AT220803B - Verfahren zur Erzeugung von Platten und Formkörpern - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung von Platten und FormkörpernInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Erzeugung von Platten und Formkörpern EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> vomAbfaIlpneu selbstfindetGemäss einem weiteren Kennzeichen der Erfindung werden die durch das Mahlen erhaltenen Fäden vor Einführung in die Pressform zerfasert und die Fasern durch Kämmen ausgerichtet, gegebenenfalls durch Aufeinanderlegen mehrerer Vliese, deren Faserrichtungen verschieden sind, zu einer Schicht vereinigt. Der Erzeugungsvorgang erfolgt so, dass vonStahleinlagen befreite Pneureifen in schmale Streifen zer- schnitten werden, aus welchen durch aufeinanderfolgendes Zerkleinern und Mahlen inGrob-und Fein- mühlen ein Gemisch aus Kautschukschrott und gummierten Textilfasern gebildet wird, in welchem die Textilfasern bis zum Verfilzungsgrad zerrissen sind. Das so erhaltene Gemisch wird bei etwa 1500C und unter einem Druck von 150 bis 300 atm zu Platten od. dgl. verpresst. Die Grundmasse dieser Platten bilden Textilfasern, welche denselben allseitige Festigkeit und Biegsamkeit verleihen, während die an den Fa- sern anhaftenden Zementierstoffe durch die Hitzewirkung erweichen, das Gemisch durchsättigen und zu einem festen Ganzen kitten. Die Klebrigkeit des gemahlenen Kautschukschrotts, welcher im Pressgemisch den Füllstoff bildet, wird durch Zusatz von aus der Zubereitung von Weichmachungsmitteln für die Kaut- schukvulkanisierung bekannten Mitteln oder durch Zugabe von Natur-oder Kunstharzen oder durch Kleb- stoffzusatz erhöht. Dadurch unterscheiden sich auch grundsätzlich die gepressten Platten gemäss der vorliegenden Erfin- dung von den unter Verwendung von Textilfasern oder Gewebeabfällen aus Webereien hergestelltenDuro- plasten, bei denen die Grundmasse von einem härtbaren Harz gebildet wird und die Textilfasern bzw. der Textilabfall den Füllstoff bilden. Abgesehen vom weit höheren Gestehungspreis kann bei diesen Duroplasten, wie praktische Proben erwiesen haben, bei weitem keine so hohe Festigkeit, Elastizität und elektrischer Isolationswiderstand erzielt werden wie bei den Platten gemäss der Erfindung, deren Grundmasse von gleichgerichteten Kordfasem aus gemahlenen Kordeinlagen alter Pneus gebildet wird, während der Kautschukschrott den Füllstoff bildet. Der Verhältnisanteil von Kordfäden zum Zusatz von Kautschukschrott im Pressgemisch lässt sich leicht ändern bzw. deren Teilmengen je nach der Gattung und dem Zweck der Presserzeugnisse dosieren. So z. B. wird in Gummiverarbeitungsanlagen, wo Kautschuk aus alten Pneus auf Regenerat verarbeitet wird, so vorgegangen, dass durch Absieben und Absaugen das zermahlene Gemisch in kleinstückigen Gummi, welcher in die Regenerieranlage abgeht, und in zerfaserte Kordfäden mit anhaftenden Kautschukresten gesichert wird, aus denen sodann Platten unter Zusatz billiger Abfallfüllstoffe gepresst werden. Ein wesentliches Merkmal der Erfindung beruht in einer solchen Aufarbeitung der ausgemahlenen gummierten Kordfäden, dass ihr Verfilzungsgrad ein gleichmässiges Fliessen des Pressgemisches in der Form ermöglicht und zugleich die das Erzeugnis versteifenden Fasern in geeigneter Weise ausgerichtet und geschichtet werden. Dies wird dadurch erzielt, dass einerseits eine passende Breite der Streifen gewählt wird, auf die die Pneus zerschnitten werden, u. zw. mit Rücksicht auf die optimale Länge der Kordfäden, und anderseits die Fäden auf die gewünschte Länge durch Verstellung der Mahllücken zwischen den Zähnen derBrechscheiben der Feinmühle ausgemahlen werden, u. zw. durchAchsverschub der beweglichen Scheibe zur festen Scheibe. Je nach Gattung des Erzeugnisses werden die Kordfadenlängen von 20 bis 50 mm gewählt. Vor der Einführung in die Pressform werden die Fäden zerfasert und die Fasern durch Kämmen ausgerichtet ; gegebenenfalls wird durch Aufeinanderlegen mehrerer Vliese, deren Faserrichtungen verschieden sind, eine Schicht gebildet. Die Oberflächenbehandlung der gepressten Platten kann je nach Bedarf und Verwendungszweck erfolgen. So kann z. B. schon bei der Erzeugung der Pressmasse Flachsabfall oder zermahlener ausgekochter Gerbstoff aus Gerbereien, gemahlener Holzabfall, verschiedene mineralische Stoffe, wie z. B. Zement, Asbest u. dgl. oder andere organische Abfallrohstoffe zugesetzt werden. Auf die Oberfläche der Pressplatten können Farben oder Kunststoffe aufgespritzt oder verschiedene Deckschichten, wie z. B. Linoleum, Furnier u. dgl. geklebt werden. Auch kann die Pressmasse bereits in der Form auf einer Seite oder beiderseits mit Gewebeabfall belegt werden bzw. eine Schicht solcher Gewebeabfälle beiderseits mit der Pressmasse aus Gummischrott und Kordfäden verkleiden. Die Erzeugung der Platten ist sehr einfach und billig, da Abfall mit Zusatz kleiner Mengen billiger, reichlich vorhandener Bindemittel verarbeitet wird. Die hergestellten Platten eignen sich zur Verwendung als Verkleidungsplatten bzw. zur Erzeugung von Kisten, Fussbodenisolierbelägen, Bauelementen u. dgl. EMI2.1 **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Erzeugung von Platten und Formkörpern aus einem Gemisch von Textilfasern als Füllmittel und härtbaren Kunstharzen als Bindemittel durch Heisspressen, dadurch gekennzeichnet, dass <Desc/Clms Page number 3> die Fasern zerrissener, imprägnierter Kordfäden gebrauchter Pneus und die an letzteren anhaftenden, kleinstuckigen Reste vulkanisierten Kautschuks mit einem Zusatz von Binde-oder Klebemitteln versehen, gegebenenfalls unter Zusatz von imprägnierten oder gummierten Textilfasern aus zerrissenem, gebrauchtem Textilschuhwerk heiss gepresst werden.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die durch das Mahlen erhaltenen Fäden vor Einführung in die Pressform zerfasert und die Fasern durch Kämmen ausgerichtet, gegebenenfalls durch Aufeinanderlegen mehrerer Vliese, deren Faserrichtungen verschieden sind, zu einer Schicht vereinigt werden.
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