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Vorrichtung zur Manipulation von Brennstoff für einen Kernreaktor
Die Erfindung betrifft Einrichtungen zum Beschicken eines Kernreaktors mit Brennstoffelementen und zur Entnahme derselben.
Die Erfindung schafft eine Vorrichtung zur Manipulation von Brennstoff für einen Kernreaktor mit einem stehenden Druckgefäss und einem oberhalb des Gefässes angeordneten Gehäuse, das mit dem Gefäss in Verbindung gebracht werden kann, ferner mit mehreren sich vertikal erstreckenden, teleskopbewegli- chen Teilen, die in dem Gehäuse angeordnet sind und von ihm getragen werden und in das Gefäss hinein ausgefahren werden können und ist gekennzeichnet durch einen an einem Ende in dem unteren teleskopbe- weglichen Teil schwenkbar gelagerten Arm, der zwischen einer vertikalen Stellung, in der er gegen die- sen teleskopbeweglichen Teil hochgeklappt ist, und einer horizontalen Stellung bewegbar ist, in der er sich in der Radialrichtung des Gefässes erstreckt, einen von dem Arm getragenen, abwärtsgerichteten Greifer,
der längs des Armes beweglich und relativ zu dem Arm um eine vertikale Achse drehbar ist, und mit den teleskopbeweglichen Teilen dem Arm und dem Greifer in Wirkungsverbindung stehende Mittel zur wahlweisen Einstellung des Greifers in dem Gefäss und zur anschliessenden Bewegung des Greifers zu einer zweiten Stellung in dem Gefäss ohne Veränderung der Orientierung des Greifers relativ zu seiner vertikalen Achse.
Im Betrieb eines Kernreaktors ist es fast unbedingt erforderlich, dass die in dem Reaktorgefäss befindlichen Brennstoffelemente von einer ausserhalb des Druckgefässes gelegenen Stelle aus genau manipuliert werden können. Die Erfindung betrifft insbesondere eine Vorrichtung, mit der die Beschickung des Reaktorkernes mit Brennstoffelementen und die Entnahme derselben präzise durchgeführt werden kann. Ferner bezweckt die Erfindung die Schaffung einer Manipulationsvorrichtung, mit der ein oder mehrere Brennstoffelemente wahlweise relativ zu ihrer normalen Betriebsstellung in dem Reaktorkern gehoben oder gesenkt und diese Elemente in dem Reaktorgefäss in eine Ruhestellung überführt werden können.
Ein weiterer Zweck besteht in der Schaffung einer Vorrichtung der beschriebenen Art, die so ausgebildet ist, dass sie leicht in das Reaktorgefäss eingeführt und aus ihm herausgezogen werden kann.
Weitere Zwecke und Vorteile der Erfindung gehen aus der nachstehenden Beschreibung eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles hervor. In diesen zeigt Fig. 1 im Querschnitt den oberen Teil des Reaktorgefässes mit der in Wirkstellung befindlichen Vorrichtung zur Manipulation des Brennstoffs. Fig. 2 in vergrössertem Massstab eine Seitenansicht zu Fig. 1, Fig. 3 eine teilweise nach der Linie 3-3 der Fig. 2 geschnittene Draufsicht und Fig. 4 in vergrössertem Massstab, teilweise geschnitten, eine Seitenansicht der Vorrichtung zur Manipulation des Brennstoffs in zusammengeklapptem Zustand, in dem die Vorrichtung aus dem Reaktorgefäss herausgezogen werden kann.
Fig. 5 zeigt in vergrössertem Massstab einen Schnitt nach der Linie 5-5 der Fig. l und 3, Fig. 6 einen Querschnitt nach der Linie 6-6 der Fig. 5, und Fig. 7 einen Teil des Reaktors in einer Draufsicht allgemein nach der Linie 7-7 der Fig. 2, wobei Teile weggebrochen und im Schnitt gezeigt sind. Fig. 8 zeigt eine Seitenansicht zu Fig. 7, Fig. 9 in vergrössertem Massstab im Querschnitt die im oberen Teil der Fig. 4 ersichtlichen Seilscheiben und Fig. 10 einen Schnitt nach der Linie 10-10 der Fig. 9.
Gemäss Fig. 1 findet die Erfindung Anwendung auf einen gasgekühlten Kernreaktor 10, in dem ein Druckgas wie Helium in relativ kühlem Zustand in ein Druckgefäss eingeleitet und durch den Reaktorkern 14 umgewälzt wird, der in dem unteren Teil des Gefässes 12 angeordnet ist. Das Gas entzieht dem
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Reaktorkern 14 Wärme, worauf die heissen Gase einem Dampferzeuger od. dgl. zugeführt werden, in dem sie zur Dampfkrafterzeugung dienen. In dem Kern 14 sind Brennstoffelemente 16 in Gruppen oder Bündeln angeordnet, die teilweise von einer oberen Gitterplatte 18 mit Hilfe eines auf der Gitterplatte ruhenden
Tragkastens 20 für jedes Bündel getragen werden.
Nach einer gewissen Betriebszeit sinkt die Reaktions- fähigkeit der Brennstoffelemente infolge des Verbrauchs des darin enthaltenen spaltbaren Materials, so dass die Brennstoffelemente ersetzt werden müssen. Zur einwandfreien Manipulation der Brennstoffelemente während des Beschickens und der Entnahme ist eine Vorrichtung 22 vorgesehen, die zum Betrieb in den oberen Teil des Druckgefässes 12 eingesetzt werden kann, sonst aber in einem oberhalb des Druckgefässes befindlichen Gehäuse 24 angeordnet ist, das gegenüber dem Gefäss abgedichtet werden kann.
Die Vorrichtung 22 zur Manipulation des Brennstoffs weist allgemein drei teleskopbewegliche Teile 26,28 und 30 (Fig. 4) auf, die in der Axialrichtung des Druckgefässes beweglich sind. An dem untersten Teil 30 ist ein Greifertragarm 32 schwenkbar befestigt, der einen relativ beweglichen Greifer 34 trägt. Der Vorrichtung zur Manipulation des Brennstoffs ist ein motorischer Antrieb zugeordnet, mit dem eine axiale Relativbewegung der teleskopbeweglichen Teile und die Einstellung des Greiferarmes 32 in die in Fig. 1 gezeigte horizontale Stellung, in welcher der Greifer 34 von dem Arm abwärtsgerichtet ist, bewirkt werden kann.
Der Greiferarm 32 ist um die Achse des Reaktorgefässeb 12 drehbar, und der Greifer 34 ist längs des Greiferarms beweglich und kann relativ zu dem Arm 32 gehoben oder gesenkt werden, um an dem gewünschten Tragkasten 20 für die Brennstoffelemente anzugreifen.
Nach der Entnahme eines Bündels von Brennstoffelementen von dem Reaktorkern wird dieses Bündel gehoben und auf Gestellen 36, die längs der Seitenwände des Druckgefässes 12 angeordnet sind, gelagert. Diesen Gestellen sind Behälter 38 zugeordnet, in denen die Spaltprodukte während der vorübergehenden Lagerung der Elemente in dem Druckgefäss aufgefangen. werden. Anschliessend können die verbrauchten Brennstoffelemente dem Druckgefäss mit geeigneten Greifern od. dgl. entnommen werden, die durch genau über den Stellen, an denen die Brennstoffelemente gelagert sind, im oberen Teil des Gefässes vorgesehene Durchlässe 40 eingeführt werden.
Aus Fig. 2,3 und 4 geht hervor, dass die Vorrichtung 22 zur Manipulation des Brennstoffs fast vollständig durch eine Reihe von Seiltrieben bewegt wird, die ihrerseits von geeigneten Motoren od. dgl. angetrieben werden, welche in den teleskopbeweglichen Teilen angeordnet sind. Fig. 4 zeigt, dass das Gehäuse 24 zentrisch über dem Druckgefäss 12 angeordnet ist. Das Druckgefäss besitzt einen aufwärtsgerichteten, axialen Kanal 42, der mit dem Gehäuse 24 in Verbindung gebracht werden kann. Zum Absperren des Druckgefässes nach dem Heben der Vorrichtung zur Manipulation des Brennstoffs in ihr Gehäuse 24 ist zwischen dem Gehäuse 24 und dem Gefäss 12 ein geeignetes Ventil 44 od. dgl. vorgesehen.
Der oberste teleskopbewegliche Teil 26 der Vorrichtung zur Manipulation des Brennstoffs ist in dem Gehäuse 24 in der Längsrichtung festgelegt, aber axial drehbar gelagert. Diese Drehung wird zur Bewegung des in seiner Wirkstellung in dem Druckgefäss befindlichen Greifers 34 in der Umfangsrichtung des Gefässes ausgenutzt. Der allgemein zylindrische obere Teil 26 wird an seinem unteren Ende von einem kreisförmigen Laufring 46 eines Kugellagers getragen. Die Seitenwand des Teils 26 ist ebenfalls mit zwei kreisförmigen Lagern 48 versehen, die an Lagerträgern 50 auf der Innenseite des Gehäuses 24 angreifen, um den Greiferantrieb 22 während seiner Drehung um die Achse des Druckgefässes 12 zu stabilisieren.
Im Innern des obersten teleskopbeweglichen Teils 26 sind zwei einwärtsgerichtete Längsführungen 52 vorgesehen, an denen Rollen 54 angreifen, die von dem nächsten teleskopbeweglichen Teil 28 an dessen oberem Ende getragen werden und seitlich davon abstehen. Die Rollen 54 und die Führungen 52 ermöglichen eine axiale Relativbewegung zwischen den teleskopbeweglichen Teilen 26 und 28 und gewährleisten, dass sich diese beiden Teile gemeinsam um die Mittelachse des Reaktorgefässes 12 drehen. Der dritte teleskopbewegliche Teil 30 hat ein U-förmiges Profil und ist ebenfalls an seinem oberen Ende mit seitlich vorstehenden Rollen 56 versehen, die an Führungen 58 angreifen, die im Innern des Teils 28 vorgesehen sind, so dass diese beiden Teile gemeinsam drehbar, aber axial relativ beweglich sind.
Mit dem unteren Ende des teleskopbeweglichen Teils 30 ist beispielsweise mit zwei Zapfen 60 das innere Ende des Greiferarms 32 schwenkbar verbunden. Dieser Arm ist so ausgebildet, dass er zwischen einer in Fig. 2 gezeigten allgemein horizontalen Stellung und einer in Fig. 4 gezeigten vertikalen Stellung verschwenkt werden kann. In der zuletzt genannten Stellung wird der Greiferarm von dem Hohlraum des U-profilförmigen, teleskopartig angeordneten Teils 30 aufgenommen. In seiner Wirkstellung wird der
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reifer'armReaktorgefässes 12 um den ganzen Innenumfang desselben herum erstreckt.
Zu diesem Zweck ist am äusseren Ende des Arms 32 eine Rolle 63 vorgesehen, die sich auf die Leiste 61 aufsetzt und eine Wälzlagerung des Arms auf der Leiste bewirkt.
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SeilWellenteil 120 durch eine Kerbverzahnung axialbeweglich verbunden. Der äussere Teil ist, wie bei 122 angedeutet, mit dem andern Teil 120a der Seilscheibenwelle verschraubt. Der langgestreckte Teil 119 und der Arm 116 des Winkelhebels sind durch ein Joch 124 derart miteinander verbunden, dass der Teil 119 nicht drehbar ist, aber eine Axialbewegung ausführen kann, die eine Schwenkbewegung des Winkelhebels bewirkt.
Eine Drehung der äusseren oder rechten Seilscheibe 100a relativ zu der linken Seilscheibe 100 bewirkt daher eine Axialbewegung des verschraubten Teils 118, so dass das Joch 124 so bewegt wird, dass der Winkelhebel verschwenkt wird und die Hülse 108 vertikal bewegt. Diese Bewegung der Hülse 108 be- wirkt eine Relativbewegung der Haken 103, so dass sie die zentrale Tragstange 126 des Brennstoffelementenkastens 20 erfassen oder freigeben können. Eine gemeinsame Drehung der beiden Seilscheiben wirkt sich auf die Stellung der Hülse 108 und damit der Haken 103 nicht aus. Die Haken 103 sind mit einem
Zapfen 130 in einem abwärtsgerichteten Joch 130 schwenkbar gelagert, das an seinem oberen Ende drehbar in einem Lager 134 gelagert ist, so dass der Greiferkörper 102 sich drehen kann, während die Haken 103 sich nicht bewegen.
Infolgedessen kann der Greifer des Brennstoffelemententragkastens 20 während des Transports desselben und während der Bewegung des Greiferschlittens und des Greiferarms in der Radialbzw. Umfangsrichtung des Reaktorgefässes eine konstante Richtungsorientierung des Brennstoffelementen- tragkastens 20 aufrechterhalten.
Zur Orientierung des Greifergehäuseteils 94 gegenüber dem Brennstoffelemententragkasten 20 ist am oberen Ende des Greifergehäuses 90 ein grosses Zahnrad 134 (Fig. 7 und 8) vorgesehen, mit dem ein Antriebsritzel 136 kämmt. Dieses wird von einer drehbaren Welle 138 getragen, die in einer von dem Greiferschlitten 84 getragenen Lagerstütze 139 gelagert ist. Das obere Ende der Welle 138 ist über ein Kreuzgelenk 142 mit dem unteren Ende einer Steuerwelle 143 verbunden. Diese ist gelenkig und besteht aus teleskopbeweglichen Teilen (Fig. 2), die durch Kerbverzahnung miteinander verbunden sind. Das obere Ende der Steuerwelle trägt ein kleines Stirnrad 145, das mit einem ortsfesten grossen Zahnrad 147 am oberen Ende des Gehäuses 24 kämmt (Fig. 4). Diese beiden Zahnräder haben dasselbe Übersetzungsverhältnis wie die Zahnräder 134 und 136 des Greifers.
Beim Drehen der ganzen Vorrichtung zur Manipulation von Brennstoff läuft das Zahnrad 145 planetenartig um das ortsfeste Zahnrad 147 um, so dass das Zahnrad 145 rotiert. Diese Rotation des Stirnrades 145 wird über die Welle 143 auf das Zahnrad 136 des Greifers übertragen. so dass das grosse Zahnrad 134 angetrieben wird. Da die beiden Zahnräderpaare dasselbe Übersetzungsverhältnis haben, dreht sich dasGreifergehäuse 90 mit derselben Drehzahl wie der obere teleskopartig angeordnete Teil 26, aber im entgegengesetzten Drehsinn, so dass keine Drehung des Greifergehäuses 90 relativ zu dem oberen Gehäuse 24 erfolgt.
Die verschiedenen motorisch angetriebenen Seiltriebe zur Durchführung der vorstehend beschriebenen Bewegungen der Vorrichtung zur Manipulation von Brennstoff werden von den teleskopartig angeordneten Teilen 26,28 und 30 und von dem Greiferarm 32 getragen und zweckmässig mittels eines nicht gezeigten Mechanismus von einer Stelle aus gesteuert, die von dem Reaktorgefäss entfernt ist. Wie bereits angedeutet wurde, erfolgt die Steuerung der Axialbewegung der teleskopartig angeordneten Teile durch den Motor 64, der die Trommel 67 antreibt, auf der das mit dem unteren Teil 30 verbundene Seil 68 aufgewickelt wird.
Das Seil 140 läuft von der Trommel 146 (Fig. 4) abwärts um eine Reihe von Führungsrollen 148,150 und 152 herum, die in dem teleskopbeweglichen Teil 26 angeordnet sind, und dann durch die Teile 28 und 30 zu einer Führungsrolle 154 (Fig. 3), die am unteren Ende des teleskopbeweglichen Teils 30 angeordnet ist. Weiter läuft das Seil 140 in der Längsrichtung des Greiferarms 32 zu einer Seilscheibe 156, die (siehe ebenfalls Fig. 5) auf dem Greiferschlitten 84 angeordnet ist, von dort abwärts zu der Seilschei-. be 100a des Greiferkörpers und wieder zurück zu der Seilscheibe 158 des Schlittens. Dann läuft das Seil 140 um den oberen Teil der Seilscheibe 158, längs des Greiferarms 32 nach vorn, um eine Führungsrolle 160 und zurück zu einer andern Seilscheibe des Greiferschlittens 84.
Das Seil 140 läuft um die Seilscheibe 162, dann abwärts zu derGreifer-Seilscheibe 100 und um diese und wieder zurück zu dem Greiferschlitten und um eine Seilscheibe 164. In der Längsrichtung des Greiferarms 32 läuft das Seil dann zu einer Führungrolle 166 am unteren Ende eines teleskopbeweglichen Teils 30 (Fig. 3), von wo es aufwärts zu dem oberen Teil des teleskopbeweglichen Teils 26 (Fig. 4) geht. In diesem Teil läuft das Seil 140 um eine Reihe von Führungsrollen 168, 170 und 172 und gelangt dann zu der zweiten Greiferantriebstrommel 144.
In Fig. 9 ist gezeigt, dass die Mittel zum wahlweisen Antrieb der beiden Trommeln 144 und 146 in derselben Richtung oder in einander entgegengesetzten Richtungen einen Motor 141 aufweisen, der über ein geeignetes Getriebe, welches ein Kegelrad 210 aufweist, mit einem Kegelrad 211 verbunden ist, das auf einem Endteil einer geteilten Welle zum Tragen der Trommeln 144,146 angeordnet ist, sowie einen nicht gezeigten zweiten Motor, der über einen Schneckentrieb 214 mit einem zwischen den Trommeln
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angeordneten grossen Zahnring 215 verbunden ist. Am oberen Ende des Teils 26 ist ein abwärtsgerichteter Lagerträger 216 vorgesehen, in dem der Zahnring 215 und eine Antriebswelle 218 drehbar gelagert sind.
Das Kegelrad 211 ist an der Antriebswelle 218 befestigt, auf der die Trommel 144 drehbar gelagert ist.
Das innere Ende der Welle 218 hat die Form eines zylindrischen Joches, in dem das innere Ende einer Welle 200 gelagert ist, die mit der Welle 218 koaxial fluchtet und an dem Lagerträger 216 befestigt ist.
Die andere Trommel 146 ist auf der nicht drehbaren Welle 220 drehbar gelagert.
Auf ihrer inneren Stirnfläche sind die Trommeln 144 und 146 mit je einem Kegelrad 222 bzw. 224 versehen, so dass eine Antriebsverbindung zwischen dem grossen Zahnrad 215 und den Trommeln über zwei Kegelräder 226 und 228 vorhanden ist, die von dem Zahnrad 215 (Fig. 10) drehbar getragen werden und koaxial im Abstand voneinander angeordnet sind. Ferner sind mehrere Zwischenräder 230,230a, 232, 234 und 234a vorgesehen, welche ebenfalls zwischen 144 und 146 Bewegung übertragen. Die Zahnräder 230 und 230a sind auf dem jochförmigen Teil der drehbaren Welle 218 an einander diametral entgegengesetzten Stellen drehbar gelagert und kämmen mit einem auf der inneren Stirnfläche der Trommel 144 vorgesehenen Kegelrad 236 und dem auf der feststehenden Welle 220 drehbar gelagerten Zwischenrad 232.
Dieses kämmt mit den Zahnrädern 234 und 234a, die mit dem Kegelrad 238 auf der inneren Stirnfläche der Trommel 146 verbunden sind.
Der umsteuerbare Motor 141 bewirkt über die Kegelräder 210 und 211 eine Drehung der Welle 218 in einer vorherbestimmten Richtung. In diesem Falle stellen die Zahnräder 230 und 230a über das Kegelrad 236 auf der Stirnfläche der Trommel 144 eine Antriebsverbindung mit dieser und über das Zahnrad 232 und die Randräder 234,234a eine Antriebsverbindung mit der Trommel 146 dar, so dass die Trommel mit gleicher Drehzahl in einander entgegengesetzten Richtungen rotieren. Während dieser Rotation der Trommeln drehen sich die Zahnräder 226 und 228 natürlich in einander entgegengesetzten Richtungen und wird auf den Zahnring 215 kein Antrieb übertragen.
Zum Antrieb der Trommeln 144 und 146 in dem gleichen Drehsinn und mit derselben Drehzahl dient der ebenfalls umsteuerbare Motor, der mit der Schnecke 214 verbunden ist, während der Motor 141 ausgeschaltet ist. Über die Schnecke 214 wird das Zahnrad 215 in einer vorherbestimmten Richtung und mit einer vorherbestimmten Drehzahl angetrieben, das jetzt über die Zahnräder 226 und 228, die mit den auf den Trommeln 144 und 146 angeordneten Zahnrädern 222 bzw. 224 kämmen, die Trommeln 144 und 146 im gleichen Drehsinn und mit gleicher Drehzahl dreht. In diesem Falle sind die Zahnräder 230,230a, 232,234 und 234a blosse Zwischenräder, die keine Kraft übertragen.
Wenn somit die Trommel 144 derart betätigt wird, dass sie das Seil 140 abwickelt, während die Trommel 146 durch den Motor 141 wie vorstehend beschrieben im Gegensinn angetrieben wird, so dass sie das Seil aufwickelt, werden die Greifer-Seilscheiben 100 und 100a in einander entgegengesetzten Richtungen gedreht, so dass sich die Haken 103 in der einen Richtung relativ zueinander bewegen. Wenn dagegen die Trommel 146 so angetrieben wird, dass sie das Seil 140 abwickelt, während die Trommel 144 so gedreht wird, dass sie das Seil aufwickelt, drehen sich die Seilscheiben 100 und 100a in den entgegengesetzten Richtungen und bewegen daher auch die Haken 103 relativ zueinander in der entgegengesetzten Richtung.
Durch Betätigung des Schneckentriebes 214 in der vorstehend beschriebenen Weise können die Trommeln 144 und 146 gleichsinnig gedreht werden, um durch Verlängerung und Verkürzung der Seilschleifen zwischen den auf dem Schlitten 84 vorgesehenen Seilscheiben 156 usw. und den auf dem Greiferkörper 96 vorgesehenen Seilscheiben 100 und 100a den Greifer 34 relativ zu dem Tragarm 32 zu heben und zu senken. Da die Verlängerung oder Verkürzung dieser Schleifen eine gleichsinnige Drehung der Seilscheiben 100 und 100a bewirkt, führt sie natürlich nicht zu einer Veränderung der Stellung der Haken 103. Die gleichsinnige Drehung der Trommeln 144 und 146 kann auch dazu verwendet werden, die Bewegung des Greifers 34 längs seines Tragarms 32 zu ermöglichen, ohne dass die Greiferhaken 103 relativ zu dem Arm 32 gehoben oder gesenkt werden.
Zum Aufwärts- und Abwärtsschwenken des Greiferarms 32 relativ zu dem unteren Teil 30 sind am oberen Ende des teleskopbeweglichen Teils 28 zwei Trommeln 180 und 182 vorgesehen (Fig. 4). Zum wahlweisen Drehantrieb dieser Trommeln ist ein Antriebsmotor 184 vorgesehen. Auf den Trommeln 180 und 182 ist ein Ende von je einem der Seile 186 und 188 aufgewickelt. Diese Seile erstrecken sich abwärts, laufen um zwei Führungsrollen 190 (Fig. 2) auf dem unteren teleskopbeweglichen Teil 30 herum und sind an ihrem freien Ende an einander entgegengesetzten Seiten eines äusseren Teils des Greiferarms 32 verbunden. Eine gleichsinnige Drehung der Trommeln 180 und 182 bewirkt daher eine Verschwenkung des Greiferarms um seine Schwenklagerung 60.
Eine von dem oberen Ende des untersten teleskopbeweglichen Teils 30 getragene weitere Winde dient zur Bewegung des Greiferschlittens 84 längs des Greiferarms oder Auslegers 34. Ein Motor 192 treibt eine
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Trommel 191 (Fig. 4) an, um die ein zwischen den Enden des Seils 194 gelegener Teil desselben herumgewickelt ist. Die beiden Längen des Seils 194 erstrecken sich abwärts und um zwei Führungsrollen 196 und 198 (Fig. 3) herum und längs des Greiferarms. Das eine Ende des Seils 194 ist bei 200 direkt mit dem Greiferschlitten verbunden. Das andere Ende läutt um eine Führungsrolle 202 am äusseren Ende des Arms herum und geht dann zurück zu einer Verbindung 204 mit dem vorderen Ende des Schlittens 84.
Eine Drehung der Trommel 190 in der einen Richtung bewirkt daher eine entsprechende Bewegung des Greifers 34 längs des Arms 32. Die entgegengesetzte Drehung der Trommel bewirkt eine Bewegung des Greifers längs des Tragarms in der entgegengesetzten Richtung.
Aus der vorstehenden Beschreibung geht hervor, dass die beschriebene Vorrichtung eine genaue Steuerung des Greifers 34 beim Einsetzen von Brennstoffelementen und Kontrollstäben in ihre Betriebsstellung in dem Reaktorkern sowie bei der Entnahme derselben ermöglicht. Dabei werden in der Vorrichtung 22 zur Manipulation von Brennstoff Seiltriebe und teleskopbewegliche Teile verwendet, so dass die Höhe der Vorrichtung auf ein Minimum reduziert wird und die ganze Vorrichtung aus dem Reaktorgefäss 12 herausgezogen werden kann.
Es versteht sich, dass im Betrieb der vorstehend beschriebenen Vorrichtung 22 zur Manipulation von Brennstoff die Funktionen der verschiedenen Winden und Seiltriebe so aufeinander abgestimmt werden, dass die gewünschte Wirkungsweise erhalten wird. Wenn beispielsweise der Greifer 34 durch Betätigung des Motors 192 und der Trommel 194 längs des Arms 32 bewegt wird, erfolgt ein Abwickeln des die Greiferhaken 103 betätigenden Seils 140 nur von zwei der vier Seilscheiben 156,168, 162 und 164 des Schlittens 84, während sich das Seil auf den beiden andern Seilscheiben wieder aufwickelt, so dass die Seilscheiben 100 und 100a in derselben Richtung gedreht werden und die Greiferhaken 103 nicht betätigt werden.
Vor dem Aufwärtsschwenken des Greiferarms 32 in seine in Fig. 4 gezeigte Stellung wird der Schlitten 84 bis zum inneren Ende des Arms bewegt, so dass die Schlittenräder 86 an den Bogenstützen 88 an-
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und 182 zur Aufnahme der an diesen Trommeln angebrachten Seile.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Manipulation von Brennstoff für einen Kernreaktor mit einem stehenden Druckgefäss und einem oberhalb des Gefässes angeordneten Gehäuse, das mit dem Gefäss in Verbindung gebracht werden kann, ferner mit mehreren sich vertikal erstreckenden, teleskopbeweglichen Teilen, die in dem Gehäuse angeordnet sind und von ihm getragen werden und in das Gefäss hinein ausgefahren werden können, gekennzeichnet durch einen an einem Ende in dem unteren teleskopbeweglichen Teil (30) schwenkbar gelagerten Arm (32), der zwischen einer vertikalen Stellung, in der er gegen diesen teleskopbeweglichen Teil hochgeklappt ist, und einer horizontalen Stellung bewegbar ist, in der er sich in der Radialrichtung des Gefässes (12) erstreckt, einen von dem Arm getragenen,
abwärtsgerichteten Greifer (34), der längs des Arms beweglich und relativ zu dem Arm um eine vertikale Achse drehbar ist, und mit den teleskopbeweglichen Teilen (26, 28, 30), dem Arm (32) und dem Greifer (34) in Wirkungsverbindung stehende Mittel, beispielsweise Seile (140,194), zur wahlweisen Einstellung des Greifers in dem Gefäss und zur anschliessenden Bewegung des Greifers zu einer zweiten Stellung in dem Gefäss ohne Veränderung der Orientierung des Greifers relativ zu seiner vertikalen Achse.