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Fundamentierung für elektrische Maschinen
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Im allgemeinen wird die Kaltluft bekanntlich mit Hilfe von insbesondere aus Blech geformten Leitungskanälen durch Öffnungen des Maschinenmantels zu-und die Warmluft durch Maschinenfundamentöffnungen wieder abgeleitet. Bei Walzwerksantrieben oder grösseren Fördermaschinen ist es bekanntlich zweckmässig. die Kühlluft durch die abgeteilte freibleibende Grundrahmenöffnung zu-bzw. abzuführen. Aus der deutschen Patentschrift Nr. 398021 ist eine Anordnung bekannt, bei der das Kühlmedium durch von der Motorgrube getrennt angeordnete Baufundamem- und Oberflurmaschinengrundrahmenschächte zu-und durch die eigentliche Motorgrube wieder abströmt.
In der Schweizer Patentschrift Nr. 43697 schliesslich ist eine Aus- führung beschrieben, bei der das im Bauflur überwiegend versenkte, nicht justierbare, hohle und gegen die Umgebung abgeschlossene Maschinenfundament einer gekapselten und kreislaufgekühlten elektrischen Maschine die Maschinenkühlvorrichtung zur Ganze enthält. Bei dieser Maschinenfundamentplatte sind in der oberen Wand zwei getrennt angeordnete Öffnungen vorhanden, durch welche das Kühlmedium in die Maschine ein-bzw. austritt.
Maschinen mittlerer Grösse werden hingegen meist ohne nennenswerte Mitwirkung ihres Maschinenfundamentes bzw.-gehäuses durch ihre teilweise offenen Stirn- und Mantelflächen vorzugsweise mit Luft gekühlt. Soferne Mittelmaschinen, insbesondere mit selbsttragendem Gehäuse, unterflurbelüftet werden,-ist es notwendig. für die Kühlmittelzu-und-abfuhr weitere Bauelemente, wie gemeinsam mit den Lagerschilden wirksame Luftführungsrohre, bzw. bauliche Einrichtungen, wie Betonschächte usw. für die Aufstellung der Maschine vorzusehen. Hiebei wurde die Maschine in bekannter Weise vermittels einiger Fundamentklötze im Fundament verankert bzw. mit Hilfe ihrer Gehäuseauflagerflansche an den passend in der tragenden Decke angeordneten Trägern befestigt. Das eigentliche Einrichten bzw.
Nivellieren der Maschine machte zusätzliche, nicht immer einfache und zeitraubende Massnahmen erforderlich.
Gegenstand der Erfindung ist deshalb eine Fundamentierung für elektrische Maschinen mit selbsttra-
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der Kühlmittelführungsorgane und zur Führung des Kühlmittels dient.
Die durch Einfachheit ihres Aufbaues sich auszeichnende erfindungsgemässe Fundamentlutte wird vorzugsweise aus passend vorgeschnittenem C-Profilstahl, z. B. vermittels Schweissen, entsprechend vorgefertigt.
Sie ist auch noch unter ungünstigen Bedingungen verwendbar, beispielsweise wenn ein baufertiger Maschinenhallenflur wegen zusätzlicher Maschinenaufstellung vorzugsweise aus baustatischen Gründen möglichst wenig durchbrochen sein darf.
Ein weiterer Vorteil der Fundamentlutte besteht darin, dass ihr querschnittmässig an die Maschine angepasster freier Innenschacht einen Teil der Kühlmittelleitung ersetzt, die im Falle der Maschinendemontage mit der Lutte fest oder lösbar verbunden im Fundament verbleiben kann.
Mechanisch durch ihre Wellen gekoppelte elektrische Maschinen, deren Laufeigenschaften u. a. auch von der Genauigkeit der Maschinenaufstellung abhängig sind, können vermittels der erfindungsgemässen Fundamentierung in einfachster Weise mit hinreichender Genauigkeit aufgebaut werden, indem die Flansche dieser vorzugsweise mit selbsttragendem Gehäuse ausgestatteten Maschinen, insbesondere deren als
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Kühlmittelführungsstutzen ausgebildeten Füsse, z. B. durch Schrauben mit den Fundamentlutten verbunden und letztere nach Einsetzen in entsprechende Fussbodenausnehmungen mit Hilfe von nachher gegen Ver- drehung gegebenenfalls zu sichernden Justierschrauben nivelliert werden.
In vorbeschriebener Weise ist es demnach ohne Aufwand von Zeit und Miche möglich, Niveaudifferen- zen zwischen Gehäuseflanschen bzw. Maschinenfüssen und dem Fundament auszugleichen, um anschliessend die Maschine durch Vergiessen ihrer Fundamentlutten, vorzugsweise mit Zement, im Fundament zu be- festigen. Die erfindungsgemässe Fundamentierungerübrigtsomitdie Verwendung von Justierunterlagen zwi- schenFundamentrahmen und dem eigentlichen Fundament bzw. zwischen Maschine und Maschinenfundament und erspartdadurch ausserdem die Anbringung von Abdichtungen zwischen Maschine und Maschinenfundamentbzw. demeigentlichenFundament.
Soferne in ihren Aussenabmessungen hinreichend genau bearbeitete Maschinen zur Aufstellung gelangen, können die nivellierten Fundamentlutten getrennt von den
Maschinen bereits vorher, beispielsweise im Werkshallenflur, vergossen und die Maschinen nachträglich mit ihren bearbeiteten, vorzugsweise als Kühlmittelführungsstutzen ausgebildeten Füssen auf die Fundamentlutten aufgesetzt und mit diesen verschraubt werden. Die erfindungsgemässe Fundamentierung erfüllt somit mehrere Funktionen zugleich und stellt hinsichtlich des Material- und Arbeitsaufwandes sowie Platzbedarfes eine besonders ökonomische Lösung dar.
Die Zeichnung zeigt eine elektrische Maschine mit einer erfindungsgemässen Fundamentierung, und zwar ist diese in Fig. 1 in einem Schnitt längs der Linie AB und in Fig. 2 in einem Schnitt längs der Linie CD der Fig. 3 dargestellt, während letztere eine Draufsicht der Fundamentierung bzw. der im Fundament nicht vergossenen Fundamentlutten allein darstellt.
Die Fundamentlutte ist mit l, die an dieser angeordneten Laschen mit Stellschrauben sind mit 2 und 3 bezeichnet. Die Luttenbohrungen 9 dienen zur Befestigung der Maschinenfüsse 7 der elektrischen Maschine 6. Die Lutte 1 wird in eine entsprechende Fundamentausnehmung 4 eingesetzt und nach Nivellierung vermittels der Justierschrauben 3 mit Hilfe eines geeigneten Füllmaterials im Fundament fixiert.
Die Kühlmittelführung erfolgt durch den Luttenschacht 8 bzw. 8'.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fundamentierung für elektrische Maschinen mit selbsttragendem Gehäuse und Unterflurkühlrr. irtel u- und-abfuhr, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlmittelein-sowie-austrittsöffnung je eine für sich ni- vellierbare Fundamentlutte zugeordnetist, die zur Befestigung der Maschine sowie der Kühlmittelführungsorgane und zur Führung des Kühlmittels dient.