1 in schematischer Darstellung die Verfahrensschritte zur Herstellung einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemässen Beutels an Hand eines entsprechenden Kunststoffstreifens, Fig. 2 einen gemäss Fig. 1 hergestellten Beutel im Querschnitt, Fig. 3 eine abgeänderte Beutelkonstruktion, Fig. 4 in schematischer Darstellung die Herstellung einer andern Ausführungsform des Beutels, Fig. 5 einen gemäss Fig. 4 hergestellten Beutel im Längsschnitt, Fig. 6 einen Teil dieses Beutels nach Einbringung der Füllmasse im Längsschnitt, die Fig. 7 und 8 die Herstellung eines Beutels aus einem rohrförmigen Ausgangsstoff, Fig. 9 einen Teil des Beutels als Längsschnitt der Linie IX-IX in Fig. 8, Fig.
10 einen Teil des Beutels als Querschnitt der Linie X-X in Fig. 8 und Fig. 11 die Verfahrensschritte zur Herstellung einer weiteren Ausführungsform des Beutels aus einer Kunststoffolie.
In der Zeichnung ist die Wandstärke der Ventilbeutel in einem stark übertriebenen Verhältnis zur Gesamtgrösse der andern Teile wiedergegeben.
Ein Streifen aus Polyäthylenfolie 1 mit einer Dicke von z. B. 0, 2 mm wird in der von dem Pfeil bezeichneten Richtung durch eine Maschine geleitet und dabei der Reihe nach folgenden Bearbeitungsstufen unterzogen. Beim Verfahrensschritt A wird ein schmälerer Streifen aus Polyäthylenfolie 2 mit einer Dicke von z. B. 0. 1 mm auf den Streifen 1 gelegt und durch eine Schweissnaht 3 damit verbunden, worauf in beide Folien ein Schlitz 4 gestanzt wird.
Die Schweissnaht 3 erstreckt sich vom Seitenrand 5 der schmalen Folie bis etwa zur halben Höhe der Folie, wogegen der Schlitz etwas kürzer ist als diese Schweissnaht. Der Schlitz braucht nicht senkrecht auf die Längsrichtung des Streifens angeordnet zu sein und kann auch schräg in bezug auf diese Längsrichtung verlaufen. Weiter kann sie statt einer geraden Form auch eine gekrümmte Form haben. Die Schweissnaht 3 kann sowohl an der rechten Seite (Fig. 1) wie an der linken Seite des Schlitzes (Fig. 4) angeordnet sein ; es können aber auch zu beiden Seiten dieses Schlitzes Schweissnähte vorgesehen sein (Fig. 3). Letzterer Fall tritt ein, wenn sich der Schlitz nicht in einer Ecke, sondern mehr in der Mitte des herzustellenden Ventilbeutels befindet.
In dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 ist die schmale Folie in der Weise auf die breite Folie gelegt, dass die erstere über eine Distanz. welche kleiner ist als die halbe Breite dieser Folie, über die breitere Folie hinausragt. Hiedurch wird erreicht, dass beim folgenden Verfahrensschritt B, bei
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breiten Folie liegt.
Die nach dem Falten zusammengelegten Ränder 5 und 5'der schmalen Folie werden in der folgenden Bearbeitungsstufe C durch eine Schweissnaht 8 miteinander und mit der breiten Folie 1 verbunden Diese Schweissnaht 8 läuft zu beiden Seiten des Schlitzes. 4 und ihre Länge ist kürzer als die Breite der herzustellenden Beutel. Hiedurch sind die gefalteten Streifenteile in ihrer Länge zum Teil nicht aneinander befestigt, so dass sich bei 9 eine Öffnung bildet, durch die die Beutel später gefüllt werden.
Die nächste Bearbeitungsstufe D besteht aus dem Falten der Folie 1, u. zw. so, dass die Seitenwände 7 und 7'zusammenfallen. Die gefalteten Teile werden anschliessend mittels einer Schweissnaht 10. welche die Ränder 7 und 7'miteinander verbindet, und einer senkrecht auf die Längsrichtung der Streifen angeordneten Schweissnahtll miteinander'verbunden (Schritt E). Als letzte Bearbeitungsstufe F folgt noch das Abschneiden des fertigen Beutels über die Schweissnaht 11. Diese Naht 11 soll dazu ausreichend breit sein. Es ist auch möglich, zwei Schweissnähte kurz nebeneinander zu legen und die Beutel durch einen Schnitt zwischen beiden Nähten voneinander zu lösen. Das Abschneiden kann auch gleichzeitig mit der Herstellung der Schweissnaht erfolgen.
Die schmale Folie braucht nicht über die breite Folie hinauszuragen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform werden die Folien in der Weise übereinander gelegt, dass die Mittellinien der beiden Folien dicht beieinander liegen, wie in Fig. 4 zu sehen ist. Das Einfüllventil eines fertigen Beutels liegt jetzt nicht an eine Schweissnaht, sondern an die Falzlinie 12 der breiten Folie an (siehe Fig. 5). Eine Beschädigung der Schweissnaht 10 beim Einbringen des Einfüllstutzens der Beschickungsmaschine ist dadurch ausgeschlossen.
Die erfindungsgemässen Beutel können selbstverständlich auch von Hand aus hergestellt werden ; es kann dabei sowohl von einem flachen als auch von einem rohrförmigen Kunststoffstreifen ausgegangen werden.
Die Fig. 7-10 beziehen sich auf die Ventilkonstruktion bei Verarbeitung eines Rohrstreifens. In das Rohr
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l'wird eine Folie 2'eingeschoben und mittels einer Schweissnaht 3'befestigt. Anschliessend wird in die Wand l'des Rohres und die Folie ein Schlitz 4'geschnitten, worauf die Folie nach innen gefaltet wird. Die nach innen gefalteten Ränder werden sodann mittels Schweissnähten 8'und 13 miteinander und dem Rand eines Rohres verbunden. Zum Schluss wird das Rohr durch die Schweissnaht 10'geschlossen. Diese Schweissverbindung liegt ein wenig über der Falzlinie der Folie, so dass dieser Rand frei von den Beutelwänden liegt, aber beim Einbringen des Einfüllstutzens der Füllmaschine trotzdem von dem Endrand des Ventilbeutels abgestützt wird.
Unten wird der Ventilbeutel gleichfalls durch eine Schweissnaht 14 verschlossen.
Die schmale Folie 2 kann bei der automatischen Herstellung auch in kurzen Streifen aufgelegt werden, wie Fig. 11 zeigt. Die breite Folie wird von einer Rolle 15 und die schmale Folie von einer Rolle 16 zugeführt. Ein Messer 17 zerschneidet die schmale Folie, worauf die einzelnen Teile mit Hilfe des Gerä- tes 18 auf die breite Folie geschweisst werden. Gleichzeitig stanzt ein Stempel 19 einen Schlitz in die beiden Folien. Die Folie 2 wird anschliessend in der Richtung 20 gefalzt und mittels der Schweissvorrichtung 21 durch eine Längsschweissnaht mit der breiten Folie verbunden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Ventilbeutel aus Kunststoff mit einer schlitzförmigen Einfüllöffnung und einem an der Innenseite des Beutels mit der Beutelwand verschweissten, rohrförmigen Einfüllventil, dadurch gekennzeichnet, dass das Einfüllventil (2) an der einen Seite der Einfüllöffnung (4) an der mit der Einfüllöffnung versehenen Wand des Beutels befestigt ist (8) und an der andern Seite der Einfüllöffnung frei von den Beutelwänden gegen den die beiden Beutelwände verbindenden Rand (10, 12) anliegt.