AT232568B - Isolierter Leiter aus magnetischem Material - Google Patents

Isolierter Leiter aus magnetischem Material

Info

Publication number
AT232568B
AT232568B AT82061A AT82061A AT232568B AT 232568 B AT232568 B AT 232568B AT 82061 A AT82061 A AT 82061A AT 82061 A AT82061 A AT 82061A AT 232568 B AT232568 B AT 232568B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
conductor
magnetic material
current
insulated conductor
short
Prior art date
Application number
AT82061A
Other languages
English (en)
Inventor
Alois Ing Illchmann
Original Assignee
Alois Ing Illchmann
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Alois Ing Illchmann filed Critical Alois Ing Illchmann
Priority to AT82061A priority Critical patent/AT232568B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT232568B publication Critical patent/AT232568B/de

Links

Landscapes

  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Isolierter Leiter aus magnetischem Material 
Die Erfindung bezieht sich auf einen isolierten Leiter aus magnetischem Material für elektromagnetische Spulen zum   Überstromschutz   bei Kurzschlüssen. Zum   Schurze   von elektrischen Leitungen bzw. Anlagen vor Zerstörungen durch Kurzschluss hat man bereits Einrichtungen wie Überstromschalter od. dgl. in die Leitungen eingebaut, welche bei Auftreten von Kurzschlüssen die Leitung vom Netze abschalten. Bei   Überschreitung bestimmter Grössenordnungen dieser Kurzschlussströme   kam es jedoch immer wieder zu Defekten und Zerstörungen der Apparate und der dahinter liegenden Einrichtungen, weshalb diese Einrichtungen den angestrebten Zweck nicht vollständig erreichen liessen. 



   Ferner wurde eine Einrichtung zur Begrenzung von   Kurzschluss- oder Überströmen   vorgeschlagen, wobei geeignet bemessene Strecken von Leitung, Freileitung, Kabel oder Sammelschiene mit einem Material von derart magnetischen Eigenschaften umgeben sind, dass bei normalen Betriebsströmen nur ganz geringe Hystereseverluste auftreten, dass aber bei plötzlich anwachsenden hohen Strömen sehr hohe Hystereseverluste in dem Mantel aus magnetisierbarem Material eintreten. Bei diesen bekannten Leitern ist der stromführende Kupferdraht von einem ferromagnetischen Material umgeben. Hier erfolgt die Magnetisierung des Mantels in dessen Umfangsrichtung. Als auf den Kupferleiter rückwirkende Kräfte (Lenz'sche Regel) kommen nur jene in Betracht, die durch die im Mantel entstehenden Wirbelströme hervorgerufen werden.

   Diese Kräfte sind jedoch viel zu gering, um einen Kurzschlussstrom wirksam abzubremsen, weswegen sich auch solche Leitungen in der Technik nicht haben durchsetzen können. Sie benötigen einen grossen Aufwand, bieten jedoch nicht den erforderlichen und gewünschten Schutz. 



   Die aufgezeigten Nachteile der bekannten Einrichtungen werden erfindungsgemäss dadurch vermieden, dass der Leiter aus magnetischem Material mit einem Leiter aus nichtmagnetischem Material umwickelt ist, wobei beide Leiter entweder in Parallel-, Serien- oder Serien-Parallelschaltung von Strom durchflossen werden und der Querschnitt des Leiters aus magnetischem Material grösser ist als jener des Leiters aus nichtmagnetischem Material. 



   Der erfindungsgemässe Leiter besteht somit aus zwei am Stromtransport teilnehmenden Elementen, nämlich dem magnetischen Leiter und dem ihn in Form einer Wicklung umgebenden nichtmagnetischen Leiter (Kupferleiter). 



   Am Anfang und am Ende sind an dem so aufgebauten Leiter die beiden Leiterteile miteinander verbunden. Der Selbstinduktionskoeffizient für den erfindungsgemässen Leiter errechnet sich wie jener einer langen dünnen Zylinderspule. Wird der erfindungsgemässe Leiter beispielsweise mit Gleichstrom beschickt, so richtet sich die Grösse des Stromflusses ausschliesslich nach den ohmschen Widerständen der Leiterteile. Tritt nun ein instationärer Zustand im Stromfluss auf (Kurzschlussfall), so erzeugt der sich zeitlich ändernje Strom ein magnetisches Feld, dessen Grösse abhängig ist vom Strom, von der geometrischen Anordnung der Leiter und von der Art der zeitlichen Änderung. Die Änderung des Feldes erzeugt ihrerseits eine elektromotorische Kraft, die gegen den Kurzschlussstrom gerichtet ist und ihn daher bremst. 



   Die beigefügte Zeichnung zeigt zwei spezielle Ausbildungsarten des neuen Leiters und seine Verwendung als Bewicklungsdraht für eine Drossel. 



   In Fig. 1 sind die beiden Leiterteile in Parallelschaltung gezeigt, in Fig. 2 in Serienschaltung. Fig. 3 veranschaulicht eine Drossel, die mit dem erfindungsgemässen Leiter bewickelt ist. 



   Der ferromagnetische Teil 1 des Leiters ist stets von einer Wicklung 2 aus unmagnetischem Material angeben. 



   Die in den Fig. l und 2 dargestellten vorbereiteten Leiter werden nun vorteilhaft zum Bewickeln der spulen verwendet, wie dies in Fig. 3 schematisch gezeigt ist. Während bereits bei den gestreckten Lei- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 tersystemen nach Fig. l und 2 infolge der Bewicklung des Leiters 1 mit dem Leiter   L'eine   Bremsung des durchfliessenden Stromes bei raschem Ansteigen der Stromstärke infolge Induktionswirkung eintritt, wird zusätzlich auch die magnetische Feldstärke der Spule verstärkt, wenn man das gestreckte Leitersystem auf Spulen gemäss Fig. 3 wickelt. 



   Hiedurch wird das Anwachsen des Stromes auch bei auftretenden Kurzschlüssen so beherrscht, dass Apparate, wie Selbstschalter   u. dgl., weitestgehend   gegen Zerstörungen geschützt sind. Hiebei werden die Kurzschlussströme nur so weit anwachsen gelassen, dass z. B. bei Selbstschaltern die elektromagnetische Auslösung mit Sicherheit zum Ansprechen veranlasst wird. 



   Durch Abstimmung der Drahtstärken der Drähte 1 und 2 gegeneinander sowie durch wahlweise Änderung der Bewicklungsdichte kann man eine weitgehende Beherrschung der Drosselwirkung erreichen. 



   Durch eine solche Anordnung ist es beispielsweise bei selbsttätigen Ausschaltern möglich, durch die Ausbildung der Auslösespulen den Apparat kurzschlusssicher zu bauen, weil eine vorausbestimmt Kurzschlussstromstärke nicht überschritten werden kann. Dadurch vereinfachen sich auch die Auslösebedingungen, weil man nur eine sicher ansprechende Auslösung bei Kurzschluss braucht und bei allen darunter liegenden Stromstärken die übliche thermische Auslösung zur Wirkung kommen lassen kann. Die Einrichtung wirkt sich auch in starkem Masse kupfersparend aus. Zählerhauptstromspulen können auf gleicher Weise ausgebildet werden, um unzulässige Höchstströme von denselben fernzuhalten. Die Anwendungsmöglichkeit für so ausgebildete Stromspulen ist jedoch nicht auf die erwähnten Beispiele beschränkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Isolierter Leiter aus magnetischem Material für elektromagnetische Spulen zum Überstromschutz bei Kurzschlüssen, dadurch gekennzeichnet, dass der Leiter (1) aus magnetischem Material mit einem Leiter (2) aus nichtmagnetischem Material umwickelt ist, wobei beide Leiter entweder in Parallel-, Serienoder Serien-Parallelschaltung vom Strom durchflossen werden und der Querschnitt des Leiters (1) aus magnetischem Material grösser ist als jener des Leiters (2) aus nichtmagnetischem Material.
AT82061A 1961-02-01 1961-02-01 Isolierter Leiter aus magnetischem Material AT232568B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT82061A AT232568B (de) 1961-02-01 1961-02-01 Isolierter Leiter aus magnetischem Material

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT82061A AT232568B (de) 1961-02-01 1961-02-01 Isolierter Leiter aus magnetischem Material

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT232568B true AT232568B (de) 1964-03-25

Family

ID=3500496

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT82061A AT232568B (de) 1961-02-01 1961-02-01 Isolierter Leiter aus magnetischem Material

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT232568B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69513612T2 (de) Auslösevorrichtung mit mindestens einem Stromwandler
DE1763131A1 (de) Verfahren zum UEberlastschutz unter Verwendung von Supraleitern
DE102017205003B4 (de) Leistungsschalter
DE102017205004B4 (de) Leistungsschalter
DE1932379C3 (de) Spule mit veränderlicher Induktivität als Strombegrenzungseinrichtung für Energieübertragungsanlagen
EP2546842A2 (de) Spule zur Strombegrenzung
DE2231431A1 (de) Summenstromwandler insbesondere fuer einen fehlerstromschutzschalter
DE1140634B (de) Sicherheitsschalter zum Schutze gegen elektrische Kriechstroeme
DE102009036107A1 (de) Hochstromsensor
DE69309405T2 (de) Elektronisches Relais zum Schutz von Motoren und Thyristoren gegen symmetrische Überlast, Unsymmetrie der Phasen und Kurzschluss
DE2205076C3 (de) Mehrphasige Hochspannungsleitung
AT232568B (de) Isolierter Leiter aus magnetischem Material
DE849726C (de) Elektrischer Selbstschalter mit Fehlerstromausloesung
DE2845993A1 (de) Fehlerstromschutzschaltungsanordnung
DE1089878B (de) Aus mehreren parallel geschalteten und radial uebereinandergewickelten miteinander ausgekreuzten Leitern hergestellte Zylinderwicklung fuer Transformatoren
EP0691662B1 (de) Summenstromwandler für elektronische Schutzgeräte
DE668754C (de) Vorrichtung zur Ermittlung der Lage eines Erdschlusses
DE907318C (de) Einrichtung zum Schutz von elektrischen Stromkreisen, Maschinen od. dgl. gegen unzulaessige Erwaermung
DE333490C (de) UEberspannungsschutzspule
AT232571B (de) Vorrichtung zum Verhüten von Starkstromunfällen
EP3739708B1 (de) Kurzschlussstrombegrenzer
DE250724C (de) Sicherheitsschaltung fuek Kabel und Freileitungen in Gleich und Wechselstromanlagen unter Verwendung von Hilfsleitungen
DE2848806A1 (de) Hochempfindlicher haltemagnetausloeser
DE503522C (de) Relais zum selbsttaetigen Abschalten elektrischer Leitungsstrecken
AT220679B (de) Einrichtung zum Schutze von Fernmeldekabeln gegen induktive Beeinflussung durch Starkstromanlagen