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Kreiselpumpe, insbesondere für Feuerlöschzwecke
Da Kreiselpumpen nicht selbst ansaugen, ist jeweils eine Entlüftungspumpe erforderlich, die so lange arbeitet, bis die Kreiselpumpe Flüssigkeit gefasst hat, worauf die Entlüftungspumpe abgeschaltet werden kann. Es ist bereits bekannt, zur Bedienungserleichterung eine Schaltvorrichtung vorzusehen, welche die
Entlüftungspumpe in Abhängigkeit vom Flüssigkeitsdruck in der Kreiselpumpe selbsttätig ein- und ab- schaltet. Dabei weist die Schaltvorrichtung meist einen Kolben oder eine Membran als Steuerorgan auf, das federbelastet ist und mit Druckflüssigkeit von der Kreiselpumpe her beaufschlagt wird. Überschreitet der Druck in der Kreiselpumpe, nachdem sie Wasser gefasst hat, einen bestimmten Mindestwert, wird der
Kolben oder die Membran gegen die Kraft der Feder bewegt und dadurch die Entlüftungspumpe abge- schaltet.
Reisst während des Betriebes der Kreiselpumpe die Saugsäule ab, so sinkt der Flüssigkeitsdruck und die Entlüftungspumpe wird durch die gegenläufige Bewegung des Kolbens bzw. der Membran unter der Federwirkung wieder eingeschaltet. Bei Pumpen, die, wie z. B. Feuerlöschpumpen, oft mit unreinem
Wasser arbeiten, verschmutzt diese Schaltvorrichtung scimell und muss oft gereinigt werden oder sie wird manchmal ganz unbrauchbar. Gefährlich sind vor allem die harten und körnigen Verunreinigungen, die, wie beispielsweise Sand, im Wasser nicht emulgieren und sich leicht absetzen.
Die Erfindung bezweckt die Schaffung einer Kreiselpumpe, bei der selbst bei stark verunreinigtem Wasser keine Verschmutzung oder Funktionsstörung der automatischen Schaltvorrichtung zu befürchten ist, die also eine erhöhte Betriebssicherheit aufweist und demnach für Feuerlöschzwecke besonders geeignet ist.
Die Erfindung geht von einer Kreiselpumpe mit einer in Abhängigkeit vom Flüssigkeitsdruck in der Kreiselpumpe mittels einer Schaltvorrichtung selbsttätig ein- und abschaltbaren Entlüftungspumpe aus und besteht im wesentlichen darin, dass die Entnahmestelle für die die Schaltvorrichtung betätigende Druckflüssigkeit in unmittelbarer Nähe der Laufradwelle der Kreiselpumpe angeordnet ist. Da die besonders unangenehmen, harten körnigen Verunreinigungen spezifisch schwerer als Wasser sind, sammeln sie sich bei der kreisenden Bewegung, die das Wasser in der Pumpe ausführt, am Umfang an und werden zur Laufradwelle zu immer seltener.
Wird also das Druckwasser gemäss der Erfindung in unmittelbarer Nähe der Laufradwelle entnommen, sind in diesem Bereich keine Sandkörner od. dgl., die Funktionsstörungen der Schaltvorrichtung bewirken könnten, zu erwarten, es kommt vielmehr nur von solchen Verunreinigungen weitgehend befreites Wasser zur Schaltvorrichtung.
Eine weitere Verbesserung wird dadurch erreicht, dass die Entnahmestelle in einem Raum angeordnet ist, der mit dem übrigen Pumpenraum nur durch einen engen, zwischen einer Ringrippe an der Laufradrückseite und einer Wand gebildeten Spalt in Verbindung steht. Um auch das Absetzen feiner Schlammteilchen in der Schaltvorrichtung zu vermeiden und zu verhindern, dass diese in der kalten Jahreszeit gegebenenfalls einfriert, weist die Schaltvorrichtung bei abgeschalteter Entlüftungspumpe offene Durchströmspalte od. dgl. für die Druckflüssigkeit auf, wobei diese Spalte etwas weiter als der Spalt zwischen dem Raum mit der Entnahmestelle und dem übrigen Kreiselpumpenraum bemessen sind.
Auf diese Weise wird eine stetige leichte Strömung durch die Schaltvorrichtung erreicht, die alle Schlammteilchen, die den Spalt zwischen den Pumpenräumen passieren konnten, wieder ausschwemmt und die Gefahr des Einfrierens bedeutend herabsetzt.
An der Laufradrückseite herrscht nicht der volle Pumpendruck, sondern nur der Spaltdruck, der, falls das Laufrad noch die üblichen Axialschubentlastungsbohrungen aufweist, stark herabgesetzt ist. Da es nun aber erwünscht ist, die Entlüftungspumpe sofort abzuschalten, wenn die Kreiselpumpe Wasser gefasst hat, und ausserdem die Abschaltvorrichtung nicht allzu empfindlich ausgebildet werden soll, ist es vorteilhaft,
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dass die Entnahmestelle bei zwei-oder mehrstufiger Kreiselpumpenausbildung in an sich bekannterweise in einem einer höheren Pumpenstufe zugeordneten Pumpenraum angeordnet wird. Dadurch steht zur Be- tätigung der Schaltvorrichtung immer noch ein genügend hoher Flüssigkeitsdruck zur Verfügung.
DieZeichnung zeigt einAusführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch im Axialschnitt.
Im Gehäuse 1 sind auf der Welle 2 die beiden Laufräder 3 einer zweistufigen Feuerlöschkreiselpumpe gelagert. Mit 4 und 5 sind der Saugeingang und der Druckausgang der Pumpe bezeichnet. Eine nicht dar- gestellte, elektrisch gesteuerte Entlüftungspumpe steht über die Leitung 6,7 mit der Saugseite der Krei- selpumpe in Verbindung. Die Leitung 6,7 führt über eine Schaltvorrichtung 8, in der eine federbelastete
Membran 9 angeordnet ist.
Die Membran 9 wird über eine Leitung 10 mit Druckflüssigkeit aus der Kreisel- pumpe beaufschlagt, wobei die Entnahmestelle 11 für diese Druckflüssigkeit in unmittelbarer Nähe der
Laufradwelle 2 in einem Raum : : -2 angeordnet ist, der mit dem übrigen Pumpenraum nur durch einen en- gen, zwischen einer Ringrippe 13 an der Laufradrückseite und der Stirnwand des Kreiselpumpengehäuses 1 gebildeten Spalt 14 in Verbindung steht.
In der dargestellten Steuerstellung der Schaltvorrichtung 8 ist die Membran 9 gegen die Federkraft angehoben, der elektrische Schalter 15 der Entlüftungspumpe geöffnet und die Entlüftungsleitung 6, 7 durch den Ventilteller 16 unterbrochen. Neben dem Ventilstössel ist ein Spalt 17 vorhanden, der weiter als der Spalt 14 bemessen ist und eine stetige leichte Strömung durch die Leitung 10 in die Leitung 7 und zurück zur Saugseite gestattet. Ist die Kreiselpumpe drucklos oder sinkt der Druck unter ein bestimmtes Mass, wird die Membran 9 unter der Wirkung ihrer Feder abwärts gedrückt, der Schalter 15 geschlossen, so dass die Entlüftungspumpe zu arbeiten beginnt, und der Ventilteller 16 von seinem Sitz abwärts gedrückt, so dass die Ansaugleitung 6,7 offen ist.
Der Schalter 15 kann selbstverständlich durch eine andere Schalteinrichtung, beispielsweise eine mechanische Schalteinrichtung ersetzt werden. Als Entlüftungspumpe kommt eine Verdrängerpumpe oder eine Strahlpumpe in Frage.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kreiselpumpe, insbesondere für Feuerlöschzwecke, mit einer in Abhängigkeit vom Flüssigkeitsdruck in der Kreiselpumpe mittels einer Schaltvorrichtung selbsttätig ein- und abschaltbaren Entlüftungspumpe, dadurch gekennzeichnet, dass dieEntnahmestelle (ll) für die die Schaltvorrichtung (8) betätigende Druckflüssigkeit in, unmittelbarer Nähe der Laufradwelle (2) der Kreiselpumpe (1, 2,3) angeordnet ist.