AT228406B - Ampulle bzw. beutelförmiger, flaschenartiger Behälter und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents

Ampulle bzw. beutelförmiger, flaschenartiger Behälter und Verfahren zu ihrer Herstellung

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AT228406B
AT228406B AT771861A AT771861A AT228406B AT 228406 B AT228406 B AT 228406B AT 771861 A AT771861 A AT 771861A AT 771861 A AT771861 A AT 771861A AT 228406 B AT228406 B AT 228406B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Ampulle bzw. beutelförmiger, flaschenartiger Behälter und
Verfahren zu ihrer Herstellung 
In der pharmazeutischen Industrie werden in zunehmendem Umfang flaschenartige oder beutelförmi- ge Behälter aus Kunststoffen zur Aufbewahrung von Therapeutika und biologischen Flüssigkeiten, und zur Konservierung von Blut verwendet. Diese Behälter müssen   verhältnismässig dünnwandig   ausgebildet sein, damit sie im Autoklaven im Wasserdampf sterilisiert werden   können ;   sie werden dadurch keimfrei ge- macht, um die in ihnen enthaltenen Flüssigkeiten oder Lösungen für die Infusion oder Transfusion anzuwenden. 



   Diese   dünnwandigen Kunststoffbehälter   sind aus den oben angegebenen Gründen in ihren Einzelteilen nachgiebig elastisch, so dass es unmöglich ist, die bekannten, aus Polyvinylchlorid, Polyaethylen od.   ähnl.   geeigneten Kunststoffen bestehenden Behälter mittels eines Gummistopfens, einer Schraubkappe oder einer mit einem Bördelrand versehenen Kappe zu   verschliessen :   Voraussetzung für diesen Verschluss ist nämlich ein starrer Auslaufteil (Hals) des Behälters, der sich bei den etwa über   1000C   liegenden Sterilisationstemperaturen nicht verformt. Diese Voraussetzung ist bei den dünnwandigen bekannten Behältern nicht gegeben, so dass nach der Sterilisation Verformungen vorhanden sind, die die Anwendung der oben erwähnten Verschlüsse unmöglich machen. 



   Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, den Halsteil am Auslauf des Behälters unter Verwendung eines   erst bei etwa 1300C weich   werdenden Kunststoffes auszubilden, da dieser Kunststoff auch während der Sterilisation so hart bleibt, dass die Verschliessung mittels Stopfens oder Kappe möglich ist. 



   Die Patentinhaberin hat ein Verfahren entwickelt, mit welchem die Anbringung des bei der Sterilisation starr bleibenden Halsteiles an dem dünnwandigen Kunststoffbehälter möglich ist. 



   An einem dünnwandig elastischen, flaschenartigen, ampullenförmigen oder beutelförmigen Behälter wird gemäss der Erfindung ein starrer Halsteil durch Umspritzung des folienartigen, am Behälter vorhandenen Halsteiles mit einem bei oder oberhalb 1300 weich werdenden Kunststoff gebildet. Als solche Kunststoffe kommen temperaturbeständigere Polyamide, Hart-Polyvinylchlorid, Polypropylen, Niederdruckpolyaethylen, Polykarbonat u. ähnl. Kunststoffe in Betracht. 



   Es ist zweckmässig, den dünnwandig-elastischen Halsteil mit Durchbrechungen zu versehen, so dass der aussen und innen herumgespritzte härtere Kunststoff einen guten Halt hat. Zu dem gleichen Zweck kann der elastisch-dünnwandige Halsteil - im Querschnitt   betrachtet-wellenförmig   ausgebildet sein. 



   Je nach der Höhe der beim Umspritzen angewendeten Temperatur und je nach der Länge der Zeit, die für diesen Vorgang benötigt wird, werden hinsichtlich der Verbindung zwischen dem starren Halsteil und dem in ihm liegenden dünnwandigen Teil verschiedene Ergebnisse erzielt. Bei niedrigerer Temperatur des zur Spritzung verwendeten, eine höhere Erweichungstemperatur aufweisenden Kunststoffes und bei kurzer Verweildauer des Halsteiles in der bei seiner Fertigung verwendeten Form, kommt es nach vorliegenden Erfahrungen zu einer Vereinigung zwischen den beiden Halsteilen, welche auf Haftung beruht, die aber sehr eng ist und in den meisten Fällen den gestellten Anforderungen genügt.

   Wenn man dagegen die Temperatur erhöht und durch Herabsetzung der Arbeitsgeschwindigkeit die Verweildauer in der Form   verlängert,   tritt eine Verschweissung der beiden zumindest hinsichtlich der Schmelzpunkte bzw. der Erweichungspunkte sich unterscheidenden Kunststoffe ein. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Der verstärkte Halsteil kann aussen oder innen mit einem Schraubgewinde oder mit einer ringförmi- gen Vertiefung für die Befestigung der Bördelkappe oder eines Kniehebelverschlusses versehen sein. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen Fig.   l   den gemäss der Erfindung mit verstärktem Halsteil versehenen Behälter und Fig. 2 eine Vorrichtung, wel- che bei seiner Herstellung benutzt werden kann. 



   Der dünnwandige, flaschenartige Behälter, der auch beutelförmig oder auch in anderer geeigneter
Weise in seinem Behälterteil ausgebildet sein kann, ist mit a bezeichnet. Der unverstärkte Halsteil b ist wellenförmig (vgl. c) ausgebildet. Der Halsteil wird (vgl. auch Fig. 2) in der aus den Teilen g und h be- stehenden Form umspritzt. Zu diesem Zweck wird der elastische Halsteil b in die Form eingeführt und in den Halsteil der Kerne k. Durch die Einspritzdüse i wird der Kunststoff, welcher einen höheren Schmelzpunkt hat als der Kunststoff, aus dem der Behälter a mit dem dünnen Halsteil b gefertigt ist, eingespritzt. 



  Die Verbindung der verschiedenen Kunststoffe findet in der vorstehend geschilderten Art statt. Die Ring- nut ist mit d bezeichnet. 



   Vorzugsweise ist der Behälter ganz oder teilweise nahtlos ausgebildet. 



   Der Halsteil kann auf seiner ganzen Länge oder auf einem Teil seiner Länge gemäss der Erfindung verstärkt werden   bzw. verstärkt   sein. Bei der Wahl der Länge der   Verstärkung   ist die Art des Verschlusses massgeblich, nämlich ob hiezu ein Gummistopfen oder eine Schraubkappe oder Bördelkappe verwendet wird. 



   Für bestimmte Anwendungsfälle kommen als Material des ampullenartigen Behälters auch andere Kunststoffe, z. B. Polycarbonat, in Betracht. Die Erfindung ist auch dann anwendbar, wenn der Kunststoff, der für die Umspritzung des dünnen Halsteiles verwendet wird, einen niedrigeren Schmelz- oder Erweichungspunkt hat als das Material, aus dem die Ampulle bzw. der dünne Halsteil besteht. Es tritt aber dann keine Verschweissung ein. Man kann aber auch gegebenenfalls auf diese Weise eine den zu stellenden Anforderungen genügende Verbindung zwischen dünnem und dickem Halsteil erzielen. Auch kann man Kunststoffe für den dünnen und für den verdickten Halsteil verwenden, die den gleichen Schmelzpunkt haben. Es ist jedoch vorzuziehen, so zu verfahren, dass eine Verschweissung eintritt. 



   Es können am Halsteil Verstärkungsrippen e (vgl. Fig. 1) vorgesehen sein, welche Löcher f für eine Aufhängevorrichtung enthalten. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Ampulle bzw. beutelförmiger, flaschenartiger Behälter od. dgl. aus dünnwandigem Kunststoff bzw. aus Kunststoff-Folie, gekennzeichnet durch eine nachträglich um den dünnen Halsteil angebrachte Verstärkung aus einem Kunststoff, dessen   Erweichungs- bzw. Schmelztemperatur   oberhalb der entsprechenden Temperaturen des Kunststoffes liegt, aus dem die Ampulle bzw. der Behälter gefertigt ist.

Claims (1)

  1. 2. Ampulle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der dünne Halsteil- im Querschnitt betrachtet-wellenförmig ausgebildet ist.
    3. Ampulle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der dünne Halsteil Ausnehmungen oder Löcher enthält.
    4. Ampulle nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine umlaufende Rille am verstärkten Halsteil für die Umbördelung einer Verschlusskappe.
    5. Ampulle nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch ein Schraubengewinde an der Aussenseite des verstärkten Halsteiles für eine Schraubkappe.
    6. Verfahren zur Fertigung einer Ampulle od. dgl. nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Halsteil des dünnwandigen Behälters innen und aussen mit einem Kunststoff, welcher einen höheren Erweichungs- bzw. Schmelzpunkt hat als der Kunststoff, aus welchem der Behälter gefertigt ist, umspritzt wird.
AT771861A 1960-10-25 1961-10-13 Ampulle bzw. beutelförmiger, flaschenartiger Behälter und Verfahren zu ihrer Herstellung AT228406B (de)

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