AT221220B - Verfahren zur Herstellung von geformten Gebilden wie Fäden, Folien, Bändern, Drähten od. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von geformten Gebilden wie Fäden, Folien, Bändern, Drähten od. dgl.

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AT221220B
AT221220B AT846360A AT846360A AT221220B AT 221220 B AT221220 B AT 221220B AT 846360 A AT846360 A AT 846360A AT 846360 A AT846360 A AT 846360A AT 221220 B AT221220 B AT 221220B
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AT
Austria
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sep
threads
tapes
wires
production
Prior art date
Application number
AT846360A
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English (en)
Inventor
Alfred Dr Reichle
Hanns Dr Wilsing
Original Assignee
Bayer Ag
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Description


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  Verfahren zur Herstellung von geformten Gebilden wie Fäden, Folien, Bändern, Drähten od. dgl. 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 

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 EMI3.1 
 
 EMI3.2 
 
<tb> 
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<tb> 
 
Aus der Tabelle ist ersichtlich, dass der   tgó   bei   186 C     1 C (36 C   oberhalb der Einfriertemperatur) ein Maximum besitzt und dass nur diese Strecktemperatur zu optimalen Reissfestigkeiten führt. Je nach
Art des Polycarbonates und in Abhängigkeit von den Herstellungsbedingungen und der Vorbehandlung kann das Maximum des dielektrischen Verlustwinkels und damit die optimale Strecktemperatur variieren. 



   Beispiel 2. : Ein Polycarbonat aus   2, 2- (4, 4'-Dihydroxy-3, 3'-, 5, 5'-tetrachlordiphenyl)-propan   mit einem mittleren Mol-Gewicht von   60 000   wird in Methylenchlorid   gelöst ;   die Konzentration beträgt   20WO.   Wie im Beispiel 1 beschrieben, werden nach dem Trockenspinnverfahren aus dieser Lösung Fäden hergestellt. Die Einfriertemperatur dieses Polycarbonates beträgt nach der restlosen Entfernung des Methylenchlorids etwa   181 C,   die Festigkeit der Fäden 0, 9 g/den bei 100% Dehnung. Diese Fäden werden anschliessend, wie im Beispiel 1 beschrieben, zwischen zwei mit unterschiedlicher Geschwindigkeit laufenden Walzen verstreckt. Als Heizaggregat dient hiebei ein elektrisch beheizter Metallblock mit einer entsprechenden Bohrung, durch die der Faden gezogen wird.

   Die besten Festigkeiten, etwa 3, 6 g/den bei 25% Dehnung, werden bei einer Strecktemperatur von 251   20C   erzielt. Diese optimale Strecktempera-   tur   liegt etwa   70 C   über der Einfriertemperatur und entspricht der Lage   des"dielektrischen Maximums"   bei diesem Polycarbonat. Oberhalb und unterhalb dieser optimalen Temperatur werden Fäden mit wesent-   lich   geringeren Festigkeiten erhalten. 



   Beispiel 3: Die im Beispiel 1 beschriebene Lösung eines Polycarbonates aus   2, 2- (4, 4'-Dioxydi-     phenyl)-propan   wird   auf 400C   vorgewärmt und gemäss den beim Trockenspinnen üblichen Verfahren durch Spinndüsen mit einem Lochdurchmesser von 0, 17 mm in einen auf   600e   geheizten Schacht gepresst und am Schachtaustritt mit einer Geschwindigkeit von 200 m/min abgezogen. Die Aufwickelvorrichtung läuft jedoch mit 240 m/min, so dass die Fäden eine Vorverstreckung von 20% erhalten. Nach einer Trocknung von 2 Stunden bei 1000C werden die Fäden, wie im Beispiel 1 beschrieben, zwischen zwei Walzen verstreckt, wobei jedoch die erste Walze eine Umfangsgeschwindigkeit von 20 m/min und die zweite von 100 m/min hat, so dass das Streckverhältnis 1 : 5 beträgt.

   Als Heizvorrichtung wird zwischen die beiden Walzen ein leicht gekrümmtes Rohr angebracht, durch das die   Thermosiatflüssigkeit   gepumpt wird und das oben eine durchgehende Rille von 50 cm Länge besitzt. Der Faden wird durch diese polierte Rille geführt und im Kontakt mit dem Metallrohrmantel geheizt. Die optimale Strecktemperatur beträgt bei diesen im Spinnprozess vorverstreckten Fäden 194 C i   2 C   und entspricht ebenfalls wieder   dem"dielektri-   schen Maximum", das hier gegenüber Beispiel 1 verschoben ist. Die bei dieser Temperatur verstreckten Fäden haben eine Festigkeit von 4, 2 g/den und   35%   Dehnung. Ausserhalb dieses Temperaturbereiches verstreckte Fäden haben geringere Festigkeiten. 

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   Beispiel 4 : Ein Schmelzpolycarbonat aus   2, 2- (4, 4'-Dioxydiphenyl)-propan   mit einem mittleren
Mol-Gewicht von   25000   wird nach dem beim Schmelzspinnen üblichen Verfahren bei   280 - 2900C   ge- schmolzen und durch Düsen mit einem Lochdurchmesser von 0, 3 mm gepresst. Die abgekühlten und er- starrten Fäden werden mit einer Geschwindigkeit von 400 m/min aufgespult. Das geringere Mol-Gewicht dieser aus der Schmelze gesponnenen Fäden verschiebt die Lage des "dielektrischen Maximums" zu tie- feren Temperaturen.

   Die optimale Strecktemperatur dieser Fäden liegt ebenfalls wieder   im"dielektri-   schen Maximum",   u. zw.   bei 1790C   t     1 C.   Die Reissfestigkeit beträgt 3, 2 g/den bei 30% Dehnung.   Ausserhalb dieses engen Bereiches von 179 C 11 C   verstreckte Fäden haben Festigkeiten von nur 2, 3 g/den und weniger.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von geformten Gebilden wie Fäden, Folien, Bändern, Drähten od. dgl. aus hochmolekularen thermoplastischen und kristallisationsfähigen Polycarbonaten mit erhöhter Reissfestigkeit durch Verstrecken in einem Temperaturbereich oberhalb der Einfriertemperatur und unterhalb des Schmelz- punktes, dadurch gekennzeichnet, dass man die Verstreckung in dem gleichen engen Temperaturbereich vornimmt, in dem auch der Tangens des dielektrischen Verlustwinkels ein Maximum besitzt.
AT846360A 1959-11-21 1960-11-14 Verfahren zur Herstellung von geformten Gebilden wie Fäden, Folien, Bändern, Drähten od. dgl. AT221220B (de)

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AT846360A AT221220B (de) 1959-11-21 1960-11-14 Verfahren zur Herstellung von geformten Gebilden wie Fäden, Folien, Bändern, Drähten od. dgl.

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