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Ölbefeuerter Wärmeentwickler mit unmittelbar beheiztem Rohrregister
DieUmstellung einer mit festen Brennstoffen betriebenen Zentralheizungsanlage auf Ölbetrieb macht es erforderlich, entweder den bestehenden Kessel auf Ölfeuerung umzustellen, oder den vorhandenen
Kessel gegen einen für Ölfeuerung geeigneten auszutauschen, oder den bestehenden Kessel zu entfernen und einen für Doppelbrand, d. h. für die Verfeuerung von festen und flüssigen Brennstoffen geeigneten
Kessel aufzustellen.
Diese bekannten Arten des Umbaues haben wesentliche Nachteile. So kann ein auf Ölfeuerung um- gebauter Kessel nie den Wirkungsgrad aufweisen, den ein für Ölfeuerung entworfener Kessel hat und ausser- dem sind die bisher eingeschlagenen Wege kostspielig, insbesondere die Neuaufstellung von Doppelbrand- kesseln. Letztere Kessel werden aber deshalb bevorzugt, weil sie bei Ausfall des Ölbetriebes mit festen Brennstoffen betrieben werden können und umgekehrt, und es diese Kessel überdies erlauben, z. B. den an- fallenden Müll zu vernichten.
Die vorliegende Erfindung hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, die den bisherigen Austauschverfahren anhaftenden Mängel zu beheben und ein Zusatzgerät fUr bestehende Heizsysteme zu schaffen, das billig ist, mit bestmöglichem Wirkungsgrad arbeitet und zufolge seiner thermischen Regelung dem jeweiligen Heizsystem eingegliedert und angepasst werden kann.
Erfindungsgemäss wird dies bei einem ölbefeuerten Warmeentwickler mit unmittelbar beheiztem Rohrregister und einem das Register mit Abstand umgebenden, hohlzylindrischen Kessel, wobei zwischen Register und Kessel eine Wand vorgesehen ist, dadurch erreicht, dass das an einem Warmwasserbereiter angeschlossene Register einen auswechselbaren gelochten Schamottemantel trägt und im Sammelkasten des Registers eine an sich bekannte Durchflussbatterie für Nutzwasser eingebaut ist, hingegen der hohlzylindrische Kessel die Wärme seines Heizmediums vorzugsweise an eine Radiatorenheizung abgibt, wobei zur Regelung der Anlage die Vorlaufleitungen zum Warmwasserbereiter und zur Radiatorenheizung über Temperaturregler derart miteinander verbunden sind, dass beim Überschreiten der Maximaltemperatur in der einen Leitung, z.
B. zum Warmwasserbereiter, Wärme an die Radiatorenheizung bzw. umgekehrt abgegeben wird.
Die Bedienung des neuen Heizsystems beschränkt sich hiebei nur auf das Abstellen der Heizung durch ein Absperrorgan im Sommer bzw. falls die Warmwasseraufbereitung nicht benutzt wird, auf das Schliessen desAbsperrorganes für diese. Der herkömmliche Einbau eines Mischventils für die Anpassung der Heizung an die jeweilige Aussentemperatur entfällt.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden an Hand eines in den Zeichnungen dargestelltenAusführungsbeispieles nachstehend näher erläutert. Hiebei zeigt Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Wärmeentwickler nach der Erfindung, Fig. 2 einen Längsschnitt durch diesen samt Schalt schema und Fig. 3 im vergrösserten Massstab ein Detail des erfindungsgemässen Heizregisters.
AlsWärmeentwicklerdienterfindungsgemässeinHeizregisierl. indemdas für den Warmwasserbereiter bestimmte Heizmedium, z. B. Wasser, für das im bestehenden Warmwasserbereiter vorhandene Register zirkuliert. Das Heizregister 1 umgibt mit Abstand ein hohlzylindrischer doppelmanteliger Kessel 2, durch den das Heizmedium für die Radiatorenheizung zirkuliert. Den Kessel 2 umhüllt ein Isolationsmantel 3. Das Heizregister 1 trägt einen gelochten Schamottemantel4. Die Rauchgase ziehen durch einenAbzugsstutzen 5 ab. Ferner ist gemäss den örtlichen Vorschriften eine Verpuffungsklappe 6 eingebaut, welche derart angeordnet ist. dass sie bei der Reinigung des Apparates mit herangezogen werden kann.
Erfindungsgemäss besteht der Schamottemantel 4 des Heizregisters 1 aus auf den Heizrohren 7 ange-
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schweissten Halteschienen 8, z. B. mit dem Steg angeschweissten T-Eisen, zwischer denenSchamotteplatten 9 eingeschoben sind, die Löcher 10 aufweisen. Diese Schamotteplatten 9 sind auswechselbar, weshalb das Gerät nach der Erfindung dem jeweiligen Kaminzug bzw. der Leistung des Ölbrenners unschwert angeglichen werden kann, zumal überdies die Grösse und Anzahl der Löcher 10 auch auf die örtlichen Verhältnisse einstellbar ist.
Durch die Wärmereflexion der Platten 9 bzw. des Mantels 4 auf die ÖlflammeF und den äusseren Umfang des Heizregisters 1 sowie eine russfreie Nachverbrennung der Rauchgase beim Durchtritt durch die heisse Zone der Löcher 10 einerseits und durch die Verschweissung der Halteschienen 8 als zusätzliche Heizfläche mit dem Register 1 anderseits wird eine optimale Wärmenützung erzielt.
Schliesslich ist im Sammelkasten 11 des Heizregisters 1 eine Durchlaufbatterie 12 für den direkten Anschluss des Nutzwasser vorgesehen, so dass im erfindungsgemässen Gerät Nutzwasser jederzeit hochtemperiert zur Abnahme zur Verfügung steht.
Die Verbindungsleitung zwischen den Rücklaufleitungen R und W ist eine Ausgleichsleitung, die das Rücklaufwasser von R in das Register 1 oder das Rücklaufwasser W in den hohlzylindrischen Kessel 2 treten lässt. Dieser wechselweise Durchfluss wird von den Temperaturreglern Te1 und Te2 bestimmt. Die vorbeschriebene Funktion tritt also nur bei einer Überschreitung der Maximaltemperatur an den vorgenannten Temperaturreglern ein. Eine unerwünschte Anmischung des Rücklaufwasser Rund W tritt vor dem Öffnen der Temperaturregler durch die injektorartige Ausführung der Ausgleichsleitung nicht ein.
Die Wirkungsweise des Gerätes nach der Erfindung ist folgende :
Beim "Winterbetrieb" heizt die Ölflamme F das Heizregister 1 auf und es zirkuliert das Heizmedium von diesem zum Warmwasserbereiter W. Die Rauchgase der Ölflamme F heizen auch den Kessel 2 auf und das darin befindliche Heizmedium zirkuliert von diesem zur Radiatorenheizung R. Die Durchflussbatterie 12 im Sammelkasten 11 ist aufgeheizt und der Bezug von Nutzwasser N ist jederzeit möglich. Durch die höhere Wärmeaufnahme im Heizregister 1 erhält der Warmwasserbereiter W zu einem früheren Zeitpunkt seine Höchsttemperatur und der Temperaturregler Te, gibt in Richtung zur Radiatorenheizung R die über-
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WärmeWärmeabgang an die Radiatorenheizung R hat, seine Höchsttemperatur, so wird die überschüssige Wärme
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