AT232650B - Haar- und Hautpflegemittel - Google Patents

Haar- und Hautpflegemittel

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AT232650B
AT232650B AT755961A AT755961A AT232650B AT 232650 B AT232650 B AT 232650B AT 755961 A AT755961 A AT 755961A AT 755961 A AT755961 A AT 755961A AT 232650 B AT232650 B AT 232650B
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AT
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sep
hair
thiazolidine
ester
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Paul Dr Rambacher
Guenter Dr Bechmann
Heinz Dr Lukesch
Hans Schwarzkopf
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Hans Schwarzkopf
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Haar- und Hautpflegemittel 
Die Erfindung betrifft ein Mittel zur Haar- und Hautpflege, insbesondere zur Kräftigung des Haar- wuchses und zur Normalisierung einer übermässig starken Schuppenbildung. 



   Keratin ist ein praktisch   lomiger   Eiweisskörper und wie alle Peptide zusammengesetzt aus Aminosäuren, die   durch-CO NH"-Bindungen   miteinander gekoppelt sind. Der wesentliche Unterschied zu andern Eiweissarten besteht jedoch in einem relativ hohen Gehalt an Cystin, der beim menschlichen Haar durchschnittlich   161o   beträgt. Cystin ist bekanntlich das durch oxydative Kupplung gebildete Dimere der Mercaptoverbindung Cystein. Es erschien deshalb möglich, dass Cystein bei medikamentöser Anwendung eine haarwuchskräftigende Wirkung besitzt (American Parfumer). Eine Bestätigung dieser Annahme war die Kräftigung des   Haarwuchstums   bei Personen, die zur Behandlung chronischer Unterernährung Cysteinpräparate per os erhielten (Ratschow, D.

   Gesundheitswesen, Heft 1,   III.   Jahrgang). 



   Weiterhin wurde festgestellt, dass Cystein bzw. Cystin neben ihrer keratogenen eine allgemein re-   genererende   Wirkung auf geschwächte Körperzellen besitzen. Es ist bekannt, dass das Zellgift Wasserstoffperoxyd, welches unter Einwirkung von ionisierenden Strahlen auf den Zellinhalt entsteht, durch Cystein und andere Mercaptoverbindungen unschädlich gemacht wird, wobei möglicherweise diese Verbindungen auch als Ersatz zelleigener Verbindungen dienen. Weiterhin wurde Cystein zur Behandlung von Wunden und Ulcerationen herangezogen und wurden gute Erfolge hiemit erzielt. Die günstige Wirkung ist hiebei wesentlich in der keratogenen Eigenschaft des Cysteins begründet. 



   Diese Eigenschaften des Cysteins und die Erkenntnis, dass zwischen   exogeen   Zellschäden und dem natürlichen Altern der Zellen weitgehende Parallelen bestehen, legten nahe, Cystein auch in haarkosmetischen Präparaten zur Kräftigung des Haarwuchses zu verwenden. Dem praktischen Einsatz des Cysteins in kosmetischen Präparaten steht jedoch   dessen Luftempfindlichkeit   entgegen, die insbesondere in Gegenwart von Schwermetallsalzen derartige Präparate schnell unwirksam werden lässt. 



   Von Harold J. Debey und Mitarbeitern wurde nun festgestellt, dass für die Proteinsynthese im tierischen Körper Nahrungscystin und-cystein durch Thiazolidin-4-carbonsäure ersetzt werden können. C. G. Mackenzie und J. Harries bewiesen ferner, dass in Mitochondrien aus Formaldehyd und L-Cystein über die   Thiazolidin-4-carbonsäure   die Verbindung N-Formylcystein synthetisiert wird. Es kann somit als gesichert gelten, dass in der Zelle Thiazolidin-4-carbonsäure unter Ringspaltung zu Cystein abgebaut wird. 



   Nun wurde gefunden, dass Lösungen von Thiazolidin-4-carbonsäure oder von Thiazolidin, das in 4-Stellung eine Gruppe trägt, welche durch Hydrolyse und/oder Oxydation eine Carboxylgruppe bildet, imstande sind, bei percutaner Anwendung den Haarwuchs zu kräftigen und eine übermässig starke Schuppenbildung zu normalisieren. Die genannten Verbindungen haben sich auch bei langandauernder Anwendung als vollkommen unschädlich erwiesen. Die Wirkung der genannten Verbindungen ist so zu erklären, dass das durch Spaltung des Thiazolidinringes und eventuelle gleichzeitige Hydrolyse bzw. Oxydation des Substituenten entstehende Cystein auf das keratinbildende   Ferments. ystem   der Zelle einen spezifischen Reiz ausübt, der mit einer verstärkten Keratinsynthese beantwortet wird.

   Möglicherweise ist auch eine Ausweichreaktion der Zelle auf die Cysteinanhäufung mit die Ursache für die Kräftigung des Haarwuchses,   d. h.   das überschüssige Cystein wird in Keratin eingebaut und mit diesem ausgeschieden. 



   Der Substituent des Thiazolidins kann erfindungsgemäss eine Oxymethylgruppe, aus der durch 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Oxydation eine Carboxylgruppe entsteht, oder eine Estergruppe sein, die hydrolytisch in eine Carboxylgruppe und einen Alkohol gespalten wird. Beispiele für verwendbare Ester sind Thiazolidin-4-carbonsäure-methylester, -äthylester und -cetylester. Selbstverständlich können auch Thiazolidin-4-carbonsäureester mit andern Alkoholresten Anwendung finden, insbesondere mit solchen, deren Alkohole das sekundär gebildete Cystein in seiner kosmetischen Wirkung ergänzen, beispielsweise Panthenol. Auch kann der Alkoholrest eine oder mehrere hydrophile Gruppen aufweisen. 



   Penetrationsfördernd wirken ferner Zusätze, welche die Benetzungsfähigkeit der Epidermis erhöhen, beispielsweise Polyoxyäthylen-Sorbitanmonolaurat, oder als Vehikel zur Durchdringung der Lipoidbarriere dienen, beispielsweise Lanolin   oderìanolinähnliche Produkte.   



   Es kann ausserdem vorteilhaft sein, die Thiazolidinderivate in den kosmetischen Präparaten mit andern Haar-und Hautpflegemitteln chemischer und biologischer Herkunft zu kombinieren, so dass eine verstärkte, gegebenenfalls potenzierte kosmetische Wirkung erzielt wird. Die Behandlungslösung kann weiterhin die   üblichen   Zusätze, wie Lösungsvermittler, Fettstoffe, Verdickungsmittel, Konservierungsmittel und/oder Duftstoffe, enthalten. Die Reaktion der Lösung ist vorzugsweise neutral, wobei die Thiazolidin- -4-carbonsäure als Salz vorliegt, oder schwach sauer. 



   Die erfindungsgemässen Thiazolidinderivate sind in Lotions, Kurpackungen oder Haar- und Hautpflegemitteln einsetzbar. Weil die Derivate luftbeständig und inert gegenüber den üblichen kosmetischen Zusätzen sind, verändern sich entsprechende Zubereitungen auch unter Lufteinwirkung nicht, so dass diese praktisch unbegrenzt haltbar sind. 



   Nachstehend werden Beispiele von erfindungsgemässen Haarbehandlungsmitteln angeführt, wobei diese jedoch andere, ähnliche Kombinationen nicht ausschliessen sollen. 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Haarwässer <SEP> : <SEP> 
<tb> Thiazolidin-4-carbonsäure <SEP> 0,500%
<tb> Fettalkoholpolyglykoläther <SEP> 0,250%
<tb> Vitaminöl <SEP> 0, <SEP> 1000/0
<tb> Äthylalkohol <SEP> 45, <SEP> 000% <SEP> 
<tb> Methanol <SEP> 0, <SEP> 1000/0
<tb> Parf. <SEP> q. <SEP> s.
<tb> 



  HO <SEP> 54, <SEP> 0500/0 <SEP> 
<tb> 100, <SEP> 0000/0
<tb> Thiazolidin-4-carbonsäure-methylester <SEP> 0,500%
<tb> Isopropylalkohol <SEP> 50, <SEP> 000%
<tb> Lecithin <SEP> (alkohollöslich) <SEP> 0, <SEP> 200%
<tb> Resorzinmonoacetat <SEP> 0,020%
<tb> Kamillenextrakt <SEP> 0, <SEP> 150%
<tb> Polyoxyäthylen-Sorbitanmonolaurat <SEP> o, <SEP> 200% <SEP> 
<tb> Parf. <SEP> q. <SEP> s. <SEP> 
<tb> 



  H20 <SEP> 48, <SEP> 930% <SEP> 
<tb> 100, <SEP> 0000/0
<tb> Haarkurmittel
<tb> Stearylalkohol <SEP> 9, <SEP> 0000/0
<tb> Walrat <SEP> 3. <SEP> 500 <SEP> 0
<tb> Rizinusöl <SEP> 1, <SEP> 500% <SEP> 
<tb> W. <SEP> A. <SEP> S. <SEP> 6, <SEP> 000%
<tb> Nipagin <SEP> 0, <SEP> 150%
<tb> Nipasol <SEP> 0, <SEP> 100%
<tb> Thiazolidin-4-carbonsäure-cetylester <SEP> 1,000%
<tb> Salicylsäure <SEP> 0, <SEP> 450% <SEP> 
<tb> Parf. <SEP> q. <SEP> s. <SEP> 
<tb> 



  Farbstoff <SEP> q. <SEP> s.
<tb> 



  H2O <SEP> 78,300%
<tb> 100, <SEP> 000%
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> Haarkurmittel
<tb> Glycerinmonostearat <SEP> 8,000%
<tb> Walrat <SEP> 2, <SEP> 000%
<tb> W. <SEP> A. <SEP> S. <SEP> 9. <SEP> 0000/0 <SEP> 
<tb> Glycerin <SEP> 2, <SEP> 000%
<tb> Cetylalkohol <SEP> 5, <SEP> 000%
<tb> Konservierung <SEP> q. <SEP> s. <SEP> 
<tb> 



  Thiazolidin-4-carbonsäure <SEP> 1,000%
<tb> Parf. <SEP> q. <SEP> s.
<tb> 



  Farbe <SEP> q. <SEP> s. <SEP> 
<tb> 



  HO <SEP> 73, <SEP> 0000/0
<tb> 100, <SEP> 000%
<tb> 


Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Mittel zur Haar- und Hautpflege, insbesondere zur Kräftigung des Haarwuchses und zur Normalisierung einer übermässig starken Schuppenbildung, dadurch gekennzeichnet, dass es aus vorzugsweise neutral oder schwach sauer reagierenden Lösungen bzw. wasserhaltigen Salben mit einem Gehalt an in 4-Stellung substituiertem Thiazolidin, bei welchem der Substituent eine Carboxyl-, eine Aldehyd-, eine Oxymethyl- oder eine Carboxyamidgruppe ist, oder an Thiazolidin-4-carbonsäureester, vorzugsweise Methyl-, Äthyl-, Cetylester oder Panthenolester, wobei gegebenenfalls der Alkoholrest der Estergruppe mindestens eine Hydroxyl- oder Carboxylgruppe als hydrophile Gruppe aufweist, und gegebenenfalls mit in kosmeti- schen Produkten üblichen Substanzen, wie penetrationsfördernden Mitteln, Lösungsvermittlern und Netzmitteln besteht.
AT755961A 1960-11-30 1961-10-09 Haar- und Hautpflegemittel AT232650B (de)

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