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Lager für Schwing- und Wendeflügel
Gegenstand der Erfindung ist ein Lager für Schwing-und Wendeflügel mit zwei gegeneinander schwenk- baren, mit Bolzen zur Befestigung im Flügel oder Rahmen versehenen Drehteilen. Diese Drehteile greifen ineinander, und die Bolzen sind an ihnen festgeschweisst. Zur Erreichung einer befriedigenden Führung weist der Zapfenteil eine Länge auf, die fast gleich ist dem inneren Durchmesser des ihn aufnehmenden Hül- senteiles.
Bei solchen Lagern ergibt sich ein erhöhter Materialbedarf bis zu 50% des Volumens des fertigen Kör- pers, so dass die Lager sehr teuer sind.
Bei einer Ausführungsform dieser bekannten Lager sind beide Drehteile als Hülsenteile ausgebildet, und die Verbindung wird durch eine Achse aus Metall oder Kunststoff hergestellt, die in die beiden Dreh- teile eingreift. Bei diesen Lagern stellt das Bohren der beiden Drehteile eine hinsichtlich Zeit aufwendige
Arbeit dar, und auch der Materialverlust fällt ins Gewicht.
Die Erfindung bezweckt die Schaffung eines Lagers dieser Art, dessen Konstruktion ihm die notwendige Festigkeit gibt, aber den Material-und den Kostenaufwand für seine Herstellung wesentlich vermindert.
Das wesentliche Merkmal der Erfindung besteht darin, dass die beiden Drehteile eine identische Gestalt in Form tiefgezogener Becher aufweisen, deren Tiefe etwa gleich ist ihrem Durchmesser, die in an sich bekannter Weise durch eine Achse miteinander verbunden sind und die die Befestigungsbolzen tragen.
Die Achse besteht vorzugsweise aus Plastik, und wenigstens eines ihrer Enden stösst axial gegen den Boden des einen becherförmigen Teiles, um den sie sich drehen kann.
Die Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung beispielsweise erläutert, deren Figuren Axialschnitte von zwei Ausführungsformen der Erfindung zeigen.
Der in Fig. 1 dargestellte Beschlag für Tür- oder Fensterflügel weist zwei Teile 1 und 2 auf, welche seitlich mit Gewindebolzen 3 und 4 für ihre Befestigung an einem Flügel bzw. nahmen, gegenüber welchem der Flügel drehbar sein soll, versehen sind. Die Bolzen 3 und 4 besitzen bei dem dargestellten Beispiel mechanische Feingewinde. Bei andern Ausführungen können sie die Form von Nägeln, Klammern oder Schrauben mit andern Gewindeformen haben.
Der Teil 1 enthält ein Metallgehäuse 5, welches den Bolzen 3 trägt. Der Teil 2 enthält ein den Bolzen 4 tragendes Metallgehäuse 6. Die Gehäuse 5 und 6 sind gleich. Sie sind durch Ziehen hergestellt und besitzen die Form von Bechern mit vollem Boden.
Die Teile 1 und 2 des Beschlages sind durch eine Achse 7 aus Kunststoff verbunden, welche an dem Teil 2 durch Herstellung eines Presssitzes zwischen dem unteren Abschnitt 8 der Achse und dem Gehäuse 6 befestigt ist.
Der in dem Gehäuse 5 liegende obere Abschnitt 9 der Achse hat einen etwas kleineren Durchmesser, so dass sich die Achse in bezug auf den Teil 1 drehen kann. Das obere ballige Ende der Achse 7 stösst gegen den Boden 10 des Gehäuses 5. Bei einer andern Ausführung kann die Achse frei in beiden Gehäusen drehbar sein.
Die Achse 7 besteht vorzugsweise aus einem Kunststoff der Klasse der Polyamide. Ihre praktisch zylindrische Form gestattet ihre Herstellung mit einem geringsten Materialverlust unter Ausgang von durch
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Ausdrücken hergestellten Stäben. Sie kann auch praktisch ohne Materialverlust und ohne Nachbearbeitung durch Spritzguss hergestellt werden. Bei einer andern Ausführung kann die Achse 7 auch metallisch sein.
Die Herstellung der die Gehäuse 5 und 6 bildenden metallischen Becher durch Ziehen ermöglicht eine sehr schnelle Herstellung unter Ausgang von Blechtafeln und trägt ebenfalls zur Senkung des Gestehungs- preises des Beschlages bei.
Bei einer andern Ausführung kann das mit der Achse fest verbundene metallische Gehäuse durch eine gezogene Zwinge gebildet werden. Schliesslich kann die Achse auch eine Schulter aufweisen, welche einen axialen Anschlag für das eine oder das andere Gehäuse bildet.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführung werden die beiden Teile 11 und 12 des Beschlages durch gezogene metallische gleiche Becher 13 und 14 gebildet, in welche Kunststoffbuchsen 15 und 16 eingesetzt sind. Die Buchse 15 besitzt einen Boden 17, gegen welchen axial das Ende eines in dem Teil 12 befindlichen Metallfingers 18 anstösst. Dieser Finger ist in die Buchse 16 eingepresst und bildet die Achse des Beschlages.
Das Vorhandensein der Kunststoffbuchse 15 trägt zu einer leichten und geräuschlosen Drehung des Teiles 11 bei, selbst wenn kein Schmiermittel vorhanden ist. Die Buchse 16 gibt dem Teil 12 eine geringe Elastizität, so dass die Aufhängung besonders weich ist.
Die Buchsen 15 und 16 werden vorzugsweise aus Kunststoff im Spritzguss hergestellt. Die geformten Buchsen werden in die gezogenen Becher 13 und 14 eingepresst, ohne dass hiefür eine Bearbeitung der Buchsen erforderlich ist.
Bei einer andern Ausführung können die Achse 18 und eine der Buchsen 15 und 16 durch einen einzigen geformten Kunststoffteil gebildet werden. Schliesslich kann der Beschlag mehr als zwei gegeneinander bewegliche Teile aufweisen, nämlich einen eingreifenden mittleren Teil und zwei umgreifende, z. B. beiderseits dieses mittleren Teiles angeordnete Teile.