AT227742B - Verfahren zur raschen Nitrierung - Google Patents

Verfahren zur raschen Nitrierung

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To A Kako Kabushiki Kaisha
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  Verfahren zur raschen Nitrierung 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur raschen Nitrierung von Stahl in einem aus   staubf6rmigen Teil-   chen bestehenden Schwebebett, in welches mit dem positiven Pol einer Stromquelle verbundene Elektro- den und der. mit dem negativen Pol der Stromquelle verbundene zu nitrierende Gegenstand eintauchen. 



   Um eine Nitridschicht an der Oberfläche eines Stahlwerkstückes zu erhalten, wurde bisher der Stahl nach dem Abschrecken und Anlassen längere Zeit hindurch in Ammoniakgas geglüht. Dieses bekannte Ver- fahren ist jedoch mit Mängeln behaftet, da dieses Verfahren erstens einen grossen Zeitaufwand und zwei- tens einen komplizierten Nitrierofen erfordert. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren, das mit einfachen, billigen Mitteln in kurzer Zeit durchgeführt werden kann. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren besteht darin, dass sich das Nitriermittel in Form kleiner Teilchen im Schwebezustand befindet und Elektroden und ein zu härtendes Werkstück in das im Schwebezustand be- findliche, staubförmige Nitriermittél eintauchen, wobei die Elektroden an den positiven Pol und das Werkstück an den negativen Pol einer Stromquelle geschaltet werden, so dass beim Durchgang eines pulsierenden Gleichstromes an der Oberfläche des zu härtenden Werkstückes Funkenentladungen entstehen. 



   Der Schwebezustand des staubförmigen Nitriermittels kann z. B. folgendermassen erreicht werden : In eine Kammer wird ein Zwischenboden aus porösem Material, wie z. B. aus porösem gebrannten Ton, eingesetzt. Dieser poröse Zwischenboden lässt zwar Gase, nicht aber das staubförmige Nitriermittel durch. Über dem porösen Boden der Kammer befindet sich das Nitriermittel. Von unten her wird ein Gas unter Druck durch den porösen Boden in die Kammer geblasen, wirbelt den darin befindlichen Nitriermittelstaub hoch und hält ihn in Schwebe. Vorzugsweise beträgt die Feinheit der Staubteilchen des Nitriermittels etwa 100-150 Maschen auf 2,   54cm.   Als Gas wird Stickstoff oder Ammoniak verwendet. Der Gasdruck hängt vom Fassungsvermögen der Kammer und von der Dicke und der Porosität des Zwischenbodens ab.

   Er schwankt vorzugsweise zwischen 4 und 10   kg/cm2.   Der zu verwendende elektrische Strom ist ein pulsierender Gleichstrom. 



   Mit"pulsierendem Strom"wird ein gleichgerichteter Wechselstrom bezeichnet, der also durch wiederholte gleichmässige Pausen unterbrochen in einer Richtung fliesst. 



   Die Zeichnung zeigt eine Einrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens. 



   In der Kammer 1 befindet sich der poröse Zwischenboden 2 z. B. aus gebranntem Ton. Dieser poröse Boden lässt zwar Gase durch, nicht aber die staubförmigen Teilchen des Nitriermittels. Durch die Öffnung 3 wird Gas eingepresst. Die Elektroden 4 und 4'stehen in der Kammer einander gegenüber. Das Werkstück 5, dessen Oberfläche gehärtet werden soll, wird zwischen die beiden Elektroden 4 und 4'eingebracht. Die Stromquelle 6 liefert den erforderlichen pulsierenden Strom. 



   Der Anschluss der Stromquelle 6 an die Elektroden und an das Werkstück erfolgt so, dass die Elektroden ein positives Potential und das Werkstück ein negatives Potential aufweisen. 7 bedeutet das staubförmige, im Schwebezustand befindliche Nitriermittel. 



   Das Nitriermittel, z. B.   Bariumcyanid   Ba   (CN) 2' wird   in Stabform auf den porösen Boden 2 in der Kammer 1 gestreut. Dann wird Ammoniak oder Stickstoff durch die Öffnung 3 gepresst. Dieses Gas dringt durch die Bodenplatte 2 und wirbelt das staubförmige Nitriermittel auf und hält dasselbe in der Kammer in Schwebe. Die Elektroden 4 und   4'und   das Werkstück 5 tauchen dann in diesen schwebenden Nitriermittelstaub ein. 

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AT514660A 1959-09-15 1960-07-05 Verfahren zur raschen Nitrierung AT227742B (de)

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