AT224511B - Aufschlagzünder für drallose Geschosse - Google Patents

Aufschlagzünder für drallose Geschosse

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AT224511B
AT224511B AT46361A AT46361A AT224511B AT 224511 B AT224511 B AT 224511B AT 46361 A AT46361 A AT 46361A AT 46361 A AT46361 A AT 46361A AT 224511 B AT224511 B AT 224511B
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AT
Austria
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bolt
needle
head
detonator
impact
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AT46361A
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Inventor
Rudolf Weber
Paul Kaiser
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E H Helmut Junghans Dr Ing
Junghans Geb Ag
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  Aufschlagzünder für drallose Geschosse 
Aufschlagzünder für drallose Geschosse sind bereits bekannt, bei denen die Zeitsicherung durch die durch ein Bremsuhrwerk verzögerte Drehung eines Pilleträger-Schwingschiebers besorgt wird. Hiebei liegt der Nadelbolzen, durch eine Sperrfeder, welche von hinten gegen seinen Aufschlagknopf drückt, gehal- ten, in Bereitschaftsstellung. Wenn dann nach Abschuss die Geschossbeschleunigung beendet und der Na- delbolzen durch seine Sperrfeder wieder vorgeschoben ist, kommt seine Nadelspitze vor den Pilleträger-
Schwingschieber zu stehen, so dass dieser unbehindert seine Zeitsicherungsdrehung, welche das Bremsuhr- werk regelt, ausführen kann. Die Erfindung bezweckt nun eine Erhöhung der Sicherheit eines solchen
Zünders und seine Vereinfachung. 



   Die Erfindung will demgemäss nun auch den Nadelbolzen in die Sicherungskette einschalten, derart, dass er sich vor Abschuss in Sicherungslage befindet, so dass der Aufschlagkopf am Kopfnadelbolzen in Si- cherungslage des Zünders in die Zünderspitze zurückgezogen ist gegen eine gespannte Vorschubfeder. und dass er zur Entsicherung durch die Vorschubfeder in seine Bereitschaftslage bis vor die Zünderspitze vorgeschoben wird. Vorschubfedern, die einen Aufschlagkopf nach vorn zu belasten, sind in Zündern schon bekannt. Aber hier stellt der Aufschlagkopf einen besonderen Teil dar, der mit dem Nadelbolzen erst gekuppelt wird nach Ablauf der Zeitsicherung. Die Vorschubfeder ist in der Sicherungseinstellung des Nadelbolzens gespannt.

   Dies wird erfindungsgemäss durch einen Riegel bewirkt, der mit zwei federnden Nasen in eine Ringrille hinten am Schaft des zurückgezogenen Nadelbolzens einschnappt und mit seinem einen halbkreisförmig gebogenen Ende federnd den Kopf eines Beharrungsbolzens umgreift, welcher einen parallelen Zeitsicherungs-Beharrungsbolzen sichert, während sein anderes Ende im   ZUnderkörper   verankert ist. 



   Damit beim Zusammenbau des Zünders das Einschnappen der federnden Nasen des Riegels In die Ringrille am Nadelbolzenschaft sicher gewährleistet ist, ist vorzugsweise ein Auflaufkonus am Nadelbolzen vorgesehen, mit dem der Schaft in die Nadel übergeht. Dieser Konus zwängt beide Federnasen am Riegel beim Einsetzen des Nadelbolzens von vorn auseinander. Der Riegel stellt zudem eine zuverlässige Transportsicherung dar. 



   Es wäre jedoch möglich, dass ein aussergewöhnlicher Stoss beim Transport einen Bruch des Riegels, z. B. infolge Materialfehlers, oder in der Zeitsicherung verursachen könnte, so dass diese unbeabsichtigt ausgelöst und der Nadelbolzen dann in   seine Scharflage vorgeschoben wird.   Wird ein Geschoss mit solchem fehlerhaften Zünder geladen, dann würde der Nadelbolzen bei Abschuss durch den Beharrungsstoss gegen seine Vorschubfeder zurückgehen und eventuell die Zündpille anstehen. Um das zu verhindern, ist eine zweite Sicherung vorgesehen. 



   Erfindungsgemäss besteht der Kopfnadelbolzen aus einem Kunststoffschaft, in den hinten die   Zündna-   del eingespritzt ist und dessen Vorderende in einen Napf ausläuft, in welchem vorn der Aufschlagkopf eingepresst ist und in den quer eine an sich bekannte wellenförmige Sicherungsspreizfeder eingelegt Ist. Diese Sicherungsfeder hat vorteilhaft   ö-enförmig   umgebogene Enden, mit denen sie durch in   der Napfwaadung   eingefräste Querschlitze greift, derart, dass sie gegen die Innenwandung der mittleren Zünderkopfbohrung 

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 anliegt und so gespannt gehalten ist. Bei Vorschub des Nadelbolzens spreizt sie sich mit ihren Ösenen- den in die davorliegende weitere Zünderkopfbohrung aus und sperrt so ein Zurückgehen des Nadelbolzens. 



   Um von aussen her diesen Zünderfehler leicht kenntlich zu machen, ist der Mantel des Aufschlagkopfes farbig markiert und die Abdeckkappe der Zünderspitze durchsichtig gehalten. 



     Wellenförmige Spreizfedern sind z.   B.   inAufschlag-Bodenzündern schon verwendet worden. Sie sollen   hier den Nadelbolzen in Spannlage sichern bis zum Aufschlag, jedoch sind bei solchen Zündern keine Na- delbolzen mit Aufschlagkopf möglich. 



   An den bekannten Aufschlagzündern der eingangs erwähnten Art werden beide Beharrungsbolzen, wel- che das   Zeitlaufwerk   sichern, in bekannter Weise gegenseitig durch eine Sperrkugel verriegelt, deren nach vorn zu offener Kanal durch eine Abdeckplatte vorn abgedeckt ist, welche einen   federnden Arm trägt,   der den Schnappbolzen für den Stell-Drehbolzen belastet. 



   Zu weiterer Vereinfachung wird dieser Abdeckplatte eine weitere Aufgabe zugewiesen, nämlich die
Fixierung des Zeitsicherungs-Beharrungsbolzens in seiner vorderen und seiner hinteren Lage. 



   Erfindungsgemäss hat die Abdeckplatte seitlich einen federnden Arm, der in Sicherungslage gegen den
Kopf des Zeitsicherungs-Beharrungsbolzens anliegt. nach Beharrungsrückgang dieses Bolzens vor dessen
Vorderstirn federt und ihn feststellt. Geht der Beharrungsbolzen bei Abschuss zurück, dann rutscht sein Kopf an dem federnden Arm entlang, und dieser schnappt nach Freigabe des Federarms durch den Bolzenkopf vor   dessen Vorderstirn. Dadurch wird   der Beharrungsbolzen verhindert, dass er durch seine beim Beharrungs- rückgang   zusammengedrllckte   und daher gespannte Sperrfeder wieder in seine Sicherungslage vorgeschoben wird. 



   In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des neuen Zünders veranschaulicht. u. zw. zeigen : Fig. 



   1 einen Längsschnitt durch den Zünder in Ebene A-B in Fig. 2, Fig. 2 einen Querschnitt desselben nach Ebene C-D in Fig. 1, beide in Sicherungslage desselben, Fig. 3 einen Teil-Längsschnitt nach Ebene E-F in Fig. 2, Fig. 4 einen Längsschnitt nach Ebene E-F in Fig. 2, Fig. 5 den Querschnitt der Fig. 2 bei ausgerücktem Nadelbolzenriegel, Fig. 6 einen Längsschnitt durch eine weitere Ausführung des Zünderkopfes, Fig. 7 einen Querschnitt nach Ebene G-H in Fig. 6, Fig. 8 und 9 die gleichen Schnitte in entsicherter Lage des Zünders. 



   Der neue Aufschlagzünder besteht in üblicher Weise aus dem Zünderkopf 10, der von vorn in den Zünderschaft 11 eingeschraubt ist, während von hinten die Schlagladungskapsel 12 an diesen angeschraubt ist. Mit 13 ist eine bekannte Stellschraube bezeichnet, die die   Zündungsart"mit   und ohne Verzögerung" einstellt. Die entsprechenden Zündpillen sitzen in einem bekannten Pilleträger-Rotor 14, der durch eine Torsionsfeder 15 so eingedreht werden kann, dass die jeweils eingestellte Zündpille hinter den Nadelbolzen 16 gestellt wird, wodurch der Zünder scharf ist. Damit dies erst eintritt, wenn das Geschoss seine   Zeitsicherungsstrecke   durchflogen hat, ist ein Bremswerk vorgesehen, dessen Ausbildung hier nicht weiter von Interesse ist, und von dem in Fig. 2 das Gangrad 17 und der Anker 18 zu erkennen sind.

   Die Transportsicherung dieses Bremswerks geschieht durch Feststellen seines Ankers mittels eines Beharrungsbc-zens   IS,   der durch eine Vorschubfeder 20 in seiner Vorderlage gehalten ist. Ein weiterer Beharrungsbolzen 21 neben dem eben erwähnten Beharrungsbolzen 19, der auch vorschubfederbelastet ist, ist durch entsprechende Abstimmung beider Vorschubfedern dem ersterwähnten Beharrungsbolzen19 wirkungsmässig vorgeschaltet, und beide sind gegenseitig in bekannter Weise durch eine Sperrkugel 22 verriegelt, die in einer vorn offenen achsparallelen Blindbohrung liegt, welche vorn durch eine Abdeckplatte 23 abgedeckt ist, die ein Vornherausfallen der Sperrkugel 22 verhindert. 



   Der axiale Zündnadelbolzen 16 umfasst einen Nadelbolzenschaft, auf dem vorn der Aufschlagkopf 24 und hinten die Zündnadel 25 sitzen. Der Aufschlagkopf 24, der hinten einen Flansch 26 trägt, ist in einer Bohrung 27 in der Zünderspitze 10 gelagert, welche nach vom zu durch eine eingebördelte Ringscheibe 28 verschlossen ist. Diese bildet einen Anschlag für den Endflansch 26 des Aufschlagkopfes 24 bei seiner Vorverschiebung. An die Bohrung 27 in der Zünderspitze 10 schliesst sich nach hinten zu eine Fortsetzung 29 geringeren Durchmessers an, deren Boden der Nadelbolzenschaft 16 durchgreift. In dieser Bohrungsfortsetzung 29 liegt eineVorschubfeder 30, welche hinten auf dem Boden dieser Bohrung 29 aufliegt und vorn gegen die Rückstirn des Aufschlagkopfes 24 druckt. 



   Mit dem Rückende der Zündnadel 25 greift der Nadelbolzen in Ruhelage in eine Blindbohrung 31 in der Vorderstirn des Pilleträger-Rotors 14. Dieser ist dadurch zusätzlich gegen Drehung gesichert.   Indieser   Lage ist die Vorschubfeder 30 gespannt. Damit sie den Nadelbolzen16 nicht in seine Bereitschaftslage vorschieben kann, ist ein aus Stahlblech gestanzter federnder Riegel 32 vorgesehen ; der in eine Ringnut 33 zwischen Schaft 16 des Nadelbolzens und Nadel 25 desselben eingreift. 



   Dieser federnde Riegel. 32 trägt, wie in Fig. 2 und 5 deutlich zu erkennen ist, ungefähr in der Mitte 

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 seiner Länge zwei nach der   Zünderachse   zu gerichtete federnde Nasenarme 34, 35, welche in die Ringrille 33 am Nadelbolzen 16 eingreifen. Das eine Ende des Riegels 32 ist bei 36 halbkreisförmig gebogen und umgreift federnd den Kopf des Beharrungsbolzens 21, welcher durch seine Vorschubfeder in seiner Vorderlage gehalten ist. Der Riegel 32 trägt am andern Ende einen plattenförmigen verbreiterten Fuss 37. 



  Dieser hat zwei Löcher zur Aufnahme von Passstiften und zwischen beiden ein Loch für die Befestigungschraube 38. Diese greift mit ihrem Gewindeschaft in die platinenartige Laufwerksbrücke 39, in welcher auch die Passstifte sitzen. Wie erwähnt, sind die beiden Nasenarme 34, 35 federnd ausgebildet, so dass sie in die Ringnut 33 hinten am Nadelbolzenschaft 16 einschnappen. 



   Die Zündnadel 25 geht mit einem Auflaufkonus 40 in den Schaft über, um die Montage zu erleichtern. Wenn nämlich der Nadelbolzen 16 von vorn her in den Zünder eingesetzt wird, drückt der Übergangskonus 40 die federnden Nasenarme 34,35 auseinander, so dass sie sicher in die Nut 33 einschnap-   peu. jc acn   Einsetzen des Nadelbolzens wird die Anschlag-Ringscheibe   2d   eingebördelt, und aut die   Zun-   derspitze wird eine durchsichtige Abdeckkappe 41 aufgestreift, die mit ihrem hinteren Wulstrand 42 in eine Ringnut aussen am Zünder einschnappt. 



   Man kann, wie in Fig. 3 gezeigt ist, die Abdeckkappe 41 auch weglassen und die Spitzenvertiefung 27 mit einer eingebördelten durchsichtigen Membran 43 verschliessen. 



   Zur Kontrolle, dass der Zünder vor Abschuss sich in gesichertem Zustand befindet und daher keine Rohr- oder Frühkrepierer zu befürchten sind, kann man sich auch optischer Kontrollmittel bedienen. Man kann z. B. die Mantelaussenfläche am Aufschlagkopf 24 rot markieren, während seine Vorderstirnfläche weiss gehalten ist. Wenn der Aufschlagkopf 24 aus Kunststoff gespritzt ist, ist dies leicht zu verwirklichen. 



   Wenn jetzt durch die durchsichtige Abdeckkappe 41 hindurch Rot am Kopf zu sehen ist, ist das ein
Anzeichen dafür, dass der Zünder schon auf irgendeine Art entsichert ist, so dass die Gefahr vorzeitiger
Zündung besteht.   hin beschoss mit solchem Zunder dari nicht verteuert   werden. 



   Bei der Ausführung nach Fig. 3 wird vorteilhaft die Innenwandung der Vertiefung farbig gehalten. 



  Durch die durchsichtige Aufschlagmembran 43 hindurch ist diese Farbe dann nicht mehr sichtbar, wenn der tellerförmige flache Aufschlagkopf 24 vorzeitig seine Entsicherungslage eingenommen hatte, so dass das Abfeuern untersagt ist. 



   Wie schon oben erwähnt, ist der Zünder scharf, wenn der Nadelbolzen durch seine Vorschubfeder vorgeschoben ist, so dass der Aufschlagkopf des Nadelbolzens aus der Zünderspitze vorsteht. Dies erfolgt nach dem Abschuss, u. zw. nach Ablauf der Zeitsicherung. Nun ist es, wenn auch höchst selten, doch noch möglich, dass durch einen aussergewöhnlichen Stoss beim Transport diese Zeitsicherung unbeabsichtigt ausgelöst wird, so dass der Nadelbolzen unbeabsichtigt in seine Entsicherungslage vorgeschoben wird. 



  Es wäre dann möglich, dass er   1m   Augenblick des Abschusses infolge der Beharrung gegen seine Vorschubfeder zurückgeht und die Zündpille ansticht. Dagegen ist eine weitere Sicherung vorgesehen, welche in den Fig.   6 - 9   dargestellt ist. 



   Der Kopfnadelbolzen besteht hier aus drei Teilen, der Zündnadel 25, dem Nadelbolzenschaft 44 und dem Aufschlagkopf 45. Der Schaft 44 besteht aus beispielsweise rotem Kunststoff, in den hinten die Nadel 25 eingespritzt ist. Der Schaft erweitert sich nach vorn zu einem hohlen Napf 46, in den vorn der Aufschlagkopf 47 aus beispielsweise weisser Kunststoffmasse eingepresst ist. Der Nadelbolzen sitzt In einer stufenweise von hinten nach vorn sich erweiternden axialen Zünderkopfbohrung. in deren hinterstem engstem Teil 48 die Vorschubfeder 30 liegt. Der vorderste weiteste Teil 49 der Zünderkopfbohrung nimmt den Aufschlagkopf 47 auf, während der mittlere Teil derselben den Napf 46 vorn am Schaft 44 führt. 



   In Sicherungslage wird der Kopfnadelbolzen gegen die gespannte Vorschubfeder 30 durch die Zeitsicherung gehalten. 



   Es kann nun vorkommen, dass durch einen aussergewöhnlich starken Stoss beim Transport in der Zeitsicherung ein Teil bricht und dieser den Nadelbolzen unbeabsichtigt freigibt, so dass er in Scharflage vorgeschoben wird. Wenn dies beim Laden übersehen wird, können   Frühkrepierer   die Folge sein, da der Beharrungsrückdruck den Nadelbolzen zurückwirft, so dass er die Pille ansticht. 



   Um das zu verhüten, ist eine Sicherungs-Spreizfeder 50 vorgesehen. Diese Feder (Fig. 7) ist nach Art einer wellenförmigen Sprengfeder in den hohlen Napf 46 vorn am Nadelbolzenschaft 44 eingesetzt und ragt mit ihren beiden Enden 51,52, welche vorteilhaft ösenförmig umgebogen sind, durch zwei   seil-   lich In die Wandung des Napfes 46   eingefräste   Querbchlitze 53,54 aus diesen seitlich hervor. Beide Ösenenden 51, 52 liegen gegen die Innenwandung der mittleren Zünderkopfbohrung an, und   ; iest hält   die Spreizfeder 50 zusammengedrückt. 



   Wird nun der Nadelbolzen unbeabsichtigt vorgeschoben, dann gelangt die Spreizfeder 50 aus der 

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 mittleren Zilnderbohrung in die vorderste weitere Bohrung 49 im Zünderkopf 10. Hier spreizt sie sich aus- einander, so dass ihre Ösenenden 51, 52 die Schulter zwischen dem vordersten weitesten Teil 49 der Zün-   derbohrung   und dem anschliessenden mittleren Teil übergreifen. 



   Wenn nun das Geschoss mit dem Zünder mit vorzeitig vorgeschobenem Nadelbolzen abgeschossen i wird, dann wird der Beharrungsrückdruck den Nadelbolzen nach hinten zu verschieben, so dass die Ösen- enden 51,52 der Spreizfeder 50, die ja seitwärts aus dem Aufschlagnapf herausstehen auf die Zünder- bohrungsschulter aufschlagen und den Beharrungsrückgang des Nadelbolzens anhalten. Seine Nadel 25 kann daher die Zündpille nicht erreichen und anstechen. 



   Schlägt das Geschoss dann auf, dann werden die aufliegenden Ösenenden 51,52 durch die Schulter der Zünderbohrung deformiert, so dass sie das   Rückschlagen   des Nadelbolzens zum Anstechen der Zünd- pille nicht hindern. Auch hier kann durch kontrastierende farbige Markierung des Aufschlagkopfes 46, 47 und des Nadelbolzenschafts 44 durch die durchsichtige Abdeckkappe 41 hindurch die richtige Lage des
Nadelbolzens leicht kontrolliert werden. 



   Wie bereits weiter vorn erwähnt, ist die zwischen den beiden Beharrungsbolzen 19 und 21 liegende
Sperrkugel 22 in einen nach vorn zu offenen achsparallelen Kanal eingeworfen, der durch eine Abdeck- platte 23 vorn abgedeckt ist und ein Ausrollen der Kugel nach vorn zu hindert. Gleichzeitig begrenzt sie den Vorwärtshub des Beharrungsbolzens 19, welcher das Zeitsicherungswerk feststellt. Eine weitere Ver- einfachung des Zünders wird nun dadurch erreicht, dass die Abdeckplatte zur Erfüllung einer weiteren
Aufgabe herangezogen wird. Sie soll die Fixierung des andern Beharrungsbolzens 21, der   wirkungsmässig   dem Zeitsicherungs-Beharrungsbolzen nachgeschaltet ist, besorgen, wenn er in. seine Entsicherungslage gelangt ist. 



   Zu diesem Zweck ist die Abdeckplatte 23, welche durch eine Kopfschraube 55 im Zündkörper be- festigt ist, zu einem federnden Arm 56 ausgezogen, der so lang ist, dass er in Sicherungsstellung des
Zünders mit seinem freien Ende 57 seitlich am Kopf 58 des Beharrungsbolzens 21 anliegt. 



   Wenn dieser Beharrungsbolzen 21 nun zurückgeht, rutscht sein Kopf 58 an dem Ende 57 des federn- den Armes 56 entlang, gibt ihn dann frei, so dass er nach innen zu federt und sich vor die Vorderstirn   dieses Bol enkopfes   58 legt. Nach Ende der Geschossbeschleunigung wird dieser Beharrungsbolzen 21 durch seine Vorschubfeder wieder vorgeschoben, bis er mit seiner Vorderstirn gegen das Ende 57 des federnden
Armes 56 anstösst und sich so feststellt. 



   Durch diese Ausbildung wird die bisher zum Feststellen von Beharrungsbolzen übliche Rast-Ringfeder erspart. Die Montage wird vereinfacht, ebenso die Kontrolle. Während bisher nach Prüfung der Gängig- keit eines Beharrungsbolzens ein Spezialwerkzeug zum Ausrasten der Rastfeder erforderlich war, ist jetzt der Rastarm von vorne her leicht sichtbar und leicht erreichbar. 



    PATENTANSPRÜCHE ;    
1. Aufschlagzünder für drallose Geschosse mit Kopfnadelbolzen, dadurch gekennzeichnet, dass der
Aufschlagkopf (24) am Kopfnadelbolzen (16, 24) in Sicherungslage des Zünders in die Zunderspitze (10) zurückgezogen ist gegen eine gespannte Vorschubfeder   Ç-30)   und zur Entsicherung durch diese bis vor die
Zünderspitze vorgeschoben wird.

Claims (1)

  1. 2. Zünder nach Anspruch 1 mit einer Ringrille am Nadelbolzenschaft, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorschubfeder (30) gespannt gehalten ist durch einen Riegel (32), der mit zwei federnden Nasen (34, 35) in die Ringrille (33) hinten am Nadelbolzenschaft (16) einschnappt und mit seinem einen halbkreis- förmig gebogenen Ende (36) federnd den Kopf (58) eines Beharrungsbolzens (21) umgreift, welcher einen parallelen Zeitsicherungs-Beharrungsbolzen (19) sichert, während sein anderes Ende (37) im Zünderkörper (38) verankert ist.
    3. Zünder nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zündnadel (25) des Nadelbolzens mit einem Auflaufkonus (40) in den Nadelbolzenschaft (16) übergeht.
    4. Zunder nacn den Ansprucnen 1 bis J, dadurch gekennzeicnnet., ddM uer Kopfnadelbolzen aus einem Kunststossschaft (44) besteht, in welchen hinten die Zündnadel (25) eingespritzt ist, und dessen Vorderende in einen Napf (46) ausläuft, in den vorn der Aufschlagkopf (47) eingepresst ist, und in den quer eine an sich bekannte wellenförmige Sicherungs-Spreizfeder (50) eingelegt ist.
    5. Zünder nach den Ansprüchen l bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungs-Spreizfeder (50) mit ihren beiden ösenförmig umgebogenen Enden (51, 52) durch in die Napfwandung eingefräste Querschlitze (53. 54), gegen die Innenwand der mittleren Zünderkopfbohrung anliegend, gespannt gehalten wird und bei Vorschub des Nadelbolzens mit ihren Ösenenden (51,52) in die davorliegende erweiterte <Desc/Clms Page number 5> Zünderkopfbohrung (49) sich ausspreizt und ein Zurückgehen des Nadelbolzens hindert.
    6. Zünder nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel (46) des Aufschlagkopfes farbig markiert ist und die Abdeckkappe (41) der Zünderspitze (10) bzw. die Aufschlagmembran (43) durchsichtig gehalten sind.
    7. Zünder nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in Sicherungslage des Zünders gegen den Kopf (58) des nachgeschalteten Beharrungsbolzens (21) seitlich ein federnder Arm (56) anliegt, welcher eine Verlängerung der Abdeckplatte (23) des Beharrungsbolzensperrkugelkanals bildet, der nach Beharrungsrückgang des Bolzens (21) vor dessen Vorderstirn federt und ihn feststellt.
AT46361A 1960-02-11 1961-01-20 Aufschlagzünder für drallose Geschosse AT224511B (de)

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