AT232715B - Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung eines gewellten, flexiblen, dünnwandigen Rohres aus thermoplastischem Kunststoff - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung eines gewellten, flexiblen, dünnwandigen Rohres aus thermoplastischem Kunststoff

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AT232715B
AT232715B AT814361A AT814361A AT232715B AT 232715 B AT232715 B AT 232715B AT 814361 A AT814361 A AT 814361A AT 814361 A AT814361 A AT 814361A AT 232715 B AT232715 B AT 232715B
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  Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung eines gewellten, flexiblen, dünnwandigen
Rohres aus thermoplastischem Kunststoff 
Es ist bekannt, gewellte, flexible Rohre in der Weise herzustellen, dass man das aus der Ringdüse eines Extruders austretende plastische Rohr beispielsweise durch mechanische Prägung mit Hilfe einer Rillenrohrform durch Anwendung von Druck und/oder Vakuum verformt. In diesem Falle sind für die Verformung der noch plastischen Masse zu gewellten Rohren mechanische   Präge- bzw. Verformungsmittel   erforderlich, die einen erheblichen technischen Aufwand verursachen.

   Es wurde nun gefunden, dass man gewellte, flexible, dünnwandige Rohre aus thermoplastischem Kunststoff durch Stauchen eines aus einer Strangpresse austretenden Rohres im plastischen Zustand herstellen kann, wenn   erfindungsgemäss   das Rohr über einen sich unmittelbar an den Düsenkern der Strangpresse anschliessenden, gegebenenfalls sich konisch erweiternden Dornfortsatz mit Reibung geführt wird. 



   Das aus der Ringdüse austretende warmplastische Rohr wird also nicht-wie es bei der Herstellung von glatten Rohren der Fall ist-mit gleichbleibender Geschwindigkeit abgezogen, sondern in einem bestimmten Takt festgehalten bzw. abgebremst und wieder weitergeführt, wodurch die sich jeweils noch bewegenden bzw. schneller bewegenden Teile des Rohres an den heissesten und damit sich auch zuerst verformenden Stellen durch das nachschiebende Material zur Seite ausweichen und sich somit zu einer Ringwulst gegen den festgehaltenen weniger plastischen Rohrabschnitt aufwerfen. Dieser Ringwulst wird sogleich nach seinem Entstehen soweit abgekühlt, dass er bereits bei der nächst nachfolgenden Stauchung erhärtet und damit nicht mehr verformbar ist.

   Der sich an den Düsenkern anschliessende   Dornfortsatz   hat entweder eine zylindrische oder zweckmässiger eine konische bzw. andere rotationssymmetrische Form, wobei der Durchmesser des Dornfortsatzes an der von der Düse abgekehrten Seite am grössten ist. 



  Wie aus der Zeichnung hervorgeht, schliesst sich der Dornfortsatz 3 glatt an den Dorn 1 an. Der Dornfortsatz selbst kann in beliebiger Weise, vorzugsweise durch Schraubgewinde, an dem Dorn 1 befestigt werden. Der Dorn sowie der Dornfortsatz können durchbohrt sein, um eine Kühlung des Dornfortsatzes bzw. des austretenden Rohres 4, falls erforderlich, zu ermöglichen. Je nach der Form des Dornes wird das noch warmplastische Rohr zunächst mehr oder weniger aufgeweitet. Die bei diesem Gleitvorgang des Rohres über den sich erweiternden   Dornfortsatz   auftretende Reibung bewirkt eine Verlangsamung der Vorschubbewegung und damit eine Stauchung des Rohres, die noch dadurch gefördert wird, dass sich das warmplastische Rohr während des Weitertransportes auf dem Dornfortsatz abkühlt und dabei weniger plastisch wird.

   Bei dieser Stauchung kommt es jeweils an den heissesten Stellen des Rohres, d. h. relativ dicht an der Düse 2, zur Bildung einer Ringfalte oder Ringwulst, bis der Schub des nachfolgenden Rohres so gross wird, dass sich das gewellte Rohr 5 über den Dornfortsatz 3 hinausschiebt. So stellt sich ein stabiler Zustand ein, bei dem jeweils eine Ringfalte den Dornfortsatz verlässt, während sich eine neue in unmittelbarer Nähe der Düse nachbildet. Abstand und Regelmässigkeit der aufeinanderfolgenden Ringfalten sind in erster Linie von der Art des zu verarbeitenden thermoplastischen Kunststoffes abhängig, weiter von der Extrusionstemperatur, die üblicherweise zwischen 100 und   350  C   je nach Art des thermoplastischen Kunststoffes liegt, von dem Grad der Abkühlung und der Form des Dornes sowie schliesslich von der Abzugsgeschwindigkeit des Rohres.

   Als Thermoplasten eignen sich für das vorliegende Verfahren beispielsweise Polyvinylchlorid in insbesondere harten und schlagzähen Einstellungen, dessen Mischpolymerisate mit z. B. Vinylacetat und Maleinsäure, schlagzähes Polystyrol sowie dessen Mischpolymerisate mit z. B. 



  Acrylnitril, Polyolefine sowie deren Mischpolymerisate, Polyamide bei weitgehend unterschiedlichen Molekulargewichten sowie Polymerisatmischungen. Es ist allgemein möglich, jeden steifen Thermoplasten in ein flexibles Rohr überzuführen. 



   Je nach der Art und Grösse der herzustellenden Rohre lassen sich die Verarbeitungsbedingungen zweckentsprechend auswählen. 



   Nach dem vorliegenden Verfahren können gewellte, flexible Rohre in nahezu beliebigen Durchmessern und Längen in überaus einfacher und zweckmässiger Weise unter Vermeidung des bisher bei der Verwendung von formgebenden Vorrichtungen erforderlichen erheblichen apparativen Aufwands hergestellt werden. 



  Diese erhaltenen Rohre sind zur Ummantelung und zum Schutz von elektrischen Kabeln, insbesondere für Installationszwecke und für solche Anwendungsgebiete hervorragend geeignet, in denen es in erster Linie 

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 auf die Biegsamkeit des Rohres ankommt. Solche Rohre können auch zum Transport von Gasen oder Flüssigkeiten eingesetzt werden, wenn der Transportweg viele Windungen aufweist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung eines gewellten, flexiblen, dünnwandigen Rohres aus thermoplastischem Kunststoff durch Stauchen eines aus einer Strangpresse austretenden Rohres im plastischen Zustand, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr über einen sich unmittelbar an den Düsenkern der Strangpresse anschliessenden, gegebenenfalls sich konisch erweiternden Dornfortsatz mit Reibung geführt wird.
AT814361A 1961-02-17 1961-10-27 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung eines gewellten, flexiblen, dünnwandigen Rohres aus thermoplastischem Kunststoff AT232715B (de)

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