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Lauffeldröhre mit einer Elektronenkanone und einer Wendel als
Verzögerungsleitung
Die Erfindung betrifft eine Lauffeldröhre mit einer Elektronenkanone und einer Wendel als Verzö- gerungsleitung, bei der das Wendelende, das der Elektronenkanone zugekehrt ist, über ein in Verlän- gerung der Wendel angeordnetes Röhrchen an einem senkrecht zur Röhrenachse stehenden, scheibenför- migen Metallring befestigt ist und bei der die Elektronenkanone auf der der Wendel abgekehrten Seite des scheibenförmigen Metallringes an diesem gehaltert ist.
Bei Lauffeldröhren sollen oft die Verzogerungsleitung und die Elektronenkanone unabhängig vonein- ander im Vakuumgefäss befestigt sein. Gleichzeitig müssen die Achsen der Verzögerungsleitung und der
Elektronenkanone miteinander in Deckung sein, wobei die Verzögerungsleitung von der Elektronenkanone einen bestimmten Abstand haben muss. Der Wechselwirkungsraum soll von der Elektronenkanone hoch- frequenzmässig getrennt sein.
Es sind bereits Lauffeldröhren mit einer Wendel als Verzögerungsleitung bekannt, bei denen die
Wendel uber ein Antennenröhrchen an einem senkrecht zur Röhrenachse angeordneten scheibenförmigen
Metallring befestigt ist und bei denen die Elektronenkanone an der der Wendel abgekehrten Seite des scheibenförmigen Metallringes gehaltert ist. Dabei ist das Röhrchen direkt mit dem Metallring verbunden.
Auch die Elektronenkanone ist zumindest für die Zuganode direkt mit dem Metallring verbunden.
Demgegenüber wird eine Lauffeldröhre vorgeschlagen, bei der erfindungsgemäss der Metallring den erweiterten, die Elektronenkanone enthaltenden Teil des Vakuumgefässes mit dem engeren Teil des Va- kuumgefässes, der die Wendel enthält, verbindet und bei der in demselben in einer zentrischen Aussparung a u ; der der Wendel abgekehrten Seite mittels eines Sprengringes eine ebene Scheibe befestigt ist, die auf je- der Seite ein zur Rbhrenachse zentriert angeordnetes Röhrchen trägt, von denen das eine die Wendel haltert und das zweite die Achse der Elektronenkanone zentriert.
Weitere Merkmale der Erfindung sollen an Hand der Zeichnung erläutert werden.
Der scheibenförmige, aus Kovar bestehende Metallring 1 in Fig. 1 verbindet den erweiterten Teil 2 des Vakuumgefässes mit dem engeren Teil 3 des Vakuumgefässes. In den Metallring 1 ist auf der der Wendel abgekehrten Seite eine zu den Stirnflächen des Metallringes planparallele Aussparung 4 eingedreht.
In dieser Aussparung 4 ist die Zentrierscheibe 5 durch den Sprengring 6, der in die ringförmige Hohlkehle 7 im Metallring 1 eingreift, befestigt. Die Zentrierscheibe 5 trägt auf jeder Seite ein zur Röhrenachse zentriertes Röhrchen. Die Zentrierscheibe 5 mit den Röhrchen 7 und 8 kann beispielsweise dadurch hergestellt sein, dass über ein einziges Rohr die mit einer entsprechenden Bohrung versehene Zentrierscheibe aufgeschoben und mit dem Rohr. z. B. durch Löten. verbunden ist. Das Röhrchen 7 haltertdaskathodenseitige Ende der Wendel 9 und wirkt gleichzeitig als Einkoppeldipol für die Signalfrequenz auf die Wendel 9. Das Röhrchen 8 zentriert die Elektronenkanone, indem es in eine Bohrung 10 in der Stirnseite des Abschirmzylinders 11 eingreift. Die Elektroden der Elektronenkanone wurden im Abschirmzylinder 11 vor dem Einbau in die Röhre zentriert.
Der Abschirmzylinder 11 mit der Elektronenkanone ist über drei oder vier symmetrisch um die Röhrenachse angeordnete Molybdändrähte 12 am Metallring 1 dadurch befestigt, dass die Molybdändrähte 12 mit einem Ende im Metallring 1 eingelassen sind und mit dem zweiten Ende an den Stellen 13 mit dem Abschirmzylinder durch Punktschweissen verbunden sind. Dabei ist durch die
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rohrförmigenDistanzstücke 14 ein genauer Abstandswert und parallele Halterung zwischen dem Abschirm - zylinder 11 und dem Metallring 1 gewährleistet. Die Molybdändrähte 12 waren vor dem Punkten leicht wellig gebogen und wurden beim Punkten gerade gereckt, so dass die Molybdändrähte 13 unter leichter Vorspannung stehen.
Fig. 2 zeigt die Einzelheit A der Fig. l. Man erkennt, wie die am Grund der Aussparung 4 parallel zu den Stirnflächen des Metallringes 1 anliegende Zentrierscheibe 5 durch den Sprengring 6 befestigt ist.
Dabei stellt gleichzeitig der in die Hohlkehle 7 eingreifende Sprengring eine gute Hochfrequenzverbindung zwischen der Zentrierscheibe 5 und der aus Kovar bestehenden Metallscheibe 1 her.
Fig. 3 zeigt, wie der die Elektronenkanone halternde Abschirmzylinder 11 mit Nieten am Metallring 1 befestigt sein kann. Der Niet 15 sitzt mit seinem einen Ende fest in der Metallscheibe 1 und ist mit seinem andern Ende mit dem Abschirmzylinder 11 vernietet. Rohrförmige Distanzstücke 15 gewährleisten wieder eine abstandsgenaue und zumMetallring 1 parallele Halterung der Elektronenkanone.
Die Erfindung ist nicht auf die gezeigten Ausführungsbeispiele beschränkt. Zum Beispiel können die beiden Röhrchen auf der Zentrierscheibe auch verschiedene Durchmesser haben. An Stelle der Befestigung eines Abschirmzylinders am Metallring mit Drähten oder Nieten können auch Schrauben verwendet werden.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Lauffeldröhre mit einer Elektronenkanone und einer Wendel als Verzögerungsleitung, bei der das Wendelende, das der Elektronenkanone zugekehrt ist, über ein in Verlängerung der Wendel angeordnetes Röhrchen an einem senkrecht zur Röhrenachse stehenden, scheibenförmigen Metallring befestigt ist und bei der die Elektronenkanone auf der der Wendel abgekehrten Seite des scheibenförmigen Metallringes an diesem gehaltert ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Metallring (1) den erweiterten, die Elektronenkanone enthaltenden Teil (2) des Vakuumgefässes mit dem engeren Teil (3) des Vakuumgefässes, der die Wendel (9) enthält, verbindet und dass in demselben in einer zentrischen Aussparung auf der der Wendel abgekehrten Seite mittels eines Sprengringes (6) eine ebene Scheibe (5) befestigt ist,
die auf jeder Seite ein zur Röhrenachse zentriert angeordnetes Röhrchen (7,8) trägt, von denen das eine die Wendel (9) haltert und das zweite die Achse der Elektronenkanone zentriert.