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Elektrisches Filmprüfgerät Die Erfindung betrifft ein elektrisches Filmprüfgerät zur Ermittlung einer optimalen Einstellung für eine änderbare Eigenschaft eines Kopierprozesses bei der Herstellung einer Kopie, die durch ein Farbfernsehsystem übertragen und wiedergegeben werden soll.
Bei einem bekannten Filmprüfgerät wird das chemische Kopierverfahren zur Erzeugung eines Farbpositivs auf Grund eines vorgelegten Negativs nachgebildet. Bei einem Verfahren, bei dem das Positiv durch einen Fernsehsender abgetastet und ausgesendet wird, um durch einen Fernsehempfänger wiedergegeben zu werden, ergibt sich aber normalerweise eine Abweichung des empfangsseitig wiedergegebenen Bildes von dem sendeseitig abgetasteten. Einer der Gründe für diese Abweichung ist der begrenzte Kontrastbereich des Bildwiedergabegeräts im Vergleich zum aufgenommenen Bild unter normalen Verhältnissen sowie die am Fernsehsystem zur Ausgleichung dieser Begrenzung vorgesehene Korrektur. Durch übliche Farbfilmverfahren der subtraktiven Art können gesättigte Farben grosser Helligkeit erzeugt werden.
Wegen des ziemlich grossen Kontrastbereiches können auch gesättigte Farben niedriger Helligkeit wiedergegeben werden. Auf der andern Seite kann das Farbfernsehsystem, das nach dem additiven Prinzip arbeitet, gesättigte Farben grosser Helligkeit wiedergeben, jedoch ist die Möglichkeit zur Wiedergabe gesättigter Farben niedriger Helligkeit wegen des begrenzten Kontrastbereiches beeinträchtigt. Es hat sich daher ein Verfahren durchgesetzt, bei dem eine überhöhte Gamma-Korrektur auf der Sendeseite vorgenommen wird, um die relative Helligkeit der weniger hellen Teile des wiedergegebenen Bildes zu erhöhen. Elektrische Maskierungsschaltungen werden dann verwendet, um die auf eine derartige GammaKorrektur zurückzuführende Herabsetzung der Sättigung auszugleichen, sowie auch, um einen gewissen Ausgleich für andere Farbfehler zu schaffen. Solche Fehler ergeben sich z.
B. durch unerwünschte Absorptionsbereiche der farbempfindlichen Filmschichten oder durch die Abweichung der spektralen Aufnahmecharakteristik des Filmmaterials von dem entsprechend den im Bildwiedergabegerät erzeugten Farbkomponenten erwünschten Verlauf. Eine ausführlichere Erörterung der erhöhten Gamma-Korrektur und der damit zusammenhängenden Fragen findet sich in dem Artikel "Brightness Modification Proposals for Televising Color Film" von Brewer unter anderem auf S. 174 und ferner in"Proceedingsofthel. R. E. *, Jänner [1954) sowie in dem im selben Heft der Zeitschrift erschienenen Artikel "The Use ofElectronic Masking in Color Television" von Burr.
Obgleich die genannten Korrekturen zur Beseitigung der Wiedergabefehler beitragen, führen sie nicht zu einer vollständigen Übereinstimmung der Farben des Empfangsbildes mit denen des ausgesandten photographischen Bildes. Durch die Korrekturen erlangt man zwar eine durchaus akzeptable Wiedergabe, jedoch keineswegs eine Gewähr für eine völlige Übereinstimmung. Damit eine optimale Bildwiedergabe bei einem photographischen Kopier verfahren mit darauffolgender Fernsehübertragung mittels eines Filmprüfgeräts möglich wird, ist es daher erforderlich, dass die Eigenschaften sowohl des photographischen Verfahrens wie der Fernsehübertragung nachgebildet werden.
Durch das erfindungsgemässe Filmprüfgerät sollen die genannten Nachteile beseitigt werden. Das Gerät umfasst einen Abtaster zur Abtastung des Originals zur Gewinnung von elektrischen Farbgrössen entsprechend den sendeseitig durch Abtastung der Kopie gewonnenen Farbgrössen sowie ein Bildwiedergabegerät. zwischen welchen erfindungsgemäss ein Umwandlungskreis zur elektrischen Nachbildung und ein
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Die an den Klemmen 40d, 40e und 40f vorhandenen Spannungen werden einer in Fig. la gezeigten Misch- ode. Matrizenschaltung 103 zugeführt. Diese Schaltung ist nicht nur im Hinblick auf die genann- te gegenseitige Überdeckung der Spektralkurven der Filmschichten an sich sondern auch im Hinblick auf die resultierende Wirkung dieser gegenseitigen Überdeckung und der Spektral Verteilung der Aufnahme- empfindlichkeit des im Fernsehsender verwendeten Filmabtasters für den positiven Film bemessen. Die- ser Abtaster kann bekannter Art sein, z. B. wie auf S. 289-305 des Buches"Principles ofColor Television" vom Stab der Hazeltine-Laboratorien, ausgegeben [1956] von John Wiley & Sons, Inc., beschrieben.
Typi- sche Kurven für die Aufnahmeempfindlichkeit des Abtasters sind in Fig. 3 gezeigt. Diese Kurven sind unter Berücksichtigung der Empfindlichkeitsverhältnisse üblicher Bildwiedergaberöhren mit Bezug auf die Grundfarben ermittelt. Um die scheinbare Dichte der Blaugrünschicht bei ihrer"Betrachtung"durch die TR-Aufnahmekurve beispielsweise zu ermitteln, wird aus der TR-Kurve die Kurve der Funktion TR-10-Dr berechnet, wo Dr die Ordinate der KurveC der Fig. 2 ist, wonach der Flächeninhalt unter der letztgenannten
Kurve durch den unter der ersten dividiert wird. Der negative Logarithmus des Quotienten ist die gesuchte Dich- te.
Das Verfahren wird für jededer Kurven TG und TB mit Bezugauf die DichtekurveC wiederholt, und danach werden samtliche drei Verfahren mit Bezug auf jede der beiden ubrigen Dichtekurven M und Y der Fig. 2 durchgeführt. Hiedurch ergeben sich neun Koeffizienten, welche die Beiträge der drei farbigen Schich- ten zu der totalen, von jedem der drei Farbkanäle des Abtasters"beobachteten"Dichte angeben. Die neun Querverbindungskreise der Schaltung 103 sind entsprechend diesen Koeffizienten bemessen.
Die Spannungen an den Klemmen 103 sind der totalen Dichte des Positivfilms für Rot, Griln und Blau proportional, wie diese vom sendeseitigen Abtaster aufgefasst wird. In den Verstärkern 109 werden diese dichteproportionalen Spannungen in der Lichtstärke proportionale Spannungen umgewandelt. Unter der
Annahme, dass der sendeseitige Abtaster eine Ausgangsspannung erzeugt, die der Lichtstärke innerhalb des entsprechenden Spektralbereiches proportional ist, werden die Ausgangsspannungen der Verstärker 109 den Farbspannungen der roten, grünen und blauen Kanäle des Fernsehsenders proportional. Dies trifft auf einen Abtaster mit beweglichem Lichtfleck zu. wie er auf S. 295 des genannten Buches "Principles of
Color Television- beschrieben ist.
Wenn der Abtaster eine nichtlineare Charakteristik hat, kann ein
Ausgleich hiefür in den folgenden Übertragungsstufen vorgesehen sein, wie im folgenden näher ausgeführt wird.
Die Ausgangsspannungen der Verstärker 109 werden den Eingangsklemmen einer Schaltung 110 zu- geführt, die diejenigen Übertragungsstufen eines Fernsehsenders nachbildet, in denen eine Umwandlung der Ausgangsspannungen des Abtasters in abgeänderte Spannungen stattfindet, die sich zur Steuerung eines
Bildwiedergabegeräts eignen. Die sendeseitigen Korrekturen, um die es sich hier handelt, sind im we- sentlichen eine Gamma-Korrektur und eine elektrische Maskierung. Diese beiden Vorgänge können ge- sondert nachgebildet werden, wie in Fig. la dargestellt, oder aber sie können in gewissen Fällen, wie unten erörtert, mit den vorhergehenden exponentialen Verstärkern kombiniert sein, wie in Fig. 4 dar- gestellt. Nach Fig. la findet die Gamma-Korrektur in üblichen Korrekturschaltungen 111 statt, die mit den Klemmen 110 verbunden sind.
Diese Schaltungen haben im wesentlichen umgekehrte Exponential- übertragungscharakteristiken mit Rücksicht auf die exponentiale Abhängigkeit des von einem üblichen dreifarbigen Bildwiedergabegerät ausgestrahlten Lichts vom Eingangssignal. Die Spannungen R", G" und B"an den Ausgangsklemmen 111d, e und f entsprechen folglich den gamma-korrigierten Spannun - gen im Sender. Die Korrekturschaltungen können in Übereinstimmung mit Kapitel 11 des genannten Bu- ches ausgebildet sein. Zusätzliche Angaben über Verfahren zur überhöhten Gamma-Korrektur zwecks
Verbesserung der Farbwiedergabe in den Bereichen niedriger Helligkeit des wiedergegebenen Bildes fin- den sich auf S. 167-175 des Buches"Color Television Engineering* von Wentworth, ausgegeben [1955] von McGraw-Hill Book Company, Inc.
Die Maskierungsschaltung des Fernsehsenders wird durch eine mit den Gammaschaltungen 111 ver- bundene Matrizenschaltung 112 nachgebildet, die von der Art der üblichen sendeseitigen Matrizenschal- tungen sein kann, in denen eine Mischung der gamma-korrigierten Spannungen R", G"und B"stattfin- det. um einen Ausgleich für die gegenseitige Beeinflussung der Filmschichten und für eine eventuelle, auf die überhöhte Gamma-Korrektur zurückzuführende Farbenentsättigung zu schaffen. In modernen
Fernsehsendern werden die Mischverhältnisse der Maskierungsschaltung während der Vorführung gan- zer Bildfolgen des Farbfilms auf bestimmten Werten festgehalten. Jedoch kann es vorteilhaft sein, eine
Möglichkeit zur Änderung der Einstellung der Maskierungsschaltung im Laufe einer Programmvorführung vorzusehen.
Die Erfindung befasst sich mit der Nachbildung von Verfahren beider Art, mit oder ohne einstellbare
Maskierungsschaltung, sowie auch mit der Frage nach der günstigsten Steuerung einer einstellbaren Mas- kierungsschaltung. Wie im folgenden näher dargelegt wird, wird die Bemessung der Mischungsverhältnis-
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se der Maskierungsschaltung auf den Erzeugungsvorgang des Fernsehbildes abgestimmt, so dass eine opti- male Farbwiedergabe erfolgt. In der Schaltung 110 kann auch ein Ausgleich für die durch die Blendenöff- nung des Abtasters hervorgerufene Verzerrung stattfinden. Eine allgemeine Darstellung solcher sendeseiti- ger Anordnungen findet sich im Kapitel) 3 \on"Pnnciples of Color Television".
Die an den Ausgangs- I klemmen 113 vorhandenen Spannungen R', G'und B'sind den in ähnlicher Weise bezeichneten Signa- len nach Paragraph 20 der Transmission Standards der Standards of the Federal Communications Com- mission for Compatible Color Television proportional. Wenn die vollständige Nachbildung eines Fernseh- übertragungsvorgangs erforderlich wäre, müssten aus diesen Spannungen Modulationsgrössen für eine hoch- frequente Trägerwelle hergeleitet werden, die empfangsseitig zu demodulieren wäre, wonach eine De- kodierung und das Zuführen der Farbspannungen zum Farbbildwiedergabegerät des Empfängers erfolgen würde. Da jedoch diese Vorgänge eine im wesentlichen lineare Übertragung des Farbeninhalts zurFol - ge haben, ist diese Nachbildung nicht erforderlich.
Die Spannungen R', G und B können daher direkt linearen Verstärkern 114 zugeführt werden, in denen eine gegenseitige Bemessung im Hinblick auf die verschiedenen Empfindlichkeiten der roten, grünen und blauen Farbwiedergabe des Bildwiedergabegeräts stattfindet, um die erforderlichen R-, G- und B-Spannungen für das Gerät zu erzeugen. Als Bildwieder- gabegerät kann eine Dreistrahlkathodenröhre 115 verwendet werden. Der Abtastvorgang in den Röhren 115 und 30 geschieht in üblicher Weise im Gleichlauf. Zu diesem Zweck sind die Ablenkungswicklungen 81 der Röhre 30 und die entsprechenden Wicklungen 117 der Röhre 115 mit einem gemeinsamen Ablenkspan- nungserzeuger 80 verbunden. Auch sind die beiden Löschimpulskreise 118 und 84 für die Röhre 115 bzw. die Röhre 30 untereinander verbunden.
Das Prüfgerät nach Fig. 1 und la erzeugt in dieser Weise ein far- biges Bild in Übereinstimmung mit dem durch eine Fernsehanlage wiedergegebenen Bild, wenn ein aus dem vorgelegten Negativ hergeleitetes farbiges Bild sendeseitig abgetastet wird zur Erzeugung von Farb- grössen, die dann im Fernsehsender umgewandelt werden, wodurch korrigierte Farbgrössen erhalten wer- den, die sich zur Steuerung eines Farbbildwiedergabegeräts eignen. Das Prüfgerät kann zur Steuerung des photographischen Verfahrens verwendet werden, durch das die abgetasteten Bilder zustandekommen, u. zw. dadurch, dass die Spannungsteiler 38 so lange nachgestellt werden, bis das auf der Röhre 115 er- scheinende Bild eine richtige Wiedergabe darstellt.
Die Spannungsteiler können so geeicht werden, dass die eingestellten Zahlwerte unmittelbar die Einstellung angeben, die am Kopiergerät vorgenommen werden muss, damit der photographische Vorgang richtig durchgeführt wird.
Die Schaltung 110 nach Fig. la kann grundsätzlich beliebiger An sein, wenn sie nur die im Fernseh- sender stattfindende Umwandlung richtig nachbildet. Die Umwandlung braucht dabei keineswegs aus nur einer Gamma-Korrektur und einem Maskieren zu bestehen, obwohl dies in den meisten Fällen ausreichen wird. Es kann aber z. B. vorkommen, dass die Gamma-Korrektur grösser gewählt wird, als gerade ausrei- chen würde, um die Nichtlinearität der empfangsseitigen Farbwiedergabe auszugleichen, damit eine ver- besserte Farbwiedergabe in den Bereichen geringer Helligkeit des wiedergegebenen Bildes einer übertra- genen Farbaufnahme erreicht wird.
In diesem Fall sollten die Mischkreise der Schaltung 112 in anderer
Weise bemessen werden, um die sich sonst ergebende Farbenentsättigung auszugleichen, die auf den Sei- ten 171-175 des Buches "Color Television Engineering" erläutert wird. Wenn jedoch die Schaltung 110 in Übereinstimmung mit den im Fernsehsender vorliegenden Übertragungsverhältnissen bemessen wird, bewirkt das Prüfgerät eine richtige Nachbildung des empfangenen Bildes.
Wenn die sendeseitige Gamma-Korrekturschaltung der Maskierungsschaltung vorangeht, kann die
Schaltung 110 nach Fig. la durch Kombination mit den vorangehenden Exponentialverstärkern 109 ver- einfacht werden. Eine derartige Anordnung ist in Fig. 4 gezeigt, die sämtliche Schaltungseinheiten der Fig. la zwischen den Ausgangsklemmen 103 und den Eingangsklemmen 115 ersetzen würde. Gemäss Fig. 4 sind die Ausgangsklemmen der Matrizenschaltung mit nichtlinearen Verstärkern 120 verbunden, von denen z. B. der Verstärker 120 R eine Übertragungskurve aufweist, die mit der resultierenden Übertragungskurve der Exponeniialstufe 109 R und der Gamma-Korrekturstufe 111 R nach Fig. la übereinstimmt. Die Verstärker 120 sind daher exponentialer Art, jedoch mit einem niedrigeren Exponenten als die entsprechenden Exponentialverstärker der Fig. la.
Anders ausgedrückt wird die Ausgangsspannung des Verstärkers 120 R der Zahl 10-DR/YR proportional sein. wo DR den der Klemme 103 R zugeführten roten Dichteund YR den Gammawert für die Rotwiedergabe darstellt. Die Ausgangsspannungen der Verstärker 120 werden einer Maskierungsschaltung 121 zugeführt, in der eine Mischung in Übereinstimmung mit der Maskierungsschaltung des Fernsehsenders stattfindet. Eine zusätzliche Vereinfachung ist nach Fig. 4 durch gegenseitige Bemessung der Mischkreise der Schaltung 121 und der Verstärkungsfaktoren der Verstärker 120 im Hinblick auf die Grössenverhältnisse zwischen den festen Verstärkungsfaktoren der Verstärker 114 der Fig. la herbeigeführt worden.
Diese Verstärker konnten daher in der Fig. 4 fortgelassen werden. und die Ausgangsspannungen der Matrize sind trotzdem die richtigen Spannungen R', G'und B'
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gemäss Fig. la. Ein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden Schaltungen der Fig. 4 und der Fig. la besteht darin, dass an keiner Stelle der Fig. 4 Spannungen vorhanden sind, die den Ausgangsspannungen des sendeseitigen Bildabtasters proportional sind. In der Fig. la sind solche Spannungen an den Klem- men 110 vorhanden.
Für den Fall, dass im Fernsehsender eine einstellbare Maskierungsschaltung vorhanden ist, kann das
Prüfgerät nach Fig. 1 so ausgebildet werden, dass es die an einer solchen sendeseitigen Maskierungsschal- tung einzustellenden Werte angibt, die einer optimalen Farbwiedergabe auf der Empfangsseite entspre- chen. Zu diesem Zweck kann die Maskierungsschaltung 112 nach Fig. 5 ausgebildet sein. Die Maskie- rungsschaltung des Fernsehsenders sollte vorzugsweise vom selben Typ sein, es ist aber auch möglich, t eine Umwandlung der von der Schaltung nach Fig. 5 gelieferten Einstellwerte zu bewirken, wodurch die- se zur Einstellung von Maskierungsschaltungen anderer Art benutzt werden können.
Ein wesentliches
Merkmal der Schaltung nach Fig. 5 besteht darin, dass Nulleinstellungen vorgesehen sind, bei denen eine
Mischung der zugeführten Eingangsspannungen im selben Verhältnis stattfindet, wie durch eine vorbe- stimmte festgelegte Matrizenbemessung. Die Einstellungen der Spannungsteiler 38 können dann so durch- ! geführt werden, dass eine optimale Farbwiedergabe durch die Röhre 115 erfolgt. Wenn das zur Erzeugung des abgetasteten Films verwendete Kopiergerät in Übereinstimmung mit diesen an den Spannungsteilern eingestellten Werten eingestellt wird, ergibt sich bei der Übertragung des in dieser Weise auf photogra- phischem Wege erzeugten farbigen Bildes durch einen Sender, dessen Maskierungsschaltung die genann- ten festgelegten Werte hat, eine optimale Farbwiedergabe.
Die Einstellmittel der Maskierungsschaltung nach Fig. 5 können dann nachgestellt werden, um die Farbqualität des auf dem Bildschirm der Röhre 115 erscheinenden Bildes noch zu erhöhen. Eine entsprechende Einstellung der einstellbaren Maskierung- schaltung im Fernsehsender bewirkt dann eine ähnliche Verbesserung des übertragenen und wiedergege- benen Bildes.
Die Eingangsklemmen 501 der Maskierungsschaltung nach Fig. 5 sind mit den Eingangsklemmen einer unveränderlichen Matrizenschaltung 503 verbunden, deren mit 503 Y, 503 I und 503 Q bezeichne- te Ausgangsklemmen durch drei Hauptübertragungszweige mit den Eingangsklemmen 504 Y, I und Q einer zweiten unveränderlichen Matrizenschaltung 504 verbunden sind. Jede der Matrizenschaltungen kann aus neun Impedanzzweigen derselben allgemeinen Anordnung bestehen wie in Fig. la für die Schal- tung 103 gezeigt, wodurch an jeder der Ausgangsklemmen eine aus den drei Eingangsspannungen linear zusammengesetzte Spannung erscheint. In dem Hauptübertragungszweig zwischen den Klemmen Y be- finden sich Widerstände 505 und 506 in Reihenanordnung.
Im I-Zweig liegt ein Widerstand 507 in Reihe mit einem Spannungsteiler 509, und im Q-Zweig ein Widerstand 508 in Reihe mit einem Spannungstei- ler 510. Ausserdem sind Querverbindungen zwischen den Hauptzweigen vorhanden, damit ein einstellba- rer Anteil einer der Spannungen einer andern mit positivem oder negativem Vorzeichen hinzugefügt wer- den kann, wie im folgenden näher erläutert werden wird. Für sämtliche Einstellmittel sind aber Null- einstellungen vorgesehen, bei denen die Spannungen an den Ausgangsklemmen 503 in linearer Weise aber mit gewisser Abschwächung durch die Hauptzweige an die Eingangsklemmen 504 gelangen.
Bei dieser Null- einstellung sollen die Spannungsteiler 509 und 510 in den Hauptzweigen sowie die Spannungsteiler der
Querverbindungszweige auf vorbestimmte, mit "Null bezeichnete Werte eingestellt werden, die vor- zugsweise, den Mittelpunkten der Spannungsteiler entsprechen. Es kann auch von Vorteil sein, die Haupt- übertragungszweige so zu bemessen, dass bei der Nulleinstellung gleiche Abschwächungen in den Haupt- zweigen zustandekommen, wodurch die Spannungen an den Eingangsklemmen 504 gegenüber den Span- nungen an den Ausgangsklemmen 503 um denselben Faktor erniedrigt sind.
Die Schaltungen 504 und, insbesondere, 503 sind so bemessen, dass bei Nulleinstellung die Übertragungsverhältnisse zwischen den Eingangsklemmen der Schaltung 503 und den Ausgangsklemmen der Schaltung 504 mit denen einer üblichen sendeseitigen Maskierungsschaltung übereinstimmen. Wie auf den Seiten 17-117 und 17-120 des Buches "Television Engineering Handbook" von D. G. Fink, ausgegeben [1957] von McGraw-Hill Book Co., Inc., erläutert, sollten diese Übertragungsverhältnisse den folgenden Gleichungen entsprechen :
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In den Gleichungen (2) sind mit R", G" und B" die Ausgangsspannungen der Gamma-Korrekturschaltung und mit R', G'und B'die durch die Maskierungsschaltung zu erzeugenden Spannungen bezeichnet.
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Die Konstante a trägt dem Umstand Rechnung, dass in der Übertragung eine Abschwächung stattfinden kann, die ohne weiteres durch lineare Verstärkung ausgeglichen werden kann. Die neun Koeffizienten der Gleichungen bestimmen die Bemessung der Impedanzzweige der Maskierungsschaltung. Da aber die
Schaltung nach Fig. 5 zwei Matrizen 503 und 504 hintereinander aufweist, wodurch achtzehn Impedanzi zweige zu bemessen sind, kann die erwünschte Bemessung in beliebiger linearer Weise auf die beiden
Matrizen verteilt werden. Folglich können die Impedanzzweige der Matrize 504 so gewählt werden, dass die an ihren Ausgangsklemmen504 auftretenden Spannungen auf vorbestimmteFarbeigenschaften des Bil-
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Zuführungwie der Röhre 115 in Fig. la ergibt.
Die Matrize kann danach so bemessen werden, dass in ihr eine Mi- schung der gamma-korrigierten Spannungen R", G"und B"zur Erzeugung von Spannungen Y", I"und Q" stattfindet, welche bei der nachfolgenden Mischung in der Matrize 504 die Ausgangsspannungen R'. G' und B'nach der Gleichung (2) ergeben.
Es sei nun angenommen, dass die Matrize 504 mit der eines Farbfernsehempfängers übereinstimmt, so dass, wenn keine Spannungen an den Klemmen 504 I und Q vorhanden sind. die Spannung Y'"an der
Klemme 504 Y Ausgangsspannungen R', G'und B'erzeugt, durch die sich eine schwarzweisse Wieder- gabe auf der Röhre 115'ergibt. Dies setzt voraus, dass die Spannung Y'" den Klemmen 504 R, G und B mit passenden Grössenverhältnissen zugeführt wird, wie durch die Gleichungen auf Seite 397 des Buches "Principles of Color Television" angegeben.
Ferner ist die Bemessung der Matrize 504 so ausgeführt, dass wenn keine Spannung an der Klemme 504 Q vorhanden ist, die Spannungen Y"'undl'"die Wiederga- be von Farben bewirken, die in dem Maxwell'schen Farbendreieck auf einer sich von Orange nach Blau- grün erstreckenden Geraden verteilt liegen, wobei das im Orange liegende Ende dieser Geraden annä- hernd der natürlichen Hautfarbe entspricht. Dies setzt voraus, dass die I"'-Spannung in Spannungen R'"
G'"und B'"umgewandelt wird in etwa'derselben Weise, wie bei Farbfernsehempfängern üblich, jedoch mit einer kleinen Abweichung, um sicherzustellen, dass die natürlichen Hautfarben auf der Farbgeraden zu liegen kommen.
Ferner ist die Matrize 504 so bemessen, dass wenn keine Spannung an der Klem- me 5041 vorliegt, die Spannungen Y'" und Q'" Farben wiedergeben, die auf einer Farbgeraden des Maxwell'schen Dreiecks liegen, welche annähernd rechtwinklig zu der Hautfarbengeraden steht, so dass
Schwankungen des Q'"-Wertes keinen Einfluss auf den Hautfarbeninhalt des wiedergegebenen Bildes der
Röhre 115 haben. Das bedeutet, dass die Q'"-Spannung auch in Spannungen R', G'und B'ungefähr in derselben Weise umgewandelt wird. wie bei Farbfernsehempfängern üblich, so dass die entsprechenden
Farben auf einer von Grün nach Purpur verlaufenden Geraden verteilt werden, jedoch mit einer even- tuellen Abweichung zur besseren Wiedergabe von Farben, deren subjektive Bedeutung grösser ist.
Die Gleichungen für die Matrize 504 sind folglich von folgender allgemeinen Form :
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wo die numerischen Koeffizienten mit denen eines Farbfernsehempfängers übereinstimmen, wie sie auf Seite 397 des Buches "Principles of Color Television" angegeben sind, und die neun willkürlichen Koeffizienten k1 bis kg annähernd den Wert 1 haben, jedoch mit einer kleinen Abweichung, um die richtige Lage der entsprechenden Farbgeraden innerhalb des Maxwell'schen Farbendreiecks zu gewährleisten. Sollte es z.
B. erwünscht sein, eine Steuerung der monochromatischen Helligkeit des wiedergegebenen Bildes entlang einer andern Farbachse oder-geraden zu bewirken, als der des normalen Weiss des Fernsehsystems
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Koeffizienten k", kg und k6 erforderlich sein, durch die diese vom Wert 1 abweichen, wenn die Farben entlang der"Hautfarbenachse", die sich ergibt, wenn keine Q'"-Spannung vorhanden ist, nicht dem subjektiv Optimalen entsprechen. Ähnliches gilt betreffend eine eventuelle Korrektur der Farbgeraden entsprechend 1'''= 0, wobei die Werte k. k und kg abzuändern wären.
Nach erfolgter Festlegung von kl bis kg erhalten die Gleichungen (3), (4) und (5) neun resultierende Koeffizienten, die die Bemessung der Matrize 504 bestimmen. Da diese Gleichungen keine bestimmte Zusammensetzung der Spannungen Y"', 1'''und Q'" zur Voraussetzung haben, sondern nur angeben, wie diese Spannungen den entsprechenden Ausgangsklemmen zuzuführen sind, an denen R', G'und B'in Erscheinung treten, ergeben sich bei der Zuführung beliebiger Spannungen zu den Klemmen 504 die eben
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Q"nachHelligkeitsverhältnis von grünen zu purpurnen Farben beeinflusst.
Im Nebenschluss zum Widerstand 506 liegt eine quadratische Übertragungsstufe 519 in Serie mit einer Phasenumkehrstufe 520, an deren Ausgang ein Spannungsteiler 521 liegt. Der Mittelpunkt desselben liegt an Erde, und die einstellbare Anzapfung steht über den Widerstand 524 mit der Eingangsklemme 504 Y in Verbindung. Die Stufe 519 kann bekannter Art sein, z. B. wie auf den Seiten 217-224 des
Buches "Principles of Color Television" beschrieben. Durch Einstellung des Spannungsteilers 521 ergibt sich die Hinzufügung eines positiven oder negativen Anteils erwünschter Grösse einer Spannung von der
Form y"2 zur Spannung Y", entsprechend einer Expansion oder Kompression des Kontrastbereiches der
Wiedergabe. Die optimale Einstellung ergibt sich, wenn hautähnliche Farben die subjektiv richtige Helligkeit aufweisen.
Für den Fall, dass der Fernsehsender mit einer Maskierungsschaltung derselben einstellbaren Art ver- sehen ist, kann eine automatische Steuerung in Übereinstimmung mit den Einstellungen der Spannungs- teiler dadurch erleichtert werden, dass die Spannungsteiler für stufenweise Einstellung ausgebildet wer- den. Da es sich bei der in Frage kommenden Einstellung um eine Feinkorrektur einer schon an sich zu- friedenstellenden Wiedergabe handelt, würde man mit verhältnismässig wenigen Stufen auskommen. Z. B. könnten drei Stufen in jeder Richtung von der Nullstufe aus vorgesehen sein, so dass für jede Einstellung sieben Stufen vorhanden wären. Diese könnten durch die binären Zahlen entsprechend den dekadischen
Zahlen 0-6 eindeutig identifiziert werden, wodurch für jede Einstellung drei binäre Ziffern erforderlich wären, oder für die ganze Einrichtung 21 binäre Ziffern.
Diese können nacheinander durch Lochung oder magnetische Aufzeichnung auf ein Band übertragen werden, wobei aufeinanderfolgende Ziffernserien ver- schiedenen Farbbildern eines Kinofilms entsprechen könnten. Es wäre auch möglich, die binären Ziffern auf den Filmstreifen auf den Rand desselben zu übertragen. Diese Angaben können sendeseitig abgetastet werden und eine automatische Einstellung der Maskierungsschaltung bewirken.
Zusammenfassend kann also festgestellt werden, dass durch die Ausbildung der Maskierungsschaltung nach Fig. 5 mit einem Satz von Potentiometern zur Beeinflussung der bei den meisten Vorführungen be- deutungsvollen hautähnlichen Farben und mit einem gesonderten Satz von Potentiometern zur Beeinflus- sung anderer Farben ohne gleichzeitige Beeinflussung der Hautfarben eine schnelle Umstellung der elek- trischen Maskierungsschaltung von einer Szene zur nächsten bei einem Fernsehsender praktisch möglich geworden ist. Durch die Verwendung dieser Maskierungsschaltung beim elektrischen Prüfgerät nach den
Fig. 1-4, wird es möglich, auf Grund eines vorgelegten Originalfilms eine Kopie in solcher Weise zu erzeugen, dass sich bei der Fernsehübertragung unter Verwendung eines mit der Maskierungsschaltung ausgestatteten Fernsehsenders eine optimale Bildwiedergabe ergibt.
Ausserdem ist eine Möglichkeit zur
Steuerung einer einstellbaren Maskierungsschaltung des Fernsehsenders durch auf dem Filmstreifen vorge- sehene Aufzeichnungen vorhanden. Die Erfindung ermöglicht daher nicht nur die optimale Wiedergabe neuer Farbfilme, sondern auch verbesserte Resultate bei der Verwendung schon vorhandener älterer Filme, die ohne Berücksichtigung der Bedingungen für eine Fernsehübertragung aufgenommen worden sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Elektrisches Filmprüfgerät zur Ermittlung einer optimalen Einstellung für eine änderbare Eigen- schaft eines Kopierprozesses bei der Herstellung einer Kopie, die durch ein Farbfernsehsystem übertra- gen und wiedergegeben werden soll, das einen Abtaster zur Abtastung des Originals zur Gewinnung von elektrischen Farbgrössen entsprechend den senderseitig durch Abtastung der Kopien gewonnenen Farbgrö- ssen sowie ein Bildwiedergabegerät umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Abtaster und Bild- wiedergabegerät ein Umwandlungskreis (37, 40) zur elektrischen Nachbildung des Kopierverfahrens und ein Übertragungskreis (103,109, 110) entsprechend dem Farbfernsehübertragungssystem vorgesehen ist, so dass die Bildröhre (115) dasselbe Bild zeigt, das vom Fernsehsystem wiedergegeben würde,
wobei der
Umwandlungskreis Einstellregler (38) aufweist, deren Einstellung die erforderliche Einstellung für die änderbare Eigenschaft des Kopierprozesses angibt.