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Strahlergruppe mit mehreren in einer Reihe auf einer schmalen
Schallwand angeordneten Lautsprechern Die Erfindung betrifft eine Strahlergruppe mit mehreren in einer Reihe auf einer schmalen Schallwand angeordneten Lautsprechern. Derartige Lautsprecheranordnungen sind bekannt. Strahlergruppen zeichnen sich durch eine gute Wiedergabe der tiefen Frequenzen aus und besitzen in der senkrechten Ebene eine keulenförmige Richtcharakteristik, während sie in der waagrechten Ebene eine achtförmige Richtcharakte- I ristik besitzen.
Durch Anordnung eines besonders bemessenen Laufzeitgliedes auf der Rückseite der Lautsprecher ist es ferner bekannt, eine nierenförmige Richtcharakteristik in der waagrechten Ebene zu erzielen. Auch ist es bekannt, bei derartigen Strahlergruppen die einzelnen Lautsprecher mit einander nicht parallelen
Achsen vorzusehen und dadurch die Richtcharakteristik zu verändern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Strahlergruppe zu schaffen, die mit geringem Aufwand am Aufstellungsort den jeweiligen Erfordernissen bezüglich der Richtcharakteristiken angepasst wer- den kann.
Die Strahlergruppe gemäss der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Schallwand aus verform- barem Material besteht. Dadurch ist es in einfacher Weise möglich, jedem der einzelnen Lautsprecher eine unterschiedliche Richtwirkung zu geben und die Richtcharakteristik besonderen örtlichen Verhält- nissen anzupassen, ohne dass wie bei einer bekannten Anordnung, bei der die Lautsprecher einzeln für sich schwenkbar sind, durch akustische Kurzschlüsse die Übertragung beeinträchtigt und die Gruppenwirkung selbst gestört wird.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind zur bleibenden Verformung der aus elastisch verbiegbarem Material bestehenden Schallwand eine äussere Spannvorrichtung oder mit dem
Schallwandmaterial verbundene plastisch verformbare Teile, z. B. aus Blech oder Draht, vorgese- hen.
Eine andere Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Schallwand aus plastisch, gegebenenfalls thermoplastisch, bleibend verformbarem Material, z. B. Polyäthylen, Polyvinyl- chlorid od. dgl. besteht. Eine Verbesserung kann auch dadurch erzielt werden, dass die Schallwand im
Bereich der Auflage der Lautsprecher mit einem sich der Schallwandbiegung anpassenden Belag aus
Schaumstoff od. dgl. versehen ist.
Eine andere Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Schallwand zwischen den Lautsprechern durch Verringerung ihrer Stärke die Verbiegung erleichternde Rillen besitzt. Eine Ab- wandlung der Erfindung ist auch in der Weise möglich, dass die Lautsprecher einzeln auf starren Platten befestigt sind, die ihrerseits auf einer biegsamen Folie angeordnet sind.
Die Anordnung kann ferner derart getroffen werden, dass die Lautsprecher einzeln oder in Gruppen auf ihrer Rückseite durch ein Gehäuse abgedeckt sind, das gegebenenfalls aus biegsamem Material besteht. Eine einseitige Richtwirkung lässt sich dadurch erzielen, dass die Lautsprecher einzeln auf ihrer Rückseite mit einem schalldurchlässigen Material abgedeckt sind bzw. dass das Gehäuse mit entsprechendem Material abgedeckte Öffnungen enthält, das als Laufzeitglied wirkt, derart, dass der rückwärts austretende Schall den von der Vorderseite abgestrahlten Schall in rückwärtiger Richtung auslöscht, so dass
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eine einseitige Richtwirkung entsteht.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend an Hand der Zeichnungen beschrieben.
In den Figuren sind jeweils Strahlergruppen dargestellt, bei denen den einzelnen Lautsprechern besondere Richtwirkungen gegeben werden können'.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform sind die Lautsprecher L unter Zwischenlage von wei- chem Material E, z. B. Schaumstoff, auf einer elastisch biegsamen schmalen Schallwand S befestigt. Der Schallwand S kann durch Verspannen mit dem Gewindestab G, dessen Enden mittels Flügelmuttern F verstellbar mit der Schallwand S verbunden sind, die gewünschte Biegung gegeben werden.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform kann den Lautsprechern L eine windschiefe Stellung ihrer Achsen zueinander erteilt werden. Die Lautsprecher L befinden sich zweckmässig ebenfalls unter Zwischenlage von Schaumstoffmaterial E od. dgl. auf einer plastisch verformbaren Schallwand P. Die Schallwand P kann beispielsweise aus einem mehrschichtigen Material bestehen, welches z. B. eine Füllung aus Schaumstoff od. dgl. aufweist, die durch Schichten aus Pappe, Kunststoffolie, Blech od. dgl. verstärkt ist.
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Zur Erzielung einer bleibenden Verformung sind in der Schallwand Drähte D aus Aluminium oder Eisen eingezogen, die nach Belieben gebogen werden können und die Schallwand in der festgelegten Form halten. Zwischen den Lautsprechern L ist die Schallwand zusätzlich in ihrer Stärke verringert. Die dadurch entstehenden Rillen R erleichtern eine Verbiegung.
Ferner ist es möglich, in dieser Weise ausgebildete Schallwände als Bandmaterial herzustellen, von dem je nach der Anzahl der zu verwendenden Lautsprecher längere oder kürzere Stücke abgeschnitten werden. Die Rillen R erleichtern in diesem Fall gleichzeitig das Abschneiden.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Strahlergruppe sind die Lautsprecher L jeweils für sich auf der Rück-- seite durch ein Gehäuse H abgedeckt, welches eine Schallaustrittsöffnung Ö aufweist. Die Schallaustritts- öffnung Ö kann ein Laufzeitglied aus porösem Material, wie Steinwolle od. dgl., enthalten, das so bemessen ist, dass der-von der Vorderseite her kommende Schall den durch dieses Laufzeitglied hindurchdringenden Schall auslöscht, so dass eine einseitige Richtwirkung der Strahlergruppe erzielt werden kann.
Bei den Ausführungsformen nach den Fig. 1-3 wird die elastische Zwischenlage E zweckmässig derart gross gewählt, dass ein gegebenenfalls aufzusetzendes Gehäuse H gegenüber der Schallwand S, P oder W abgedichtet ist.
Die Lautsprecher L können samt Gehäuse H jeder für sich auf einer starren Platte Q angeordnet sein.
Die Platten Q werden beispielsweise zweckmässig durch eine durchgehende biegsame Folie B miteinander verbunden.
Wie die Fig. 5 und 6 zeigen, können die Lautsprecher auch in ein Gehäuse RG, das aus einem oder rohrförmigen Profilmaterial besteht, eingebaut sein. Das Gehäuse RG besteht, wie bereits oben geschildert, ebenfalls aus verformbarem Material, gegebenenfalls mit Einlagen von Draht od. dgl. und besitzt erforderlichenfalls eine rückwärtige Öffnung Ö, die ein Laufzeitglied enthalten kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Strahlergruppe mit mehreren in einer Reihe auf einer Schallwand angeordneten Lautsprechern, dadurch gekennzeichnet, dass die Schallwand aus leicht verformbarem Material besteht.
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dem Schallwandmaterial verbundene plastisch verformbare Teile, z. B. aus Blech oder Draht, vorgesehen sind.
3. StrahlergruppenachAnspruchloder2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schallwand aus plastisch, gegebenenfalls thermoplastisch, bleibend verformbarem Material, z. B. Polyäthylen, besteht.
4. Strahlergruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schallwand im Bereich der Auflage der Lautsprecher (L) mit einem sich der Schallwandbiegung anpassenden Belag (E) aus Schaumstoff od. dgl. versehen ist.
5. Strahlergruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schallwand (W) zwischen den Lautsprechern (L) durch Verringerung ihrer Stärke die Verbiegung erleichternde Rillen (R) besitzt.
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