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Beton-Drän-Muffen-Rohr zur Bodenentwässerung
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Dies wird bei Beton-Drän-Muffen-Rohren zur Bodenentwässerung mit teilweise poröser und teilweise dichter Wandung dadurch erreicht, dass der bei der Verlegung als Auflage bestimmte untere Teil des
Rohres (die Rohrsohle) vollständig aus hochporösem Beton, die übrigen Rohrteile hingegen aus Dichtbeton bestehen.
Die Kapillarwirkung des hochporösen Betons ist so gross, dass das Wasser in der Rohrwand, wenn diese in der Sohle durchlässig ist, nach oben gesaugt wird. Dies hat zur Folge, dass das Entwässerungsrohr selbst dann noch Wasser abzuführen vermag, wenn der Grundwasserspiegel so weit gesunken ist, dass er den Aussenumfang des Rohres gerade noch von unten als Tangente berührt. Die Rohrsohle liegt also nicht mehr auf wasserdurchtränktem und völlig durchschlammtem Boden auf, so dass ein Absinken und Verschieben der Rohre nicht mehr zu befürchten ist. Ausserdem können in das Rohrinnere, da das Wasser durch die Rohrsohle auf Grund der Kapillarwirkung hochgesaugtwird, keine Fest-und Schmutzteilchen mehr gelangen, die das Rohrinnere verstopfen.
Die Strömungsgeschwindigkeit durch die Kapillarwirkung ist nämlich so gering, dass keine Feinteilchen mehr in das Rohrinnere mitgerissen werden können. Das einmal in das Rohrinnere gelangte Wasser fliesst infolge des geringen Strömungswiderstandes im Hohlraum des Rohres ohne weiteres ab, so dass das einmal in das Rohr eingedrungene Wasser, auch wenn die Sohle des Rohres porös ist, nicht wieder in den Boden zurückfliesst, da der Boden an sich schon stark wasserhaltig ist. Ausserdem kann das poröse Material, da die Wurzeln, wie oben schon angedeutet, nur nach unten und zur Seite hin wachsen, nicht mehr von den feinen Wurzeln durchsetzt und verstopft werden.
Ein weiterer Vorteil der Entwässerungsrohre nach der Erfindung liegt darin, dass sie den Grundwasserspiegel bis zur Rohrsohle absenken, ohne den über den Rohren liegenden Boden auszutrocknen, wodurch solche Rohre zur Entwässerung von Kulturböden sehr gut geeignet sind.
Da durch die Kapillarwirkung je nach der Weite der kapillaren, das Wasser stets nur bis zu einer bestimmten Höhe hochgezogen wird, kann die Wirkung des erfindungsgemässen Rohres dadurch verbessert werden, dass der Boden des Rohres verhältnismässig schwach gemacht wird, so dass die Saugfähigkeit der Rohrsohle verbessert wird. Zu diesem Zweck kann entweder das Rohr unten abgeflacht sein oder die Mittelachsen der äusseren und inneren Durchmesser können zueinander exzentrisch angeordnet sein. Die Dikke der porösen Rohrsohle kann ausserdem durch Rillen oder Nuten vermindert sein. Bei exzentrischer Anordnung der inneren und äusseren Rohrdurchmesser zueinander wird ausserdem die dichte Rohrwand an der Seite und im Rohroberteil stärker, so dass die Rohre höheren Druckbeanspruchungen, die z.
B. durch dar- über hinwegfahrende schwere Fahrzeuge auftreten können, standhalten.
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Gleiche Teile der Rohrkörper tragen bei allen Figuren gleiche Bezugszeichen, der Rohrmantel ist jeweils mit 1, der innere Hohlraum mit 2, eine Abflachung des unteren Rohrkörpers mit 3 bezeichnet.
Nach Fig. 1 ist der innere Hohlraum 2 konzentrisch in dem Rohrmantel l angeordnet. Der Rohrmantel 1 weist an seiner unteren Seite eine teilweise Abflachung 3 auf, wobei die Muffenpartien von der Abflachung ausgenommen sind. Der untere Rohrteil 7 besteht aus hochporösem Beton, der obere Rohrteil 8 aus dichtem Beton.
Nach Fig. 2 ist die Achse des Hohlraumes 2 exzentrisch zur Achse des Aussenmantels 1 angeordnet, u. zw. um. den Betrag"a". Eine teilweise oder gesamte Abflachungsmöglichkeit ist bei 3 gestrichelt angedeutet.
Fig. 3 zeigt ein konzentrisches Rohr 1 und 2, wobei die durchlaufende Abflachung 3 auf der ganzen Länge eine breite Nut 4 hat.
Die Fig. 4 mit konzentrischer Lage des Hohlraumes 2 zeigt den Aussenmantel l unten bei 3 auf ganzer Länge abgeflacht, wobei in der Rohrsohle eine unterbrochene schmälere Nut 4 mit zusätzlich angeordneter Rille 5 und nicht durchlaufenden Aussenrillen 6 angebracht sind. In Fig. 5 ist für ein konzentrisches Rohr etwa nach Fig. 1 die mögliche Begrenzung der Abflachung 3 gestrichelt eingezeichnet. Eine bekannte Muffenform zeigt bei 11 den Innenring der Muffe, bei 12 den gestrichelten, zugehörigen Gegenaussenring. mit einer gemeinsamen schwach konischen Dichtfläche 13. Die Fig. 6 zeigt die Unterseite eines Muffenrohres etwa nach Fig. 5 mit nur teilweiser Abflachung 3. Der Hohlraum 2 und die untere Gegenmuffe 12 sind gestrichelt angedeutet.
Fig. 7 zeigt die Unterseite eines Drän-Muffen-Rohres mit voller Abflachung mit teilweise breiter Nut, die noch zusätzlich unterbrochen gestrichelt gezeichnet ist. In der Fig. 8 ist die Unterseite eines Rohres etwa nach Fig. 4 gezeigt, das eine'volle Abflachung 3 aufweist, in der zusätzlich schmale unterbrochene
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Nuten 4 mit einer eventuell zusätzlichen Rille 5 zur weiteren Schwächung der Unterseite angeordnet sind. Weitere zusätzliche Rillen 6 sind links nicht unterbrochen, während diese gleiche Rille 6 rechts mit zwei Unterbrechungen gezeichnet ist.
Die Kombinationsmöglichkeiten der erfindungsgemässen Verminderung der unteren Wandstärke von Beton-Drän-Muffen-Rohren sind durch die gezeigten Figuren nicht erschöpfend dargestellt, aber die prinzipiellen Formen sind beschrieben.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Beton-Drän-Muffen-Rohr zur Bodenemwässerung mit teilweise poröser und teilweise dichter Wandung, dadurch gekennzeichnet, dass der bei der Verlegung als Auflage bestimmte untere Teil des Rohres (die Rohrsohle) vollständig aus hochporösem Beton, die übrigen Rohrteile hingegen aus Dichtbeton bestehen.
2. Beton-Drän-Muffen-Rohrnach Anspruchl, dadurch gekennzeichnet, dass die poröse Rohrsohle eine geringere Wandstärke hat, als die dichten Teile der Rohrwand.
3. Beton-Drän-Muffen-rohr nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelachse des inneren Rohrhohlraumes gegenüberder Mittelachse des äusseren Rohrdurchmessers nach umen ex- zentrisch versetzt ist.