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Verfahren zum Beheizen von insbesondere mehr- und vielstöckigen
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sorgt werden und alle Heizkörper der Einzelräume einer Raumgruppe durch einen einzigen im Neben- schluss am Hauptstrang liegenden Gruppenstrang gespeist werden.
Bei der bekannten'Stranganordnung wird auf die Schaffung eines erhöhten Druckgefälles zwischen Vorlauf-und Rücklaufleitung abgezielt, um kleinere Leitungsquerschnitte verwenden zu können, eine von Gefälle und Gegengefälle unabhängige Leitungsverlegung zu ermöglichen, es dem Heizungsbenutzer zu ermöglichen, die von ihm gewünschte Wärme zu jeder Zeit an jedem Heizkörper durch Betätigung manueller Absperrventile an den einzelnen Heizkörpernindividuell zu beziehen und es dem Eigentümer der Heizungsanlage zu ermöglichen, die von den Heizungsbenutzern bezogenen Wärmemengen mittels Wassermesser einzeln zu erfassen.
Nach der Erfindung werden bei einer Anlage der geschilderten Art alle Heizkörper innerhalb einer Raumgruppe ausschliesslich durch Beeinflussung der Wasserdurchlaufmenge im Gruppenstrang von einer zentralen, innerhalb dieser Raumgruppe angeordneten Stelle aus durch thermostatisch Regulierung des Gruppenstranges in Abhängigkeit von der Temperatur eines Einzelraumes dieser Raumgruppe geregelt.
Dadurch wird eine sowohl im Aufbau als auch betrieblich äusserst einfache Zonenregulierung mit Thermostatsteuerung erreicht, unter Wegfall manuell zu betätigender Regelventile an den einzelnen Heizkörpern (Gruppensteuerung) und unter Anordnung des Steuer-'und Regelgerätes in einem Raum der gesteuerten Gruppe.
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werksgrundriss mehrere baulich in sich abgeschlossene Raumgruppen mit je einer Anzahl Einzelräumen aufweist, wobei pro Raumgruppe ein einziger, die Vorlauf- und die Rücklaufleitung enthaltender, durch alle Stockwerke hindurch führender Hauptstrang vorgesehen ist, der pro Stockwerk und pro Raumgruppe im
Nebenschluss je einen einzigen Gruppenstrang aufweist, an den sämtliche Heizkörper der Einzelräume einer Raumgruppe angeschlossen sind.
Erfindungsgemäss sind bei einer solchenAnlage die einzelnen Heiz- körper einer Raumgruppe unmittelbar ohne manuelle Regelorgane zur Veränderung des Wasserdurchlaufes an ihren Gruppenstrang angeschlossen und nur dieser gemeinsame Gruppenstrang ist zwischen dem ersten Heizkörper und dem Hauptstrang mit einem thermostatisch regelbaren Durchlassventil zur gemeinsamen
Regulierung aller Heizkörper dieser Raumgruppe versehen. Bevorzugterweise ist dabei das Durchlassventil als ein mechanisches Therm03tatventil ausgebildet, von dem zumindest der Fühler im Primärraum der Raumgruppe angeordnet ist.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Zentralwarmwasserheizungsanlage nach der Erfindung schematisch dargestellt, an Hand welcher das erfindungsgemässe Verfahren erläutert wird. Fig. l zeigt das Leitungsschema für die vertikal übereinanderliegenden, im Stockwerksgrundriss z. B. nach Nord-Ost gerichteten Raumgruppen eines neunstöckigen Hochhauses und Fig. 2 die Leitungsführung jnd
Verteilung der Elemente innerhalb einer einzelnen Raumgruppe.
Die in der Zeichnung dargestellte Zentralwarmwasserheizungsanlage dient zur Beheizung eines neun- stöckigen Wohnhochhauses, dessen Stockwerksgrundriss vier baulich in sich abgeschlossene Mehrzimmerwohnungen aufweist, wovon eine Wohnung nach Nord-West, eine nach Süd-West, die dritte nach Süd-Ost und die vierte nach Nord-Ost gerichtet ist.
In Fig. 1 sind lediglich dieHeizgruppen der vertikal übereinanderliegenden, nach Nord-Ost gerichteten Dreizimmerwohnungen schematisch dargestellt und mit 1 - 9 bezeichnet. während Fig. 2 die Raumgruppe einer dieser Dreizimmerwohnungen mit einem Wohnzimmer 15, einem Schlafzimmer 16, einem Kinderzimmer 17, einer Küche 18 und einem Badezimmer 19 zeigt.
Mit 10 ist der Heizkessel und mit 11 die Umwälzpumpe der Anlage bezeichnet. 12 ist die ausgezogen gezeichnete Vorlaufleitung, 13 die strichliert gezeichnete Rücklaufleitung, welche beide zusammen den durch alle neun Stockwerke hindurchführenden einzigenHauptstrang zur Versorgung sämtlicher Heizkörper für alle neun Nord-Ost-Dreizimmerwohnungen bilden. 14 stellt das Ausdehnungsgefäss der Anlage dar.
Pro Stockwerk und pro Raumgruppe hat der Hauptstrang 12, 13 einen einzigen, im Nebenschluss geschalteten, aus der Vorlaufleitung 20 und der Rücklaufleitung 21 gebildeten Gruppenstrang (Fig. 2), an den sämtliche Heizkörper 23 - 27 der Räume 15 - 19 parallel angeschlossen sind und von dem sie gespeist werden.
In der Rücklaufleitung 21 des Gruppenstranges 20, 21 ist zwischen dem Heizkörper 27 und der Einmündung in die Rücklaufleitung 13 des Hauptstranges 12, 13 ein mechanisches Thermostatventil 28 mit Vorwähleinstellung zwischen 50 und 200 C derart eingebaut, dass zumindest dessen Fühler im Raume des Wohnzimmers 15 liegt. Die einzelnen Heizkörper 23-27 haben keine sonst üblichen und von den Zimmerbenutzern manuell einstellbarenDrehregelventile mehr ; ihre Regulierung erfolgt gemeinsam ausschliesslich durch Beeinflussung der Wasserdurchlaufmenge im Gruppenstrang 20,21 mittels des Thermostatventils 28
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in Abhängigkeit von der im Raume 15 vorhandenen bzw. gewählten Temperatur.
Zum einmaligen Einregulieren des Gruppenstranges 20, 21 durch den Installateur ist der Heizkörper
23 im thermostatisch erfassten Raum 15 ausgangsseitig mit einer Reguliermuffe 29 versehen. Die vom
Heizkessel 10 und den Leitungen 12,13 abzweigenden, abgebrochen gezeichneten Leitungen 30 und 31 bilden die Vorlauf-bzw. Rücklaufleitung zum Anschluss der dem beschriebenen Hauptstrang 12,13 analogen Hauptstränge der im Stockwerksgrundriss restlichen, nach Nord-West, nach Süd-West und nach
Süd-Ost gerichteten Raumgruppen.
Die beschriebene und dargestellte Zentralwarmwasserheizungsanlage, die pro Wohnungsgrundriss mit einem einzigen Hauptstrang 12,13 auskommt und bei welcher jede Wohnung entsprechend der vom Mieter am Thermostat 28 individuell gewählten Zimmertemperatur für den Wohnraum 15 gleichmässig beheizt und durch dieses einzige Regelventil temperaturmässig konstant gehalten wird, wird zweckmässig für ein
Temperaturgefälle von 400 C ausgelegt und betrieben.
Durch die aus Fig. 2 ersichtliche, an sich bekannte untere Einführung der Vorlaufleitung in die Heiz- körper ist es ermöglicht, die Heizung mit gegenüber bisherigen Heizungen erhöhter Eintrittstemperatur zu betreiben, ohne dass dabei die Heizflächentemperatur wesentlich erhöht wird. Im Gegensatz zu Heiz- systemen mit oberer Vorlaufeinführung, bei welchen die Oberflächentemperatur im oberen Teil des Heiz- körpers praktisch der Eintrittstemperatur entspricht, liegt die Temperatur bei unterer Einführung je nach der Konstruktion des Heizkörpers um 100 - 200 C unter der Vorlauftemperatur.
Weitere Vorteile des beschriebenen Beheizungsverfahrers mit der beschriebenen und dargestellten
Zentralwarmwasserheizungsanlage mit Umwälzpumpe sind :
Kleinere Rohrdimensionen infolge geringerer Wassermengen, wodurch eine Einsparung an Pumpen- betriebskosten und zugleich eine geringere Trägheit der Anlage erreicht werden. Baulich sind bis zu 600/0 weniger vertikale Schlitze für die Rohrdurchführungen erforderlich, so dass sich auch bauseitige Einsparungen ergeben. Jede Wohnung bildet eine spezielle Regulierzone und gleicht sich heizungsmässig automatisch den verschiedenen Einflüssen, wie Sonneneinfall, Windanfall, Feuchtigkeit usw. an, wodurch bis zu zozo Brennstoffeinsparang erreicht werden.
Ferner ist jeder Mieter in der Lage, für seine Wohnung die ihm am behaglichsten erscheinende Raumtemperatur zwischen 50 und 200 C, unabhängig von der Auffassung der Mieter in andern Stockwerken bzw. der Mieter von nach andern Himmelsrichtungen gelegenen Wohnungen, einzustellen. Ein Einfrieren der Heizkörper bei offenen Fenstern ist ausgeschlossen, wodurch sich eine erhöhte Betriebssicherheit der Anlage ergibt. Schliesslich sind ohne Einbusse der Regulier- fähigkeit Heizgruppenregulierungen eingespart, wodurch nochmals eine Senkung der Anlagekosten herbeige- führt wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Beheizen von insbesondere mehr-und vielstöckigenhochbauten, deren Stockwerkgrundriss mehrere baulich in sich abgeschlossene Raumgruppen mit je einer Anzahl Einzelräumen aufweist, mittels einer Zentralwarmwasserheiznngsanlage mit Umwälzpumpe, wobei jeweils die in gleicher Himmelsrichtung vertikal übereinanderliegenden Raumgruppen mittels eines einzigen Hauptstranges versorgt werden und alle Heizkörper der Einzelräume einer Raumgruppe durch einen einzigen im Nebenschluss am Hauptstrang liegenden Gruppenstrang gespeist werden, dadurch gekennzeichnet, dass alle Heizkörper innerhalb einer Raumgruppe ausschliesslich durch Beeinflussung der Wasserdurchlaufmenge im Gruppenstrang von einer zentralen,
innerhalb dieser Raumgruppe angeordneten Stelle aus durch thermostatische Regulierung des Gruppenstranges in Abhängigkeit von der Temperatur eines Einzelraumes dieser Raumgruppe geregelt werden.