AT228046B - Verfahren zur Herstellung von Pergamentpapier - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pergamentpapier

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AT228046B AT484161A AT484161A AT228046B AT 228046 B AT228046 B AT 228046B AT 484161 A AT484161 A AT 484161A AT 484161 A AT484161 A AT 484161A AT 228046 B AT228046 B AT 228046B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Pergamentpapier 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 worin Reinen Alkyl- oder Arylrest mit   1 - 6   C-Atomen, insbesondere den Methylrest, X Halogenatome oder Alkoxy- bzw. Aroxyreste mit nicht mehr als 6 C-Atomen bedeuten, n 1, 2 oder 3, insbesondere 2, 
 EMI1.3 
 gen.

   Als Beispiele solcher Organosiliciumverbindungen seien genannt : Diorganopolysiloxane, worin die organischen Reste   Methyl- und/oder   Phenylreste sind, mit Viskositäten zwischen 1 und   1 000000 cSt/250,   vorzugsweise 1 und    50000 cSt/250,   wie endständige Hydroxylgruppen aufweisende lineare Dimethylpoly- 
 EMI1.4 
    ;Monomethylsiliciumeinheiten   aufgebaute Siloxane, wie das unter der Bezeichnung "DC 1107" im Handel befindliche Methylwasserstoffpolysiloxan, Methylkieselsäure und ein als Beispiel für ein Methylpoly-   siloxanharz genanntes, aus (CH) SiO-und(CH) SiOg.-Einheiten aufgebautes Harz mit einem CH : Si- Verhältnis von 1, 2 : 1,das noch zusätzlich 8 Gew.-''Si-gebundene Äthoxylreste enthält ;

   Organohalogen-    

 <Desc/Clms Page number 2> 

 silane, insbesondere Methylchlorsilane, wie Methyltrichlorsilan, Dimethyldichlorsilan ; Organoalkoxysilane wie Dimethyldiäthoxysilan und   Methyltriäthoxysilan. Selbstverständlich   können auch Gemische der genannten Verbindungen verwendet werden. 



   Bei der Verwendung von 75 bis 78   gew.-loiger   Schwefelsäure   ist Dimethyldichlorsilan vorzuziehen.   



  Bei der Verwendung von   78, 1 gew. -%iger bi, s   zu 85   gew.-iger   Schwefelsäure sind Gemische aus Monound Diorganosiliciumverbindungen, die zu über 50   Gew. -0/0 Diorganosiliciumverbindungen   enthalten, wie   z. B.   ein Gemisch aus   Dimethyldichlorsilan und   Methyltrichlorsilan im Gewichtsverhältnis von 33 : 17, besonders vorteilhaft wegen der besseren Vernetzung nach der Hydrolyse, die zu besonders guter Verankerung in dem Papier führt. 



   Die Konzentration an siliciumorganischen Verbindungen in der Schwefelsäure richtet sich vor allem nach dem gewünschten Grad der Abweisung von Wasser und klebrigen Stoffen, der mit steigender Menge an Organosiliciumverbindungen zunimmt. Vorzugsweise werden der Schwefelsäure,   d. h.   dem Gemisch 
 EMI2.1 
 
Gew.-% H2SOzugesetzt. 



   Ausser den Organosiliciumverbindungen können in die Schwefelsäure selbstverständlich noch andere
Substanzen, die man üblicherweise der bei der Pergamentierung verwendeten Schwefelsäure zusetzt, ein- verleibt werden. 



   Das Auflösen der Organosiliciumverbindungen in der Schwefelsäure erfolgt im allgemeinen bei Zimmertemperatur. Man verwendet dabei vorzugsweise eine Schwefelsäure von etwa 95 bis 100 Gew.-%   H SO, insbesondere   die   handelsübliche "konzentrierte Schwefelsäure" mit   etwa 98   Gew.-% H SO,   die nach Eintragung der   OrganosiliciumverbindungenmitWasser   bis zu den ersten Anzeichen einer beginnenden Trübung verdünnt wird. Es ist anzunehmen, dass die Organosiliciumverbindungen nicht in der formelmässigen Zusammensetzung, in der sie in die Schwefelsäure eingetragen wurden, sondern in Form von   Schwefelsäure-Organosiliciumverbindungen,   die durch Spaltung anderer als der Si-C-Bindung entstehen, gelöst werden.

   Somit ist es selbstverständlich, dass die zur Eintragung in die Schwefelsäure verwendeten Organosiliciumverbindungen nicht unbedingt die oben angegebene allgemeine Formel hinsichtlich der Substituenten, die nicht durch Si-C-Bindungen an das Siliciumatom gebunden sind, aufweisen müssen. 



  Wesentlich ist lediglich, dass in der zur Pergamentierung verwendeten Schwefelsäure Organosiliciumverbindungen, insbesondere solche mit der Gruppierung   RjSi, worin Rund   n die oben angegebene Bedeutung haben, vorliegen. 



   Die Behandlung der Zellulose mit Schwefelsäure, die den erfindungsgemässen Zusatz enthält, verläuft nach den gleichen Verfahren, wie sie bisher bei der Pergamentierung mit Schwefelsäure angewendet wurden. Das gleiche gilt für die weiteren Behandlungsstufen. 



   So kann man   z. B.   das Papier, das   5 - 20   sec, vorzugsweise   10 - 15   sec, der die Organosiliciumverbindungen enthaltenden Schwefelsäure ausgesetzt war, im Gegenstrom mit Wasser auswaschen und zur Trocknung über beheizte Zylinder führen. Um dem Papier einen gewünschten Feuchtigkeitsgehalt zu verleihen, können dabei vor dem Trocknen noch bestimmte feuchtigkeitsanziehende Stoffe, wie Glyzerin oder Zucker in Form von verdünnten Lösungen aufgetragen werden. Dem Waschwasser und/oder weiteren Behandlungsbädern können selbstverständlich auch die an sich für die Kondensation von Organosiliciumverbindungen bekannten Katalysatoren, wie Dibutylzinndilaurat, Eisenoctat, Zinknaphthenat oder Zirkonoxychlorid sowie weitere Hydrophobierungsmittel zugesetzt werden. 



   Die erfindungsgemäss hergestellten Pergamentpapiere sind besonders wasserabstossend und eignen sich für die Verpackung klebriger Stoffe aller Art, wie Süsswaren, Fleisch oder Kautschuk. Ausserdem können sie als Abdeckungsfolien für selbstklebende Etiketten, Kunststoff-Folien und Papiere verwendet werden. 



  Als Abdeckungsfolien sind insbesondere diejenigen erfindungsgemäss hergestellten Pergamentpapiere geeignet, bei denen die oben erwähnten Gemische aus   Mono-und Diorganosiliciumeinheiten   verwendet werden und anschliessend an das Auswaschen der Schwefelsäure eine Hitzebehandlung bei Temperaturen von 40 bis 2000, beispielsweise durch 60 sec langes Erwärmen bei 1500, gegebenenfalls in Gegenwart der an sich bekannten Kondensationskatalysatoren, vorgenommen wurde. 
 EMI2.2 
 lang und wäscht dann das Papier gründlich mit Wasser nach, bis im Waschwasser keine SO-und Cl-Ionen mehr nachweisbar sind. Anschliessend wird das Papier getrocknet. Es ist wasserabstossend und klebstoffabweisend. 



   Beispiel 2 : 3 g Dimethyldiäthoxysilan werden in 100 g   980/oiger   Schwefelsäure gelöst und dann so viel Wasser hinzugegeben. bis die Mischung 79, 5   Gew.-%   Schwefelsäure enthält. Nach der in Beispiell beschriebenen Arbeitsweise wird Filtrierpapier mit dieser Mischung behandelt und anschliessend gewaschen. 

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  Die Wirkung ist die gleiche wie in Beispiel 1. 



   Beispiel 3 : 2g endständige Hydroxylgruppen aufweisende lineare Dimethylpolysiloxane von 30 000 cSt/25  werden in 100 g   99% figer   Schwefelsäure gelöst und dann so viel Wasser hinzugegeben, bis die Mischung 81   Gew.-%   Schwefelsäure enthält. Auch mit dieser Mischung wird wie oben angegeben verfahren. Man erhält ein wasserabstossendes und klebrige Stoffe abweisendes Pergamentpapier. 



     Beispiel 4 : 3, 3   g Dimethyldichlorsilan und   l, 7gMemyltrichlorsilanwerdeninlOOg99% iger   Schwefelsäure gelöst und die Mischung mit Wasser auf eine Schwefelsäurekonzentration von   8Clo   gebracht. 



  Durch Behandlung von Filtrierpapier mit dieserMischung erhält man stark wasser- und klebstoffabweisendes Pergamentpapier. 



    PATENTANSPRÜCHE :      l.   Verfahren zur Herstellung von Pergamentpapier durch Behandeln von Zellulose mit Schwefelsäure, dadurch gekennzeichnet, dass die verwendete Schwefelsäure Organosiliciumverbindungen gelöst enthält.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwefelsäure Organosiliciumverbindungen mit Einheiten der allgemeinen Formel EMI3.1 worin Reinen Alkyl- oder Arylrest mit 1 - 6 C-Atomen, insbesondere den Methylrest, X Halogenatome oder Alkoxy- bzw. Aroxyreste mit nicht mehr als 6 C-Atomen bedeuten, n 1, 2 oder 3, insbesondere 2, m 0, 1, 2 oder 3, p 0 oder l und die Summe von n + m + p 1 - 4 beträgt, enthält.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwefelsäure Gemische aus 50-100 Gew.-% Diorganosiliciumverbindungen und 0-50 Gew.-% Monoorganosiliciumverbindungen enthält.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwefelsäure 0, 1 bis 10 Gew.-% an Organosiliciumverbindungen enthält.
AT484161A 1960-08-12 1961-06-22 Verfahren zur Herstellung von Pergamentpapier AT228046B (de)

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