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Elektromotorisch angetriebene Handwerkzeugmaschine
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektromotorisch angetriebene Handwerkzeugmaschine mit einem den Motor einschliessenden Kunststoffgehäuse, an dessen einer Stirnseite ein Getriebegehäuse befestigt ist, während an seiner andern Stirnseite ein abnehmbarer Handgriff sitzt.
Es sind bereits Handwerkzeugmaschinen bekanntgeworden, bei denen zum Zwecke der doppelten Iso- lierung und zur Herabsetzung der Unfallgefahr innerhalb des von aussen berührbaren Metallgehäuse ein
Isolierstoffzwischengehäuse vorgesehen ist, das die in einem Schadensfall unmittelbar an Spannung gelan- genden Konstruktionsteile des Antriebsmotors, insbesondere den Ständer und den Anker, in sich aufnimmt und den Übertritt von Spannungen auf das metallische Aussengehäuse verhindert. Ausserdem sind Hand- werkzeugmaschinen für kleine Leistungen bekanntgeworden, bei denen der Antriebsmotor in einem aus thermoplastischem Kunststoff gepressten Isolierstoffgehäuse sitzt.
Es hat sich jedoch als schwierig erwie- sen, in einem solchen Fall die Isolierstoffpresstelle mit einer genügenden Standfestigkeit zu versehen, weil die aus den Pressstoff-Formen entnommenen Isolierstoffteile starken Schwinderscheinungen ausgesetzt sind.
Besonders bei schweren Handwerkzeugmaschinen besteht ausserdem die Gefahr, dass die Kunststoffgehäuse- teile bei einem starken Schlag oder einem Fall aus grösseren Höhen Risse bekommen und dann ihre me- chanische Festigkeit verlieren.
Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, eine Handwerkzeugmaschine zu schaffen, bei der das aussen liegende Isolierstoffgehäuse allen auftretenden betriebsmässigen Beanspruchungen gewachsen ist und auch bei starken Schwinderscheinungen des Isolierstoffe eine genügende mechanische Stabilität behält.
Dies ist bei einer Handwerkzeugmaschine erreicht, bei der gemäss der Erfindung das topfförmig ausgebildete Gehäuse ein aus Metall bestehendes, von Kunststoff umschlossenes Stützske1ett enthält, das einen entlang der vorderen offenen Stirnseite des Gehäuses verlaufenden Stützring, wenigstens drei mit diesem verbundene, annähernd achsparallel zum Motoranker sich erstreckende Längsstreben und ein im Bodenteil angeordnetes, die Längsstreben verbindendes Lagerstück für eines der Ankerlager umfasst.
Weitere Einzelheiten und zweckmässige Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes sind nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispieles beschrieben. Es zeigen : Fig. l eine elektrische Handbohrmaschine im Längsschnitt, Fig. 2 einen Längsschnitt durch das Motorgehäuse, Fig. 3 eine axiale Draufsicht, Fig. 4das im Motorgehäuse verwendete Stützskelett und Fig. 5 einen Einzelteil des Stützskelettes in seiner Abwicklung.
Die Handbohrmaschine nach Fig. l enthält in einem aus Isolierstoff gepressten Motorgehäuse 10 den aus gestanzten Blechen in üblicher Weise geschichteten Ständer 11 und den Anker 12 ihres Antriebsmotors, der gegenüber den von aussen berührbaren Metallteilen ausser durch das Motorgehäuse noch dadurch isoliert ist, dass der dem Getriebe 13 zugekehrte Ankerwellenstumpf 15 in einer Isolierstoffbüchse 16 gefasst ist, auf die ein zur Übertragung der Antriebskraft des Motors auf die bei 17 dargestellte Werkzeugspindel dienendes Ritzel 18 aufgesetzt ist.
Wie die Fig. 2 und 3 erkennen lassen, ist das Motorgehäuse 10 topfförmig ausgebildet und enthält ein aus Stahlblechstreifen zusammengesetztes, vom Kunststoff des Motorgehäuses umschlossenes Stützskelett, das in Fig. 4 raumbildlich dargestellt ist. Das Stützskelett hat einen entlang der vorderen offenen Stirnseite des Gehäuses verlaufenden Stützring 20 und vier mit diesem durch Punktschweissung verbundene, annähernd achsparallel zum Motoranker sich erstreckende Längsstreben 21. Diese sind an ihren im Bodenteil des topfförmigen Gehäuses sich erstreckenden Endabschnitten 23 abgewinkelt und dort mit einem Lagerstück 24 verschweisst, das in Fig. 5 in seiner Abwicklung dargestellt ist. Das Lagerstück hat vier radial
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abstehende Arme 25.
Jeder Arm enthält in seinem Endabschnitt, mit dem er auf dem zugehörigen Winkelende 23 eines der Längsstreben 21 aufliegt, eine Gewindebohrung 26. Diese Gewindebohrungen erlauben es, an das mit Kunststoff umspritzte Stützskelett den Handgriff30, der ebenfalls aus Isolierpressstoff hergestellt ist, anzuschrauben. Das Lagerstück 23 bildet ausserdem eine ringförmige Büchse 27, die bei der Herstellung des Isolierstoffgehäuses ebenfalls mit Isolierstoff umpresst wird und, wie aus Fig. 1 und 2 erkennbar ist, zur Aufnahme einer Lagerbüchse 28 dient. In diese wird beim Einbau des Antriebsmotors in das Motorgehäuse 10 der Aussenring eines Kugellagers eingesetzt, das den Anker an seinem kollektorseitigen Ende abstützt.
Da der Isolierstoff des Motorgehäuses den Ring 27 allseitig umschliesst, ergibt sich eine gute Isolierung dieses Ankerlagers von dem Stützskelett, ohne dass dabei die mechanische Stabilität leidet.
Zur Befestigung des Getriebegehäuses 13 und des'zwischen dem Getriebegehäuse und dem Motorgehäuse angeordneten Lagerschildes 31 sind am Umfang des stirnseitigen Stützringes 20 vier Stah1k1Ïtz- chen 32, jeweils in Verlängerung der Längsstreben 21 geringfügig versetzt, mit Hartlot befestigt. Diese Stahlklötzchen enthalten je eine Gewindebohrung 33, die zur Aufnahme von Getriebebefestigungsschrauben 34 dienen.
Durch die Verwendung des beschriebenen Stützskelettes ergibt sich die notwendige mechanische Stabilität des Motorgehäuses, durch die vor allem sichergestellt ist, dass sich auch beim Schwinden und Quellen des Isolierstoffe keine Änderungen im Abstand der Ankerlager einstellen können. Die elektrische Sicherheit wird demgegenüber durch den das Stützskelett allseitig einschliessenden Kunststoff gewährleistet.
Es ist selbstverständlich möglich, an Stelle eines aus Blechstreifen zusammengesetzten Skelettes ein Skelett zu verwenden, das aus Metall in einem Giessverfahren, insbesondere Druckgussverfahren, hergestellt ist.
PATENTANSPRÜCHE :
EMI2.1
stoffgehäuse, an dessen einer Stirnseite ein Getriebegehäuse befestigt ist, während an seiner andern Stirnseite ein abnehmbarer Handgriff sitzt, dadurch gekennzeichnet, dass das topfförmig ausgebildete Gehäuse ein aus Metall bestehendes, von Kunststoff umschlossenes Stützskelett enthält, das einen entlang der vorderen offenen Stirnseite des Gehäuses verlaufenden Stützring. wenigstens drei mit diesem verbundene, annähernd achsparallel zum Motoranker sich erstreckende Längsstreben und ein im Bodenteil angeordnetes, die Längsstreben verbindendes Lagerstück für eines der Ankerlager umfasst.