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Sprüheinrichtung
Die Erfindung betrifft eine Sprüheinrichtung mit einer sich auf einem rotierenden Mittelteil fest ab- stützenden, jedoch von ihm lösbaren ringförmigen Muffe mit einer kreisförmigen scharfen Absprühkante zum Zerstäuben und Niederschlagen von strömungsfähigenstoffen bei gleichzeitiger Anwendung der Flieh- kraft und der elektrostatischen Feldwirkung.
Um bei der Annäherung einer derartigen Sprüheinrichtung an dem ihr gegenüber einen hohen Potential. unterschied aufweisenden zu besprühenden Körper eine gefährliche Spannungsübertragung auf die Bedienung- pelson der Sprüheinrichtung zu verhindern, wurde bisher in der Regel ein schwach leitfähiger Werkstoff für die Herstellung des unter hoher Spannung stehenden rotierenden Teiles der Vorrichtung verwendet.
Nach der Erfindung wird für die Bedienungsperson einer Sprüheinrichtung mit einer sich auf einem rotierenden Mittelteil fest abstützenden Muffe mit einer kreisförmigen scharfen Absprühkante eine wesentliche Steigerung der Sicherheit gegen die mit dem Vorhandensein einer hohen Spannung bei der Handhabung der Vorrichtung verbundenen Gefahren dadurch erreicht, dass die Muffe von dem sie tragenden Mittelteil ohne Lösen desselben von seiner Rotationswelle abnehmbar ausgebildet ist und, wenigstens in ihrem die Absprühkante enthaltenden Bereich, aus einem Halbleitermaterial besteht. Unter einem Halbleitermaterial wird hiebei, wie beispielsweise aus der Literaturstelle "International Dictionary of Physics and Electronics" hervorgeht, ein Material verstanden, dessen spezifischer Leitungswiderstand zwischen 10-2 und 1090hm cm liegt.
Durch die erfindungsgemässe Ausbildung der Muffe aus einem Halbleitermaterial wird der Vorteil erzielt, dass, wenn die in der Regel an einer Hochspannung von zirka 90kVliegendeAbsprühkantederSprüh- einrichtung versehentlich in die Nähe eines mehr oder minder geerdeten Teiles gebracht wird oder gar einen solchen Teil berührt, durch die automatische Einschaltung des Halbleitermaterials in den Stromkreis dieser einen so grossen Widerstand besitzt, dass die bei einer Entladung oder einem Funken entstehende Energie vernachlässigbar ist. Die Energiemenge besitzt dann einen derart geringen Wert, dass weder für die Bedienungsperson noch für die Entzündung von sich gegebenenfalls in der Umgebungsluft befindenden Lösungsmitteldämpfen eine Gefahr vorhanden ist.
Besteht hingegen die Absprühkante der Zerstäubereinrichtung aus elektrisch leitendem Material, so muss eine Schutzeinrichtung (Widerstand, Schnellschalter usw. ) vorgesehen sein, um unmittelbar die Energie zu begrenzen, die in einem solchen zufällig hervorgerufenen Zündfunken enthalten sein könnte. Die Notwendigkeit einer solchen Schutzeinrichtung entfällt bei der erfindungsgemässen Vorrichtung, wodurch die Vorrichtung sowohl billiger als auch raumsparender gemacht werden kann.
Dadurch, dass die Muffe von dem sie tragenden Mittelteil ohne Lösen desselben von seiner Rotationswelle abnehmbar ausgebildet ist, wird die Montage bzw. Demontage wesentlich vereinfacht und erfordert keinerlei Werkzeug. Infolge der einfachen Ausbildung ist es auch nicht notwendig, besonders geschultes Personal für diese Arbeiten heranzuziehen.
Zweckmässig ist gemäss der Erfindung die Anordnung so getroffen, dass die Muffe in ihrem der Ab- sprühkante entgegengesetzten Endbereich eine innere Ringnut besitzt und mit dieser auf eine ihr ent- sprechende, auf der Aussenmantelfläche des Mittelteiles vorgesehene Ringwulst bis zum Einrasten aufsteck-
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bar ist. Dadurch wird eine besonders vorteilhafte Ausführungsform für die abnehmbare Muffe erreicht.
Das Halbleitermaterial der Muffe besitzt vorzugsweise einen spezifischen Leitungswiderstand der Grössenordnung von 1060hm cm.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines im Axialschnitt dargestellten Ausführungsbeispieles schematisch dargestellt.
Auf einen zylindrischen Mittelteil 1, der mit einer mittleren Bohrung für sein Aufstecken auf eine Drehwelle und mit Durchlässen für die zu zerstäubende Flüssigkeit versehen ist, ist eine zu ihm konzentrische Muffe 3 befestigt, die über die Stirnseite des Mittelteiles vorsteht und in die scharfe Absprühkante 5 übergeht. Die Muffe 3 ist gegen axiale Verschiebung durch den Eingriff einer äusseren Ringwulst 2 des Mittelteiles 1 in eine innere Ringnut der Muffe am Mittelteil 1 gesichert. An seiner Stirnseite ist der Zylinderkörper 1 längs seines Umfanges mit einer abgerundetenRingfläche 4 ausgebildet, welche das Überströmen der den Zylinderkörper 1 verlassenden Flüssigkeit nach der Innenfläche der Muffe 3 ohne scharfe Umlenkung ermöglicht.
Die Muffe 3 besteht aus einem Halbleiter mit einem spezifischen Leitungswiderstand in der Grössenordnung von ungefähr 1060hm cm, z. B. aus einem als Halbleiter wirksamen Kautschuk, und der zylindrische Mittelteil l. kann ebenfalls aus einem einen Halbleiter darstellenden oder auch aus einem elektrisch leitenden Werkstoff geformt sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Sprüheinrichtung mit einer sich auf einem rotierenden Mittelteil fest abstützenden, jedoch von ihm lösbaren ringförmigen Muffe mit einer kreisförmigen scharfen Absprühkante zum Zerstäuben und Niederschlagen von strömungsfähigen Stoffen bei gleichzeitiger Anwendung der Fliehkraft und der elektrostatischen Feldwirkung, dadurch gekennzeichnet, dass die Muffe (3) von dem sie tragenden Mittelteil (1) ohne Lösen desselben von seiner Rotationswelle abnehmbar ausgebildet ist und, wenigstens in ihrem die Absprühkante (5) enthaltenden Bereich, aus einem Halbleitermaterial besteht.