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Hilfskraftunterstützte Lenkeinrichtung für Kraftfahrzeuge
Die Erfindung nach dem Stammpatent betrifft eine hilfskraftunterstützte Lenkeinrichtung für Kraftfahrzeuge mit durch Handkraft zu drehender Lenkspindel, die ein verdrehweiches Glied enthält, und mit einer die Hilfskraft steuernden Einrichtung, die in Abhängigkeit von der Verdrehung des elastischen Gliedes betätigbar ist.
Es sind bereits Lenkeinrichtungen bekanntgeworden, bei welchen zwischen der Lenkschnecke und der Lenkspindel ein verdrehweiches Glied eingesetzt ist. Aufgabe der Zusatzerfindung ist eine weitere verbesserte Ausgestaltung des Gegenstandes gemäss dem Stammpatent. Ein wesentliches Merkmal der zusätzlichen Erfindung besteht darin, dass die Druckmittelsteuereinrichtung getrennt vom Drehstab und der Lenkspindel angeordnet ist und dass die durch Verdrehung des Drehstabes bewirkte, axial verstellbare Bewegung eines Gliedes mittels Umlenkhebels auf eine der Steuerbüchsen und die Gegenfeder übertragen wird.
Bei einer derartigen Ausbildung der Lenkeinrichtung ist es möglich, sowohl die Betätigung der Druckmittelsteuerung als auch die Druckmittelsteuerung selbst auf kleinstem Raum unterzubringen und dadurch eine wesentlicheVerkürzungderBaulänge zu erzielen, u. zw. auch bei Lenkeinrichtungen, bei welchen der Servomotor nicht unmittelbar an der Druckmittelsteuereinrichtung bzw. derenBetätigungsgliedern angeordnet ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel gemass der Erfindung dargestellt, das nachfolgend beschrieben ist :
Die Druckmittelsteuereinrichtung ist bei diesem Ausführungsbeispiel von der Lenkspindel bzw. vom Drehstab getrennt und achsparallel zu diesen angeordnet. Die Lenkschnecke ist mit 2 und die auf dieser mittels Kugelketten 35 bzw. 36 gelagerte, axial verstellbare Lenkmutter mit 37 bezeichnet. Die Lenkschnecke 2 ist auf ihrer ganzen Länge hohl ausgebildet und nimmt in ihrer Bohrung einen Drehstab 14 auf. Der Drehstab ist mit seinem einen Ende unmittelbar mit der (nicht dargestellten) Lenkspindel und mit seinem andern Ende mit der Lenkschnecke verbunden. Ebenfalls in der hohl ausgebildeten Lenkschnecke angeordnet ist eine mit der Lenkspindel fest verbundene Hülse 17, die den Drehstab umgibt.
Der Lenkspindelteil 17 greift hiebei mit seinen gabelförmigen Enden 76 bzw. 77 in entsprechende Ausnehmungen 200 bzw. 201 einer in der hohl ausgeführten Lenkschnecke 2 axial und radial beweglich geführ- tenHülse 203 ein, und das mit Gewinde 72 versehene Ende des Drehstabes 14 ist in ein Gegengewinde 204 in der Büchse 203 einschraubbar vorgesehen. Ein mit der Büchse 203 fest verbundener Teil 205 weist eine Ringnut 206 auf, in welche der eine Arm 207 eines Doppelhebels 209 dauernd eingreift, während der zweite Arm 208 desselben in eine Ausnehmung 211 an der axial verstellbaren Steuerbüchse 212 der Druckmittelsteuereinrichtung eingreift. Der Doppelhebel 209 ist hiebei um eine Achse 215 schwenkbar vorgesehen, die an einem in Richtung der Längsachse der Steuerbüchse 212 verstellbaren Teil 216 gelagert ist.
Die Verstellung des Teiles bzw. des Hebels 209 erfolgt mittels einer Stellschraube 218, welche in das Getriebegehäuse 5 einschraubbar ist. Die Druckmittelsteuereinrichtung ist achsparallel zur Lenkspindel 17 angeordnet, u. zw. ist eine fest in das Gehäuse 5 eingesetzte Steuerbüchse 220 vorhanden, in welcher sich die bereits erwähnte Steuerbüchse 212 axial beweglich führt. Auf das linke Ende der Büchse wirkt eine sich am Gehäuse 5 abstützende, unter gewisser Vorspannung stehende Druckfeder 221 ein, die für einen spielfreien Eingriff des Armes 208 in die Ausnehmung 211 der Steuerbüchse 212 Sorge trägt.
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und 234 auf, durch welche Steuerkanten zur Steuerung des Druckmittels gebildet sind.
Am äusseren Umfang der Steuerbüchse 220 sind weitere Ringnuten 235, 236 und 237 vorhanden, welche überradialgerichtete Bohrungen 238, 239 und 240 eine Verbindung zu denRingkanälen 232, 233 bzw. 234 herstellen. In die Ringnut 236 mündet einKanaI 242, der über eine (nicht dargestellte) Leitung mit einer Druckmittelpumpe in Verbindung steht. Die (nicht dargestellten) Zylinderräume vor dem doppelt beaufschlagbaren Arbeitkolben stehen ihrerseits über die Kanäle 245 und 246 bzw. 247 und 248 mit den Steuernuten 233 bzw. 234 in Verbindung.
Tritt bei Einleitung einer Lenkbewegung eine Verdrehung des Drehstabes 14 ein, so wird durch Relativdrehung des mit Gewinde 72 versehenen Drehstabendes und des gabelförmigen Endes 76, 77 zueinander eine axiale Verstellung der Büchse 203 und damit auch des Teiles 205 bewirkt. Eine solche axia1e"'Ver- stellung hat zur Folge, dass der Doppelhebel 209 um seine Achse 215 geschwenkt wird und damit die Steuerbüchsen 212 gleichfalls eine Verstellung in axialer Richtung erfährt und durch Abschliessen der Steuerkanten eine Steuerung des Druckmittels in bekannter Weise in den einen oder andern (nicht dargestellten) Zylinderraum erfolgt.
Die Richtung der axialen Verstellung ergibt sich dabei aus der Drehrichtung der am Lenkhandrad eingeleitetenlenkbewegung ; mittels der Verstelleinrichtung 216, 218 lassen sich die Steuernuten bzw. die Steuerkanten 230 und 231 bzw. 233 und 234 genau auf hydraulische Mitte einstellen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Hilfskraftunterstützte Lenkeinrichtung für Kraftfahrzeuge mit durch Handkraft zu drehender Leekspindel, die ein verdrehweiches Glied enthält, und mit einer die Hilfskraft steuernden Einrichtung, die in Abhängigkeit von der Verdrehung des elastischen Gliedes betätigbar ist, wobei das verdrehweiche Glied, beispielsweise einDrehstab, in der Lenkschnecke angeordnet und das eine Ende desverdrehweichenGliedes mit der Lenkschnecke fest verbunden ist und mittels eines Gewindezapfens in ein Gegengewinde einer Druckmittelsteuerbüchse einschraubbar ist, während das andere Ende des Drehstabes mit einem Teil der Lenkspindel fest verbunden ist, die'mit ihrem freien,
gabelförmigen Ende in Ausnehmungen an der Druckmittelsteuerbüchse eingreift, so dass bei Verdrehung des Drehstabes eine Axialverschiebung der Druckmittelsteuerbüchse bewirkt wird, nach Patent Nr. 225550, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmittelsteuereinrichtung getrennt vom Drehstab (14) und der Lenkspindel (17) angeordnet ist und die durch Verdrehen des Drehstabes (14) bewirkte axiale Verstellbewegung einer Büchse (203, 205) mittels Umlenkglie- der (209) auf eine der Steuerbüchsen (212) und die Gegenfeder (221) übertragen wird.