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Belüftungseinrichtung für Kraftfahrzeuge, insbesondere für Personenkraftwagen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Belüftungseinrichtung für Kraftfahrzeuge, insbesondere für Per- sonenkraftwagen, deren Frischluft-Eintrittsöffnung bzw. -öffnungen in einem Überdruckgebiet der Luft- strömung um das in Fahrt befindliche Fahrzeug liegen und in einer klappbaren Haube angeordnet sind.
Belüftungseinrichtungen dieser Art haben den grossen Nachteil, dass durch die Frischluft-Eintritts- öffnungen das Regenwasser ungehindert in die Luftführungen der Belüftungseinrichtung und damit in den Karosserieinnenraum eindringen kann.
Zur Beseitigung dieses Nachteiles ist bei einer bekannten Belüftungseinrichtung unterhalb der Luft- eintrittsöffnungen ein heb-und senkbarer Wasserkasten angeordnet, der an seinem Rand mit einer Gummi- dichtung versehen ist, die sich gegen die Innenseite des die Lufteinlassschlitze enthaltenden feststehenden Karosserieteiles anpresst, wenn sich der Wasserkasten in seiner oberen Lage befindet.
Nachteilig bei dieser Belüftungseinrichtung ist vor allem der grosse Aufwand an Material und Herstellungskosten für den heb-und senkbaren Wasserkasten und die für den Wasserablauf aus dem Wasserkasten notwendige eigene Wasserableitung. Ein weiterer Nachteil dieser Belüftungseinrichtung besteht darin, dass bei starkemRegen der Wasserkasten ganz gehoben werden muss, damit die Dichtung sich an die Innenseite des die Lufteinlassschlitze aufweisenden Karosserieteiles anpressen kann, um das Eintreten von Regenwasser zu verhindern. In diesem Falle kann jedoch dem Wageninneren keine Frischluft zugeführt werden, obwohl gerade bei starken Regenfällen im Sommer eine starke Belüftung des Wageninneren erwünscht wäre.
Liegt die Gummidichtung nicht an, so kann zwar Frischluft durch die Luftschlitze eintreten, jedoch wird dabei bei starkem Regen auch das Eintreten von Wasser an dem Wasserkasten vorbei in das Wageninnere ermöglicht.
Bei einer andern bekannten Belüftungseinrichtung sind die Lufteintrittsöffnungen im unteren Bereich des vorderen, nach unten abfallenden Teiles der Motorhaube angeordnet. Die durch diese Öffnungen eintretende Luft gelangt zunächst in einen Sammelraum, welcher an seinem tiefsten Punkt mit einem Wasserablaufrohr versehen ist. Von dem Luftsammelraum führt eine an der Unterseite der Motorhaube befestigte Luftführung, der Krümmung der Motorhaube folgend, nach oben und sodann nach hinten zu einem Luftverteilerkasten, welcher fest mit der Stirnwand der Karosserie verbunden und mit Steuerorganen fUr die Regelung der Luftführung versehen ist. Eine derartige Anordnung ist sehr kompliziert, schwer und teuer.
Ausserdem beansprucht der unterhalb der Motorhaube angeordnete Luftführungskanal sehr viel Platz, der bei modernen, niedrigen Karosserien heute im allgemeinen nicht mehr zur Verfügung steht. Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Belüftungseinrichtung besteht darin, dass durch die verhältnismässig tiefliegenden Lufteintrittsöffnungen von vorausfahrenden Fahrzeugen aufgewirbelter Staub und Auspuffgase in den Innenraum des Wagens eindringen. Wenn man versucht, das Eindringen von Staub durch Einschalten eines Filters zu verhindern, verschlechtert sich der Wirkungsgrad der Belüftungseinrichtung entsprechend.
Zur Vermeidung dieser Nachteile schlägt die Erfindung dagegen eine Belüftungseinrichtung vor, bei der die Lufteintrittsöffnung bzw. -öffnungen in einer klappbaren Haube in geringem Abstand vor der Windschutzscheibe angeordnet sind, wobei unmittelbar unterhalb dieser Öffnung oder Öffnungen ein sich im wesentlichen über die ganze Breite des Karosseriebugraumes erstreckender und dessen hintere obere Be-
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grenzung bildender Wasserauffangraum angeordnet ist, der gleichzeitig als Luftsammelraum dient und über eine durch eine Regeleinrichtung absperrbare Öffnung mit dem Wageninneren bzw. den Entfrosterdüsen in Verbindung steht.
Ferner steht gemäss der Erfindung der Wasserauffangraum an seinen beiden Aussenseiten mit den Bug- raum seitlich begrenzenden, nach vorne abfallenden Regenrinnen in Verbindung, wobei sowohl der Was- serauffangraum als auch die Regenrinnen von der die Lufteintrittsöffnungen enthaltenden klappbaren Haube teilweise überdeckt werden.
Der Wasserauffangraum selbst ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung durch quer zur Fahr- zeuglängsachse verlaufende Seitenbleche, ein quer zur Fahrzeuglängsachse gewölbtes Bodenblech, die klappbare Haube, sowie durch seitliche, an der Unterseite der klappbaren Haube befestigte Abschlusskör- per begrenzt. Die Breite der Abschlusskörper, die vorzugsweise aus schaumgummiartigem Material be- stehen, entspricht dabei dem Abstand der Seitenbleche, während ihre Höhe so bemessen ist, dass sie bei geschlossener Haube den Wasserauffangraum bis auf einen schmalen Spalt seitlich abschliessen.
Die Frischluft wird durch eine Öffnung im Bodenblech des Luftsammelraumes, z. B. über Schlauch- leitungen zu je einem Anschlussstutzen der Rohrleitungen für die Heizanlage und von hier zu den Ent- frosterdüsen geführt, wodurch bei eingeschalteter Heizung der Warmluft in beliebiger Menge Frischluft zugemischt werden kann.
Die Vorteile der Erfindung sind in der besonders einfachen, jedoch äusserst wirkungsvollen Belüf- tungseinrichtung zu sehen, bei derdie oben erwähnten Nachteile der bekannten Belüftungseinrichtungen nicht auftreten. Die Erfindung zeichnet sich weiter dadurch aus, dass ohne zusätzlichen Bauaufwand neben der ausgezeichneten Belüftung des Wageninneren bei jeder Witterung ein einwandfreier Wasserablauf ge- währleistet ist.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind in der nachfolgenden Zeichnungsbeschreibung an einem Aus- führungsbeispiel näher erläutert.
In der Zeichnung ist die Belüftungseinrichtung in perspektivischer Darstellung bei geöffneter Haube oder Deckel dargestellt.
In einer klappbaren Haube oder einem Deckel 1 sind als Luftschlitze 2 ausgebildete Frischluft-Ein- trittsöffnungen angebracht, durch die bei geschlossener Haube 1 die Frischluft in einen Luftsammelraum eintritt. Der Luftsammelraum ist durch die Seitenbleche 3 und 4, das in Querrichtung gewölbte Bodenblech 5, die beiden seitlich angeordneten Abschlusskörper 6 und 7. sowie durch die Haube oder den Deckel 1 begrenzt. Bei geschlossener Haube 1 schliessen die Abschlusskörper 6, 7 den Luftsammelraum derart ab, dass nur unten ein schmaler Spalt über dem Bodenblech 5 des Luftsammelraumes frei bleibt, so dass das Regenwasser nach der Seite zur Regenrinne 8 ungehindert abfliessen kann.
Die Abschlusskörper 6, 7 sind beispielsweise aus einem schaumgummiartigen Material hergestellt und an der Haube oder dem Deckel 1 angeklebt. DasSeitenblech 4 ist mit einer Dichtung 9 versehen, an die sich die Unterseite der Haube 1 in geschlossenem Zustand anschmiegt. In dem Bodenblech 5 des Luftsammelraumes ist eine gegenüber den Luftschlitzen 2 seitlich versetzte Öffnung 10 angebracht, deren Ränder 11 nach oben umgebogen sind und die durch eine Klappe einer stufenlos einstellbaren Regeleinrichtung 12 entweder ganz oder teilweise abgeschlossen werden kann. Die Regeleinrichtung 12 ist beispielsweise durch einen Seilzug 13 vom Arma- turenbrett aus bedienbar und kann je nach Frischluftbedarf eingestellt bzw. ganz geschlossen werden.
An die Öffnung 10 sind Schlauchleitungen 14 angeschlossen, die, in der Zeichnung nicht dargestellt, entweder direkt zu den Entfrosterdüsen oder zu je einem Anschlussstutzen der Rohrleitungen für die Heizanlage und von hier zu den Entfrosterdüsen führen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Belüftungseinrichtung für Kraftfahrzeuge, insbesondere für Personenkraftwagen, deren Frischluft- Eintrittsöffnung bzw. -öffnungen in einem Überdruckgebiet der Luftströmung um das in Fahrt befindliche Fahrzeug liegen und in einer klappbaren Haube angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Lufteintrittsöffnung bzw.
die-öffnungen (2) in der klappbaren Haube (1) in geringem Abstand vor der Windschutzscheibe angeordnet sind und dass unmittelbar unterhalb dieser Öffnung oder Öffnungen ein sich im wesentlichen über die ganze Breite des Karosseriebugraumes erstreckender und dessen hintere obere Begrenzung bildender Wasserauffangraum angeordnet ist, der gleichzeitig als Luftsammelraum dient und über eine durch eine Regeleinrichtung (12) absperrbÅare Öffnung (10) mit dem Wageninneren bzw. den Entfrosterdüsen in Verbindung steht.