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Trommelfilter.
Die vorliegende Erfindung erstreckt sich auf die Entwässerungstrommeln solcher '1'rommelfilter, bei denen endlose Filterorgane, Filze oder dgl., zur Filtrierung benutzt werden. Die Erfindung besteht darin, dass das Auflager für das Filterorgan auf der Ent- wässerungstrommel von zwei von der Trommelmitte aus mit entgegengesetzter Windungsrichtung ein-oder mehrgängig gewickelten Schraubenbahnen aus Dralrt oder dgl. gobildet wird.
Ein derartiges Auflager für das Filterorgan hat infolge der von der Trommelmitte aus entgegengesetzt laufenden, schraubenartigen Windungen ständig das Bestreben, das Filterorgan nach beiden Seiten auseinanderzuziehen, wodurch einerseits eine glatte Anlage des Filtertuches an die Trommel herbeigeführt, andererseits dürch die dem Filterorgan in der Breitenrichtung ständig erteilte Spannung erreicht wird, dass die Poren des Filterorganes offengehalten und so ein besserer Durchtritt des wesentlich durch die sich auf dem Filterorgan bildende Schicht filtrierten Wassers erzielt wird.
Die Zeichnung veranschaulicht die vorliegende Trommel als Beispiel in polygonaler Ausführung. Fig. l ist eine Vorderansicht und Fig. 2 eine Seitenansicht derselben.
Die Trommel a besteht im dargestellten Falle aus zwei polygonalen, und zwar zehnt'ckigen Kränzen b und c, welche durch mit Zwhchenraum nebeneinander liegende Leisten d miteinander verbunden sind. Von der Mitte der Trommel aus ist je ein Draht e bezw. f in schraubenförmigen Windungen um die Trommel gewickelt, und zwar derart, dass die Windungen der einen Trommelhälfte derjenigen der anderen entgegengesetzt laufen. Die eine Trommelhälfte ist also nach Art des Rechtsgewindes und die andere Trommelbälfte nach Art des Linksgewindes bewickelt. Dem Draht kann jede geeignete Qucrschnittsform gegeben werden.
Wenn es bei grossen Trommellängen zur Erzielung einer möglichst grossen Streichkraft erforderlich wird, die Steigung der Spiralwindungen verhältnismässig gross zu nehmen, so umwickelt man jede Trommelhälfte it mehreren Drähten nach Art des zwei-, drei-oder mehrgängigen Gewindes. Auf diese Weise werden dann die bei einer eingängigen Windung von grosser Steigung sonst entstehenden grossen Zwischenräume zwischen den Windungen vermieden und damit jedes beutelförmige Durchdrücken des Filterorganes ausgeschlossen, wie es sonst infolge des auf dem Filterorgan lastenden hydrostatischen Druckes eintreten würde.
Bei der Drehung der Trommel innerhalb des Filterbehälters schmiegt sich das Filterorgan, Filz oder dgl., an die Drahtbahnen an und wird infolge der entgegengesetzten
Wicklungen beider Trommelhälften fortgesetzt von der Mitte aus nach beiden Rändern zu auseinandergestrichen, so dass der Filz oder dgl. nicht zusammenschrumpfen und sich ver- dichten kann. Durch die Stre ; chwirkung der Trommelwicklungen wird der Filz violmehr ständig geschlichtet und so die Poren gleichmässig durchlässig erhalten, so dass die Filtrier- leistung der mit derartigen Trommeln ausgestatteten Filter eine dauernd gleichmässige bleibt.
Die Trommel könnte anstatt - wie dargestellt - polygonal auch völlig rund oder in sonst geeigneter Form ausgebildet sein.