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Führungseinrichtung für Schiebetüren
Die Erfindung bezieht sich auf eine Führungseinrichtung für Schiebetüren, insbesondere für Fahr- zeugtüren, bei welcher im Türflügel gelagerte, das Türgewicht aufnehmende Tragrollen in ortsfesten Führungsschienen sowohl in Lastrichtung als such horizontal quer zur Schieberichtunggeführt sind. wo bei für die Vertikallast und die seitliche Führung in den Rollen getrennte und gegeneinander verdreh- bare Laufflächen vorgesehen sind.
In neuerer Zeit werden bei Fahrzeugen, insbesondere bei Schienenfahrzeugen, um die Einstiegverhältnisse zu verbessern, gerne und in zunehmendem Mass Schiebetüren auch als Aussenttiren verwendet.
Bekannt und vielfach vorgesehen sind Schwenkschiebetüren, welche die Forderung nach ebener Aussenwand des Wagens mit Abdeckung der Einstiege bei geschlossener Tür erfüllen. Die bei üblichen Ausführungen an der Wageninnenseite angebrachten Führungsmechanismen können mit Führungsrollen od. dgl. auf der an der Wand aussenseite gleitenden Tür nur an einer Türseite verbunden sein. Breite Türen stellen daher hohe Anforderungen an die Herstellungsgenauigkeit. Beim Ausschwingen müssen die Türen etwas angehoben werden, weshalb zu Beginn desöffnens ein merkbarer Widerstand zu überwinden ist.
Nicht angehoben werden brauchen ebenfalls bekannte Schwenkschiebetüren, die an der Türinnenseite Lauf- bzw. Führungsrollen besitzen, welche in kurvenförmig gebogenen Führungsschienen laufen, derart, dass die Tür durch diese Führungsschienen aus der wandebenen Abschlusslage zu sich parallel in die wandparallele Offenlage übergeführt wird. Dabei können Rollen mit horizontaler Achse oben im wesentlichen das Türgewicht aufnehmen und Rollen mit vertikalen Achsen unten die Türe seitlich führen. Da aber auch die Türe oben eine gewisse seitliche Führung haben muss, laufen bei einer derartigen bekannten Ausfüh- rung (deutsche Patentschrift Nr. 858929) die oberen Tragrollen mit begrenztem Querspiel in den entsprechend gestalteten Führungsschienen.
Letztere müssen jedoch zur Vermeidung des Klemmens in den gekrümmen Stücken erweitert werden, wodurch ausser dem Nachteil schwieriger Herstellung auch eine Einbusse an seitlicher Führungsgüte entsteht.
Ein ähnliche bekanntgewordene Bauart mit abgewinkelten Führungsschienen enthält an der Tür zur Aufnahme der vertikalen Gewichtskräfte Lagerkugeln und mit diesen konstruktiv vereinigte horizontale Führungsrollen mit vertikaler Drehachse, zusammenwirkend mit den entsprechenden Flächen der Füh- rungsschienen (brit. Patentschrift Nr. 685, 868). Bei dieser Führung wird ein übermässiges Anheben der Tür durch Anbringung zusätzlicher Begrenzungsschleifstücke verhindert, welche jedoch unter Umständen ein Klemmen der Tür verursachen können.
Im Zusammenhang mit einer Schiebetürkonsauktion für Automobile, bei der die Türen vor dem Verschieben um eine tiefliegende Schwenkachse ausgeklappt werden, ist eine Art der Türführung mittels je 3 Rollen in einer Türaulhängestelle in einer profilierten geraden Führungsschiene bekanntgeworden (franz. Patentschrift Nr. 1. 187. 135). Da in diesem Fall die Türebene nicht vertikal liegt, sind von den drei koaxial mit geneigter Drehachse angeordneten Führungsrollen zwei zur Aufnahme von Kraftomponen- ten in Richtung ihrer Drehachse und eine zur Aufnahme von Kraftkomponenten senkrecht dazu bestimmt. Die Eigenart der Türkonstruktion erfordert ausserdem, dass die Rollenachse mittels zweier Rollen innerhalb der Führung mit der Tür geschwenkt werden kann.
Diese Türführungsbauart ist kompliziert und teuer 11J1d erfordert genaueste Herstellung, um betriebssicher arbeiten zu können.
Die Erfindung macht sich zur Aufgabe, eine einfache Führungseinrichtung für Schiebetüren beliebi-
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gerBreite anzugeben, welche gegenüber den bekannten Konstruktionen den Vorzug grosser Betriebssicherheit und geringenRaumbedarfes besitzt, ohne besondere Anforderungen an die Herstellungsgenauigkeit zu stellen. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass das nach unten offene Führungsprofil, wie bekannt, mindestens eine vertikale Innenfläche zur horizontalen Führung und an der gegenüberliegenden Innenseite zur vertikalen Führung unten eine nach abwärts zur Profilmitte weisende Schrägfläche aufweist.
An dieser Schrägfläche rollen unter dem Druck der sich aus dem Türgewicht ergebenden Lastkomponente die mit kegeliger oder kegelähnlicher Lauffläche versehenen Tragrollen ab, auf denen zur Aufnahme der sich
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des Profils anliegende Laufring drehbar gelagert sind. Der auf der Vertikalfläche des Führungsprofils rollende Laufring vermag natürlich noch weitere auf die Tür wirkende Horizontalkräfte, die gegen die Führung gerichtet sind, aufzunehmen. Für die Abstützung entgegengesetzt gerichteter Horizontalkräfte erhält die Tür unten in bekannter Weise auf horizontalen Schienen mit vertikalen Laufflächen laufende Horizontalrollen mit vertikaler Drehachse.
Damit auch beabsichtigte oder unbeabsichtigte nach oben gerichtete Vertikalkärfte, z. B. beim Anheben der Tür, ohne Klemmen aufgenommen werden können, besitzt bei einer Weiterbildung der Erfindung das Führungsprofil zur Sicherung gegen Aufhebung der Tür oben eine aufwärts zur Profilmitte weisende Schrägfläche, an der die mit einer zweiten kegeligen oder kegelähnlichen Lauffläche versehenen Tragrollen bei geringem Anheben der Tür abrollen,
Bei einer weiteren Variante der Erfindung besitzt das Führungsprofil zur Sicherung gegen Aufheben der Tür einen parallel zur Längsrichtung der Führungsschiene verlaufenden Keilwulst, auf welchem die in Form eines Doppelkegels ausgedrehten Tragrollen derart laufen,
dass die oberen Kegelflächen der Rollen unter dem Druck der Türgewichtskomponente mit der oberen Keilfläche des Wulstes Kontakt haben.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele'der Erfindung in den Fig. 1 und 2 schematisch dargestellt.
Beide Figuren sind Schnitte durch eine einzelne Türaufhängung im Zusammenwirken mit der Führungsschiene, u. zw. in zwei der möglichen und beschriebenen Ausführungsformen.
In beiden Figuren sind im oberen Teil der Schiebetür l Laufrollenträger 2 durch Verschraubung od. dgL befestigt. Während jedoch in Fig. 1 eine direkte Verschraubung des Trägerbolzens 2 mit der Tür 1 angedeutet ist, zeigt die Fig. 2 beispielsweise die Befestigung des Trägerbolzens 2 auf einem in der Tür angebrachten Winkelstück.
Mittels Kugellager 5 kann sich um den Rollenträger 2 die Laufrolle 3 drehen, wobei eine Endscheibe 7 bzw. der entsprechend gestaltete Kopf des Trägerbolzens 2 die Rolle axial festlegt.
In der Ausführung nach Fig. 1 besitzt der Querschnitt der unten offenen Türführungsschiene 10 eine nach abwärts zur Profilmitte hin geneigte Schräge 14. Auf der entsprechenden Führungsfläche der Schiene 10 rollt eine passend geneigte kegelige oder kegelähnliche Lauffläche 16 der Rolle 3 ab, wenn die Tür 1 in Längsrichtung der Schiene 10 verschoben wird. Der Kraftschluss zwischen Rolle 3 und Schiene 10 an der Berührungsstelle der Flächen 16 und 14 wird durch die Normaldruckkomponente R des auf den Rollenträger 2 wirkenden Türgewichtsanteiles G hergestellt.
Zur Aufnahme der sich aus dieser Kraftzerlegung ergebenden Horizontalkomponente S ist mittels der Kugellager 6 ein mit der Laufrolle gleichachsiger Ge-
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oben besitzt die Rolle 3 eine konische Fläche 18, die gegen eine passend geneigte Schrägfläche 17 des Profils 10 stösst, wenn die Tür 1 mit Rollenträger 2 und Rolle 3 über ein gewisses Mass angehoben wird.
Bei der zweiten, in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform ist die Laufrolle 3 bei 19 doppelkonusartig eingedreht. Die Führungsschiene 8 besitzt an einer Innenseite einen fortlaufenden im Querschnitt keilförmigen Wulst 9, dessen Keilwinkel dem Konuswinkel der Rolle 3 angepasst ist. Die obere Kegelfläche 15 der Rolle 3 rollt dabei auf der oberen Schrägfläche 13 des Keilwulstes 9 unter dem Kraftschluss der schrägen Gewichtskomponente R ab, wenn die Tür längs der Führungsschiene 8 verschoben wird. Die untere Konusfläche 21 der Rolle 3 läuft gegen die untere Schrägfläche 20 des Wulstes 9, wenn die Tür angehoben wird.
Zur Abstützung der Horizontalkomponente S dient der mittels Nadellager 6 konzentrisch auf der Rolle drehbare Gegenlaufring 4, welcher auf der dem Wulst 9 gegenüberliegenden vertikalen Innenfläche 11 der Führungsschiene 8 abrollt.
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