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Ölzuführungssystem zu einem Gleitlager
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Erfindungrungskanal,
Eine weitere erfindungsgemässe Massnahme besteht dabei darin, dass das Umschaltorgan als federbelasteter Schieber ausgebildet ist, der bei Zuführung von Huböl durch den Hubölzuführungskanal automatisch gegen die Wirkung einer Feder aus seiner Normalstellung in seine Hubstellung bewegt wird.
Eine Variante dieser Massnahme ist nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass das Umschaltorgan als Schieber ausgebildet ist, der von einem oder mehreren Solenoiden betätigt wird, die von einem oder mehreren druckbetätigten Schaltern gesteuert werden, die auf den Druck in dem Hubölzuführungskanal ansprechen, so dass bei Zuführung von unter Druck stehendem Huböl in diesen Kanal der Schieber aus seiner Normalstellung in seine Hubstellung bewegt wird, wogegen sich der Schieber bei Wegnahme des Huböldruckes automatisch aus seiner Hubstellung in seine Normalstellung bewegt.
Das erfindungsgemässe System kann in verschiedener Weise in die Praxis umgesetzt sein. Zwei derartige beispielsweise Ausführungsformen sind in den Zeichnungen dargestellt, in denen Fig. 1 teilweise schematisch und teilweise im Schnitt eine Ausführungsform einer erfindungsgemässen Regel- und Umschalt-
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In der Anordnung nach Fig. 1 wird die erfindungsgemässe Vorrichtung zusammen mit einem Lager verwendet, das den Gegenstand eines ändern österreichischen Patentes bildet. Dieses Lager besitzt ein zweiteiliges Gehäuse 1 üblicher Form, in dem ein zweiteiliges zylindrisches Gleitlager 2 angeordnet ist. Das Gehäuse 1 und das Lager 2 sind mitölzuführungskanälen 3 und 4 versehen, die miteinander in Verbindung stehen und über die im normalen Betrieb Öl zur normalen Schmierung einem entsprechenden Bereich des Lagers zugeführt wird.
Der mit 5 bezeichnete untere Teil des Lagers stellt einen Hubbereich dar und ist zu diesem Zweck mit einer oder mehreren im Abstand voneinander angeordneten und sich in der Umfangsrichtung erstreckenden Nuten versehen, die durch die strichlierte Linie 6 angedeutet sind und mit denen ein Kanal 7 in Verbindung steht, der mit der Regel- und Umschaltvorrichtung verbunden ist und den erwähnten Lagerölkanal bildet, d. h. den Kanal, der durch diese Vorrichtung entweder mit dem Hubölkanal oder mit dem Entlastungsventil in Verbindung gebracht wird.
Die Regel-und Umschaltvorrichtung ist in einem im allgemeinen quaderförmigen Gehäuse 8 untergebracht. Dieses weist eine Bohrung 7 auf, die einen Teil des Lagerölkanals 7 bildet, und ist mit einem Einsatzrohr 9 mit einer Bohrung 10 versehen, die einen Teil des Hubölzuführungskanals bildet. Das Gehäuse enthält ferner eine Bohrung 11, die sich in einem Austritts-oder Entlastungskanal fortsetzt und ein zweites Einsatzrohr 12, an das, wie strichliert angedeutet, ein Druckmesser 13 angeschlossen werden kann.
Der Kanal 10 ist an den Druckstutzen 14 einer Ölpumpe 15 angeschlossen, deren Saugstutzen 16 mit einem Ölsumpf oder-behälter 17 in Verbindung steht und die von einem Elektromotor 18 angetrieben wird. Beim Einschalten des Motors 18 mittels des Schalters 19 liefert die Pumpe 15 unter Druck stehendes Huböl in den Kanal 10. Innerhalb des Gehäuses 8 ist ein Schieber 20 vorgesehen, der von einer Feder 21 in einer Richtung belastet wird, so dass er normalerweise die gezeigte Stellung einnimmt. Die linke Stirnfläche dieses Schiebers steht unter der Wirkung des Druckes im Kanal 10.
Der Schieber steuert zwei Steueröffnungen 22 und 22a derart, dass bei Abgabe von unter Druck stehendem Huböl in den Hubölzuführungskanal 10 der Schieber 20 nach rechts bewegt wird und dadurch die Steueröffnung 22 freigibt und die Steueröffnung 22a schliesst während der Schieber normalerweise die Steueröffnung 22a offen und die Steueröffnung 22 geschlossen hält. Die Steueröffnung 22 kann über ein federbelastetes Rückschlagventil 23 mit dem Lagerölkanal 7 verbunden werden, der seinerseits über Querbohrungen des Rückschlagventiles
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Wenn die Steueröffnung 22a freigegeben ist, steht sie über eine Bohrung 24 mit einem Kanal 25 in Verbindung, dessen Verbindung mit dem Entlastungskanal 11 durch ein Entlastungsventil 26 gesteuert wird, das unter der Wirkung einer Feder 27 steht.
Das obere Ende der Feder 27 liegt an einem Widerlager 28 an, das mit Hilfe einer Stellschraube 29, der eine Gegenmutter 30 zugeordnet ist, ein-und feststellbar ist. Der Entlastungskanal 11 kann beispielsweise wie dargestellt mit dem Sumpf oder Behälter 17 in Verbindung stehen.
Im normalen Betrieb des Lagers 1, 2 befindet sich der Schieber 20 in der dargestellten Lage, in welcher der Lagerölkanal 7 über die Steueröffnung 22a und die Kanäle 24, 2 5 mit dem Entlastungsventil 26 in Verbindung steht, das somit bei normalem Betrieb den Druck bestimmt, der in jenem Teil des Lagers aufrechterhalten wird, der den Hubbereich desselben bildet.
Wenn jedoch, beispielsweise beim An- oder
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Abstellen der das Lager 1, 2 aufweisenden Maschine der Schalter 19 geschlossen wird, so dass die Pumpe
15 unter Druck stehendes Öl in den Hubölzuführungskanal 10 abgibt, bewegt sich der Schieber 20 nach rechts, schliesst die Steueröffnung 22a und gibt die Steueröffnung 22 frei, wobei der Lagerölkanal 7 vom Entlastungsventil 26 abgetrennt und über das Rückschlagventil 23 an den Hubölzuführungskanal angeschlossen wird, so dass Huböl über den Kanal 7 an den Hubbereich des Lagers gelangt.
Durch Einstellung der Feder 27 des Entlastungsventils 26 kann der während des normalen Betriebes im Hubbereich des Lagers aufrechterhaltene Druck eingestellt werden. Die Einstellung dieses Druckes auf einen gewünschten Wert kann durch Verwendung des Druckmessers 13 erleichtert werden, der annähernd den
Druck im Lagerölkanal 7 anzeigt.
Ferner ist in dem Gehäuse 8 ein Leckkanal 31 (Fig. 2) vorgesehen, der vom Kanal 10 wegführt und ein einstellbares Leckventil 32 enthält, mit dem die. Menge des Ölaustritts aus dem Kanal 10 zu einem
Entlastungsventil 33 und von diesem zu dem Sumpf oder Behälter 17 geregelt werden kann. Dies ermög- licht eine Regelung der Geschwindigkeit, mit welcher der Schieber 20 in seine Normalstellung zurück- kehrt, nachdem die Abgabe von Huböl in den Kanal 10 eingestellt worden ist.
Bei der in Fig. 4 dargestellten abgeänderten Ausführungsform der Regel-und Umschaltvorrichtung enthält das Ventilgehäuse 39 einen Kanal 40, der im Betrieb mit dem Haupttragbereich des Lagers, d. h. dem Bereich 5 (Fig, l) und gleichzeitig auch mit der Quelle des Huböls, d. h. mit dem Druckstutzen 14 in Verbindung steht. Der Kanal 40 wird von einem Entlastungsventilkörper 42 gesteuert, dessen Belastungsfeder 34 in ihrer Spannung mittels des Gewinde tragenden Widerlager- und Führungsringes 35 einstellbar ist. Bei normalem Betrieb wird das Ventil 42 gegen die Wirkung seiner Feder begrenzt geöffnet. um einen Ölfluss durch den Kanal 40 zu einem Austrittskanal 36 zu gestatten, der zu dem Ölsumpf oder Behälter (17 in Fig. 1) führt.
Unter solchen normalen Bedingungen tritt das durch das Ventil 42 strömende Öl durch eine Steueröffnung 3ï hindurch, die von einem Sitz 38 umgeben ist, auf den das rechte Ende des Ventilkörpers 42 jedoch zur Anlage kommt, wenn sich dieser über seine Normalstellung hinaus nach rechts bewegt. Die Anordnung ist so getroffen, dass der Ventilkörper 42 bei Zuführung von Huböl über seine normale Stellung hinaus nach rechts bewegt wird und sich an den Sitz 38 anlegt, so dass er einen Austritt von Huböl durch das Ventil verhindert.
Wie bereits weiter vorne erwähnt wurde, kann das als Schieber ausgebildete Umschaltorgan auch von einem oder mehreren Solenoiden betätigt werden, deren Schaltung in Abhängigkeit vom Druck im Hub- ölzuführungskanal erfolgt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Ölzuführungssystem zu einem Gleitlager, mit einer Regelvorrichtung, die mit dem Haupttragbe- reich oder den Haupttragbereichen dieses Gleitlagers in Verbindung steht, um in dem bzw. den genannten Bereichen den Öldruck auf einem vorbestimmten oder eingestellten Druck zu halten, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Ölzuführungssystem neben dieser Regelvorrichtung (26-30) noch eine Umschaltvorrichtung (20, 21) vorgesehen ist, die zum Abschalten der Regelvorrichtung und gleichzeitigen Zuschalten einer Druckölpumpe (14) bzw. Druckölquelle dient, die Huböl unter hohem Druck zu dem Haupttragbereich oder den Haupttragbereichen des Gleitlagers (1, 2) fördert, wobei diese Umschaltvorrichtung durch Einschalten der Druckölpumpe bzw. Druckölquelle durch das Huböl betätigbar ist.