<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zum Imprägnieren von Drähten
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Imprägnieren von Drähten, vor allem Lackdrähten, beim Wickeln von Spulen, bei der ein vom Wickeldraht angetriebener rotierender Lackmitnehmer in ein Lackbad taucht und aus diesem eine der Drehzahl des Mitnehmers entsprechende Lackmenge dem an dem Lackmitnehmer vorbeigeführten und an diesem anliegenden Draht zuführt, wobei ein Lackabstreifer vorgesehen ist.
Normalerweise werden für das Imprägnieren von Lackdrähten oder andern Drähten beim Spulenwickeln Imprägniervorrichtungen verwendet, bei denen der Draht durch einen stationären Lackbehälter gezogen wird. Weiter sind Vorrichtungen bekannt, bei denen der Draht über Walzen geführt wird, die in einen Lackbehälter tauchen. Der Draht dreht die Walzen und wird dabei mit Lack benetzt. Es sind auch Vorrichtungen bekannt, bei denen der Draht über Walzen geleitet wird, die entsprechend der veränderlichen Drahtgeschwindigkeit infolge Vergrösserung des Spulendurchmessers mit Hilfe eines stufenlosen Geschwindigkeits-Variators mit veränderlicher Drehzahl angetrieben werden.
Alle diese Vorrichtungen gestatten es dann, dass eine mit einem derart imprägnierten Draht gewickelte Spule sofort nach dem Wickeln ausgehärtet werden kann, wodurch das normale Imprägnieren der Spulen nach dem Wickeln entfällt.
Die Erfindung besteht darin, dass der Wickeldraht über eine Rolle geführt ist, welche über einen Schneckentrieb einen einstellbaren Reibtrieb antreibt, dessen Reibscheibe auf der Achse einer in das Lackbad eintauchenden, als Lackmitnehmer dienenden Scheibe sitzt und diese Lackscheibe antreibt, welche den seitlich an ihr vorbeigeführten und anliegenden Draht mit einer unabhängig von der Drahtgeschwindigkeit immer gleichbleibenden Lackschicht versieht.
Ein Ausführungsbeispiel der Imprägniervorrichtung gemäss der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Fig. l zeigt die Vorrichtung in Seitenansicht, Fig. 2 in Draufsicht, Fig. 3 einen Schnitt nach der
EMI1.1
Der vom Drahtabroller kommende Draht 26 wird über die Rollen 3,25 und 1 geleitet, wobei die Rolle 1 gleichzeitig als Drahtführungsrolle beim Wickeln dient (Fig. l und 2). Die Rolle 1 ist aus Kunstharz gefertigt und säure- und lackfest. Der Draht 26 liegt dabei zwischen den Rollen 25 und 1 seitlich an der Lackscheibe 2 an, welche in den Lackbehälter 17 taucht. Dieser Lackbehälter 17 ist am Trägerblech 12 mittels Zapfenschraube 27 und Mutter 22 angeschraubt (Fig. ,).Die Lackscheibe 2 ist auf der Achse 28 durch die Rändelmutter 23 gehalten, wobei die Achse 28 selbst in der im Trägerblech 12 eingenieteten Lagerbüchse 29 drehbar gelagert und am andern Ende die Reibscheibe 4 mit der Mutterschraube 30 befestigt ist (Fig. 5). Die Reibscheibe 4 wird von der Rolle 3 angetrieben.
Dies erfolgt dadurch, dass der Draht 26 beim Wickeln die Rolle 3 in Umdrehung versetzt. Die Rolle 3 ist im Trägerblech 12 drehbar gelagert und trägt am andern Wellenende eine Schnecke 10, welche mit dem Schneckenrad 9 im Eingriff steht. Das Schneckenrad 9 ist im Support 11 gelagert, welcher mittels der Schrauben 31 am Trägerblech 12 festgeschraubt ist. Das Schneckenrad 9 ist mit der Welle 8 verbunden und treibt über diese das Reibrad 5 an (Fig. 1 und 2). Dieses Reibrad 5 wird von einer Feder 14, welche einen geschlitzten Kolben 15 in der Hülse 16 bewegt, gegen die Reibscheibe 4 gepresst und treibt diese an (Fig. 4).
Durch radiale Verschiebung des Reibrades 5 zur Drehachse der Reibscheibe 4 kann die Geschwindigkeit derselben reguliert werden. Diese Verstellung geschieht mit dem Schieber 6, welcher im Führungsblech 7 geführt und mit den Schrauben 32 am Trägerblech 12 fixiert ist. Diese Drehzahlregelung der Lackscheibe 2 ermöglicht es, die von dieser aus dem Lackbad 17 zum Draht 26 zu fördernde Lackmenge
<Desc/Clms Page number 2>
zu steuern. Gleichzeitig ist die Drehzahl der Reibscheibe 2 infolge der oben geschilderten Kopplung mit der Rolle 3 immer zu deren Drehzahl proportional, so dass der Draht 26 immer mit der gleichen Lack- menge benetzt wird.
Damit durch die Lackscheibe 2 keine Lackklumpen aus dem Lackbad 17 zum Draht
26 gefördert werden, ist ein gabelförmiger Lack-Abstreifer 18 so an der Lackscheibe 2 angeordnet, dass er den überschüssigen Lack von dieser ins Lackbad zurück abstreift. Der Abstreifer 18 ist mit der Klemmfe- der 24 auf das Nabenstück 19 geklemmt und kann zur Reinigung leicht abgenommen werden. Das Nabenstück 19 ist gemäss Fig. 3 mittels der Mutter 21 auf dem Gewindestift 20 angebracht, welcher durch den
Stift 36 mit der Haltehülse 34 verstiftet ist. Die Haltehülse 34 selbst ist im Trägerblech 12 eingenietet. Das Nabenstück 19 mit dem Abstreifer 18 wird durch die Druckfeder 35 gegen die Lackscheibe 2 gedrückt und ist durch den Stift 36 gegen Verdrehen gesichert. Dadurch wird der Lack auf der dem Draht 26 abgewendeten Seite der Scheibe immer von dieser zurück in das Lackbad 17 abgestreift.
Das Trägerblech 12 besitzt ein Langloch 13 zur Befestigung der ganzen Vorrichtung auf dem Drahtführer einer Lagenwickelmaschine.
PATENT ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Imprägnieren von Drähten, vor allem Lackdrähten, beim Wickeln von Spulen, bei der ein vom Wickeldraht angetriebener rotierender Lackmitnehmer in ein Lackbad taucht und aus diesem eine der Drehzahl des Mitnehmers entsprechende Lackmenge dem an dem Lackmitnehmer vorbeigeführten und an diesem anliegenden Draht zuführt, wobei ein Lackabstreifer vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickeldraht (26) über eine Rolle (3) geführt ist, welche über einen Schneckentrieb (9-10) einen einstellbaren Reibtrieb (4 - 5) antreibt, dessen Reibscheibe (4) auf der Achse einer in das Lackbad (17) eintauchenden, als Lackmitnehmer dienenden Scheibe (2) sitzt und diese Lackscheibe antreibt,
welche den seitlich an ihr vorbeigeführten und anliegenden Draht mit einer unabhängig von der Drahtgeschwindigkeit immer gleichbleibenden Lackschicht versieht.