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Mischvorrichtung für die Herstellung kolloidaler
Baustoffmischungen
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Dabei entstehen sehr stabile Verbindungen aus Wasser und Bindemittel (Zement) bzw. Wasser, Bindemit- tel (Zement) und Sand, deren Bestandteile bis zum Abbinden in kolloidaler Form suspendiert bleiben.
Diese kolloidalen Suspensionen gehen eine weitere Verbindung mit Wasser nicht mehr ein. Sie zeichnen sich ferner durch ein sehr gutes Haftungsvermögen aus und sind in abgebundenem Zustand wasserdicht.
Ferner besitzen diese kolloidalen Mörtel eine gute Fliessfähigkeit, so dass sie beispielsweise durch Rohr- oder Schlauchleitungen gepumpt oder aber durch Übergiessen oder Injizieren zum Vermörteln von in die
Schalungen geschütteten Grobzuschlägen verwendet werden können. Infolge ihrer guten Fliessfähigkeit und
Haftfähigkeit eignen sich derartige kolloidale Mischungen ferner in besonderem Masse zum Aufspritzen dünner Spritzbeton-oder Spritzmörtelschichten.
Für die Herstellung von kolloidalen Hartputzmischungen hat man bisher ausschliesslich einen Trom- melmischer verwendet, bei welchem innerhalb eines verhältnismässig grosse Abmessungen besitzenden
Mischbehälters eine mit hoher Drehzahl um eine horizontale Drehachse umlaufende glattwandige Zylin- derrolle vorgesehen ist. Diese Zylinderrolle ist auf einem wesentlichen Teil ihres Umfanges sowie insbe- sondere nach oben durch eine gewölbte Abdeckplatte abgeschirmt, wobei ferner in geringem Abstand oberhalb des Behälterbodens eine etwa parallel zu diesem angeordnete sowie bis etwa an den Umfang der
Zylinderrolle heranreichende Umlenkplatte vorgesehen ist.
Bei der Rotation der Zylinderrolle wird von deren glattwandigem Zylindermantel das in den Misch- behälter eingefüllte Mischgut (Wasser, Zement und Sand) im wesentlichen nur durch Adhäsion mitgenom- men, so dass sich innerhalb des Mischbehälters eine gegenüber der hohen Umlaufgeschwindigkeit der Zy- linderrolle wesentlich langsamere, im wesentlichen der Umlaufrichtung der ZylinderroJ1e folgende sowie durch die Umlenk-undAbdeckplatte nur in verhältnismässig geringem Masse abgelenkte, wenig turbulente
Strömung ergibt.
Da von dieser Strömung insbesondere die Randbereiche des Mischbehälters schlecht er- fasst werden und ausserdem die Strömungsgeschwindigkeit an einzelnen Stellen verhältnismässig stark ab- sinkt, ergeben sich bei diesem bekannten Mischer leicht ungleichförmige Mischungen, während ander- seits insbesondere am äusseren Rand des Behälterbodens häufig nicht gemischte Reste zurückbleiben. Um mittels der glattwandigen Zylinderrolle überhaupt eine intensive Mischung von Wasser und Zuschlagstoffen zu gewährleisten, ist es ferner erforderlich, die Zuschlagstoffe (Zement und Sand) verhältnismässig lang- sam dem im Mischbehälter befindlichen Wasser zuzusetzen, u. zw. erst, nachdem dieses durch die Zy- linderrolle in ausreichende Bewegung versetzt worden ist.
Geschieht dies nicht und wird ausserdem das vorgeschriebene Mischungsverhältnis nicht genau eingehalten, bleibt ein beträchtlicher Teil der Zuschlag- stoffe ungemischt am Boden liegen und geht nicht in kolloidale Suspension über. Ferner muss bei diesem bekanntenMischer mit verhältnismässig dünnflüssigen Mischungen, d. h. verhältnismässig grossem Wasser- zusatz, gearbeitet werden, um eine einigermassen befriedigende Suspension der Zuschlagstoffe zu errei- chen und das Ausfallen grösserer Mengen nicht suspendierter Zuschlagstoffe zu verhindern. Der hiedurch bedingte relativ grosse Wasserzusatz wirkt sich jedoch sehr nachteilig auf die Druckfestigkeit des Betons oder Mörtels aus.
Ein weiterer Nachteil dieses bekanntenMischers besteht darin, dass infolge der verhältnismässig lang- samen und wenig turbulenten Strömung innerhalb des Mischbehälters die Herstellung einer ausreichend gelisierten kolloidalen Mischung eine verhältnismässig grosse Zeitspanne von beispielsweise-etwa S Minu- ten erfordert, zu der noch die für das langsame Einfüllen der Zuschlagstoffe erforderliche Zeitspanne hin- zukommt. Ausserdem ist bei diesem Mischer auch zur Erzielung einer ausreichend feinen kolloidalen Sus- pension eine genaue Einhaltung des Mischungsverhältnisses zwischen Wasser, Zement und Sand erforder- lich.
Bei einem lediglich für die Herstellung von kolloidalen Weichputz-Mischungen geeigneten Mischer ist ein trommelförmiger Mischbehälter vorgesehen, der eine mittig angeordnete vertikale Welle von ver- gleichsweise grossen Querschnittsabmessungen besitzt, die sich über die gesamte Höhe der Mischtrommel erstreckt. An dieser Welle sind drei in Umfangsrichtung im Abstand zueinander angeordnete kurze Flügel mit schragen Leitflächen vorgesehen, die durch die Welle mit einer hohen Drehzahl von etwa 1400 bis
1500 Umdrehungen in Umlauf versetzt werden.
Durch die gegenüber dem Durchmesser der Mischtrommel nur eine geringe Länge besitzenden Flügel wird das Mischgut im mittleren Bereich der Mischtrommel in axialer Richtung von oben angesaugt und gleichfalls in axialer Richtung nach unten gedrückt, so dass sich im mittleren Querschnittsbereich der Mischtrommel eine von oben nach unten und im äusseren Querschnittsbereich eine von unten nach oben gerichtete, im wesentlichen laminare Strömung ausbildet.
Um den Energiebedarf für den Antrieb der Drehflügel sowie deren Verschleiss in erträglichen Gren- zen zu halten, muss die Viskosität des in diesem Mischer verarbeiteten Mischgutes sowie dessen Anteil an Sand möglichst gering gehalten werden. In der Praxis wird er daher lediglich für die Herstellung von
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sich mindestens annähernd über die Hälfte des Behälterdurchmessers erstreckt und in geringem Abstand oberhalb des Behälterbodens angeordnet ist, wird gewährleistet, dass praktisch der gesamte untere Teil des Mischbehälters, in dem es gegebenenfalls zu einem Absetzen nicht suspendierter Zuschlagstoffe kom- men könnte,
durch eine intensiv verwirbelte sowie im wesentlichen zentrifugal gerichtete Strömung er- fasst und ausserdem infolge des schnellen Wechsels von Druck und Sog einer intensiven Vibrationsbewe- gung ausgesetzt wird, durch die jegliche Entmischung des Mischgutes verhindert wird.
Die mindestens im Höhenbereich der Wirbelscheibe am Innenumfang des Mischbehälters angeordne- ten, die Verwirbelung verstärkenden Einbauten, Ansätze, Vorsprünge od. dgl. verhindern auch im seitli- chen unteren Bereich der Mischtrommel jegliche Entmischung. Ohne derartige Einbauten, Ansätze, Vor- sprünge od. dgl. würde sich im äusseren Bereich des Mischbehälters eine wenig turbulente Ringströmung ausbilden, in der es infolge Zentrifugalwirkung auf Grund des unterschiedlichen spezifischen Gewichtes der Mischungsbestandteile zu Entmischungen und zu einem Absetzen fester Bestandteile kommen könnte.
Durch die erfindungsgemäss vorgesehenen Einbauten, Ansätze, Vorsprünge od. dgl. am Innenumfang des
Mischbehälters wird jedoch erreicht, dass in dem Bereich, in dem durch die starke Schleuderwirkung der
Wirbelscheibe möglicherweise eine Entmischung oder ein Absetzen fester Bestandteile stattfinden könnte, durch die scharfe Umlenkung des Mischgutes und die dadurch gesteigerte Turbulenz es zu einer besonders intensiven Verwirbelung und damit zu einer weiteren Intensivierung des Mischvorganges kommt, durch die nicht nur jegliche Gefahr eines Absetzens oder einer Entmischung ausgeschlossen wird, sondern ausserdem die Gelisierung des Mischgutes beschleunigt wird.
Ausserdem wird durch diese Einbauten, Ansätze, Vorsprünge od. dgl. das Mischgut laufend von der Behälterwandung zu dem von der Wirbelscheibe unmittelbar erfassten mittleren Querschnittsbereich des Mischbehälters umgelenkt. Ferner verhindern diese die Strömung umlenkende bzw. die Verwirbelung verstärkenden Einbauten od. dgl., dass das Mischgut zufolge der starken Schleuderwirkung der Wirbelscheibe an der Behälterwandung nach oben aus dem Behälter herausgeschleudert wird.
Abgesehen hievon wird bei dem erfindungsgemäss vorgeschlagenen Mischer auch durch die gegenüber den bekannten Bauarten wesentlich stärkere Turbulenz und grössere Strömungsgeschwindigkeit innerhalb der Mischung die Gefahr vonEntmischungen wesentlich verringert. Im Gegensatz zu allen bekannten Bauarten ist es bei dem erfindungsgemäss vorgeschlagenen Mischer ohne weiteres möglich, das Mischgut dem Wasser schlagartig zuzusetzen, ohne dass die geringste Gefahr besteht, dass es zu einem Absetzen nicht suspendierter Bestandteile oder aber zu einer Entmischung kommt.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäss vorgeschlagenen Mischvorrichtung gegenüber den bekannten Bauarten besteht in ihrer wesentlich einfacheren und in ihrer Herstellung billigeren Ausbildung, da im wesentlichen nur die relativ billige Wirbelscheibe einem stärkeren Verschleiss ausgesetzt ist und von Zeit zu Zeit erneuert werden muss.
Mit Wirbelscheiben ausgerüstete Rühr- oder Mischvorrichtungen sind für andere Zwecke bzw. die Herstellung anderer Mischungen seit Jahrzehnten bekannt. So gehört beispielsweise ein für die Behandlung von flüssigen Papiermasse, zur Auflösung löslicher Substanzen, für das Mischen von Farben sowie für die Zubereitung von Emulsionen bestimmter Scheibenrührer seit langem zum Stande der Technik, der eine senkrecht zur Antriebswelle sowie parallel zum Behälterboden angeordnete Wirbelscheibe besitzt, die mit einer verhältnismässig geringen Drehzahl von etwa 200 Umdr/min umläuft. Diese Wirbelscheibe befindet sich in einem verhältnismässig grossen Abstand oberhalb des Behälterbodens und erstreckt sich ausserdem nur über einen relativ geringen Teil des Behälterquerschnittes.
Irgendwelche, am Innenumfang des Mischbehälters vorgesehene Einbauten, Ansätze, Vorsprünge od. dgl., die die Verwirbelung verstärken und/oder die Strömung umlenken, sind bei diesem bekannten Scheibenrührer nicht vorhanden.
Diese zum Stande der Technik gehörende Mischvorrichtung ist für die Herstellung kolloidaler Baustoffmischungen völlig ungeeignet. Würde man deren Behälter mit den Bestandteilen einer Baustoffmischung- beispielsweise Zement, Sand und Wasser - füllen, so würde infolge des verhältnismässig grossen Abstandes der Wirbelscheibe von dem Behälterboden und ihres gegenüber dem Behälterdurchmesser relativ kleinen Durchmessers lediglich im mittleren Bereich des Behälters eine gewisse Mischung und Verwirbelung des Mischgutes erfolgen, während in dem gesamten, demgegenüber wesentlich grösseren äusseren und unteren Behälterbereich nicht nur keine Vermischung, sondern in erheblichem Umfange eine Entmischung des Mischgutes sowie ein Absetzen fester Bestandteile eintreten würde.
Im äusseren Bereich des Behälters würde sich infolge der Drehbewegung der Wirbelscheibe eine relativ gleichmässige sowie wenig turbulente Ringströmung ausbilden, innerhalb welcher nach dem Prinzip der Zentrifugalabscheider eine Entmischung nach dem spezifischen Gewicht erfolgt. Da die Bestandteile einer Baustoffmischung sich in ihren spezifischen Gewichten erheblich voneinander unterscheiden, ergäbe sich bei Verwendung dieses bekannten Scheiben-
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die kürzesten Mischungszeiten sowie die stabilsten und feinst suspendierten kolloidalen Mischungen.
Eine derartige, gegenüber der senkrecht zur Antriebswelle verlaufenden Ebene um ein geringes Mass geneigte
Anordnung der Wirbelscheibe lässt sich selbstverständlich nicht nur bei im wesentlichen ebenflächig aus- gebildeten Wirbelscheiben, sondern auch bei solchen anwenden, die eine flach gewölbte Ausbildung be- ! sitzen.
In der Regel empfiehlt es sich, dass der Mischbehälter mit vorzugsweise mehreren in Umfangsrich- tung im Abstand zueinander angeordneten sowie um ein wesentliches Mass gegenüber seiner Innenwand vorspringenden Umlenkfläche ausgerüstet ist. Hiebei genügt es in den meisten Fällen, wenn die Um- lenkflächen sich nur über den unteren Höhenbereich der Mischtrommel erstrecken, d. h. den Abschnitt, in dem infolge der Schleuderwirkung der Wirbelscheibe eine starke, radial nach aussen gerichtete Strö- mung vorhanden ist. Die Umlenkflächen werden hiebei zweckmässig so ausgebildet, dass sie in Drehrich- tung der Wirbelscheibe von der Innenwand zur Mitte der Mischtrommel hin vorspringen.
Um auch im Be- reich der Umlenkflächen jegliche Ablagerung von Mischgut zu verhindern, empfiehlt es sich ferner, die
Umlenkflächen etwa im Höhenbereich der Wirbelscheibe mit einem an die Innenwand der Mischtrommel angrenzenden Ausschnitt grossen Querschnittes zu versehen. Auf diese Weise werden Stauungen in dem am meisten gegen Ablagerung von Mischgut gefährdeten Übergangsbereich zwischen Behälterinnenwand und
Umlenkflächen vermieden.
Der Verhinderung von etwaigen Ablagerungen von Mischgut im seitlichen un- teren Bereich der Mischtrommel dient ferner das Merkmal, dass der an den Behälterboden angrenzende
Höhenabschnitt der Innenwand der Mischtrommel eine sich nach oben hin konisch erweiternde Ausbildung besitzt, wobei es in der Regel zweckmässig ist, die Innenwand der Mischtrommel bis über den Höhenbe- reich der Wirbelscheibehinaus konisch auszubilden.
In der Zeichnung ist die Erfindung an mehreren Ausführungsbeispielen schematisch veranschaulicht.
Es zeigen : Fig. l eine Mischtrommel mit Wirbelscheibe in der Draufsicht nach Abnahme des Deckels, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie n-II der Fig. 1, Fig. 3 eine Draufsicht auf eine andere Ausführungsform einer
Mischtrommel mit Wirbelscheibe, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3, Fig. 5 eine Drauf- sicht auf eine dritte Ausführungsform der Mischvorrichtung, Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 5, Fig. 7 eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform einer Wirbelscheibe, Fig. 8 eine fünfte
Ausführungsform einer Wirbelscheibe, gleichfalls in der Draufsicht und Fig. 9 einen Schnitt nach der Linie
IX-IX der Fig. 8.
Wie aus den Fig. 1-6 ersichtlich, besteht die Mischtrommel l aus einem oberen, im wesentlichen zylinderförmigenHöhenabschnitr 1a und einem unteren, nach oben hin konisch sich erweiternden Höhen- abschnitt lb, an den sich der im wesentlichen eben ausgebildete Behälterboden 1c anschliesst. Die Misch- trommel 1 ist auf ihrer Oberseite mit einem abnehmbar ausgebildeten Deckel 2 versehen, der in seinem mittleren Bereich eine etwa ringförmige Einfüllöffnung für das Mischgut besitzt. Die Mischtrommel l kann als Ganzes in bekannter Weise kippbar ausgebildet werden.
Ferner ist es möglich, beispielsweise am
Boden 1c der Mischtrommel 1 in der Zeichnung nicht dargestellte verschliessbare Öffnungen bzw. ver- schliessbare Abflussstutzen vorzusehen, um das in der Mischtrommel l befindliche Mischgut abziehen zu können. An derartige Abflussöffnungen bzw. Abflussstutzen können gegebenenfalls Pumpen od. dgl. ange- schlossen werden, um das Mischgut aus der Mischtrommel l unmittelbar in gleichfalls nicht dargestellte
Rohr-oder Schlauchleitungen pumpen zu können.
In geringem Abstand oberhalb des Bodens 1c der Mischtrommel l ist eine sich über einen wesentli- chen Teil des Querschnittes der Mischtrommel l erstreckende dünnwandige Wirbelscheibe 3 auf einer ko- axial zurAchse derMischtrommel l angeordneten Antriebswelle 4 gelagert. Die Wirbelscheibe 3 ist, was in der Zeichnung nur schematisch angedeutet ist, mit der Antriebswelle 4 durch lösbare Verspannungsmit- tel 5, beispielsweise Spannschrauben od. dgl., in Drehrichtung starr gekuppelt.
Die Antriebswelle 4 wird, was in der Zeichnung gleichfalls nicht dargestellt ist, durch einen Drehstromasynchronmotor, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines Getriebes bzw. einer Anlaufkupplung, mit einer hohen Drehzahl von beispielsweise 1400 bis 1500 Umdrehungen angetrieben.
Am Innenumfang der Mischtrommel 1 sind jeweils mehrere in Umfangsrichtung der Mischtrommel im Abstand zueinander angeordnete Umlenkbleche 6 vorgesehen, die um ein wesentliches Mass gegenüber der Innenwandung des konischen bzw. zylindrischen Höhenabschnittes der Mischtrommel zu deren Mitte hin vorspringen. Hiebei sind die im wesentlichen in senkrechten Ebenen angeordneten Umlenkbleche 6 ferner so ausgebildet, dass sie inDrehrichtung x der Wirbelscheibe von der Innenwand zur Mitte der Mischtrommel hin vorspringen, u. zw. in der Weise, dass sie etwa tangential zum Umfang der Wirbelscheibe 3 gerichtet sind.
Die Umlenkbleche 6 sind ferner, wie insbesondere aus den Fig. 2,4 und 6 ersichtlich, im Höhenbe-
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reich der Wirbelscheibe 3 mit einem Ausschnitt 7 grossen Querschnittes versehen, der an der Innenwand des konischen Teils 1b der Mischtrommel angrenzt. Wie aus den Fig. 2, 4 und 6 weiter ersichtlich, erstreckt sich der konisch ausgebildete Höhenabschnitt 1b der Mischtrommel vom Behälterboden 1c bis über den Höhenbereich der Wirbelscheibe 3 hinaus nach oben, u. zw. in der Weise, dass die Wirbelscheibe 3 etwa im mittleren bis oberen Teil des konischen Höhenabschnittes lb der Mischtrommel angeordnet ist.
Der mittlere Abstand zwischen dem Behälterboden Ic und der Unterseite der Wirbelscheibe 3 beläuft sich in der Regel etwa auf ein Drittel bis ein Viertel des Durchmessers der Wirbelscheibe 3, die bei den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen eine im wesentlichen kreisförmige Ausbildung besitzt und koaxial zur Längsachse der Antriebswelle 4 angeordnet ist. Es kann jedoch auch ein etwas grösserer oder geringerer Abstand vom Behälterboden lc vorgesehen werden.
Der Durchmesser der Wirbelscheibe 3 ist bei den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen etwa gleich oder etwas grösser als der halbe Durchmesser des zylindrischen Höhenabschnittes la der Mischtrommell bemessen. Auch hinsichtlich dieses Massverhältnisses sind gewisse Abweichungen möglich.
Bei der in den Fig. l und 2 dargestellten Ausführungsform ist die Wirbelscheibe 3 als eine eine Wandstärke von etwa 10 bis 15 mm besitzende Kreisplatte ausgebildet, die mit vier untereinander etwa gleiche Ausbildung besitzenden ovalen Ausschnitten 8 versehen ist. Die ovalen Ausschnitte 8 sind etwa gleichmä- ssig sowie symmetrisch zum Mittelpunkt der Kreisplatte über deren Umfang verteilt angeordnet. Die Ausschnitte 8 besitzen einen vergleichsweise grossen Querschnitt, der sich jeweils etwa auf ein Viertel eines Kreisquadranten beläuft.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist die Ebene der Wirbelscheibe3 unter einem geringen Winkel et von etwa
6 bis 80 gegenüber der Drehebene d-d der Wirbelscheibe geneigt angeordnet. Der Neigungswinkel 0 : kann jedoch auch etwas kleiner oder grösser gewählt sein, als dies bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel der Fall ist.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. l und 2 sind ferner in Umfangsrichtung der Mischtrommel l zwei
Umlenkbleche 6 vorgesehen, die auf diametral gegenüberliegenden Seiten der Mischtrommel l angeordnet sind und den grösseren Teil des zwischen der Innenwand la bzw. lb der Mischtrommel l und dem Umfang der Wirbelscheibe 3 bestehenden Zwischenraumes überbrücken. Die Umlenkbleche S sind in etwa senkrechter Ebene angeordnet und gegenüber der durch die Schnittlinie IN-IL verlaufenden Längsmittelebene unter einem Winkel e von etwa 400 in Strömungsrichtung geneigt angeordnet.
Der Winkel ss kann jedoch auch etwas kleiner odergrössergewähltwerden, alsdiesbeidemindenFig. l und 2 dargestelltenAus- führungsbeispiel der Fall ist. Die Höhe der Umlenkbleche 6 beläuft sich etwa auf das Dreifache des Abstandes der Wirbelscheibe 3 vom Behälterboden 1c.
Als Werkstoff für die Herstellung der Wirbelscheibe 3 und der Umlenkbleche 6 kommt in erster Linie Stahl in Frage, jedoch können gegebenenfalls auch andere verschleissfeste Werkstoffe Verwendung finden.
Bei dem in Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Wirbelscheibe 3 gleichfalls als eine im wesentlichen ebenflächigeKreisplatte von vergleichsweise geringerWandstärke (beispielsweise 10-15 mm) ausgebildet. Die Wirbelscheibe 3 ist ferner gegenüber ihrer senkrecht zur Antriebswelle 4 verlaufenden Drehebene unter einem geringen Winkel 0 :, der zwischen etwa 5 und 100 liegen kann, geneigt angeordnet. Im Gegensatz zu der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform sind bei der Bauart nach Fig. 3 und 4 in Umfangsrichtung der Wirbelscheibe 3 mehrere, vorzugsweise symmetrisch angeordnete Flächenabschnitte 9 unter Bildung von Ausschnitten 10 aus der Scheibenebene ausgebogen.
Die Flächenabschnitte 9 besitzen eine etwa halbmondförmige Ausbildung und sind, wie insbesondere Fig. 4 erkennen lässt, abwechselnd nach oben und nach unten zu schalenförmigen Leitflächen aus der Scheibenebene ausgebogen. Diese schalenförmigen Leitflächen 9 weisen mit ihrer offenen Seite in die Drehrichtung x der Wirbelscheibe 3.
Die am Umfang der Mischtrommel 1 vorgesehenen und sich nur über deren unteren Teil erstreckenden Umlenkbleche 6 besitzen eine ähnliche Ausbildung und Anordnung wie bei der Ausführungsform gemäss Fig. 1 und 2.
Die Fig. 5 und 6 zeigen eine Wirbelscheibe 3, die eine flachgewölbte sowie nach oben konkave Ausbildung besitzt. Die Wölbung der gleichfalls in der Draufsicht kreisförmig ausgebildeten Wirbelscheibe ist in Wirklichkeit geringer als dies in Fig. 6 angedeutet ist. Der Krümmungsradius beläuft sich minaestens auf das Doppelte - vorzugsweise auf das Drei-bis Vierfache-des Durchmessers der Wirbekcheibe 3. Die nach oben konkav gewölbte Scheibe ist in ihrem Mittelpunkt ebenso wie bei den Ausführungsfnrmen nach Fig. 1-4 auf der Antriebswelle 4 gelagert und, mit dieser in Drehrichtung starr gekuppelt.
Die *an- gentiale Ebene im Mittelpunkt der Wirbelscheibe ist ferner, wie aus Fig. 6 ersichtlich, unter einem geringen Winkel 0 : von beispielsweise 5 bis 100 gegenüber der Drehebene d-d der Wirbelscheibe, d. h. der senkrecht zur Antriebswelle 4 verlaufenden Ebene, geneigt angeordnet.
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Die Fig. 8 und 9. zeigen eine Wirbelscheibe 3, die sowohl auf ihrer Ober- als auch auf ihrer Unterseite mit einer Anzahl von in radialer Richtung verlaufenden Rippen 15 bzw. 16 versehen ist. Die Rippen 15 bzw. 16 besitzen eine etwa der Wandstärke der Wirbelscheibe 3 entsprechende Stärke, während ihre in Umfangsrichtung gemessene Breite etwa dem Drei-bis Vierfachen der Wandstärke der Wirbelscheibe 3 entspricht. Die radialen Rippen 15, 16 können beispielsweise aus mit der Wirbelscheibe 3 verschweissen Flacheisenabschnitten bestehen. Es ist jedoch auch möglich, die Wirbelscheibe einschliesslich der radialen Rippen als einen einheitlichen Bauteil auszubilden und beispielsweise durch Giessen oder Schmieden im Gesenk herzustellen.
Zusätzlich zu den radialen Rippen 15, 16 können gegebenenfalls noch in der Zeichnung nicht dargestellte Ausschnitte zwischen den Rippen vorgesehen werden.
Wie Fig. 9 zeigt, wird auch die mit radialen Rippen versehene Wirbelplatte mit ihrer Ebene unter einem geringen Winkel a zu der senkrecht zu der Antriebswelle 4 verlaufenden Drehebene d-d angeordnet.
An Stelle von zwei oder drei in Umfangsrichtung der Mischtrommel l verteilt angeordneten Umlenkblechen 6 kann gegebenenfalls auch eine grössere Anzahl derartiger Umlenkbleche verwendet werden, die in diesen Fällen jedoch eine weniger weit ins Innere der Mischtrommel hineinragende Ausbildung erhalten. Ferner ist es selbstverständlich möglich, an Stelle von im wesentlichen eben ausgebildeten Umlenkblechen 6 auch mehr oder weniger stark gewölbte Umlenkbleche zu verwenden, die unter Umständen eine gleichmässigere Umlenkung des Mischgutes von der Innenwand la, lb der Mischtrommel zu deren Mitte hin bewirken.
Schliesslich können auch an Stelle von Umlenkblechen in anderer Weise ausgebildete Einbauten, Ansätze od. dgl. vorgesehen werden, die eine Umlenkung der Strömung zur Mitte des Behälters bzw. zu dem yon der Wirbelscheibe 3 unmittelbar erfassten Querschnittsbereich hin und/oder eine zusätzliche Verwirbelung der Strömung im Bereich der Behälterwandungen ermöglichen.
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