AT237373B - Einbettungsmaterial für die Heranzucht von Pflanzen in und über einer Nährlösung - Google Patents

Einbettungsmaterial für die Heranzucht von Pflanzen in und über einer Nährlösung

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AT237373B
AT237373B AT828462A AT828462A AT237373B AT 237373 B AT237373 B AT 237373B AT 828462 A AT828462 A AT 828462A AT 828462 A AT828462 A AT 828462A AT 237373 B AT237373 B AT 237373B
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Heinrich Sterlich
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  • Cultivation Receptacles Or Flower-Pots, Or Pots For Seedlings (AREA)

Description


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  Einbettungsmaterial für die Heranzucht von Pflanzen in und über einer Nährlösung 
DieErfindung hat sich zur Aufgabe gemacht, dass das im Patent   Nr. 232780 unter Schutz gestellte Ein-   bettungsmaterial für die Heranzucht von Pflanzen in und über einer Nährlösung, wobei die Pflanze bzw. die Pflanzen mit ihrem Wurzelhals bzw. ihrem Wurzelstock in ein mit in sich gebundenem porösem Gefüge bestehenden luftdurchlässigen und saugfähigen Material wie z. B. Schaumgummi, Plastikstoff usw. eingebettet und von diesem in und/oder über der Nährlösung festgehalten wird bzw. werden, dadurch zu verbessern, dass das Einbettungsmaterial als Matte ausgebildet ist, wobei die Matte vorzugsweise mit mit Nährlösung versehenem Lehmwasser gesättigt und/oder in Verbindung mit einer Torfmull-, Lehm- oder Erdmaterialschicht versehen ist. 



   Dadurch ist es möglich geworden, auchSamen, Knollen oder Zwiebeln rasch zum Ankeimen zu bringen. Dies geschieht erfindungsgemäss dadurch, dass die Samen, Knollen oder Zwiebeln auf eine Matte aus Schaumstoff, die mit Nährlösung getränkt ist, aufgelegt werden und die Wurzeln der angekeimten Pflänzchen in die Schaumstoffbettung wachsen. Die Ankeimung kann noch verbessert werden, wenn die Matte 
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 bessert den Boden. Auf diese Weise ist es möglich, Rasenteppiche oder Pflanzenbeete in Hydrokulturverfahren herzustellen und zu betreuen. Diese mattenartigen Einbettungsmaterialien sind ohne Schwierigkeiten mit den eingewurzelten Pflanzen zu transportieren und eignen sich auch für geschlossene Räume, wie Schaufenster, Unterhaltungslokale, Wintergärten und wegen ihres leichten Transportes für nur zeitweise Verwendung z. B. in Ausstellungen.

   Dieses Einbetten kann im Zusammenhang mit entsprechenden Gefässen 
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 elastisch eingeklemmt sind. Die gefaltete Matte ist in eine Wanne 4 gepresst, so dass die Bögen geschlossen aneinanderliegen. Die Seitenwände der Wanne weisen die Matte umgreifende Ränder auf, damit die Matte in aufrechter Stellung der Wanne aus dieser nicht herausfallen kann. Als weitere Sicherung ist ein zwischen Matte und den Rändern angeordneter Rost vorgesehen, dessen Stäbe 3 Åauf den Scheiteln der Bögen aufliegen. In zweckmässiger Weise ist zwischen dem unteren Rand der Matte und der unteren Wannenseitenwand ein Zwischenraum vorgesehen, der zur Aufnahme der Nährlösung dient. Die Grünwand kann an eine Wand gehängt oder zum freien Aufstellen mit Füssen versehen werden. 



   Ein weiteres Ausführungsbeispiel einer aufhängbaren Grünwand mit einer gefalteten Einbettung zeigt Fig. 3. Die gefaltete Einbettung ist mittels Drähten 5 oder Spangen und Haken an einer Platte befestigt, u. zw. in der Weise, dass die Faltung der Matte gesichert ist. Die Platte weist an ihrem unteren Ende noch eine Tropfrinne zum Auffangen aufgesprühter und abfliessenderNährlösung auf. Gegenüber den aus der erfindungsgemässen Einbettung gebildeten Wänden weisen die bekannten Mooswände wesentliche Nachteile auf. Das Aufbaumaterial dieser   Mooswände - Moos- und Torfstreu - bedingt   zufolge seiner losen Struktur ziemlich starke Wände und daher auch entsprechend grosse Gestelle. Seine Verarbeitung ist umständlich und mit viel Schmutz verbunden.

   Zudem nisten sich im Moos und Torf nicht nur Ungeziefer und Krankheiten leicht ein, sondern sie beeinflussen auch die Nährlösung in   ungünstiger Weise. Die   erfindungsgemä-   ssenEinbettungen   sind in Gestelle, da sie ein ganzes Stück bilden, einfach einzubauen. Der Kunstschaum- stoff bietet Ungeziefer und gewissen Krankheitserregern keinen Unterschlupf und keine Nahrung und verhält sich gegen die Nährlösung neutral. 



   Es ist aber auch möglich, bestimmten Samen, z. B. Rasen, schon durch deren Einwurzeln in die Matte einen verlässlichen Halt zu geben. 



   Zu diesem Zweck ist eine Matte nach den Fig. 4 und 5 aus Kunstschaumstoff ausgebildet, die eine verhältnismässig geringe Dicke aufweisen kann,   z. B.   etwa 5 mm. Die auf einer flüssigkeitsdichten Unterlage aufgelegte Matte wird mit mit Nährlösung versehenem Lehmwasser getränkt und mit Grassamen besamt. Um eine übermässige Verdunstung zu verhindern und die Keimung zu fördern, kann die besämte Matte bis zurBewurzelung mit einer Folie abgedeckt und mitBrettern beschwert werden. In der Matte bildet sich ein mit ihr verwachsener Wurzelfilz ; der hochwachsende Rasen kann wie üblich geschnitten werden. In vorteilhafter Weise können diese Matten zur Verschickung zusammengerollt werden.

   Die bewachsenenRasenmatten sind besonders für   geschlosseneRäume   geeignet, wo inErdegepflanzterRasenaus vielen Gründen, wie Einnisten von Ungeziefer, Sauerwerden der Erde ungeeignet ist. Die Rasenmatten können ebenfalls nach den bekannten Hydrokulturverfahren mit Nährlösung versorgt werden. Dieses Einbettungsmaterial kann natürlich auch zur Anzucht und zum Festhalten der Wurzeln anderer niedriger, aus Samen ziehbarer Pflanzen verwendet und auch zur Bildung von Grünwänden in aufhängbaren oder aufstellbaren Wannen eingesetzt bzw. an Platten befestigt werden. 



   Zur beetartigenAnzucht von Knollen oder Zwiebelpflanzen und deren weiterer Pflege wird eine Einbettung gemäss Fig. 6 bevorzugt, die sowohl die Wurzel als auch   die Schäfte   dieser leicht   kippbaren Pflan-   zen zu halten vermag. Sie besteht aus zwei übereinanderliegenden Matten l, la' aus Kunstschaumstoff zwischen welchen die Knollen oder Zwiebeln   6 : in   entsprechendem Abstand voneinander eingelegt sind. 



  In die untere und dickere Matte la verwachsen sich die Wurzeln der sich entwickelnden Pflanzen, während deren Schäfte durch die obere und dünnere nur 3-5 mm starke Matte l'hindurchwachsen, wodurch die Pflanzen an zwei Stellen abgestützt sind. Ausserdem dient die untere Platte als Nährmatte und verhindert die obere Matte eine allzu rasche Verdunstung. 



   Das abgeänderte Ausführungsbeispiel der insbesondere für Keimung von. Blumen oder Gemüsesamen bestimmten Einbettung nach Fig. 7 besteht aus einer Matte 8, die mit parallelen längsverlaufenden Einschnitten 9 versehen ist. In diese Einschnitte werden die Samenkörner in Abständen je nach der zu er-   w artendenPflanze eingelegt, die vomEinbettungsmaterial   zufolge   derelastizität desverwendetenschaum-   stoffes zur Gänze umschlossen werden. Auch die Abstände der Einschnitte voneinander, ihre Tiefe sowie dieHöhe der Matte richtet sich ebenfalls nach   den Eigentümlichkeiten   der aus demSamen keimende und in die Matte sich einwurzelnden Pflanzen. 



   Für die Bewurzelung von Stecklingen eignet sich in vorteilhafter Weise die mattenförmige Einbettung
10 nach Fig. 8. Sie weist Löcher 11 auf, in welche die Stecklinge eingesetzt werden. Die Löcher können sich über die   ganzeHöhe derMatte erstrecken,   aber auch alsSacklöcher ausgebildet sein. IhreDurchmesser sollen kleiner sein als die Stecklinge, damit sie vom Einbettungsmaterial unter Spannung umfasst werden. Das Einbettungsmaterial nach Fig. 9 ist aus mehreren Streifen 12 zusammengesetzt, zwischen welchen die Pflanzen oder Stecklinge eingesetzt werden. Diese Einbettung muss in ein Gefäss, zweckmä- ssig in eine Wanne, eingeklemmt werden, damit auf die Halterung ein Druck ausgeübt wird. 

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   Es ist aber auch ohne weiteres möglich, wie Fig. 10 zeigt, dass die in Streifen geschnittene Matte zu Ringen 13 verklebt ist, die aufeinander auf einer Scheibe 14 zu einem zylindrischen Gebilde aufgelegt werden. Der Innenraum des Zylinders wird mit Torfmull 15 ausgefüllt. Die Pflanzen können zwischen den Ringen eingebettet werden, wobei die Wurzeln in dem Torfmull sich ausbreiten können. Zur Stabilisierung ist in der Zylinderachse eine Säule 16 eingebettet. 



   Ferner zählt es auch zur Erfindung, die Matte zu einem rohrförmigen Gebilde 17 zu formen, in dessen Innenraum ein oder mehrere luftgefüllte   Folienschläuche   18 liegen. Diesekönnenvorzugsweisein Torfmull 19   eingebettet sein, Fig. 13.   



     PATENTANSPRÜCHE   : 
1. Einbettungsmaterialfür dieHeranzuchtvonPflanzen in   und über einerNährlösung,   wobei diePflan- ze bzw. Pflanzen mit ihrem Wurzelhals bzw. ihrem Wurzelstock in ein mit in sich gebundenem porösem
Gefüge bestehenden luftdurchlässigen und saugfähigen Material wie z. B. Schaumgummi, Plastikstoff usw. eingebettet und von diesem in und/oder über der Nährlösung festgehalten wird bzw. werden, nach Patent
Nr. 232780, dadurch gekennzeichnet, dass das Einbettungsmaterial als Matte   (1)   ausgebildet ist, wobei dieMatte vorzugsweise mit mit Nährlösung versehenem Lehmwasser gesättigt und/oder in Verbindung mit einer Torfmull-, Lehm- oder Erdmaterialschicht (2) versehen ist.

Claims (1)

  1. 2. Einbettungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das als Matte ausgebildete Einbettungsmaterial in mehreren Bögen (a) gefaltet ist, wobei in dieFalten zwischen den Bögen (a) Samen oder Wurzeln bzw. die Wurzelhälse von Pflanzen eingebettet sind.
    3. Einbettungsmaterial nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Matte zur Bildung einer Grünwand an einer aufhängbaren oder aufstellbaren, flüssigkeitsdichten, vorzugsweise mit einer Tropfrinne versehenen Wand (4) befestigt ist.
    4. Einbettungsmaterial nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Matte zur Bildung einer Grünwand in eine aufhängbare oder aufstellbare Wanne (4a) eingesetzt ist, deren Seitenwände um die Matte gebogene Ränder aufweisen und vorzugsweise zwischen der Matte und den umgebogenen Rändern oder Seitenwänden ein Rost aus Stäben (3) angeordnet ist.
    5. Einbettungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Anpflanzung von Zwiebeln oderKnollenpflanzen eineHalterung für die Wurzeln (1A) und eineHalterung für dieSchäfte (l) der Pflan- zen vorgesehen ist, wobei zur beetmässigenAnzucht dieser Pflanzen beide Halterungen mattenförmig ausgebildet sind.
    6. Einbettungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Matte (8) zum Einlegen von Blumen- oder Gemüsesamen parallele Einschnitte (9) aufweist.
    7. Einbettungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Matte einen Rasenteppich bildet.
    8. Einbettungsmaterial nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass die Matte (10) zum Einstecken von Pflanzen, insbesondere Stecklingen, durchgehende Löcher (11) oder Sacklöcher aufweist.
    9. Einbettungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Matte aus mindestens zwei Streifen (12) besteht.
    10. Einbettungsmaterial nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Streifen zu einem Ring (13) verklebt sind, die auf einer Scheibe (14) übereinander zu einem zylindrischen Gebilde aufgelegt werden.
    11. Einbettungsmaterial nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenhohlraum des Zylinders mit Torfmull (15) ausgefüllt und die Pflanzen zwischen den Ringen eingebettet sind.
    12. Einbettungsmaterial nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass zur Stabilisierung des zylindrischen Gebildes in die Zylinderachse eine Säule (16) eingebettet ist.
    13. Einbettungsmaterial nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Matte zu einem rohrförmigen Gebilde (17) geformt ist, in dessen Innenraum ein oder mehrereluftgefüllteFolienschläuche (18) liegen, die vorzugsweise in Torfmull (19) eingebettet sind.
AT828462A 1962-10-20 1962-10-20 Einbettungsmaterial für die Heranzucht von Pflanzen in und über einer Nährlösung AT237373B (de)

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