AT220242B - Kontaktlose Gittersperre für Stromrichter - Google Patents

Kontaktlose Gittersperre für Stromrichter

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AT220242B
AT220242B AT89259A AT89259A AT220242B AT 220242 B AT220242 B AT 220242B AT 89259 A AT89259 A AT 89259A AT 89259 A AT89259 A AT 89259A AT 220242 B AT220242 B AT 220242B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
grid
circuit
flip
flop
transistor
Prior art date
Application number
AT89259A
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English (en)
Inventor
Wolfgang Dipl Ing Meissen
Original Assignee
Siemens Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Kontaktlose Gittersperre für Stromrichter 
Bei Störungen in Stromrichteranlagen (Kurzschlüssen, Rückzündungen) werden für   gewöhnlich   durch ein Schnellrelais alle Gitter auf negatives Potential gebracht und damit eine NeuzUndung der Anoden verhindert. Hiedurch wird ein weiterer Anstieg des Gleichstromes unmöglich gemacht. Da das Schnellrelais aber immerhin noch eine Eigenzeit von einigen Millisekunden hat, kann es vorkommen, dass bei einer sehr grossen Stromanstiegsgeschwindigkeit der Strom schon recht beträchtliche Werte erreicht hat, ehe das Relais das Zünden weiterer Anoden verhindert. 



   Zur Vermeidung der hiemit verbundenen Nachteile schlägt die Erfindung einen andern Weg zur Abschaltung des Gleichstromes im Störungsfall ein. Es ist nämlich grundsätzlich auch möglich, den Stromrichter über seine Gitter dadurch zu blockieren, dass die Zündimpulse plötzlich in die höchste Wechselrichteraussteuerung verschoben werden. Eine Stromübernahme durch die so gezündeten Anoden ist dann nicht mehr möglich. Genauso besteht die   Möglichkeit, die   Sperrung des Stromrichters durch Wegnahme der Zündimpulse im Steuersatz durchzuführen. Im   Gitterkreis   des Stromrichters wird dabei, im Gegensatz zur Sperrung über das Schnellrelais, nichts geändert.

   Die erstere Möglichkeit (die Verschiebung der   Zünd-   impulse an die Wechselrichter-Trittgrenze) kann gegenüber der gänzlichen Unterdrückung der Impulse gewisse Vorteile haben (kein Kippen möglich). Das Entscheidende hiebei ist die Schnelligkeit, mit der die Zündimpulswegnahme   bzw. -verschiebung durchgeftihrt   werden kann. 



   Demzufolge bezieht sich die Erfindung auf eine Einrichtung zur Gittersteuerung von Stromrichtergefässen, bei der von einer über eine, gegebenenfalls elektrisch gesteuerte Diode an den Steuersatz angekoppelten Gittersperre im Störungsfalle (Kurzschluss, Rückzündung) die   betriebsmässige   Gittersteuerung unwirksam gemacht   wird. Erfindungsgemäss   umfasst diese Gittersperre eine auf die Störgrösse ansprechende elektronische Kippschaltung (bistabiler Multivibrator), welche mit dem Eingangskreis des Gittersteuersatzes gekoppelt ist. Der Ausgang der Kippschaltung kann auch im Steuerkreis eines mit dem Gittersteuersatz verbundenen Transistors liegen. Die gesamte Gittersperre arbeitet kontaktlos und praktisch trägheitslos. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, aus dem weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung hervorgehen. Der gestrichelt umrandete Teil stellt die eigentliche Gittersperre   dar, die in der Hauptsache aus der bistabilen Kippschaltung mit den zwei Transistoren T, und T,, bei- spielsweise p-n-p-Transistoren, besteht. Störungen in der Stromrichteranlage werden über Stromwandler   W auf der Primärseite des Stromrichtertransformators erfasst.

   Es genügen zwei Wandler in   V-Schaltung,   die über Gleichrichter in Drehstrombrückenschaltung auf eine ohmsche   Bürde RB arbeiten ;   
 EMI1.1 
 gerweise handelt es sich auch   hiebet   um einen Transistorsteuersatz. da die magnetischen Steuersätze infolge ihrer Trägheit eine plötzliche Zühdimpulsverschiebung nicht zulassen, und da Röhrenschaltungen bei gewissen Anwendungen, z. B. im Walzwerksbetrieb, zu anfällig sind. 



   Die Wirkungsweise der Schaltung ist folgende :
In der an sich bekannten Kippschaltung ist normalerweise der Transistor T, durchlässig. Die Widerstände   1\.     R4   und   1)   sind so aufeinander abgestimmt, dass das Potential der Basis negativ gegen das Potential des Emitters ist, so dass ein Emitter-Basis-Strom fliesst, wodurch das Potential der Basis auf nahezu U, 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 steigt. Auch der Kollektor des Transistors   T,   hat also praktisch das Potential   U,   Die Spannung U2 ist so hoch gewählt, dass alle Werte der alternierenden Steuerspannung USt am Eingang des Gittersteuersatzes kleiner sind als die Spannung   Ut weshalb   ist über die Diode   D   keine Einwirkung der Gittersperre auf den Gittersteuersatz möglich. 



     Überschreitet bei   einer Störung des Stromrichters die Eingangsspannung der Gittersperre am Punkte E 
 EMI2.1 
 Folge hat. Dadurch steigt das Potential der Basis des Transistors   T. über   das Potential des Emitters, und der Transistor    Ti   sperrt. Nun erfolgt durch die Spannung-U, eine negative Einspeisung über den Widerstand R und die Diode   D   auf den Eingang des Gittersteuersatzes, wodurch die gewünschte Zündimpulsverschiebung oder-wegnahme eintritt. Gleichzeitig wird über die Widerstände Ri und R, die Basis des Transistors Ta auf negatives Potential gelegt, wodurch die Kippschaltung auch dann noch in diesem zweiten stabilen Schaltzustand erhalten wird, wenn die Störung, die zur Auslösung der Gittersperre führte, beendet ist. 



   Der Einspeisewiderstand RE der Steuerspannung USt für den Gittersteuersatz kann unter gewissen Umständen, wenn der Eingangskreis des Gittersteuersatzes in an sich bekannter Weise so beschaffen ist, dass der Eingangsstrom immer die gleiche Richtung hat, eine Diode sein. Die   Widerstände   R, und    Ra'die   an   der Spannung U, ( > U) liegen,   dienen zur Abfuhr der Restströme der Transistoren Ti und   T,.   



   Der Transistor   T,, der   ebenfalls beispielsweise ein p-n-p-Transistor sein kann und hier in Kaskade angekoppelt ist, der aber auch in anderer Weise an die Kippschaltung angekoppelt sein kann, schaltet beim Kippen der Gittersperre das Hilfsrelais H, über dessen Kontakte Kommandos für Meldung und Überwachung abgeleitet werden können. Dieser dritte Transistor T, für das Hilfsrelais H ist zweckmässig, weil die Induktivität der Relaisspule im Hauptkreis der Kippschaltung eine Verzögerung des Kippvorganges zur Folge   hätte. DieDiode D.   dient zum Schutz des Transistors T, gegen induktive   Überspannungen   beim Abschalten der Relaisspule. 



   Zum Wiederanfahren des Stromrichters erfolgt die Rückholung der Gittersperre durch eine entgegengesetzte Einspeisung, die die Kippschaltung wieder in ihre Ausgangslage bringt. Dies kann unmittelbar durch eine kurzzeitige, positive Einspeisung an der Basis des Transistors   T   über den Widerstand   R.   ge- 
 EMI2.2 
 durch erfolgt in umgekehrter Reihenfolge wieder ein Schliessen des Transistors   T,   also ein Rückkippen in die stabile Ausgangslage der Gittersperre. 



   Sind lange Leitungen zur Rückholtaste erforderlich, so erscheint die im   Ausführungsbeispiel   gezeigte Anordnung zweckmässiger, bei der die Rückschaltung durch Anlegen der normalen Netzspannung an den Transformator Tr erfolgt, wodurch eine positive Einspeisung über die Diode D4 und   den Widerstand R   herbeigeführt wird. 



   Die Diode   D   im Eingang der Gittersperre verhindert, dass beim Abschalten des Stromrichters durch die Gittersperre induktive Einstreuungen in die Eingangsleitungen, die infolge der starken zeitlichen Änderung des Gleichstromes möglich sind, ein   Rückkippen   der Gittersperre bewirken. Die Empfindlichkeit der Gittersperre kann leicht am Widerstand RB eingestellt werden, z. B. so, dass die Gittersperre bei doppeltem Nennstrom in den Zuleitungen des Stromrichtertransformators anspricht. 



   In manchen Fällen kann die Trägheitslosigkeit der elektrischen Gittersperre stören, z. B. wenn ein Ansprechen bei kurzdauernden, unwesentlichen Stromspitzen erfolgt. Das lässt sich durch den Anschluss eines Kondensators C verhindern, der über den Widerstand R, aufgeladen wird und hiedurch eine kurze Verzögerung des Ansprechvorganges der Gittersperre bewirkt. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Einrichtung zur Gittersteuerung von Stromrichtergefässen, bei der von einer über eine, gegebenenfalls elektrisch gesteuerte Diode an den Steuersatz angekoppelten Gittersperre im Störungsfalle (Kurzschluss,   RUckzündung)   die betriebsmässige Gittersteuerung unwirksam gemacht wird, dadurch gekennzeichnet, dass diese Gittersperre eine auf die Störgrösse ansprechende. elektronische Kippschaltung umfasst, welche mit dem Eingangskreis des Gittersteuersatzes gekoppelt ist.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgang der Kippschaltung im Steuerkreis eines mit dem Gittersteuersatz verbundenen Transistors liegt.
    3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein zusätzlicher Rückholkreis der <Desc/Clms Page number 3> Kippschaltung mittelbar mit Hilfe eines Wechselstromnetzes gesteuert wird, an das der Rückholkreis über einen Hilfstransformator und ein elektrisches Ventil angeschlossen ist.
    4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Eingang der Kippschaltung ein elektrisches Ventil zum Schutz vor an dieser Stelle unerwünschten Rückholströmen angeordnet ist.
    5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für Melde- und Überwachungszwecke ein von der Kippschaltung gesteuertes Hilfsrelais vorgesehen ist.
AT89259A 1958-03-11 1959-02-06 Kontaktlose Gittersperre für Stromrichter AT220242B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP4597776A3 (de) * 2024-01-12 2025-08-27 Huawei Digital Power Technologies Co., Ltd. Reservestromkasten und steuerungsverfahren für reservestromkasten

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