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Metallischer Deckel für Kochgeräte
Die Erfindung betrifft einen metallischen Deckel für Kochgeräte wie Kochtöpfe, Kasserollen, Elektrokocher usw. Die bekannten Deckel dieser Art, insbesondere solche für elektrische Schnellkocher, sind mit Klemmrand und Holz- oder Kunststoffgriffen versehen und aus Blech gedrückt. Gewöhnlich sind diese Metalldeckel bombiert, d. h. nach aussen gewölbt. Dies hat den Nachteil, dass sich eine erhebliche Menge Kondenswasser am umgebördelten Rand sammelt und dann beim Abnehmen und Schräghalten des Deckels an der tiefsten Stelle des Randes zusammen-und abläuft. Nachteilig sind auch die knauf- oder bügel- förmigen Griffe.
Da der Klemmrand dem Deckel einen verhältnismässig festen und dichten Sitz gibt, muss der Griff, um den Deckel vom Kochtopf abzuziehen, fest angefasst werden, wobei die Fingerkuppe und - knebel unweigerlich in die Nähe des heissen Metalls kommen und dieses sogar berühren, so dass Verbrennungen möglich sind.
Bei einem bekannten Deckel ist deshalb der Mittelteil nach dem Topfinneren hin gewölbt und diese Vertiefung mit einer den Griff umgebenden Fingerschutzplatte aus Kunststoff ausgekleidet. Durch die dem Topfinneren zugekehrte Wölbung tropft das Kondenswasser nach der Mitte zu ab, so dass ihr nur wenig Kondenswasser anhaftet und beim Abnehmen des Deckels nicht abtropfen kann. Die Kunststot fplatte verhindert, dass die Finger unmittelbar mit dem Metall in Berührung kommen können.
Der Fingerschutz ist aber unvollkommen, weil die Wärme von der ganzen Fläche leicht auf die Schutzplatte übergehen kann, die dadurch Temperaturen annimmt, die auf die Dauer für thermoplastische Massen nicht verträglich sind. Bei Grosskoch-und-dampfgefässen werden die Deckel zur Isolierung oft doppelwandig durchgeführt, trotzdem nimmt aber die metallische Aussenschale durch die Wärmeleitung vom Rand her noch zu hohe Temperaturen an.
Die Erfindung kommt zu einer besonders einfachen Ausführung eines Deckels mit nach innen gewölbtem Metallteil und einer den Griff umgebenden Fingerschutzplatte aus Kunststoff, welche diese Nachteile nicht mehr aufweist und dadurch gekennzeichnet ist, dass zwischen dem Deckel und der Fingerschutzplatte ein kalottenförmiger Hohlraum vorgesehen ist. Diese Formgebung hat den Vorteil, dass der eingeschlossene Luftraum wärmedämmend wirkt und nur an der Randauflage und der Befestigungsstelle der beiden Teile ein geringer Wärmeübergang zum Griff erfolgen kann, ohne dass die äussere Form leidet. Selbst bei kochendem Topfinhalt wird die Deckeloberseite nur handwarm, und es können thermoplastische Kunststoffe verwendet werden. Vorzugsweise wird der metallische Deckel auf seiner Oberseite vollkommen abgedeckt.
Hiedurch ist die Hand gänzlich gegen Verbrennungen und der Metalldeckel gegen Verbeulen geschützt. Dabei kann es zweckmässig sein. einen den Rand des Kunststoffteiles umgebenden metallischen Schutzrand oder-reifen vorzusehen, um ihn vor Beschädigungen zu schützen. Es reicht aber durchaus aus, wenn der metallische Deckel in bekannter Weise in seinem im Bereich der den Griff umschliessenden Finger liegenden Mittelteil nach innen und daran anschliessend nach aussen gewölbt und nun sein Mittelteil erfin-
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von einem der Wölbung der ringförmigen Randzone angepassten, flanschartigenEs ist einfach, die Deckelteile durch eine in der Mitte liegende Schraube, die in den Griff hineinragt, zu verbinden.
Es kann aber zweckmässig sein, beide Teile durch eine leicht lösbare, dicht abschlie-
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ssende Bajonettverbindung miteinander zu verriegeln oder die beiden Teile durch ihnen an der Trennfuge angeformte Gewinde miteinander zu verschrauben. Hiedurch ist es möglich, sie zum Reinigen schnell zu trennen.
In der Zeichnung sind in den Fig. 1 - 4 vier verschiedene Ausführungsformen des Deckels im Schnitt dargestellt.
. Fig. 1 zeigt einen Metalldeckel mit Rand 1 und nach dem Topfinneren gewölbter Decke 2, die von der Scheibe 3 aus Kunststoff abgedeckt ist, welche in der Mitte in einen Griff 4 übergeht. Die beiden Teile des zweiteiligen Deckels sind in der Mitte mittels der Schraube 5 miteinander verschraubt. Zwischen ihnen bildet sich der kalottenförmige Hohlraum 6. Der in Fig. 2 dargestellte Deckel ist mit einem metallischen Schutzrand für den Flansch des Kunststoffteiles versehen. Im linken Teil des Schnittes ist am Deckel 1 ein Schutzrand 7 mit angedrückt ; im rechten Teil des Schnittes ist ein auf den Flansch aufgezogener Metallring 8 dargestellt. Der Deckel nach Fig. 3 besitzt eine leicht nach aussen gewölbte Randzone 9, und nur der Mittelteil 10 ist nach innen gewölbt. Der Griff 4 sitzt an dem leicht gewölbten Flansch 11.
Beide Teile gehen an der Fuge 12 bündig ineinander über und sind wieder mittig miteinander verschraubt.
Fig. 4 zeigt eine andere Befestigung des Kunststoffgriffes. An der Trennfuge 13 ist dem Rand des Kunststoffflansches 14 ein Gewinde angeformt. Ein entsprechendes Innengewinde weist der Metalldeckel am Übergang zwischen Mittelzone 10 und Randzone 9 auf. Beide Teile sind leicht lösbar miteinander verschraubt. Bei dieser Verbindungsart sind die Werkstoffe bezüglich ihres Wärmeausdehnungskoeffizienten aufeinander abzustimmen.
Die Erfindung hat den Vorzug, dass der Kunststoff nicht den hohen Temperaturwechselbelastungen und Feuchtigkeitseinwirkungen unter Hitze unterworfen ist, wie dies bei einem einfachen Kunststoffdeckel der Fall wäre.
PATENTANSPRÜCHE :
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in seinem Mittelteil nach dem Topfinneren hin gewölbt ist und dessen Oberseite mindestens zum Teil aus einer den Griff umgebenden, insbesondere ihm angeformten Fingerschutzplatte aus Kunststoff besteht, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Deckel (2, 10) und der Fingerschutzplatte (3, 11) em kalottenförmiger Hohlraum (6) vorgesehen ist.